Merkels Vision?

politicaleconomy, Donnerstag, 23.04.2015, 20:51 (vor 3974 Tagen) @ Bernadette_Lauert4131 Views

Auch das ist Geopolitik:
Mit dem Argument, dass man auf lange Sicht auch mit Russland eine
Freihandelszone von Wladiwostok bis Lissabon schaffen möchte, verteidigte
Merkel das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA.

Sie meint da wohl eher Brzezinskis "Freihandelszone":

In seinem neuesten Buch „Strategic Vision“ " ... entwickelt Brzezinski die Vorstellung, über eine „demokratisierte“ und „modernisierte“ Ukraine sogar Russland mit in das erweiterte westliche Bündnis einbinden zu können – allerdings ohne Putin, das heißt, nur mit einem Russland, dass sich als Regionalmacht der Dominanz der USA unterordnet." (Siehe u.a. hier und einschlägige Vorträge von Brzezinski zu seinem Buch auf youtube).

Eine eigenständige Politik der Vasallen ist bei Brzezinski nicht vorgesehen. „Bedient man sich einer Terminologie, die an das brutalere Zeitalter der alten Weltreiche gemahnt“ erklärt Brzezinski ohne falsche Scham, „so lauten die drei großen Imperative imperialer Geostrategie: Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern, und ihre Abhängigkeit in Fragen der Sicherheit zu bewahren, die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten und zu schützen und dafür zu sorgen, dass die ‚Barbaren’völker sich nicht zusammenschließen.“ (bigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht, Fischer tb 14385, 1999, S. 65/66)

Wenn Merkel so redet, aber Brzezinski unerwähnt läßt, meint sie wohl nirgendwo anecken zu können, klingt ja so offen für alle und alles. Tatsächlich bedeutet es, wie immer bei Merkel, Verzicht auf jede eigenständige Strategie, entscheidungsloses Herumgeeier, braves Unterordnen unter die alte und neue Hegemonialmacht (erst unter den Sowjets kuschen gelernt, dann die gemeisterten Fähigkeiten nach dem Überlaufen gleich brav auf die Gegenseite angewendet).

Was Preparata meint, meint sie jedenfalls wohl eher nicht ...


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