Also, ich weiß nicht

nereus, Donnerstag, 23.04.2015, 16:47 (vor 3919 Tagen) @ Peppercorn4277 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.04.2015, 17:05

Hallo Peppercorn!

Danke für den zunächst interessant erscheinenden Bericht.
Für mich ergeben sich allerdings ein paar Fragen dazu.

Wir lesen: Die Meldungen über die Dauer des Sinkflugs variieren zwischen 8 und 10 Minuten, was jedoch für die nachfolgende These ohne Belang ist.

Inwiefern das ohne Belang ist, sei dahingestellt. Es gibt aber auch andere Angaben zum Sinkflug, wie z.B. hier:

Am 24. März 2015 zerschellte ein Flugzeug der Lufthansa-Tochter an einer französischen Bergwand, so etwa Viertel vor 11 Uhr (wahlweise 10.41, 10.48, auch gerne mal 10.53) mit so etwa 150 Menschen an Bord (davon mehr oder weniger Deutsche), ziemlich schnell und mit so etwa 8 km Sinkflug oder 18 oder Sturzflug, der 10.30 Uhr oder 10.45 Uhr begann, aus ziemlich etwaigen Gründen.

Quelle: http://www.medienanalyse-international.de/germanwings-2015.html

Natürlich sind nicht die Kilometer sondern die Minuten gemeint.
Diese unterschiedlichen Terminierungen halte ich jedoch sehr wohl für erklärungsbedürftig.

Wer sich jedoch nicht die unbequeme Zeit dafür nehmen möchte, der mag sich gerne wenigstens den Artikel des London Evening Standard vom 3. März 2007 mit dem Titel ‘New Autopilot will make another 9/11 impossible‘ zu Gemüte führen.

Ja, aber wenn etwas technisch möglich ist, heißt es noch lange nicht, daß es auch durchgeführt wurde. Eine Fernsteuerung ist daher meiner Ansicht nach noch nicht zwingend.

Im Fall des Damms müssten im Vorfeld platzierte Sprengstoffe 60 bis 80 [Fuß] tief unten im Zentrum des Damms sein. Dann, wenn der Airbus die Ziel-Koordinaten getroffen hätte, hätten die vorplatzierten Sprengstoffe den Damm gebrochen.

Dann müßten entsprechende Aktivitäten vor (Anbringung) und nach dem Crash (Abbau) vorgefallen sein. Nur, wie läßt sich so etwas „beweisen“?

In dem Moment, als der Kapitän aus dem Cockpit raus war, wurde der UAP ausgelöst und kein menschlicher Zugriff in die Flugkontrolle war mehr möglich. Keiner.”

Das leuchtet mir nun überhaupt nicht ein.
Sinnvoll wäre das nur wenn beide Piloten das Cockpit verlassen, was aber nach Lage der Dinge nahezu auszuschließen ist.
Warum kann der UAP nur aktiv werden mit Co-Pilot und nicht auch mit Anwesenheit des Käpitäns? Oder war Lubitz ein schlafender Agent?

Wer sagt denn überhaupt das die Voice-Rekorder Geschichten stimmen?
Wenn das Szenario höchst brisant sein sollte, dann kann man doch unmöglich sich an den Verlautbarungen der Involvierten festhalten und die alternativen Thesen konstruieren.
Das wäre ja ungefähr so, als wenn der Taschendieb nach der Festnahme behauptet in der Geldbörse seien lediglich 30 Cent enthalten gewesen und der treuherzige Polizist nimmt die leere Börse zurück und läßt den Täter wegen erwiesener Geringfügigkeit wieder in der Menge entschwinden.

Allerdings ist ein derartiges System nun einmal zwangsläufig eine Notfallmaßnahme. In Notfällen ist damit zu rechnen, dass zumindest die Passagiere an Bord des betroffenen Flugzeugs wenigstens aufgeregt, wenn nicht panisch werden könnten. Um dies zu verhindern gibt es laut McConnell ein System, mit dem die Luft in der Passagierkabine mit einem Tranquilizer, also einem Beruhigungsmittel angereichert werden kann.

Puh! Jetzt wird es aber filmreif!
Die Lüftungsanlage des Fliegers mischt Beruhigungsmittel in die Zuluft – im Fall der Fälle.
Das klingt jetzt doch ein wenig nach Hollywood!

Nun, bekanntlich macht die Dosis das Gift, insofern ist es zumindest denkbar – wenn auch im Fall Germanwings nicht zwingend erforderlich –, dass das Beruhigungsmittel auch in einer Dosis in die Luft eingebracht werden kann, die letztlich alle an Bord ausschaltet.

Wozu muß man denn die Leute ausschalten, wenn doch der Autopilot ohnehin sein Werk verrichtet?

Angesichts der hier vorgetragenen These, die in sich schlüssig ist und offensichtlich macht, dass jede Handlungsmöglichkeit an Bord im Fall der Aktivierung des UAP gen null geht, sollte es ein gemeinschaftliches Ansinnen für alle sein, die Ehre von Andreas Lubitz auch und vor allem für seine Hinterbliebenen und Freunde wiederherzustellen.

Jetzt muß ich ja fast auf die Gegenseite wechseln.
Ich habe zwar große Zweifel an der offiziellen Story, weil sie viel zu viele Auffälligkeiten birgt und fatal an die „Abwicklung“ anderer kleiner und größer Katastrophen erinnert, aber nach dieser Beweisführung ist auch ein Freispruch des Co-Piloten nicht wirklich zwingend.

Bei allem Respekt, dieser Beweisführung kann ich nur schwer folgen.

mfG
nereus


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.