Teilweise eine Folge der "Outputsteuerung" im Schulwesen
Zur Erläuterung:
Ich kann zwar nicht direkt für die Grundschule sprechen, aber in den "höheren" Klassen ist es mittlerweile so, dass die Schule auf "Outputsteuerung" umgestellt wurde. D.h. es wird relativ detailliert vorgegeben, was die Schüler wann können und wissen müssen (klingt erst einmal gut, oder?). Da es mittlerweile immer mehr zentrale Prüfungen und Lernstandsvergleiche gibt (nicht nur im Abitur sondern auch in der Mittelstufe, z.B. sogenannte "Vergleichsarbeiten), führt das dazu, dass in allen Fächern, d.h. auch in den Sprachen (also auch im Deutschunterricht) und in den Gesellschaftswissenschaften die zu lesende Literatur und die zu behandelnde Themen von den Kultusministerien genau vorgegeben werden, denn sonst könnte man die Inhalte ja auch nicht "zentral", d.h. für alle Schüler einer Jahrgangsstufe innerhalb eines Bundeslandes gleich, abprüfen. Deshalb MÜSSEN bestimmte Themen behandelt werden, auch wenn die Lehrkräfte, könnten sie alleine entscheiden, vielleicht andere Themen behandeln würden (und ich möchte nicht das veröffentlichte Geschrei lesen, falls eine Lehrkraft ein bestimmtes Thema nicht behandelt hat und dieses dann im Zentralabitur abgeprüft wird...).
Da man den Lehrkräften aber in der veröffentlichten Meinung nicht mehr zutraut, eigenverantwortlich zu handeln (Stichwort: "Faule Säcke"), ist die hier beklagte Entwicklung durch die "zentralen" Vorgaben der Kultusministerien nur folgerichtig: Das Volk bekommt genau das, was es verlangt.
Gruß,
Phil.M.