Da könntest du wohl Recht haben… (Thema Entwicklungshilfe)
Da kann ich auch noch was beisteuern. Zu Sozialismus Zeiten hatte ich einen (deutschen) Kollegen, der eine Zeitlang in Angola war. Die DDR hat dort z.B. LKW vom Typ W50 hin geliefert. Er erzählte mir das er sich wunderte, warum immer mal wieder diese LKWs rostig am Straßenrand stünden. Man sagte ihm, sie seien kaputt. Die Überprüfung ergab das kaputt z.B. bedeutete: Keilriemen gerissen oder Frontscheibe eingeschlagen. Reparatur? Fehlanzeige! Man ging einfach hinunter zum Hafen und holte den nächsten neuen LKW! Der „kaputte“ konnte dann dort, wo er stehen gelassen wurde, in aller Seelenruhe vor sich hin gammeln.
Oder letztens eine Reportage im Öffentlich-Rechtlichen über ein nordafrikanisches Land. Die DDR hatte dort Neubauwohnungen gebaut, in der Küche gab es ursprünglich einen Gasherd. (Eingedenk der Tatsache das wohl nicht unbedingt mit dem Vorhandensein von Strom gerechnet werden könne).
Ach, der Herd aus der DDR sei Mist gewesen, den habe man gleich raus geräumt. Man mache lieber auf dem Balkon ein schönes Holzfeuer zur Zubereitung des Mittagessens. Tapete oder wenigstens Farbe war an keiner Wand mehr zu erkennen.
Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, ich hatte seinerzeit auch einen Kollegen aus Mosambique, der die Meisterlaufbahn eingeschlagen hatte und als Schichtleiter sehr geachtet war.
Die große Masse aber weiß gar nichts mit den guten Taten anzufangen. Jedenfalls ist man nur Willens sie zu benutzen, nicht aber mit deren Hilfe etwas Eigenständiges aufzubauen.
Die Vietnamesen andererseits waren immer sehr fleißig und engagiert. Da konnte sich mancher deutsche Kollege eine Scheibe von abschneiden.
Thoringer