Du argumentierst monokausal wie der sprichwörtliche Stammtisch
Die letzten 25 Jahre in Russland starteten mit dem Zusammenbruch der alten
Ordnung. Die 90er Jahre waren gekennzeichnet durch eine wirtschaftliche
Durststrecke. Danach vervielfachten sich die Petroeinnahmen und der Apparat
verfügte plötzlich über ein Vielfaches an Mitteln und Personal, um
'Ordnung' zu schaffen mittels Repression.
Die Schweiz verfügt über mehr Mittel; die Ordnung müsste also noch grösser sein und die Repression erst! Gott werden wir hier unterdrückt! Da muss es nur schon in Deutschland (weniger Mittel!) weniger repressiv sein. Und wie wohl in Griechenland oder gar in Somalia - so wenig Repression!
Nun werden diese Mittel
bekanntlich wieder knapp, auch wenn sie immer noch das Doppelte und
Dreifache dessen betragen, als dies zu Jelzins Zeiten der Fall war.
D.h., in deinem Sinne müsste nun alles besser werden: weniger Mittel, weniger Repression.
Ich gehe allerdings davon aus, dass Repression und Mittel nicht mal ansatzweise korrelieren. Wenn bspw. die Propaganda über das arme Nordkorea stimmen sollte, dann müsste die Repression in Nordkorea sehr tief sein. Ist sie allem Anschein nach aber nicht.
Assads Clan vermochte auch Ordnung zu schaffen mittels Repression durch
seinen berüchtigten Apparat, solange er noch Oel verkaufen und genügend
Schergen bezahlen konnte. Irgendwann war's damit dann halt vorbei.
Es ist natürlich ausgeschlossen, dass es mit dem aus dem Irak rüber geschwappten Bürgerkrieg und den durch eine Grossmacht zumindest zwischenzeitlich massiv unterstützten "Rebellen" zu tun haben könnte, dass die Ordnung nun fehlt.
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