Die Ukraine hat schnell von Griechenland gelernt: Auch sie spielen die "Russenkarte"
"Die Ukraine fordert vom Westen mehr Geld und bekommt es auch. Im Gegenzug verweigert Kiew Reformen – und kündigt schon mal an, dass die Schulden wahrscheinlich nicht beglichen werden können. ... Das ist ein überraschender Offenbarungseid. Vor gut einer Woche nämlich erst, am 11. März, hatte der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds eine neue, vierjährige Kreditlinie in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar gebilligt, die ihrerseits wiederum Teil eines internationalen Hilfsprogramms im Umfang von etwa 40 Milliarden Dollar ist. Einzelne Staaten oder Staatengruppen wie die Europäische Union werden für den Differenzbetrag zum IWF-Geld in den kommenden Jahren aufkommen.".
Quelle: Die Welt
Die Ukrainer sagen praktisch: Schenkt uns Geld, sonst kuscheln wir mit den Russen. Und mit welcher Dreistigkeit sie das sagen! Wobei das nicht verwunderlich ist, denn sie haben schnell von den Griechen gelernt und wissen, wie einfach man an Geld kommen kann, wenn man mit der "Russenkarte" droht.
Zusammengefasst steht da:
1) Wir wollen Geld (noch mehr Geld)
2) Wir werden es nicht zurückzahlen
3) Die EU (also maßgeblich Deutschland) wird dafür aufkommen.
Unglaublich, nicht?
Merkel wird uns das nächste Woche mal wieder als alternativlos verkaufen.
So wie im Falle von Griechenland in der letzten Woche:
"Die USA schalten sich immer mehr in die griechische Finanzkrise ein. Die Leiterin der Europaabteilung im US-Außenministerium, Victoria Nuland (das ist die mit "Fuck the EU"), ist am Dienstag zu einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras in Athen eingetroffen. ... Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, machen sich die USA Sorgen wegen der Finanzkrise in Griechenland. Washington wünsche eine schnelle Lösung des Problems. Sollte Griechenland aus dem Euroland ausscheiden, könne dies schwerwiegende Folgen für die Südostflanke der NATO haben, hieß es. ..."
Quelle: dpa-AFX Meldung
Klartext: Befehl von ganz oben: Im Interesse der USA muss Griechenland gerettet werden und im Euroraum bleiben, koste es was es wolle!
Nur einen Tag später verkündet Merkel diesen Befehl ihrer Herren an ihre Untertanen: "Es bleibt ein langer, schwerer Weg zu gehen ... Trotz verhärteter Fronten wirbt Kanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung für den weiteren Dialog: Sie freue sich auf den Besuch von Premier Tsipras. ...".
Quelle: Der Spiegel
Alternativlos. Nicht die Griechen. Aber die Südostflanke der NATO.
Nicht auszudenken (für die Südostflanke), wenn Putin einen Hafen in Griechenland für seine Flotte anmieten könnte. Da muss bis zum letzten Blutstropfen, also Euro meine ich, verteidigt, also gezahlt, werden.
Natürlich nicht von den Amerikanern. Bluten dafür dürfen wir Europäer. Bei den Krediten (Geschenken!) für die Ukraine genau so wie bei den Sanktionen gegen Russland. Auch da haben wir Europäer für die Interessen der Amerikaner geblutet und tun es immer noch. Auf Geheiß unserer amerikahörigen Politiker. Auch hier gilt: Nicht auszudenken, wenn sich Europa und Russland verbünden würden - zum eurasischen Wirtschaftsraum. Dann hätten die Amerikaner noch schneller fertig.
George Friedman (Direktor von Stratfor) sagte das vor einem Montat in aller Deutlichkeit: "US-Hauptziel seit einem Jahrhundert ist es, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern."
Quelle: Youtube