Leserzuschrift zum Beispiel "Post" - Details / McKinsey
Hallo,
in dem Text wird die "Deutsche Bundespost" als Beispiel genannt. Dazu erhielt ich eine anonyme Leserzuschrift, die das Beispiel weiter vertieft und veranschaulicht. Inhaltlich kann ich mangels eigener Kenntnisse dazu nicht viel sagen.
Gut fand ich neben der Anschaulichkeit auch die Erinnerung daran, welche Rolle "Beraterfirmen" wie McKinsey haben beim Beseitigen von Redundanzen.
"Als stiller Leser muss ich mal kurz einen Link von Deutsche Post/DHL schicken:
Die Welt im Jahr 2050:
https://www.youtube.com/watch?v=Mam3bFdzRek
Das ganze gibts nachträglich auch noch seitenweise als Text, bis ins fiktive Detail fantasiert man dort 5 Zukunftsszenarien.
Das mit den Zustellersubunternehmern stimmt meines Wissens nicht bei DHL/DP (bei anderen Zustellern schon, wie z. B. Hermes).
Dafür sind rund 18 % alles kurzfristig Beschäftigte (bis drei Monate sozialversicherungsfrei), Abrufkräfte auf Stundenbasis und befristete Arbeitnehmer in allen Variationen. Die Verträge sind oft kürzer als einen Monat und führen quasi fast nie in eine unbefristete Beschäftigung. Es sind rund 40.000 Mitarbeiter betroffen.
Besonders im Sommer kommt es so zu unheimlichen Engpässen in der Personalverwaltung. Es werden dann Zeitarbeiter eingestellt, weil Verträge nicht binnen 2 Wochen bearbeitet werden können, sondern es dauert dann mehr als zwei Monate bis der Arbeitnehmer ordentlich im System sozialversicherungstechnisch verbucht ist. Das kostet dann auch schon mal den Kopf eines Niederlassungsleiters. Zeitarbeiter werden selbstverständlich auch nicht übernommen, auch wenn die Arbeitskraft längerfristig benäfigt würde. Da werden dann lieber noch Überstunden bei den festen Mitarbeitern angeordnet.
Besonders schön ist auch die Tatsache, dass seit der Privatisierung der Post, quasi ein Mc Kinsey nach dem anderen im Vorstand gesessen ist. Zudem auch spannend wie führende Mitarbeiter entlohnt werden. Hat dieser noch einen Beamtenstatus, wird er gelegentlich als Beamter länger beurlaubt und als nicht Beamte eingestellt, somit greift auch nicht mehr der Beamtentarif, sondern man kann mal endlich richtig gut Geld verdienen.
Die kleinen Beamten hat man versucht mit Abfindungen aus dem Beamtenstatus zu bekommen. Das rächt sich nicht nur in Sachen Pension/Rente, sondern auch in anderen Aspekten, z.B. wenn man vor 10/15 Jahren einen Tag vor Mutterschutz gekÃŒndigt hat, einen Tag als Angestellte beschÀftigt wurde, dann sich um die Familie gekümmert hat und nun wieder einsteigen möchte. Man hat sich dann so einige Nachteile eingehandelt, welche man damals noch nicht im Blickfeld hatte.
Am besten kann man die Mitarbeiter in der Personalverwaltung mit einem Vogel Strauß vergleichen, eigentlich möchten sie nur ein möglichst gutes Arbeitsklima, ein schönes Wochenende und wenn es hoch kommt noch ARD/ZDF, welchen man 100% vertraut, schließlich können die nicht so korrupt sein, weil die privaten Sender senden ja schließlich die selben Informatonen.
Das darf gerne anonym im Gelben Forum gepostet werden."
In die Mail wurde eingegriffen, um falsch dargestellte Umlaute zu korrigieren.