Ein politisches Metall!

Olivia, Montag, 23.02.2015, 12:37 (vor 4027 Tagen) @ BennyF2417 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 12:47

Gold ist „in unseren Breiten“ auch ein politisches Metall. D.h. Dass die Glaskugel ausgesprochen „trüb“ sein kann. Faber geht davon aus, dass im Westen mit einem Goldverbot gerechnet werden sollte. Sinclair bemerkt, dass die Wessis sich nicht der „Hoffnung“ hingeben sollten, dass ihr in Singapore o.ä. „gelagertes“ Metall ihnen im Krisenfalle auch tatsächlich zur Verfügung stehen würde. Ich persönlich halte beide Einschätzungen für durchaus nicht an den Haaren herbei gezogen.
Die US-Amerikaner sollen sich zu Zeiten des Goldverbotes mit mexikanischen Kurant-Münzen (Gold-Pesos) „über Wasser“ gehalten haben. Die waren nämlich nicht verboten. In Europa soll das Vreneli als „semiantike“ Münze dem „Schmelzofen“ entgangen sein. Echte Sammlermünzen dagegen sind wieder ein Spezialgebiet auf das sich ein Laie wohl nicht ohne weiteres einlassen kann. Wie weit Münzen, die den Status eines offiziellen Zahlungsmittels hatten oder haben einem evtl. Verbot entgehen könnten, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls sollten sich Goldbesitzer auch mit der Frage auseinandersetzen, was für Entscheidungen sie treffen, falls es zu einem Verbot ihrer „Zukunftsinvestition“ kommt. Rechtzeitig in „goldaffinere“ Gegenden umziehen oder sich ein lauschiges Plätzchen im Wald suchen, wo sie ihre „Schätze“ vergraben (immer in der Unsicherheit, ob nicht ein „Schatzsucher“ ihr „Schätzchen“ findet). Eines aber sollte klar sein: gleichgültig ob jetzt vergraben oder zwangsverkauft..... von den immensen Wertsteigerungen muß man sich verabschieden. Im ersten Falle wird wohl ein Preis vorgegeben werden und im zweiten Falle „kommt man an die Investition“ nicht ohne weiteres heran, denn ein „Schwarzverkauf“ könnte Kopf und Kragen kosten.

In den USA sollen etliche „Besitzer“ ihre Schätze vergraben haben. Die mußten dann einen langen Atem haben.

Als der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank (der verstorbene Norbert Walter) kurz vor seinem Tode in einem Interview gefragt wurde, ob er den Menschen empfehle, in „Gold“ zu investieren, da verneinte er dies und empfahl gleichzeitg u.a. „in schöne Dinge für únsere´ Frauen“ zu investieren. :-))) - Das Metall, aus dem viele der schönen Dinge hergestellt werden, dürfte wohl auch international bekannt sein. Inder und Orientalen „investieren“ gerne in Goldschmuck. Oft hat er Perlen- oder Karabiner-Form, da man die Einzelteile in „Notzeiten“ einzeln verkaufen kann.

Aber was auch immer passieren mag - es ist wirklich eine Glaskugel und man kann nur Wahrscheinlichkeiten abschätzen – Gold ist ein wunderschönes Metall und wird alleine aufgrund dessen wohl immer einen Wert haben. Wobei „Stückelungen“ hochinteressant sein können. Es kommt eben immer darauf an, welche zukünftige Situation ein jeder antizipiert. Sollte man in „echten“ Krisenzeiten tatsächlich einmal die „Investition“ in der Handtasche unterbringen müssen, dann dürfte es schon einen Unterschied machen, ob man mit dem Messer „kleine Späne“ vom Barren herunter schneiden muß oder ob man sich vielleicht von dem einen oder anderen Peso oder einem Dukaten verschiedet oder ob man ein Armband, einen Ring, Ohrring oder ähnliches „abgibt“.

Die von mir aufgeführten, wirklich abstrus anmutenden „Mini-Stückelungen“ von 0,05 g, 0,10 g, 0,25 g, 0,50 g und 1 g sollten lediglich aufzeigen, dass die Münz- und Barren-Prägeanstalten sich offensichtlich darauf einrichten, dass dafür eine Nachfrage vorliegt oder zukünftig vorliegen wird.

Die Mini-Mini-Stückelung von 0,05 g wurde unter 5 Euro angeboten. Sie ist LMBA-zertifiziert, eingeschweißt und numeriert. Man sollte meinen, dass das ganze Drum-Herum sehr viel mehr kostet, als der Hauch von „Blattgold“ der darin verpackt ist. Aber: zumindest für den 0,5 g-Bereich wurde das Angebot sehr ausgeweitet.

Noch eine persönliche Bemerkung: Meine Tochter hat „Probleme“ mit dem Sparen, kann sich aber nur sehr schlecht von „Besitz“ trennen. Ich habe also diese beiden Faktoren miteinander verknüpft und sie „gedrängt“ in kleine Goldmünzen zu „investieren“. Sie hat nicht viel Geld, aber bevor sie alles, was vorhanden ist, in Konsumtempel und Parties hineinwirft, ist es sehr viel besser, ab und zu eine kleine Münze zu kaufen. Als sie sich vor über einem Jahr (gegen jede Warnung) in ein absurdes „Finanzabenteuer“ gestürzt hatte, konnte sie sich immerhin mithilfe des Verkaufs ihrer größeren Münzen davon „befreien“. Hat ihr weh getan, von den schönen Teilen Abschied zu nehmen. Ich denke aber, dass sie in Zukunft vorsichtiger ist.

Was mich persönlich betrifft, so würde ich sicherlich in güldene Münzen investieren, wenn ich jetzt freie Mittel hätte. Münzen und ausgewählte Aktien. Leider fehlen dazu die Mittel. Meine derzeitigen finanziellen Prioritäten sind völlig anders gelagert. Aber wenn es möglich wäre..... dann täte ich es! :-)))

Und was das doch sehr voluminöse, silberne Metall betrifft: So weit ich informiert bin, wurde es noch niemals "verboten".

--
For entertainment purposes only.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.