Bei langem Zeithorizont nicht in Währungen rechnen
Hallo,
bei einem Zeithorizont von 10 - 20 Jahren würde ich den Wert von Gold (und auch Silber in gewissem Maße) nicht in Währungen, sondern in Kaufkraft messen.
In den USA hat ein Kaffee über viele Jahrzehnte 5 Cent gekostet. Zu dieser Zeit war ein "Nickel" noch aus Silber mit einem Gehalt von 900/1000 und einem Gewicht von 1,24 Gramm (um 1800 noch 1,34 Grqamm).
Bei Gold kann man ähnliche Bewertungen finden.
Natürlich gibt es teilweise starke Schwankungen, insbesondere im Rahmen von Währungskrisen. Dabei ist kurzfristig auch mit einem erheblichen Anstieg von Goldpreisen zu rechenen. Es kann aber auch, wie 2009 auch geschehen, kurzzeitig zu Rückgängen aufgrund von margin calls und dem notwendigen liquidieren von Positionen vieler Marktteilnehmer kommen.
Und aufgrund des derzeitigen Bevölkerungswachstums sollte die Kaufkraft langfristig auch steigen.
Im Mittelalter war es über Generationen normal, daß die Steigerung der Produktivität in einer stetigen Deflation mündete. Witschaftswachtum fand im Umfeld einer stetigen Deflation statt. Heute praktisch unvorstellbar.
Derzeit sind praktisch alle Marktpreise von einer natürlichen Preisfindung weit entfernt und werden sehr stark manipuliert. Daher wäre es verwunderlich, wenn Gold nicht auch manipuliert wäre.
Langfristig sehe ich also ein stetig leichtes Wachstum der Kaufkraft von Gold bei kurzfristig teilweise sehr starken Preisschwankungen.
Gruß ins Wochenende
WE