Die Eurokraten stecken in einem Dilemma

Wellenreiter, Dienstag, 17.02.2015, 12:37 (vor 4034 Tagen) @ sensortimecom3446 Views

Die Eurokraten können sich weder ein signifikantes Nachgeben leisten, weil dieses den Prozess des Aufbegehrens der südlichen Bevölkerungen verstärken würde, noch können sie sich einen Euro-Austritt leisten, weil dieses das Vertrauen in die Währungsunion nachhaltig zerstören würde. Eine Währungsunion kann keinen Bestand haben, wenn der Eindruck entsteht, dass die Mitgliedschaft beliebig widerrufen werden kann. Ab dem ersten Austritt würde der Euro nicht mehr als Währungsunion betrachtet werden, sondern nur noch als eine (vorübergehende) Wechselkursbindung einzelner Nationalwährungen, die jederzeit aufgehoben bzw. verändert werden kann.

Zwingendes Ziel kann daher nur sein, die GR-Regierung sowohl an die vertraglichen Verpflichtungen als auch an den Euro zu binden. Die Eurokraten müssen beide Ziele erreichen, sonst haben sie verloren.

Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass sie eher einen Umsturz der GR-Regierung herbeiführen als dass sie einen Euro-Austritt zulassen.


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