Wer dafür noch emotionale Kapazität hat: Tränen einer Ärztin auf Lesbos
Moin,
hier ein Originalposting von Erwin Schrümpf, Griechenlandhilfe, auf facebook. Nebenbei: Der Mann und seine Organisation ist für mich der absolute Kandidat für ein Bundesverdienstkreuz.
Erwin, Du bist für mich der Größte.
"Ich sitze einer Ärztin in Lesbos gegenüber. Sie hat Tränen in den Augen. Unsere Insel stirbt. Jeder der Lesbos hört, denkt an Flüchtlinge. Wir haben 94% Tourismusrückgang. Keine Arbeit für die Menschen. Was sollen wir tun? In den letzten 20 Monaten hat beinahe eine Million Flüchtlinge unsere Insel passiert, ein Teil ist noch hier. Sie verstehen es nicht. Täglich werden es mehr. Wir haben Angst. Die Kriegsflüchtlinge werden ja weitergeschickt. Aber wir haben über 6.000 hier, aus unzähligen Nationen die nicht weiterdürfen. Es sind Wirtschaftsflüchtlinge. Was sollen wir hier mit ihnen machen? Sie haben in einer Nacht 7 Geschäfte in Mytilini ausgeplündert. Wir haben so viele Probleme. Lesbos ist eine so schöne Insel und wir brauchen die Menschen die hier Urlaub machen, aber solange Lesbos nur "Flüchtlinge" bedeutet ist unsere Insel zum Sterben verurteilt. Unsere Ärztin hat mich gebeten auch diese Seite einmal aufzuzeigen. Die Not der Menschen, in dieser Situation allein gelassen und vergessen. Meine Gedanken dazu; Es leben Griechen/Europäer auf Lesbos, auch für diese Menschen hat Brüssel die Verantwortung. Die vergessenen Griechen von Lesbos. Wir vergessen jedenfalls nicht. Erwin."
Hier geht es zur Seite der Organisation.
Auf facebook. Spenden für Butterflynadeln dringend gesucht.
Viele Grüße
Gaby
--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci