pro und contra
Ich schätze die beiden Formate Positionen und KenFM im Gespräch sehr. Die Gäste, die er dort interviewt oder die gemeinsam diskutieren, haben mir bisher nahezu immer ein Licht aufgesetzt.
Ken Jebsen selbst redet mir meist zu schnell und einen Ticken zu aufgedreht. Er sollte auch häufiger offene Fragen stellen, statt seine Gäste immer dahin zu bringen, wie er die Sache sowieso schon vorher sieht. Auch sein Pathos ist nicht so ganz meine Sache.
Was seine Parteilichkeit betrifft, so bin ich mir absolut nicht im Klaren. Den Krieg in Europa bekämpft er wohl. Das ist wenigstens etwas. Und er ist auch nicht langweilig. Das finde ich auch relevant.
Ich fasse zusammen: läßt man die leicht narzißtische Attitüde (Berufskrankheit) außer Acht, weiß man um seine manchmal nervenden rhetorischen Eskapaden, ist sein Wirken dem Selbstdenken eher förderlich.
Selbstredend ist das meine docta ignoratia.
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"Wer die Fähigkeit, Schönheit zu sehen, behält, der altert nicht." F.K.