Alle male besser als die MSM

Nico @, Sonntag, 25.12.2016, 15:36 vor 3365 Tagen 5005 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 25.12.2016, 15:54

Jeder hier im Gelben Forum kennt ihn, aber wie finden wir ihn nun eigentlich? Die Rede ist von dem Journalisten Ken Jebsen, auch bekannt als KenFM. Betreibt dieser im Allgemeinen gute Aufklärung, oder ist er vielleicht doch mit Vorsicht zu genießen? Gelegentlich vernimmt man sogar Stimmen, dass er gezielt als Desinformant für die falsche Seite arbeiten könnte.

Nun kann grundsätzlich kein Journalist absolut allen individuellen Vorstellungen eines jeden Zuschauers gerecht werden, so dass immer eine gewisse Toleranz für Abweichungen in den Auffassungen eingeräumt sein sollte. Für mich selbst bedeutet dabei seine Haltung zu den nationalen Parlamentswahlen die größte Belastung meiner selbst festzulegenden Fehlertoleranz, denn immer wieder forderte er in der Vergangenheit dazu auf, den Wahlen fern zu bleiben. Nun betreibt KenFM aber Journalismus für die s.g. Alternativen Medien, und so erreicht er auch nur ein entsprechend orientiertes Publikum. Deshalb kann seine Haltung bezüglich unserem Wahlverhalten auch nur zu einer Schwächung der durch die Alternativen Medien vermittelten Interessen in der Sitzverteilung der Parlamente führen. Auf diese Weise verstrickte sich KenFM auch in einen bedenklichen Widerspruch in der von ihm angewendeten Logik, als er sich zu der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA begrüßend äußerte. Dieses um so mehr, als dass diese Wahl auch noch als ein Sieg der Alternativen Medien aufgefasst werden kann.

Wie dem nun sei, das von ihm konzipierte und regelmäßig veröffentlichte Format „Me, Myself and Media“ erscheint mir persönlich im Allgemeinen als empfehlenswert. So wollte ich am heutigen 1. Weihnachtstag des Jahres 2016 seine am gestrigen Heiligabend veröffentlichte und somit aktuelle Ausgabe in unserem Forum verlinken, zumal mir diese Folge auch selbst sehr zugesagt hat. Vielleicht gelangen wir auf diese Weise zu einem gelben Meinungsprofil zu der Frage, ob dieses Format der Unterstützung würdig erscheint. Noch verbleibt einige Zeit bis zu den Bundestagswahlen des Jahres 2017, und sollten diese auch wirklich stattfinden, dann mag Ken Jebsen seine Haltung zu den Wahlen bis zu diesen Zeitpunkt vielleicht auch zwischenzeitlich überdacht/revidiert haben.

https://www.youtube.com/watch?v=VIHn3Lx3PP8

Schöne Weihnachtsgrüße in das beste aller Internet-Foren

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... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

pro und contra

Oblomow @, Leipzig, Sonntag, 25.12.2016, 18:43 vor 3364 Tagen @ Nico 3059 Views

Ich schätze die beiden Formate Positionen und KenFM im Gespräch sehr. Die Gäste, die er dort interviewt oder die gemeinsam diskutieren, haben mir bisher nahezu immer ein Licht aufgesetzt.

Ken Jebsen selbst redet mir meist zu schnell und einen Ticken zu aufgedreht. Er sollte auch häufiger offene Fragen stellen, statt seine Gäste immer dahin zu bringen, wie er die Sache sowieso schon vorher sieht. Auch sein Pathos ist nicht so ganz meine Sache.

Was seine Parteilichkeit betrifft, so bin ich mir absolut nicht im Klaren. Den Krieg in Europa bekämpft er wohl. Das ist wenigstens etwas. Und er ist auch nicht langweilig. Das finde ich auch relevant.

Ich fasse zusammen: läßt man die leicht narzißtische Attitüde (Berufskrankheit) außer Acht, weiß man um seine manchmal nervenden rhetorischen Eskapaden, ist sein Wirken dem Selbstdenken eher förderlich.

Selbstredend ist das meine docta ignoratia.

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"Wer die Fähigkeit, Schönheit zu sehen, behält, der altert nicht." F.K.

Ken Jebsen (Vortext gelöscht vom Moderator)

Digger66 @, Montag, 26.12.2016, 01:41 vor 3364 Tagen @ Nico 3074 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 26.12.2016, 16:38

Hier wird Ken Jebsen ebenfalls beschrieben!

http://www.nachdenkseiten.de/?p=35728

Fällt der Name Ken Jebsen, dann schrillen bei vielen Menschen die Alarmglocken. Ist das nicht dieser „nach Antisemitismusvorwürfen entlassene frühere RBB-Moderator“ und „neurechte Demagoge“, der „Verschwörungstheorien zum 11. September vertritt“? So oder ähnlich lauten zumindest einige medial häufig verbreitete Einschätzungen. Was ist dran an den Vorwürfen? Fest steht: Mit KenFM betreibt Jebsen eines der mittlerweile erfolgreichsten crowdfinanzierten Medienportale Deutschlands – sein Youtube-Kanal hat mehr Zuschauer als der des WDR, auf Facebook hat sein Portal mehr Likes als die ARD. Von Paul Schreyer[*].

Kann er als Jude auch Antisemit sein?

Sundevil @, Montag, 26.12.2016, 10:27 vor 3364 Tagen @ Digger66 2431 Views

So weit ich weiss, so stammt er aus einer iranisch-jüdischen Familie, weshalb ich seine Israel Kritik mit Augenmerk zur Kenntnis nehme. Er hat sehr viele gute Interviewpartner, was seinen Kanal von anderen abhebt.
Aber generell sollten wir uns fragen, inwieweit wir informationen noch trauen können, wir kennen oftmals nicht mal den richtigen Namen einer Person.

Man kann.

Oblomow @, Leipzig, Montag, 26.12.2016, 11:34 vor 3364 Tagen @ Sundevil 2421 Views

Schon mal was von Otto Weininger gehört, um auf Ihre Frage zu antworten.

Ken Jebsen musste wohl seinen Sender verlassen / hat seinen Sender verlassen, weil ihm antisemitische Äußerungen angelastet wurden / weil ihm die Maulkörbe bzw. Illoyalitäten auf den Geist gingen. Audiator et altera pars.

Ich bin dankbar, dass er dort "scheiterte", denn sonst gäbe es ihn wohl in einer anderen, gewiss weniger radikalen Version. Ich schätze seine Energie und die Professionalität.

Bei manchen irritierten Medienjunkies hat die Antisemitismus-Peitsche funktioniert und statt mal selbstdenkend ein Gespräch oder eine Diskussion Positonen zu begutachten, sucht man nach inkriminierenden Äußerungen. Pawlowsche Reflexe.

Sich selbst ein Urteil bilden, scheint mir in Sachen Ken Jebsen auf jeden Fall nützlich. Es ergänzt ungemein den Horizont. Da wäre gleich meine Frage, was neben Hadmut Danish, Fefe, Geolitico so empfohlen werden kann.

Selbstredend steht alles unter dem Primat der docta ignorantia.

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"Wer die Fähigkeit, Schönheit zu sehen, behält, der altert nicht." F.K.

Antisemitismus

Richbot @, Montag, 26.12.2016, 16:47 vor 3363 Tagen @ Oblomow 2073 Views

Es ist sinnlos, von "Antisemitismus" zu reden. Man sollte dieses verwirrende Wort strikt meiden, und wenn es benutzt wird, sollte man klar stellen, was eigentlich gemeint wird.

Es gibt zahlreiche semitische Völker ..

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 26.12.2016, 22:56 vor 3363 Tagen @ Richbot 1968 Views

Es ist sinnlos, von "Antisemitismus" zu reden. Man sollte dieses verwirrende Wort strikt meiden, und wenn es benutzt wird, sollte man klar stellen, was eigentlich gemeint wird.

Völlig richtig! Es gibt auch heute noch zahlreiche semitische Völker .. die sich auch als solche verstehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Semiten
"Als Semiten werden (historische) Völker bezeichnet, die eine semitische Sprache sprechen ..."
"Die Bibel führt die Abstammung Abrahams auf Sem, den Sohn Noachs, zurück. In Anlehnung daran bezeichnete man in biblischer Zeit alle Völker des Nahen Ostens, die sich als Nachkommen Abrahams betrachteten, als „Söhne des Sem“. Demnach gehören zu den Semiten die Amharen, Tigrinya, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Amoriter, Ammoniter, Akkader/Babylonier/Assyrer/Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Moabiter, Nabatäer, Phönizier und Samaritaner ..."
"Heutige semitisch-sprachige Völker sind z. B. Araber, Hebräer, Aramäer und Malteser ..."

https://de.wikipedia.org/wiki/Semitische_Sprachen
"Die semitischen Sprachen sind ein Zweig der afroasiatischen Sprachfamilie. Sie werden heute von ca. 260 Millionen Menschen in Vorderasien, in Nordafrika und am Horn von Afrika gesprochen. Wichtige semitische Sprachen sind Hebräisch, Arabisch, die neuaramäischen Sprachen, eine Reihe von in Äthiopien und Eritrea gesprochenen Sprachen wie Amharisch und Tigrinya sowie zahlreiche ausgestorbene Sprachen des Alten Orients wie Akkadisch. Zu den semitischen Sprachen zählt auch das in Europa beheimatete Maltesisch ..."
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Mit Gruß, Beo2

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