Vor allem wünsche ich Gesundheit allen, die sich hier im Forum bemerkbar machen. Den Kranken wünsche ich das, was sie erhoffen, - Besserung, Linderung, - was eben möglich ist.
Wie es so schön heißt:
Der gesunde Mensch hat tausend Wünsche, der kranke nur einen....
So, wie ich bereits in einem anderen Forum geschrieben habe, möchte ich dieselben Gedanken auch hier zum Ausdruck bringen:
Jedem wünsche ich ein vor allem besinnliches Weihnachtsfest, in einer Zeit, die uns allen Anlaß zum Nachdenken gibt.
Spontan fällt mir da ein altes Gedicht von Ursel Peters ein, - muss sehen, wo ich das in meiner Bibliothek habe. Aber so aus der Erinnerung, - vielleicht nicht wortgetreu, beginnt es:
"Wir leben in einer unfaßbaren Zeit,
- nicht wissend, was sie uns bringt.
Nur, dass Vergangenheit,
was gestern noch Glaube und lockende Zukunft war...."
Versuchen wir wenigstens, einige Relikte aus vergangener Zeit zu bewahren. Gerade um die Weihnachtszeit kann man sich daran orientieren, wieder mehr auf das "Miteinander" zu achten und das "Nebeneinander" auf die Seite zu schieben. Auch auf den bezogen, den man eigentlich nur vom Sehen aus der Nachbarschaft kennt.
Dazu ein kleines Erlebnis von gestern abend (22.12.). Mein Sohn und ich kommen von einer Baustelle, ca. 70 km entfernt, mit dem Transporter zurück, und sind auf dem Heimweg. Es war schon nach 8 Uhr abends. Er war am Steuer,ich war schon müde und saß nebendran. Ein großer BMW überholte uns mit entsprechender Geschwindigkeit. Mein Sohn sagte noch, - so ein Depp, - hat ein Kind im Auto und fährt so bescheuert, - merkt wahrscheinlich gar nicht, dass stellenweise Glatteis war, und das bei Heckantrieb.
Ein paar km weiter , in einer langgestreckten Kurve, war der BMW im Straßengraben. Es standen schon zwei andere PKWs daneben, die versuchten, das Auto aus dem Graben herauszuziehen. Ich dachte so bei mir, - recht geschieht ihm, wenn der so blöd fährt. Wir fuhren dran vorbei. Nach vielleicht hundert Meter hält mein Sohn rechts an und sagt, - schauen wir doch nach, ob wir nicht unser Seil mithaben. Die schaffen das sowieso nicht, den mit PKWs herauszuziehen, - wir aber mit unserem Transporter haben da eine Chance. Schließlich hat der Mann ja Frau und Kind im Auto, und wir haben Minusgrade.
Nun ja, - wir drehten um, fuhren zurück, die gelbe Rundumleuchte an, Seil angehängt, - zufällig kam noch eine Polizeistreife vorbei und sicherte mit Blaulicht den Verkehr in der Kurve, und mit vereinten Kräften kam das Fahrzeug wieder auf die Straße. Der Mann fragte, was er schuldig sei. Mein Sohn sagte, " Guter Mann, übermorgen ist Weihnachten, ist doch alles o.k. Schöne Feiertage !"
Wir fuhren weiter nach Hause, - ich sah meinen Sohn verstohlen von der Seite an. Zwei Gefühle empfand ich. Das eine war etwas Scham, weil diese Idee des Helfens nicht von mir kam. Das andere aber war Stolz, als ich wieder mal hautnah die Bestätigung bekam, aus welchem Holz mein Sohn geschnitzt war. Das war für mich in diesem Jahr schon mein Weihnachtsgeschenk.
Das meinte ich mit mehr "Miteinander" als "Nebeneinander". Da ich auch letztes Jahr eine selbsterlebte Weihnachtsgeschichte gebracht habe, kann ich auch dieses Jahr damit aufwarten.
Die Geschichte hat aber noch einen Nachhall.
Als wir einige Zeit weitergefahren waren, standen wir plötzlich im Stau. Völlig unmöglich, diese Stelle über eine andere Route zu umfahren. Es dauerte sehr lange, - ich bin deshalb bis zur Unfallstelle vorspaziert. Was ich dort gesehen habe, war schon schockierend.
http://novatv.ro/2016/12/accident-cu-4-victime-la-iesirea-din-medias-spre-tarnava-vezi-...
Ist zwar in rumänisch geschrieben, - wenn man aber das Video im link ablaufen läßt, braucht man keine Übersetzung mehr. Ein PKW ist aufgrund hoher Geschwindigkeit und der Fahrbahnverhältnisse in der Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen.
Ich habe danach nochmal nachgerechnet, - ich kenne die Strecke und die dafür benötigte Zeitdauer, und bin zu dem Ergebnis gekommen:
Wenn wir nicht angehalten hätten, um den BMW aus dem Graben zu ziehen, wären wir genau zu diesem Zeitpunkt an der Unfallstelle vorbeigekommen, wo es gekracht hat. Ob der PKW dann in unser Auto hineingefahren wäre? Müßig, darüber nachzudenken.
O.k., man soll nicht, - wie hier schon jemand gesagt hat - hinter jedem Busch einen Indianer vermuten. Trotzdem stelle ich mir die Frage: Gibt es vielleicht wirklich sowas wie "Vorsehung"?
Nochmal an alle: Schöne Weihnachten!