Terror Berlin - Jetzt werden die Details pikant!

nereus @, Donnerstag, 22.12.2016, 11:08 vor 3368 Tagen 10987 Views

Es gibt noch richtigen guten Journalismus!

[image]

Quelle: https://pbs.twimg.com/media/C0GyPACXAAEJCFx.jpg

Am Montag war kein Termin mehr möglich?
Wurde dieser etwa verschoben?
Wenn ja, von wem?

Und da ich mir nicht ganz sicher war, habe ich erst einmal die Backen gehalten. Als ich nebenbei am Montag die n-tv Berichterstattung verfolgte, hatte ich ein anderes Kfz-Kennzeichen in Erinnerung.

Doch nun habe ich ein Bild, nachdem ich länger suchen mußte, wieder gefunden.
Man vergleiche die Kfz-Kennzeichen.

[image]

[image]

Zwei unterschiedliche Kennzeichen?
Fährt man neuerdings an der Front mit anderem Kennzeichen als am Heck?

Oder gibt es dafür eine vernünftige Erklärung?
Falls ja, welche?
Oder standen da zwei polnische LKW? [[hae]]

mfG
nereus

OK, Kennzeichenproblem geklärt

nereus @, Donnerstag, 22.12.2016, 11:12 vor 3368 Tagen @ nereus 8571 Views

Das Problem ist keins.
Das ist tatsächlich üblich.

mfG
nereus

Der Trailer hat immer ein anderes Kennzeichen als die Zugmaschine

Michael Krause @, Donnerstag, 22.12.2016, 11:56 vor 3368 Tagen @ nereus 6895 Views

Mönsch nereus, nicht hinter jedem Busch einen Indianer vermuten :-)

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Jede Problemlösung wirft wohl neue Fragen auf ..

Uwe @, Donnerstag, 22.12.2016, 13:07 vor 3368 Tagen @ nereus 7065 Views

Das Problem ist keins.


Hallo, @Nereus,

jede Problemlösung wirft wohl neue Fragen auf.

Bei mir ist es die, die aus den Angaben auf dem Bild, was bei Dir nicht zu sehen ist, erwachsen.

Zum besseren Verständnis, hier der Link zum Bild, das in Deinem Beitrag als [image] zu sehen oder eben nicht zu sehen ist:

https://pbs.twimg.com/media/C0GyPACXAAEJCFx.jpg

Da bekomme ich dann zu lesen, dass als der Ausgangsort der "Todesfahrt" die Adresse Friedrich-Krause-Ufer 16 genannt wird.

Die 16 scheint hier wichtig, denn ein kurzes Stück Fußweg entfernt, kommt die Adresse "Friedrich-Krause-Ufer 24". Soweit wohl durchaus nicht unbedinbgt bemerkennswert. Doch genau hier befindet sich die Ausländerbehörde, Standort Friedrich-Krause-Ufer, die u. a. mit folgenden Dienstleistungen betraut ist:

Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen - Verlängerung
Humanitäre Gründe, die zur Erteilung der Aufenthaltserlaubnis nach § 25 geführt haben, können insbesondere folgende sein:
...
• Anerkennung als Asylberechtigter oder Flüchtling in einem
Asylverfahren durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,
• Vorliegen eines Abschiebungsverbots oder eines Ausreisehindernisses,
• Feststellung einer außergewöhnlichen Härte.
...

Daraus folgen Spekulationen, wenn tatsächlich die derzeit veröffentlichte Geschichte mit Fakten belastet werden können. Nicht ein Terroranschlag, sondern eine Tat aus Jähzorn heraus, wie sie als Motiv auch bei Brandstiftung nicht ungewöhnlich sein dürfte, denn der Vergleich mit dem "Hauptmann von Köpenick" verbietet sich, da die Folgen des "Irrtums" (fehlende Passstelle im Rathaus Köpenick vs. Nichtzuständigkeit im Falle der unmittelbar bevorstehenden Abschiebung) zu unterschiedlich sind.

Jedoch steht wohl derzeit nur einwandfrei fest, welche Nationalität der getötete Insasse des Lkws hat. Bis zur weiteren Klärung kann auch gefragt werden, ab hier ein "Metalldiebstahl" oder eine andere Tat mit ausschließlich kriminellem Interesse mit verheerendem Ausgang der Auslöser der Ereignisse war.

Gruß,
Uwe

Wutbürger, mal andersherum?

nereus @, Donnerstag, 22.12.2016, 14:25 vor 3368 Tagen @ Uwe 6645 Views

Hallo Uwe!

Du schreibst: ..Problemlösung wirft wohl neue Fragen auf.

Das kann man wohl sagen und manchmal schießt man im Affekt mehr oder weniger und inkl. Kennzeichen über das Ziel hinaus. [[zwinker]]

Da bekomme ich dann zu lesen, dass als der Ausgangsort der "Todesfahrt" die Adresse Friedrich-Krause-Ufer 16 genannt wird.
Die 16 scheint hier wichtig, denn ein kurzes Stück Fußweg entfernt, kommt die Adresse "Friedrich-Krause-Ufer 24".
Soweit wohl durchaus nicht unbedingt bemerkenswert.
Doch genau hier befindet sich die Ausländerbehörde, Standort Friedrich-Krause-Ufer, die u. a. mit folgenden Dienstleistungen betraut ist:
Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen - Verlängerung
..

Bemerkenswerter Zusammenhang, keine Frage.

Daraus folgen Spekulationen, wenn tatsächlich die derzeit veröffentlichte Geschichte mit Fakten belastet werden können. Nicht ein Terroranschlag, sondern eine Tat aus Jähzorn heraus, wie sie als Motiv auch bei Brandstiftung nicht ungewöhnlich sein dürfte, denn der Vergleich mit dem "Hauptmann von Köpenick" verbietet sich, da die Folgen des "Irrtums" (fehlende Passstelle im Rathaus Köpenick vs. Nichtzuständigkeit im Falle der unmittelbar bevorstehenden Abschiebung) zu unterschiedlich sind.

Interessante Theorie.
Aber wie paßt dann das dazu?

Der LKW muß vom Friedrich-Krause-Ufer 16 zur Budapester Straße, nahe Breitscheidplatz, abgeschleppt worden sein.

Wie konnte der Wütende das so schnell organisieren?
Und warum hat er, wenn er bewaffnet war, nicht das Fahrzeug bewegt, wie es war?

Ich finde den verschobenen Termin interessant.
Natürlich werden immer wieder Termine abgesagt, verschoben usw., aber in diesem Zusammenhang bekommt die Verschiebung ein gewisses Geschmäckle, denn genau diese Verzögerung war die Grundlage aller nachfolgenden Geschehnisse, welche schließlich in diese Katastrophe mündeten.

mfG
nereus

Meine Theorie

Michael Krause @, Donnerstag, 22.12.2016, 16:29 vor 3367 Tagen @ nereus 6136 Views

Meine Theorie:

Der Tunesier war kein Einzeltäter. Der war dabei, als man den bedauernswerten polnischen Trucker überwältigt hat. Das passt auch gut in sein Profil. Alleine überwältigt der aber keinen 120 kg Trucker, der um seinen Lkw kämpft. Fahren kann der so einen Lkw im Straßenverkehr aber nicht.

Dann hat man versucht, den Lkw in Gang zu setzen, es aber nicht geschafft.

Man hat danach jemanden herantelefoniert, der so ein Fahrzeug auch im Straßenverkehr bewegen kann.

Der Tipp, hier einen Lkw zu kapern, kam aus der Klientel des Ausländeramtes IV.

Die Funkzellenauswertung wird insoweit aussagekräftig sein. DNA Spuren könnten ebenso aussagekräftig sein, falls der Fahrer schon vorher strafrechtlich in Erscheinung getreten ist.

Alles Spekulation, wir werden sehen, was uns die StA als Szenario darbieten wird.

Noch so ein Anschlag, dann ist Mörkel weg vom Fenster.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

" ... , die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist."

Uwe @, Donnerstag, 22.12.2016, 20:00 vor 3367 Tagen @ nereus 5517 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 22.12.2016, 20:13

Hallo, @Nereus!

Die Verschiebung des Entladungstermins vom Vormittag auf den Nachmittag wird wohl verständliche Gründe gehabt haben, jedenfalls wohl nicht den, ein Fahrzeug für einen Terroranschlag gegen 20:00 "zur Verfügung zu stellen", oder habe ich Deine Gedanken vollkommen falsch interpretiert?

Ausgehend von den Zeiten, die in dem Bericht genannt wurden, gibt es ein Zeitfenster zwischen Lokalisierung des Fahrzeuges vor oder auf dem Grundstück Friedrich-Krause-Ufer 16 um 16:52 und der Todesfahrt gegen 20:00 auf dem Breitscheidplatz von drei Stunden.

Vermutlich wie Michael Krause, meine auch ich die möglichen Strecken, die vom Startort zum Breitscheidplatz führen bezüglich ihrer örtlichen Gegebenheiten einigermaßen zu kennen.

Sofern keine "Spazierfahrten" unternommen wurden, benötigt man für die ca. 5,0 bis 5,5 km lange Strecke mit einem Pkw ca. 10 bis 20 Minuten je nach Verkehrsaufkommen und es gibt auf diesen Straßen durchaus erhebliches Aufkommen zu dieser Zeit.

Mit dem Lkw seinen 30 bis 40 Minuten berechnet, so dass eine Zeitspanne von mehr als zwei Stunden verbleibt, die das Fahrzeug andernorts umher gefahren oder gestanden war, mit welcher Besetzung auch immer.

Das Abschleppen eines derartigen Fahrzeuges zum Zwecke, es näher in den Breitscheidplatz zu bringen, scheint mir eher unverständlich, da der Zweck dafür sich mir nicht erschließt, zumal das Fahrzeug wohl auch ohne dieses Abschleppen zweieinhalb Stunden vom „Ortungsradar“ verschwunden war.

Das Abschleppen zur Budapester Straße scheint mir auch deswegen "ungereimt", da der fließende Straßenverkehr in der Budapester Straße durch einen in "Wartestellung" befindlichen Lkw blockiert gewesen wäre und unweigerlich die hilfreichen Verkehrseinsatzkräfte auf den Plan gerufen hätte. Welcher Plan geht ein derartiges Risiko ein, frage ich mich.

Ein vorgelegene Parkmöglichkeit bei Fahrt über Putlitzbrücke – Stromstraße – Lessing-Brücke hätte es mit Wahrscheinlichkeit naheliegend auf der Straße des 17. Juni oder der Altonaer Straße gegeben (vor dem Bundespräsidenten Sitz, Schloss Bellevue, ist eh das Parken verboten – "Einfahrt" über Perleberger Straße – Paulusstraße – großer Stern). Das ist etwas mehr als zwei Drittel des Weges vom ersten Standort zum Breitscheidplatz.

Nun meine ich gelesen zu haben, dass das Fahrzeug von der Kantstraße den Breitscheidplatz erreicht hat. Diese Route ist vom vermeintlich angenommenen Ausgangspunkt mit diesem Fahrzeug nur durch Straßen mit erhöhten Verkehrsaufkommen und überwiegend einspuriger Fahrbahn je Richtung erreichbar. Sie führt über Alt-Moabit – Helmholtzstraße – Leibnitzstraße - Kantstraße (ca. 7 km, wohl nahezu ohne Chancen, einen derartigen Lkw in Parkstellung zu halten).

Soviel als Vorwort, ehe ich auf deine Fragen eingehe.

https://pbs.twimg.com/media/C0GyPACXAAEJCFx.jpg

[/b]Feststellung im obigen Link von M. Lejeune[/b]: «Der LKW muß vom Friedrich-Krause-Ufer 16 zur Budapester Straße, nahe Breitscheidplatz, abgeschleppt worden sein.»

Ich muss zugeben, dass mir der zwingende Grund des Abschleppens nicht einsichtig ist, da ich die technischen Dinge zur Überwachung der Fahrzeuge nicht kenne und damit auch nicht die, wie man sie für mehr oder weniger kurze Zeit umgehen oder "austricksen" kann.

Eine Zugmaschine mit einem beladenen Trailer in den Schlepp zu nehmen, um ihn in abbiegungsreichen Fahrten durch den Berufsverkehr zu bugsieren, zeugt von Können (in "heute"-Nachrichten gehört, dass der Gesuchte aus Tunesien geflohen sei, weil man ihm u.a. eines LKW-Diebstahls beschuldigte).

@nereus: «Wie konnte der Wütende das so schnell organisieren?»

In meinen Gedanken kommt das Abschleppen noch nicht vor. "When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth.", lässt Arthur Canon Doyle seinen Sherlock Holmes dozieren. Bis zum Abschleppen des Fahrzeuges gibt es wohl noch andere Möglichkeiten, die zuvor ausgeschlossen werden müssten.


@nereus: «Und warum hat er, wenn er bewaffnet war, nicht das Fahrzeug bewegt, wie es war?»

Die Nachrichtenlage scheint mir in diesem Punkt zu vage. Ich konstatiere, wenn der Gesuchte tatsächlich im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Besuch im der Behörde "Friedrich-Krause-Ufer 24" in dieser Gegend ist, wird er wohl unbewaffnet dort hingegangen sein (ob es dort Detektoren im Eingangsbereich gibt, würde an dieser Stelle ein investigativer Journalist ermitteln - bin aber keiner). Auch ist wohl festzustellen, dass man über Tatwaffen und Eigener keine veröffentlichte Aussagen hat.


@nereus: «[…] denn genau diese Verzögerung war die Grundlage aller nachfolgenden Geschehnisse, welche schließlich in diese Katastrophe mündeten.»

Bedeutet dass jetzt Deiner Meinung nach, dass
a) "Planung" von dieser Verschiebung ausgegangen ist,
b) diese Verschiebung die Ausführung ermöglichen sollte oder
c) eben Zeit-Ort-Gelegenheit passten?

Im Übrigen könnte ich auch der Theorie von Michael Krause folgen, wenn ich mir nur erklären könnte, warum man sich als "werdende/r Attentäter", die bzw. der den Plan haben bzw. hat etliche Menschen zu töten, sich der Unwägbarkeit aussetzt, die durch die Begleitung des polnischen Kraftfahrer ausgehen kann … und das vielleicht drei Stunden lang.

Gruß,
Uwe

Moderner LKW leicht zu fahren

Leserzuschrift @, Donnerstag, 22.12.2016, 13:40 vor 3368 Tagen @ nereus 7250 Views

Moin nereus!

Erstmal vielen Dank für deine unermüdliche Suche nach der Wahrheit bzw. nach Erklärungen.

Zum Thema Lkws, ich bin viele Jahre lang selbst gefahren, zur Zeit bilde ich den Nachwuchs zum Berufskraftfahrer aus. Einen modernen Lkw konnte meine Tochter im Alter von 10 Jahren schon ohne Probleme selbst über den Hof steuern. Ich kenne auch noch etliche andere Fahrer, deren Kinder das relativ früh gelernt haben. Ich würde sogar behaupten, dass ein moderner Lkw sich einfacher fahren lässt als ein Pkw. Von daher kann jemand ohne Führerschein durchaus, nachdem er sich etwas mit dem Fahrzeug vertraut gemacht hat, damit fahren, noch dazu auf breiten, gut ausgebauten Straßen. Enge Dörfer oder gar Weinberge an der Mosel sind sicher ein anderes Thema.

Und zur Verschiebung des Entladetermins, leider ist auch das Normalität! Feste Termine sind meist erst wichtig wenn man mal zu spät dran ist. Wenn du noch etwas dazu wissen willst, empfehle ich dir am 24.12. mit Plätzchen und Kaffee den nächstgelegenen Autobahn Parkplatz zu besuchen, es gibt sicher auch dieses Jahr wieder genug arme Kerle die dort die Feiertage verbringen müssen. Und die dir sicher bereitwillig alles über die Zustände bei ihren Kunden erzählen werden und die dir auch gern noch weitere Fragen beantworten können.

Frohe Weihnachten!

Naja

Michael Krause @, Donnerstag, 22.12.2016, 13:57 vor 3368 Tagen @ Leserzuschrift 6885 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 22.12.2016, 14:08

Ich kenne die Strecke, die der Lkw zurückgelegt hat. Wenn der Tunesier das im abendlichen Verkehr mit einem vollbeladenen Sattelauflieger ohne Unfall geschafft hat, gebe ich meinen Führerschein Klasse 2 zurück (und fahre dann ohne, weil man den dann ohnehin nicht mehr braucht). Klar braucht man heute keine Muskelkraft mehr um einen Lkw zu fahren. Wie man die Feststellbremse löst, das Notbremssystem ausschaltet und einen vollbeladenen 40to schaltet und mit Auflieger um die Kurve kommt, kann man bei dem Tunesier nicht voraussetzen.

Auch lustig, Focus meldet, jetzt sei klar, dass der Tunesier im Führerhaus gesessen habe. man habe an der Tür Fingerabdrücke von ihm gefunden. Großes Kino, fast wie in der Truman Show.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

"Assistenzsysteme des Scania": Was genau hat der da abgeschaltet?

SevenSamurai @, Donnerstag, 22.12.2016, 19:58 vor 3367 Tagen @ Michael Krause 5145 Views

Auch lustig, Focus meldet, jetzt sei klar, dass der Tunesier im
Führerhaus gesessen habe. man habe an der Tür Fingerabdrücke von ihm
gefunden. Großes Kino, fast wie in der Truman Show.

"Assistenzsysteme des Scania":

Was genau hat der da abgeschaltet?

Wenn ich mit z.B. 80 km/h fahre und dabei in eine Menschenmenge fahre, was kann da ein Assistenzsystem verhindern?

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Die drei möglichen Winkel

Uwe @, Donnerstag, 22.12.2016, 20:10 vor 3367 Tagen @ SevenSamurai 5295 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.12.2016, 17:01

@SevenSamurai: «Wenn ich mit z.B. 80 km/h fahre und dabei in eine Menschenmenge fahre, was kann da ein Assistenzsystem verhindern?»

Hallo, @SevenSamurai,

die von Dir vermutete Geschwindikeit von 80 km/h scheint mir bei den Örtlichkeiten nicht erreichbar zu sein. Verheerend ist die "Walze".

Wenn das Fahrzeug aus der Kantstraße kam, war eine enge 90°-Richtungsänderung notwendig, wenn das Fahrzeug aus der Budapester Straße kam, gar eine 180° Kehre erforderlich.

Allein aus der Hardemberstraße kommend wäre diese Geschwindigkeit erreichbar wenn das Fahrzeug freie Fahrt hat. Doch aus dieser Richtung scheint er nach keiner Meldung gekommen zu sein.

Gruß,
Uwe

Immerhin Fingerabdrücke am Auto

Taucher @, Donnerstag, 22.12.2016, 21:10 vor 3367 Tagen @ Michael Krause 4772 Views

"Auch lustig, Focus meldet, jetzt sei klar, dass der Tunesier im Führerhaus gesessen habe. man habe an der Tür Fingerabdrücke von ihm gefunden."

Immerhin.

Beim NSU-Fake gibt es nicht mal die.
Es gibt nirgendwo Uwe-Fingerabdrücke. An keinem einzigen "NSU-Tatort". Auch nicht im Bankraub-Mobil.

Michel Kiesewetter soll im Polizeiauto erschossen worden sein.
Dort gibt es keine Fingerabdrücke von ihr.

An einigen Stellen könnten man das damit erklären, dass die im ersten Chaos versehentlich abgewischt wurden.
Allerdings gibt es auch dort keine, wo ein versehentliches Wegwischen ausgeschlossen ist. Auf der Innenseite des Lenkrads, am Schaltknauf und an der Innenseite des Türgriffs zum Beispiel.

Im Vergleich dazu sind wir in Berlin schon ganz gut bedient.

Berliner Attentat, noch ein paar Ungereimtheiten

Leserzuschrift @, Donnerstag, 22.12.2016, 19:36 vor 3367 Tagen @ nereus 6358 Views

Noch ein paar Ungereimtheiten: Der polnische Fahrer ist mit einem Kopfschuss aus einer 22er Handfeuerwaffe getötet worden. Der polnische Fahrer (1.80 m 150 kg) ist kaum von einem einzigen Terroristen, der gleichzeitig durch den Berliner Innenstadtverkehr mit einem ihm unbekannten Sattelzug kurvt, zu kontrollieren. Eine 22er Kleinkaliber Handfeuerwaffe hat wenig Durchschlagskraft, ca. 40J.
Vgl. Luftgewehr ohne Waffenschein 7,5J.
9 mm typische Polizeipistole 560-750 J.
Mit einer .22er Handfeuerwaffe kann man nicht mal sinnvoll auf eine 25 m Scheibe schießen, da sie zu stark fällt, daher wird auf 15 m Distanz geschossen.
Eingesetzt wird eine .22er von Profis wie z.B. dem Mossad mit Schalldämpfer im Nahkampf. Bevorzugt, weil sie wenig Krach und kaum Rückstoß erzeugt. Mann-stoppend nur bei Kopfschuss. In den restlichen Körper einer 150 Kg Person versenkt man das ganze Magazin, bevor eine verlässliche Wirkung einsetzt.

https://www.survivalmonkey.com/threads/the-22lr-is-badass-and-here-is-why.33420/

Der polnische Fahrer hatte viele Messerstiche und starb angeblich nach der Amokfahrt durch einen Kopfschuss. Also der Terrorist fährt durch die Berliner Innenstadt, die linke Hand am Lenkrad, mit der rechten Hand bearbeitet er den polnischen Fahrer mit dem Messer, um ihn dann am Ende, bevor er aus dem Lastwagen springt, mit einem gezielten Kopfschuss aus seiner 22er, die er aus der Hosentasche kramt. Dabei fallen ihm auch die Ausweispapiere heraus.
Und das sollen wird alles glauben?

Bubi Scholz hat Helga Scholz mit einem Anschütz-Kleinkalibergewehr (22er) durch eine Tür hindurch erschossen

SevenSamurai @, Donnerstag, 22.12.2016, 20:06 vor 3367 Tagen @ Leserzuschrift 5783 Views

Eine 22er Kleinkaliber Handfeuerwaffe
hat wenig Durchschlagskraft, ca. 40J.

Zum töten reicht es.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Ungereimtheiten auch von Leserzuschrift!

Zorro @, Donnerstag, 22.12.2016, 20:54 vor 3367 Tagen @ Leserzuschrift 5614 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 22.12.2016, 21:07

Eine 22er Kleinkaliber Handfeuerwaffe
hat wenig Durchschlagskraft, ca. 40J.

https://de.wikipedia.org/wiki/.22_lfB

Naja, das ist mehr eine Frage der Munitionssorte und weniger die Waffe!

Vgl. Luftgewehr ohne Waffenschein 7,5J.

Also, ich brauch noch nicht mal einen Waffenschein, wenn ich mit einem .308 Halbautomaten auf 300m Löcher auf die Zielscheibe mache.

Den Unterschied "Waffenschein" und "Waffenbesitzkarte" sollte man kennen!

Mit einer .22er Handfeuerwaffe kann man nicht mal sinnvoll auf eine 25 m
Scheibe schießen, da sie zu stark fällt, daher wird auf 15 m Distanz
geschossen.

Das würde mich jetzt schon interessieren, bei welchem Verband man mit KK-Sportpistolen auf 15m schießt...?...[[zwinker]]

Wo doch gerade beim DSB (Deutscher Schützenbund) die KK-Disziplin Sportpistole auf 25m "das Gesangbuch" für Sportschützen darstellt.

http://www.frankonia.de/schiesssport/kurzwaffen/pistolen/kk-sportpistolen/online-shop.html

Eingesetzt wird eine .22er von Profis wie z.B. dem Mossad mit
Schalldämpfer im Nahkampf.

Hast du da auch eine valide Quelle für, oder nur diese "Monkey-Seite"?

Mann-stoppend nur bei Kopfschuss.

Stimmt, das Kind am Silvesterabend war tot, Revolver Kaliber.22 über 30 Meter Entfernung!

https://www.welt.de/vermischtes/article150978815/Janina-starb-weil-die-Boellerei-zu-lau...

Geh mal als Gastschütze zu einem Schützenverein. Die erklären und zeigen Dir das dann mal richtig!
Musst sagen, daß du gerne mal Revolver .454 Casull schießen würdest!

Gruß Zorro

--
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Zwischenfrage: Personenkontrolle - bitte durchzählen

schaumermal, wohnhaft, Donnerstag, 22.12.2016, 22:16 vor 3367 Tagen @ nereus 5060 Views

Hallo Nereus,

die Ereignisse überschlagen sich dergestalt, dass man Mühe hat den Faden nicht zu verlieren.
Daher berichtige mich bitte, wenn ich hier einen Trugschluss aufsitze.

1.
In den ersten Meldungen war doch davon die Rede, dass ein Verdächtiger flüchtig sei, welcher dann von einem Bürger beherzt verfolgt, von der Polizei gestellt und in der Folge als unschuldiger (kleinkrimineller) Afghane/Pakistaner identifiziert, sowie binnen 20 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt worden ist, weil er der "falsche Mann" sei.
Mittlerweile ist untergetaucht, nicht mehr erreichbar.

2.
Dann gab es den zweifelsfrei bereits toten, ermordeten Beifahrer polnischer Herkunft (Fahrer der Spedition Ariel Z.) in der Fahrerkabine, der dann lt. Obduktion bis zum Zeitpunkt des Anschlages gelebt habe.
Diese Vermutung würde gestützt durch Zeugenaussagen, die während des Attentats einen Schuss (nicht Knall) gehört haben.

3.
Und jetzt kommt nach den ersten Meldungen vom 19.12.2016 m.E. eine weitere Person ins Spiel, die von der "Polizei überwältigt" wurde und "inzwischen gestorben" sei?


+++ 21:33 Verdächtige Person festgenommen +++

Laut Polizei ist eine verdächtige Person festgenommen worden.
Es könnte sich um einen von zwei Männern handeln, die einen Lkw auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gelenkt haben.
Der andere Mann wurde laut Polizei überwältigt.
Er sei "inzwischen gestorben" heißt es bei der "Berliner Morgenpost".
Die Todesursache noch unbekannt.

Im Lkw hätten zwei Männer gesessen, der andere sei Richtung Tiergarten geflohen, wo er dann an der Siegessäule festgenommen wurde.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Das-geschah-am-19-Dezember-2016-article19369291.html


Erklärungsnotstand besteht m. E. auch hierbei:

"Es besteht der Verdacht, dass dieser Lkw in Polen von einer Baustelle gestohlen wurde", schrieb die Polizei via Twitter.
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-weihnachtsmarkt-lkw-fahrer-faehrt-in-m...

Wie kann man von einem Diebstahl von einer "Baustelle in Polen" ausgehen, wenn zweifelsfrei bekannt ist, dass nach telefonischer Information des Fahrers vom Nachmittag des 19.12.2016 dieser sich bereits in Berlin am Fr.-Krause-Ufer befand, und er erst am Dienstag entladen dürfte. [[hae]]

Als er zuletzt mit seinem Fahrer gesprochen hatte, soll dieser gesagt haben: „Komisches Viertel.
Die einzigen Deutschen, die man hier sieht, sind die Büroangestellten“
, und bezog sich dabei auf die ThyssenKrupp-Mitarbeiter.
Dann sei er einen Döner essen gegangen.

Quelle:
https://www.welt.de/politik/ausland/article160461009/Wurde-dem-polnischen-Fahrer-seine-...

--
schaumermal

Also für mich paßt da inzwischen gar nichts mehr.

Griba @, Dunkeldeutschland, Donnerstag, 22.12.2016, 22:48 vor 3367 Tagen @ schaumermal 4872 Views

Weder der Fahrweg (man beachte die enge Einfahrt zum Weihnachtsmarkt), noch der zeitliche Ablauf (letzter Telefonkontakt - Bewegungen des LKWs) sind widerspruchsfrei.
Warten wir es ab - Popkorn long

--
Beste Grüße

GRIBA

Hardenbergstraße ist jetzt eindeutig: Dashcam aus Kantstraße

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 22.12.2016, 22:59 vor 3367 Tagen @ Griba 5129 Views

Hier die Aufzeichnung einer Dashcam, aus einem Auto aus der Kantstraße:
https://youtu.be/7-kxhmkt0Fw
Der LKW hat Licht an und kommt eindeutig aus der Hardenbergstraße.
Der Film zeigt kurz danach den stehenden LKW, allerdings unscharf und in großem Abstand.
Grüße Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Hier ein Video der Terrorfahrt von einer Dashcam.

Durran @, Donnerstag, 22.12.2016, 23:03 vor 3367 Tagen @ schaumermal 5426 Views

Hier erst einmal der Link zum Video.

http://www.bild.de/news/inland/terrorberlin/der-moment-des-anschlags-49455400.bild.html...

Nach dieser offensichtlich zweifelsfreien Videoaufnahme ist ersichtlich, dass der LKW nicht aus der Kantstraße gekommen war, sondern von der Hardenbergstraße auf die Budapester Straße und dann mit relativ hoher Geschwindigkeit in den Markt gerast ist.

Bisher war immer von der Kantstraße und der scharfen Kurve die Rede. Dies war allerdings wohl nicht so. Denn der Fahrer mit der Dashcam stand in der Kantstraße.

Ich fasse es nicht mehr - es wird ja immer verrückter?!

Griba @, Dunkeldeutschland, Freitag, 23.12.2016, 14:57 vor 3367 Tagen @ Durran 4002 Views

Hier erst einmal der Link zum Video.

http://www.bild.de/news/inland/terrorberlin/der-moment-des-anschlags-49455400.bild.html...

Nach dieser offensichtlich zweifelsfreien Videoaufnahme ist ersichtlich,
dass der LKW nicht aus der Kantstraße gekommen war, sondern von der
Hardenbergstraße auf die Budapester Straße und dann mit relativ hoher
Geschwindigkeit in den Markt gerast ist.

Bisher war immer von der Kantstraße und der scharfen Kurve die Rede. Dies
war allerdings wohl nicht so. Denn der Fahrer mit der Dashcam stand in der
Kantstraße.

Und er fährt mit voller Beleuchtung! Auf den MoPo-Handy-Videos, die angeblich unmittelbar nach dem Crash aufgenommen wurden, ist das Licht aber aus!

Preisfrage I: Wer hat das Licht ausgemacht?
1. der (tote) Pole,
2. der Fahrer, nachdem er den Polen erschossen hat,
3. der dritte Mann, von dem man nichts weiß, der aber dagewesen sein muß, wenn der Pole erst am Anschlagsort erschossen wurde,
4. die Polizei.

Preisfrage II: Warum wurde das Licht ausgemacht?
1. um Strom zu sparen,
2. weil es geblendet/gestört hat,
3. weil man das so macht, aus Gewohnheit eben.

Wenn der tote Pole nicht wäre, würde ich sagen professionelles (automatisiertes) Verhalten eines Berufskraftfahrers - aber so?

BTW: Warum hat man in den ersten Medienberichten so ausdrücklich betont, daß der LKW unbeleuchtet gefahren sei?

--
Beste Grüße

GRIBA

Bitte nicht die 'Timeline' außer acht lassen - die Zeit läuft auch bei Tatortarbeit nicht rückwärts, anders als im Fernsehen!

Literaturhinweis @, Freitag, 23.12.2016, 01:12 vor 3367 Tagen @ schaumermal 5369 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 23.12.2016, 09:49

Die hier aufgeworfenen Fragen lassen sich relativ einfach klären:

Hier geht es um das Vorgehen bei Tatortermittlungen und um die Frage, was Polizei wann tunlichst kommuniziert, und was nicht und warum.

In den ersten Meldungen war doch davon die Rede, dass ein Verdächtiger flüchtig sei, welcher dann von einem Bürger beherzt verfolgt, von der Polizei gestellt und in der Folge als unschuldiger (kleinkrimineller) Afghane/Pakistaner identifiziert,

Das ist leider ein unverzeihlicher Ermittlungsfehler, der im ersten Moment wohl auch unter Schock und Erfolgsdruck stehenden Berliner Polizei - daß sie in dem Moment andere Täter bereits auszuschließen begann. Vermutlich hat der 'verfolgende Zeuge' das alles derart überzeugend dargestellt, daß man ihm den Hergang blind geglaubt hat. Danach war irgendwo zu lesen, er habe vor der schließlich erfolgten Festnahme die Spur wieder verloren. Aber, weitere Erklärungen siehe auch weiter unten, auch hier muß man davon ausgehen, daß die polizeiliche Kommunikation gegenüber Medien und Öffentlichkeit strategische Komponenten enthält, d.h. es werden bewußt nie Aspekte kommuniziert, die das Erinnerungsvermögen von Zeugen verfälschen oder die im Gange befindlichen weiteren Ermittlungen konterkarieren könnten. Und: auch da passieren wiederum Fehler in der Hektik, so daß etwas kommuniziert wird, was der Professionalität völlig widerspricht bzw. auf Mißverständnissen beruht. Man muß sich vergegenwärtigen, daß in solchen eiligen Fällen die vollumfängliche Unterrrichtung auch des eigenen Pressesprechers nicht in Vordergrund steht! Dasselbe war auch in München zu beobachten.

Mittlerweile ist untergetaucht, nicht mehr erreichbar.

Wer weiß, ob der nicht bereits vorher zu den zehntausend in Deutschland geschätzten Untergetauchten gehörte und nur kurzfristig, ohne, daß er es wollte, wieder aus selbiger Versenkung auftauchte, durch die für ihn überraschende Festnahme (die noch dazu traumatisch verlaufen sein dürfte, gingen die verhaftenden Polizisten doch von einem bewaffneten aggressiven Täter aus!). Und daß er sich vor Polizei fürchtet und daher in Deckung geht, muß nichts Ungewöhnliches sein - in deren Heimatländern verhaftet die Polizei gerne mal irgendeinen 'passenden' (siehe die meisten Insassen in Guantanamo, siehe Kurnaz) und bringt ihn dann einfühlsam zum Geständnis. Daß er der deutschen Polizei in solchen Drucksituationen ähnliches zutraut, zumal er von seiner ethnischen Herkunft eben in das Profiling-Raster paßt, muß nichts heißen. Es sitzen in den USA mehrere Deutsche lebenslänglich ein, denen es ähnlich erging und die auch gut getan hätten, rechtzeitig unterzutauchen und außer Landes zu kommen. Mehrere Fälle allein hier im Forum dokumentiert über die Jahre.

"Es besteht der Verdacht, dass dieser Lkw in Polen von einer Baustelle gestohlen wurde", schrieb die Polizei via Twitter.

Und hier kommen wir zu dem, was ich in der Überschrift ansprach: das war zum Zeitpunkt, da die Berliner Polizei noch völlig im Dunkeln tappte, bis hin zur Möglichkeit, daß der Pole Mittäter gewesen sein könnte - man sehe sich nur an, wieviele radikalisierte Bio-Deutsche es in der Islamistenszene gibt - warum nicht auch vereinzelt in Polen?

Die deutsche Polizei hat dann die polnische Polizei vor Ort gebeten, den Spediteur und Vetter des Toten zu vernehmen. Diese Vernehmungen dauerten die ganze Nacht an, wie man lesen konnte. Leider hatte der Vernommene bereits zuvor wohl Journalisten gegenüber seine Sicht der Dinge geschildert, zu einem Zeitpunkt, da der deutschen Polizei der Hergang nur sehr bruchstückhaft und z.T. widersprüchlich bekannt war - und diese verläßt sich lieber auf die zu dem Zeitpunkt noch andauernden Ermittlungen und Vernehmungen durch ebenso kompetente polnische Kollegen, als auf die sensationslüsterne Presse. Oder soll die Polizei blind glauben, was dort steht? Wie oft wurde in den 16 Jahren seit Bestehen dieses Forums gerade das kritisiert, daß die Medien 'immer' lügen???

Man kann nicht beides wollen - Euklids Multiplikator -1 und auf einmal soll die Polizei sich statt auf noch nicht abgeschlossene Vernehmungen und Ermittlungen, auf die Regenbogenpresse verlassen?!

Wie kann man von einem Diebstahl von einer "Baustelle in Polen" ausgehen, wenn zweifelsfrei bekannt ist, dass nach telefonischer Information des Fahrers vom Nachmittag des 19.12.2016 dieser sich bereits in Berlin am Fr.-Krause-Ufer befand, und er erst am Dienstag entladen dürfte.

Das war eben, s.o., für die Ermittler nicht 'zweifelsfrei' bekannt - zu dem Zeitpunkt.

Der verlinkte Spiegel-Artikel war von 04:29 am 20.12.2016 Uhr in der Nacht (das war der Veröffentlichungs-Zeitstempel, redaktionell abgeschlossen war er vermutlich noch wesentlich früher) und zu dem Zeitpunkt konnte unmöglich mehr als eine oberflächliche Obduktion des vermuteten polnischen Fahrers cum potentiellen Täters cum potentiellen Komplizen cum potentiellen Opfers abgeschlossen sein! Mit andern Worten: hätte man den polnischen Zeugen nur ein paar Minuten früher zum Verhör gebeten, bevor noch ein Journalist Gelegenheit hatte, ihn 'abzufischen', so wäre der genau selbe Hergang so abgelaufen: zuerst hätte die Polizei ebenfalls kommuniziert, daß sie sich vorstellen könne (oder gar vermute), der LKW sei in Polen gestohlen worden, dann hätte sie sich aufgrund der Aussagen des LKW-Eigners anders besonnen und eine Korrektur kommuniziert, während parallel die Auswertung der Mobiltelefone des noch lebenden und des toten Polen stattgefunden hätte, wonach man dann zusätzlich unabhängig diesen Hergang hätte verifzieren können. Fairer von den Journalisten wäre es gewesen, zuerst der Polizei ihre Erkenntnisse mitzuteilen, und dann erst zu veröffentlichen - aber solches Verhalten gehört der Vergangenheit an, der Sensationsjournalismus befriedigt eben Kundenwünsche, auch die des Gelben.

Zu den sämtlichen Verschwörungstheorien bezüglich z.B. der DNA und den Fragen,

- warum erst der 'Pakistani' nicht mit seiner eigenen DNA im Führerhaus abgeglichen wurde,

- warum man ihn wieder laufen ließ (was soll man mit Unschuldigen sonst machen - sämtliche in Tatortnähe angetroffene Berliner, mit Ausnahme kleiner Kinder, wäre dann auch in U-Haft zu nehmen gewesen! - Bis der richtige Täter 'zweifelsfrei' feststünde - wer dafür ist, daß es auch ihm mal so gehen möge, bitte Hand heben!)

- Warum man (angeblich!) keinen Spürhund eingesetzt hat.

- Warum man erst die Fingerabdrücke des Täters 'nur' außen an der Tür der Fahrerkabine, mittlerweile auch innen im Führerhaus gefunden hat.

Letzteres ist nicht so verwunderlich und auf false-flag hinzeigend, wie man vermuten möchte, sondern eben durch den Ablauf der o.g. Tatortarbeit bedingt.

Je nach Objekt, seien es ein LKW-Führerhaus oder eine Millionärsvilla mit verschiedenen Stockwerken, evtl. auch noch verschiedenen Zugängen wie Verandatüren und Dienstbotenausgang etc., gibt es Grundregeln, nach denen dort Tatortspuren gesichert werden.

Diese legen es nahe, nach einem bestimmten geometrischen Muster vorzugehen und zu dokumentieren. D.h. zuerst kommt die Außentür dran, dann erst der Innenraum. Vor der Sicherung der Fingerabdrücke muß (heutzutage) erst die Sicherung der DNA-Spuren erfolgen (denn die Abnehmmasse oder das -pulver zur Fingerabdruck-Spurensicherung verunreinigen ja anderes Spurenmaterial). Und diese DNA-Analyse ihrerseits dauert dann auch noch mal geraume Weile. Selbst die hier genannten Abläufe treffen nur auf unkomplizierte Sachverhalte zu, etwa Vergleich DNA Täter mit DNA von seiner vermutlichen Zahnbürste. Bei einem realistischen Tatort dagegen sind u.U. hunderte verschiedene DNA-Spuren auseinanderzuhalten:

1) die Spuren des polnischen Fahrers

2) die durch die Rettungskräfte zusätzlich gelegten Spuren (Wiederbelebungsversuche, dann Arzt, der den Tod feststellt - alle geben sich in der engen Kabine die Klinke in die Hand!)

3) die Spuren aller anderen Fahrer desselben Unternehmens, die auch ab und zu mitfahren

4) die Spuren von Wartungspersonal aus Autowerkstätten, die den Laster ab und zu fahren/überprüfen

5) DNA- und Fingerabdruck-Spuren von Polizisten und Mitarbeitern des Bundesamtes für Güterkraftverkehr, die sich um die Einhaltung der Lenkzeiten gekümmert und deshalb die Kabine betreten haben und deren polnische Gegenstücke und die aller anderen Länder, durch die das Fahrzeug schon mal fuhr,

6) DNA- etc. -Spuren von 'Trampern', die der Fahrer u.U. mal mitgenommen hat

bis hin zu

7) DNA-Spuren von evtl. Prostituierten, die sich ein LKW-Fahrer-Strohwitwer oder Lediger ab und an in seine Fahrerkabine einlädt (ohne dies dem sicherlich streng katholischen Familienvater in diesem Falle unterstellt zu haben! - Es geht um das Prinzip!).

Man sollte mehr Augenmerk auf die Lebensrealitäten legen; nur im Fernsehen sind solche Fälle in spätestens 90 Minuten -noch dazu 'gerichtsfest'- gelöst.

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Danke. Hier sind IMHO zu viele durch Fernseh-Krimis geschädigt.

SevenSamurai @, Samstag, 24.12.2016, 20:01 vor 3365 Tagen @ Literaturhinweis 3473 Views

Man sollte mehr Augenmerk auf die Lebensrealitäten legen; nur im
Fernsehen sind solche Fälle in spätestens 90 Minuten -noch dazu
'gerichtsfest'- gelöst.

Danke. Hier sind IMHO zu viele durch Fernseh-Krimis geschädigt.

Dazu gehört auch der Fernseh-Krimi-Schwachsinn, einen Mord bei der Polizei zuzugeben.

Merke: Bei der Polizei IMMER, IMMER, IMMER den Mund halten. Reden sollte nur ein Anwalt.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Attentat Berlin: einige schräge Zahlen

Leserzuschrift @, Freitag, 23.12.2016, 15:27 vor 3367 Tagen @ nereus 4061 Views

In der Medialenwelt der netznews in PL machte die Aussage vom Eigentümer der Speditionsfirma die Runde: sein Cousin sei am Montag um 12 Uhr abgewiesen worden, mit der Begründung, er sei zu früh (um einen Tag) aufgekreuzt und andere LKWs haben auch zu warten, er solle erst am folgenden Dienstag um 8 Uhr seine Ladung bitte löschen.

Der polnische Medienkonsument bekam auch einen kurzen Augenzeugenbericht zu sehen, wo ein Jugendlicher erzählt, radebrechend, was er so alles sah... Auf der Straßenuhr steht 9.27pm (meine ich diese Zahl erkannt zu haben). Der Beitrag (dauert 1:02) endet mit einer erneuten Einblende der Straßenuhr, es war 9:00pm.
http://wiadomosci.onet.pl/swiat/niemcy-tragedia-w-berlinie-relacja-swiadka/k7mzbfx

Der junge Mann wirkt verunsichert, sind seine zahlreichen Sprachfehler der unerwarteten Medienaufmerksamkeit geschuldet oder aber eher dem erst vor einigen Monaten aufgenommenen Sprachunterricht. Mein Sprachgefühl sagt mir, er gehört nicht der zweiten oder dritten Generation an, die schon länger da ..., denn die Kids in Berlin sind von einem spezifischen Sprachgebaren geprägt. Er wurde, wie ich vermute, kurzfristig angeheuert und spult nun sein 'Augenzeugenbericht' brav ab.

In England (www.dailymail.co.uk/news/article-4049822/) lies man was Hr. A. Zurawski gesagt haben sollte: 'But I do not believe that one man could have killed my cousin. He was a powerful six-foot-two and weighed 130kg. It had to do a group of people.'
Das Gewicht habe ich bisher als 120 kg in der Erinnerung, in dem Beitrag id=424495 beträgt es schon 150 kg. Im Albion, dem perfiden, peilt man ein Gewicht von 130 kg.
Leider habe ich kein Video oder einen schriftlichen Beitrag auf polnisch gefunden, wo die Angabe zum Gewicht fällt.

In polnischen Foren sei das Attentat als ein Versuch gewertet, Polen in einem, gelinde gesagt, ungünstigen Bild darzustellen. Die ersten Stunden waren von einem bemerkenswerten narrativen Hickhack in Netzmedien gezeichnet worden.
Vor dem Hintergrund einer seit dem 16.12. anschwellenden Staatskrise, da die Demokratie laut der parlamentarischen Opposition Gefahr läuft, von der regierenden PiS-Partei und dem 'Diktator' Kaczynski zerstört zu werden, würde ein so verheerender, von einem Polen verursachter Unfall negative Klischees bedienen.

Auf einer Seite in D habe ich folgendes gefunden: der 19.12. im Gregorianischen Kalender sei zugleich der 6.12. im Julianischen.... Mehr im 'Selbstleseverfahren' hier lang bitte:
http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_kunena&view=topic&cati...

Hoffe, keine 'Verwirrung der Verwirrungen' dem von mir sehr geschätzten Forum angetan zu haben.

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