Heute 2 Artikel zu Gold: News und Fake-News. (mL)
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 22.12.2016, 01:14
Erstmal die Fake-News, oder soll man sagen, Augenwischerei in der WELT.
Angeblich ginge die Heimholung des Goldes schneller als geplant. 210 Tonnen seien 2015 heimgeholt worden. Huaaaa. Und angeblich seien bis zur Wiedervereinigung nur 77 Tonnen Gold in den Beständen der Buba gewesen, jetzt seien es schon über 1300...
https://www.welt.de/finanzen/article160496560/So-schnell-holt-die-Bundesbank-das-deutsc...
"Entsprechend hielt die Bundesbank noch bis zur deutschen Einheit nur 77 Tonnen Gold in ihren Beständen, das entsprach gerade einmal zwei Prozent der nationalen Goldreserven. Bis Ende 2012 wuchs dieser Anteil auf 31 Prozent, insgesamt 1036 Tonnen, die überwiegend in Frankfurt lagerten."
"Im vergangenen Jahr kamen weitere 210 Tonnen des deutschen Goldes in die Tresore der Bundesbank. Wie viel es in diesem Jahr geworden sind, will die Bundesbank im Januar bekannt geben."
Thiele, sprich doch endlich mal Klartext und laß die Augenwischerei:
"Bis zum Jahr 2020 will die Notenbank mehr als die Hälfte des deutschen Goldbestandes von insgesamt 3381 Tonnen in heimischen Tresoren verwalten. Ein ehrgeiziges und logistisch aufwendiges Unterfangen – immerhin handelt es sich um den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Der größte liegt in den Tresoren der Fed.
Zweifel an der Sicherheit
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Doch so wie es aussieht, werden die Bundesbanker ihr Ziel wohl deutlich schneller erreichen. Immerhin weist die Frankfurter Notenbank in ihrer Übersicht zum Goldbestand bereits seit Ende 2015 aus, dass sich 112.112 Barren oder knapp 1407 Tonnen des Goldes längst in Deutschland befinden. Das entspricht einem Anteil am Gesamtbestand von knapp 42 Prozent.
Dahinter folgen New York mit 1351 Tonnen und einem Anteil von etwa 40 Prozent sowie London mit 436 Tonnen und Paris mit 197 Tonnen. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan und sind uns sicher, dass wir unser Ziel vor 2020 erreichen werden“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa."
Hier ist der Originalzeitplan von 2013:
http://www.tagesgeldvergleich.com/deutsches-gold-rueckholung-zeitplan
Aus den USA sollten 300 Tonnen geholt werden. Aus London nix, aus Paris alles.
Insgesamt sollten dann 50% der 3300 Tonnen deutschen Goldes nach D geholt werden.
Aktuelle und geplante Aufteilung des Goldbestandes der Bundesbank nach Lagerorten
31.12.2012 31.12.2020
Frankfurt am Main 31% 50%
New York 45% 37%
London 13% 13%
Paris 11% 0%
Quelle: Bundesbank Pressemitteilung
Der beabsichtigte Gold Abzug aus New York in Höhe 300 Tonnen erfolgt wahrscheinlich um das Risiko zu diversifizieren und um dem Druck der Öffentlichkeit nachzukommen, der überwiegende Teil des deutschen Goldes sollte zuhause gelagert werden. Denn es bestanden zum Schluss sogar in Fachkreisen Bedenken, ob das deutsche Gold überhaupt noch vollständig im Ausland vorhanden ist.
Am Standort New York lagern aktuell 45% aller deutschen Goldreserven. Durch den Abzug von 300 Tonnen wird dieser Anteil auf 37% reduziert.
Dann gibt es die Meldung, daß die Bundesregierung zur TERRORBEKÄMPFUNG den Handel mit Gold erschweren wird. Ihr pöhsen pöhsen Terroristen im Gelben, die Ihr Gold kauft! Stigma!
http://www.dw.com/de/eu-kampf-gegen-terrorgelder-verst%C3%A4rken/a-36862829
"Der Bargeldverkehr wird in der EU nicht eingeschränkt. Lediglich beim Überschreiten von Landesgrenzen muss man deklarieren, wenn man mehr als 10.000 Euro Bargeld dabei hat. Diese Vorschrift soll jetzt auch auf Gold und Kreditkarten mit voraus eingezahlten Guthaben ausgeweitet werden. So wolle man Geldwäsche einschränken, meinte Kommissarin Jourova."