Geometrie bleibt auch für Trump eine Frage der Konvention (oder der "Axiomatik")

nvf33, Dienstag, 20.12.2016, 18:25 (vor 3369 Tagen) @ Leserzuschrift1945 Views

Vielen Dank für diesen Hinweis, wobei ich mich aber langsam frage, ob es Dinge gibt, die Trump NICHT gesagt haben soll.
Die Sache mit den "Flat-earth"lern ist m.E. nur deshalb so albern, weil deren Exponenten größenteils nicht glücklich mit offenen Fragen hantieren mögen oder können. Vielleicht ist das typisch amerikanisch?

Logisch unbestreitbar bleibt derweil mit dem hochverehrten Ernst Barthel, dass geometrische Axiomatik diverse Freiheitsgrade enthält - so auch den zur igur der Erde. Das wussten manche schon zu Gauß Zeiten, und sie waren entsetzt. Nur weil man sich darüber heute keine Birne mehr macht, wird die Herausforderung nicht kleiner.
Krumm bleibt ein konventionelles Konzept, d.h. eines das ohne axiomatische Behauptungen undefinierbar ist. Das ist bei genauer Betrachtung ein ziemlicher Hammer. Ich schrieb schon öfter hier darüber, und will mich nicht wiederholen.

Ob nun dieser merkwürdige Trump der rechte Mann ist, so etwas in die Öffentlichkeit zu tragen, ich weiß nicht recht ...
Ich grüble seit einigen Jahren darüber, wie man gute Hinweise sammeln kann für die Frage nach der Beziehung zwischen Lichtausbreitung und Raumvorstellung. Das ist keine einfache Sache. Das klarste Experiment ist m.E. das von Morrow, aber es ist doch schon ziemlich seltsam, und es führt letztlich auch nicht an der Freiheit unserer Axiomatik vorbei (Hier mal eine Rezeption im Mainstream: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/kuriose-theorie-verkehrte-welt-a-656937-2.html, hoffentlich legal).

Viele Grüße und es lebe die Deutungsfreiheit!
nvf33


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