OT: Wladimir Putin, neuer Zar Rußlands, künftiger Freund Trumps, der Mann aus dem Nichts, Milliardär wie Trump & die Politik

Literaturhinweis @, Montag, 19.12.2016, 00:53 vor 3371 Tagen 4725 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 19.12.2016, 00:58

Wladimir Putin ist ja Dauerthema im Gelben Forum mit bisher 5.356 Nennungen, während er es im alten EWF-Forum in ungefähr gleicher Zeit noch auf nur 1.873 Beiträge brachte. Oftmals ging es am Anfang noch um die Aussichten für Gold. Mit Friedensnobelpreissargträger Obama jedoch wurden ganz neue Spannungsfelder betreten und Drohkulissen aufgebaut. Natürlich war schon George W. Bushs Einfall in Afghanistan mitnichten (nur) dem Kampf gegen die Taliban geschuldet, sondern diente neben der Drogenbeschaffung für schwarze CIA-Budgets vor allem dem Zweck, eine US-Basis auch dort aufzubauen, wo die NATO in 'Friedenszeiten' unmöglich sonst würde präsent sein können und so die Einkreisung Rußlands voranzutreiben.

Wladimir Putin hat ja nach zwei Amtszeiten als Präsident erstmal eine Warteschleife als Ministerpräsident einlegen müssen, in der er sich mit Medwedjew abwechselte, jedoch, anders als in USA, die aufgrund der wirtschaftszerstörerischen (beinahe) vier Amtszeiten von Roosevelt die Präsidenten-Amtszeiten nunmehr strikt auf insgesamt zwei beschränkte, konnte Putin dann nach dieser Zwangspause erneut für bis zu zwei Amtszeiten antreten. Und da sitzt er heute noch. Und da er und Medwedjew gemessen an Trump und Clinton noch jung sind, könnten die das noch ein Vierteljahrhundert weiter treiben. Mal sehen, ob er Rußland dann nach der Krim auch noch die Ukraine einverleibt, das Österreich Rußlands.

Ob der Anschlag auf die Malaysia-Airlines-Maschine in Wahrheit ihm galt, weil die russische Präsidentenmaschine eine ähnliche Bemalung trägt und zur gleichen Zeit im dortigen Luftraum unterwegs war, ist bis heute ungeklärt und scheint sich zu einer Art Fall Sikorski auszuweiten, ganz so, wie die Fragen rund um den Absturz der polnischen Elite im Anflug auf Katyn. Nur daß man Putin nicht erst exhumieren muß, da er noch oberirdisch west.

Unklar ist weiterhin, ob er hinter dem Litvinenko-Mord steckte und ob er das russische Staatsdoping gutgeheißen, gar angeordnet hat, ebenso, wie vieles um den Fall des Oligarchen Chodorkowski unklar ist, bis auf die Tatsache, daß sein Strafverfahren nicht rechtsstaatlich und eine Farce war, ebenso, wie die Enteignung seiner Unternehmen unter z.T. dem Deckmantel eines Insolvenzverfahrens trotz ausreichender Solvenz und Liquidität durch einen geheimdienstnahen russischen 'Insolvenzverwalter', der sich dabei auch fast 100 Millionen in Steuerparadiese abzweigte. Das scheint ja seit der Privatisierung unter Jelzin ohnehin Tagesgeschäft zu sein, Volksvermögen und Privatvermögen unliebsamer Opponenten in politisch zuverlässige Hände zu überführen. Na ja, ist ja in der EU und USA nicht anders.

Daß Putin evtl. Jude ebenso wie Stalin und Hitler (der ja sogar von nicht-existierenden Juden finanziert wurde) jüdischer Herkunft sei, wird ebenso gemunkelt, wie auch das saudiarabische Herrscherhaus Krypto-Juden sein sollen. Nun ja, Coudenhove-Calergi hatte das ja eh vorausgesehen. Fehlt nur noch die Kanzlerin und ihr Ziehvater Kohl. Wer weiß, was Obama zu verbergen hat oder Donald Trump ...

Nun fragt man sich: was führt Putin im Schilde? Ist er pädophil? Wirtschaftet er in die eigene Tasche? Warum weicht er dem Atomkrieg permanent aus? Wo doch Atomwaffen durch radioaktiven Zerfall mit der Zeit unbrauchbar werden! Und neulich war er sogar in Japan, um über die skurrilen Inseln zu verhandeln. Medwedjew wollte Japan ja auch schon mal annektieren.

Immerhin - ein paar Biographien gibt es, nur wird bemängelt, sie seien eher irreführend.

Ansonsten gibt es Unmengen Literatur, in der Putin, z.T. nur am Rande, erwähnt wird, aber insbesondere der deutsche Durchschnitts-Journalist scheint davon wenig bis nichts gelesen zu haben. Möge diese Literatursammlung dies zu ändern bewirken.


Weiter mit "Literatur über Putin, unter Putin, zu Putin, mit Putin, zu Ras-Putin, der russischen Geschichte, Jelzin, Stalin & Oligarchen"

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Literatur über Putin, unter Putin, zu Putin, mit Putin, zu Ras-Putin, der russischen Geschichte, Jelzin, Stalin & Oligarchen

Literaturhinweis @, Montag, 19.12.2016, 00:54 vor 3371 Tagen @ Literaturhinweis 3224 Views

Oder: wenn es Putin nicht gäbe, müßte Amazon ihn erfinden.

Siehe auch Literatur zu seiner Widersacherin Hillary Clinton und seinem möglichen zukünftigen Kooperationspartner Donald Trump of Kallstadt sowie 'Russische Geschichte' von Andreas Kappeler (2016).


Biographien zu Putin und Zeitgenossen, sein Einfluß, Krim- und Ukraine-Konflikt, Korruption und Belletristik

Biographien aus Putins Russland: Chodorkowski    |    Biographien aus Putins Russland: Politkovskaja    |    Biographien aus Putins Russland: Wladimir Putin    |    Sonstige Biographien aus Putins Russland

Putins Einfluß auf Russland

Die Annexion der Krim    |    Der Ukraine-Konflikt

Die russischen Oligarchen, Korruption und Mafia

Literarische Befassung mit Putins 'Reich'


Russische Geschichte mit und ohne Putin

Russische Geschichte allgemein    |    Russische Geschichte - die Moderne    |    Russische Geschichte - Perestroika und Glasnost    |    Russische Geschichte - Sonstiges    |    Russische Geschichte - Die Sowjetunion    |    Russische Geschichte - Stalin und sein Einfluß auf die Gegenwart    |    Russische Geschichte - Zarismus


Die Medien in und über Putins Rußland

Medien in und über Russland allgemein    |    Deutsche Medien in und über Russland    |    Medien in und über Russland - das Fernsehen    |    Medien in und über Russland - Putins Einfluß    |    Medien in und über Russland - Sonstiges


Russische Politik im In- und Ausland

Russische Politik und Rußlandpolitik - Afrika    |    Russische Politik und Rußlandpolitik allgemein    |    Russische Politik und Rußlandpolitik im Baltikum    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - BRIC-Staaten    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - VR China    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Demokratisierungsprozeß    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Deutschland    |    Russische Politik und Rußlandpolitik in Bezug auf die EU    |    Russische Politik und Rußlandpolitik in Bezug auf Europa    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Fern-Ost    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Georgienkonflikt    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Japan/Kurilen    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Kaukasus    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - NATO und Osterweiterung    |    Russische Politik und Rußlandpolitik in Osteuropa    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Rohstoffe und Energie    |    Russische Politik und Rußlandpolitik allgemein    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Sicherheitspolitik    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Sonstiges    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Konkurrenz der Systeme    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Tschetschenien-Konflikt    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - USA    |    Russische Politik und Rußlandpolitik - Welthandelsorganisation


Das russische politische System, Putin und die Opposition, demokratische Institutionen usw., Rohstoffe/Wirtschaft

Allgemeines zu Russland    |    Russland - Bildungspolitik    |    Russland und Europa    |    Russland und die Geheimdienste    |    Russland und GUS-Staaten    |    Kritik an Russland    |    Russland und seine Kultur    |    Opposition in Russland    |    Russland und Politik allgemein    |    Rechtspolitik in Russland

Russland und seine Rohstoffe, Öl, Gas

Siehe auch 'Peak Oil' bzw. 'Fracking' bzw. 'Freie Energie'.


Wirtschafts- und Sicherheitspolitik Rußlands, speziell unter Putin

Sicherheitspolitik mit Bezug auf Russland    |    Russland - Weltwirtschaft    |    Sonstiges zu Russland und Putin    |    Wirtschaft allgemein


Zum Hauptbeitrag "Wladimir Putin, neuer Zar Rußlands, künftiger Freund Trumps, der Mann aus dem Nichts, Milliardär wie Trump & die Politik"

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

sehr wichtige Ergänzung zum Fall YUKOS

nereus @, Montag, 19.12.2016, 08:18 vor 3370 Tagen @ Literaturhinweis 4055 Views

Hallo CM!

Dieser Hinweis von Dir .. wie vieles um den Fall des Oligarchen Chodorkowski unklar ist, bis auf die Tatsache, daß sein Strafverfahren nicht rechtsstaatlich und eine Farce war, ebenso, wie die Enteignung seiner Unternehmen unter z.T. dem Deckmantel eines Insolvenzverfahrens trotz ausreichender Solvenz und Liquidität ..

.. kann meiner Ansicht nach so nicht unwidersprochen bleiben.
Auch wenn das Ministerium für Wahrheit versucht hat, die alten Quellen zu verstopfen.
Es tun sich immer wieder neue auf. [[freude]]

Ein wenig Recherche zum Thema z.B. dies ans Licht befördert.

Saarbrücken. (SE) Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) soll am Sturz des ehemaligen Multimilliardärs und Vorstandsvorsitzenden des größten russischen Ölkonzerns, Mikhail Chodorkovsky, beteiligt gewesen sein und Chodorkovsky belastendes Material nach Moskau geliefert haben. Das ist Inhalt einer heute begonnenen Serie des SAAR-ECHO. Ihre Brisanz erhält diese Nachricht in Verbindung mit den Statuten der Finanzgruppe Menatep, in der die Yukos-Eigner ihren Besitz organisiert haben.

Danach hatte Chodorkovsky im Falle seines Todes, einer Entführung, Haftstrafe oder beim Verlust eines wichtigen Yukos-Teilbetriebs seine Rechte an Yukos abzugeben, wie die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtet hat.

Da das Yukos-Management weitgehend von Amerikanern kontrolliert wurde und sich ein Yukos-Großaktionär und Vertrauter Chodorkovskys, der Russe Leonid Newslin, bereits nach Israel abgesetzt hatte, wo ein russischer Haftbefehl gegen ihn nicht vollstreckt werden kann, wäre Yukos bei Verurteilung Chodorkovskys zu einer Haftstrafe sofort und vollständig an Newslin übergegangen und Yukos damit unter totale Kontrolle der USA und Israels geraten, während der eher bodenständige und mit Russland verbundene Chodorkovsky lediglich 20 bis 40 Prozent von Yukos an die US-Konzerne Exxon-Mobil und Texaco verkaufen wollte.

Da dem amerikanischen Management die Abtretungsklausel in den Menatep-Statuten bekannt war, brauchte lediglich Chodorkovsky belastendes Material nach Moskau lanciert zu werden, das zu seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe Chodorkovskys führen würde, um sich die totale Kontrolle über den russischen Ölgiganten zu sichern und ihn der Kontrolle Russlands vollständig zu entziehen. Diesen Part hat offensichtlich der BND übernommen.

Der Plan ging nicht auf, nachdem Präsident Putin im Herbst 2004 die Strategie der USA im amerikanisch-russischen Ölkrieg durchschaute, die schon seit langem den russischen Ölreichtum im Visier hatten und unter ihre Kontrolle zu bringen versuchten. Putin unterlief die amerikanische Strategie, indem er die Verurteilung Chodorkovskys zu einer Haftstrafe hinauszögerte, weil ansonsten die Menatep-Statuten sofort gegriffen hätten und Yukos für Russland damit vollständig verloren gegangen wäre. Der ehemalige KGB-Offizier Putin entwickelte eine Verteidigungsstrategie.

Die Steuerschulden von Yukos nahm Putin zum Anlass, die Yukos-Öltochter Yuganskneftegas per Zwangsversteigerung und nach russischen Gesetzen formaljuristisch legal wieder in russischen Staatsbesitz überzuführen. Damit hatte Putin den russisch-amerikanischen Ölkrieg mit kapitalistischen Waffen für sich entschieden. Zwar traten auch jetzt wieder die Menatep-Statuten in Kraft und Chodorkovsky musste seine Rechte am Yukos-Konzern – nun wegen des Verlusts eines wichtigen Yukos-Teilbetriebs – abtreten, doch ohne Yuganskneftegas war der Yukos-Konzern nur noch eine fast „leere Hülle“, die Chodorkovsky im Dezember 2004 an Newslin abzutreten hatte.

Quelle: http://webarchiv.wikimannia.org/saar-echo.de/art.php-a=18524.htm

Dort finden sich auch die sehr lesenswerten weiteren Artikel zum Thema.
Bevor hier über jüdische Ursprünge und pädophile Neigungen des russischen Zaren debattiert wird, finde ich einen veritablen Hinweis zu den wirklichen Machern der Geopolitik von erheblich mehr Interesse.

Und so wird auch klar, warum sich die grünen Steigbügelhalter, wie z.B. R. Bütikofer, sich damals voll hinter die Neocon-Strategie stellten und gegen die Yukos-Entscheidung des Kremls palaverten.
Das dumme Geschwätz der Grünen ist identisch mit dem aktuellen, aber ziemlich albernen Gelaber eines Herrn Röttgen, der entweder keine Ahnung hat oder ein bezahlter Agent ist.
Was der zu Aleppo und Syrien an Schwachsinn abläßt, geht nun wirklich auf keine Kuhhaut.

mfG
nereus

Nicht nur die Grünen, auch die FDP

Martin @, Montag, 19.12.2016, 09:02 vor 3370 Tagen @ nereus 3412 Views


Und so wird auch klar, warum sich die grünen Steigbügelhalter, wie z.B.
R. Bütikofer, sich damals voll hinter die Neocon-Strategie stellten und
gegen die Yukos-Entscheidung des Kremls palaverten.
Das dumme Geschwätz der Grünen ist identisch mit dem aktuellen, aber
ziemlich albernen Gelaber eines Herrn Röttgen, der entweder keine Ahnung
hat oder ein bezahlter Agent ist.
Was der zu Aleppo und Syrien an Schwachsinn abläßt, geht nun wirklich
auf keine Kuhhaut.

mfG
nereus

Man sollte nicht vergessen, dass Lambsdorff im Menatep-Aufsichtsrat saß, und dass führende FDP-Leute speziell in der Yukos-Affäre immer heftig gegen Moskau gewettert haben, Westerwelle inklusive. Es muss da enge Verbindungen gegeben haben.

Endlich darf Putin seine Frau schlagen - straffrei, sofern es keine körperlichen Schäden hinterläßt

Literaturhinweis @, Freitag, 27.01.2017, 20:44 vor 3331 Tagen @ Literaturhinweis 2217 Views

Die russische Staatsduma ist in den letzten Zügen einer bedeutenden Reform, häusliche Gewalt zu dekriminalisieren. Was in Deutschland nur für Anschläge von links gilt, soll in Russland -innerhalb der Familie aber nur- nun allen, auch rechtsgesinnten, Russen offenstehen, ggf. als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Schließlich ist ja bekannt, daß eine russische Ehefrau früher schon nicht sicher war, ob ihr Mann sie liebe, wenn er sie nicht auch züchtige. Dieses Scharia-Recht hatte auch die Oktoberrevolution überlebt.

Häusliche Gewalt war in den postkommunistischen Staaten schon lange ein Thema und in Rußland Gegenstand soziologischer etc. Untersuchungen.

Natürlich gilt das auch umgekehrt.


Vgl. auch Stalking und die Rechtslage in Deutschland - diese Rechtslage ist auch erst neueren Datums: wenn man bis Anfang der achtziger Jahre (Internationales Jahr der Frau 1975 unter Vorbereitung durch Innenminister Genscher) bei der Polizei anrief und meldete: 'da schlägt vor meiner Telefonzelle ein Mann eine Frau' konnte die Antwort des Notrufs 110 wohl lauten: 'Vielleicht sind die beiden ja verheiratet?'.

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.