Hallo Dieter,
bezüglich der Dunkelziffer: Man nimmt an, daß nach deutschem
Straftatbestand die meisten Vergewaltigungen im häuslichen Bereich
stattfinden, also auch im Bereich der Ehe.
Das scheint so zu sein und wohl auch unabhängig von der Religion?
natürlich eher Sache der Erziehung, wenn Jungen zu Machos erzogen werden
und Mädchen, Frauen als minderwertig gelten, dann hat das Folgen.
So ist es, mMn. seitdem das Patriarchat das vorherrschende System geworden ist, in dem die sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern, von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert werden. Also bereits weit vor der Entstehung von Islam oder Christentum.
Manche Religionen verstärken dies und andere weniger.
Zustimmung.
Ich finde, man sollte die Augen vor der gesamten Problematik nicht
verschließen. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist nämlich weltweit mit
und
ohne Islam alltäglich.
Natürlich, wir hören oft genug von Beispielen in Indien. Das kathol.
Brasilien ist auch nicht ohne.
Allerdings ist es im Islam doch so, daß die Frau per Gebot dem EheManne
jederzeit sexuell zur Verfügung zu stehen hat, mit nur ganz wenigen
Ausnahmen. Die Nötigung findet hier nicht vom Ehemann statt, sondern
seitens der Ideologie/Religion. Die Nötigung beruht darauf, wenn die Frau
nicht ihrem Mann huldigt indem sie ihren Körper zur Verfügung stellt,
dann begeht sie eine Sünde. Es passiert also "einvernehmlicher Sex", da
die Frau ansonsten "in die Hölle käme".
Diese Strukturen gab und gibt es ja auch im Christentum und Judentum. Heißt es nicht in der Bibel: „Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde.“?
Das hat ja auch Jahrhunderte gut funktioniert, denn, wenn ich keine Alternativen kenne, nehme ich diese Traditionen ohne zu Zweifeln an und bin wohl auch in der ganz großen Mehrheit der Fälle zufrieden damit.
Häusliche Gewalt gegen Frauen. Auf die Frage, wie verbreitet
häusliche
Gewalt gegen Frauen in ihrem Land ist, haben 54 Prozent der befragten
PortugiesInnen mit "sehr verbreitet" geantwortet.
Anscheinend wirkt die islamische Besatzungszeit in Portugal
diesbezüglich
in den Köpfen der Potugiesen bis heute nach.
Portug. Männer sind Machos. Das Thema "häusliche Gewalt" hat in
Portugisischen Medien ein breites Echo - incl. Staatsfernsehen.
In meinem ländlichen Umfeld ist es so, daß mir z.B. erzählt wird, daß
der oder der kein guter Mensch ist, da er seine Frau schlagen würde.
Daraus schließe ich, das Thema wird nicht schamhaft versteckt wie in
Deutschland,
Na, in letzter Zeit fand doch auch in Deutschland öfter mal eine rege Diskussion darüber statt bis jetzt hin zur Verschärfung des Sexualstrafrechts.
sondern es findet eine rege Kommunikation darüber statt,
einschl. dessen Verurteilung.
Aber leider ohne Auswirkung auf die Häufigkeit der Fälle.
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Haeusliche-Gewalt-gegen-Frauen-...
Von daher auch der hohe Prozentsatz bei den befragten Portugiesinnen.
Ich glaube, da haben auch Männer teilgenommen. PortugiesInnen soll wohl Portugiesen beiderlei Geschlechts bedeuten.
Den Eindruck, dass in musl. Ehen die Frau quasi täglich vergewaltigt
wird, in anderen Ehen aber alles Bestens läuft, scheint mir doch etwas
oberflächlich zu sein.
Zumal man den Eidruck haben muss, dass du mit deiner persönlichen
Sicht
der Dinge der Frau in der musl. Ehe das Ausleben der eigenen
Sexualität
absprichst, da sie in deinen Augen offensichtlich nie freiwillig oder
gar
aus eigenen Antrieb Sex haben möchte?
Wenn sie Glück hat, dann kann sie das. Nur, es hängt nicht von ihr ab,
sondern vom Mann, was er zuläßt. Das ist der Unterschied. Es sei denn,
sie ist dem Mann dermaßen überlegen, daß dieser trotz seiner Erziehung
sich als Schoßhündchen erweist. Aber selbst dann kommt der Druck der
Familie noch hinzu, und zwar auf beide, ihrer Rolle gerecht zu werden.
Ich habe da keine Statistiken, aber mMn. kann man da nicht alles über einen Kamm scheren. Ich kenne z.B. etliche Türken, die Alkohol trinken und sich nicht an die Ramadanregeln halten, obwohl der Islam ihnen etwas anderes vorschreibt. Wie es in deren Schlafzimmern aussieht, weiß ich nicht und du sicherlich auch nicht
" />?
Aber eins weiß ich, Gewalt gegen Frauen ist eine der am verbreitetsten Menschenrechtsverletzungen weltweit, und für die betroffenen Frauen z. B. hier in Südamerika ist ein Hinweis auf den Islam keine Hilfe, sondern lenkt im Gegenteil von den eigentlichen Ursachen ab.
Aber wir können das ruhig in Arbeitsteilung so weiter machen, du legst den Finger beim Islam in die Wunden und ich übernehme den Rest.
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LG
siggi
PS: Hier noch ein interessanter Link über die Ausübung der Sexualität heutzutage in den verschiedenen Weltreligionen. Auch im Islam scheint sich diesbezüglich etwas zun tun, vor allen Dingen bei der jungen Generation.
http://www.fluter.de/der-glauben-und-der-sex