Inflation = > Deflation => Hyperinflation => DeDe
Auf Hirni übersetzt (so korrekt?):
Preisanstieg => Preisverfall => galoppierender Preisanstieg =>
galoppierender Preisverfall bei gleichzeitigem rasanten Produktionseinbruch
Die US-Staatsverschuldung zeigt, wie hoch die Finanzierungssummen an der Basis der Ökonomien insgesamt sind, aus deren Guthaben sie gekauft wird – alles unter Beachtung der EÖ von H/S. Es hängt also von den Besicherungen der Kredite ab, deren Preise niemals fallen dürfen. „Die Erkenntnis, dass die Schulden niemals sinken werden dürfen (eben wegen der dann zwingenden, weltweiten Abwertung der Sicherheiten und nominellen Besicherungslücken der bestehenden nominellen Kredite) hat mir einen solchen Faustschlag ins Gesicht verpasst.........ich versuche mich noch heute wiederzufinden." … „Die Wertsteigerung bei gleichbleibender bzw. sinkender Verschuldung ist das perfideste Hirngespinst der Gegenwartsökonomie!“
Die gegenwärtigen Maßnahmen der Zentralbanken dienen dazu, die Preise der den Krediten zugrunde liegenden Pfänder zu erhöhen, damit das System nicht sofort zusammenbricht.
Etwas Ähnliches versuchte auch der römische Kaiser Tiberius vor fast 2000 Jahren, indem er „Vermögende verpflichtet, zwei Drittel ihres Geldes in Immobilien anzulegen, um den Preisverfall zu stoppen“. Prof. Malik: „Seit Cäsar und noch früher ist die Geschichte eine Abfolge von Aufschulden und Abschreiben, Aufschulden und Bankrott. Ohne dieses kann Geschichte nicht verstanden werden.“
Es geht also insgesamt um die Erweiterung von Haftungsräumen, denn im Zuge des Debitismus wird Verschuldung immer territorial (@Silke) ausgeweitet. Dazu bitte die Antwort auf das Posting von Herrn Clasen beachten. Für die Schulden der Euro-Länder bedeutet das, dass durch die politische EU eine neue Systemebene als gemeinsamer Haftungsraum aller EU-Mitgliedstaaten entsteht. Darum geht es doch auch in der Ukraine: Erweiterung des Haftungsraumes durch Einführung eines funktionierenden Staates mit Exekutive und Legislative auf der Grundlage der Eigentumsökonomik von Heinsohn/Steiger. Mit Krieg.
Alle Maßnahmen haben das Ziel, ein Abgleiten der Deflation in den galoppierenden Preisverfall bei gleichzeitigem rasanten Produktionseinbruch – in die Depression – zu vermeiden. Wir glauben daran. Paul C. Martin hat die Sache aber schon vor einiger Zeit zu Ende gedacht:
„Jederzeit können weitere Beispiele nachgeliefert werden. Der Ablauf ist immer derselbe: Erster Anstoß ("fresh money" erscheint). Dann Kreditorgie (Staat und Private). Sachwerthausse. Dann Nachlassen der Zusatznachfrage, Disinflation. Finanztitelhausse wg. sinkender Zinsen. Dann kredit- und "New-Economy"/Gründerzeit usw.-getriebener Bubble. Der platzt. Die Guthaben, die den vordem gemachten Schulden entsprechen, wollen jetzt bedient werden. Scharfe Kontraktion, Finanztitel-Baisse, Wealth-Effect (ex - zumeist nicht realisierten - Aktiengewinnen) verflüchtigt sich. Alles versinkt im Mahlstrom sinkender Kurse, Preise, Werte. Ausweglose Lage. Ende der deflationären Depression erst, nachdem die alten Schulden (Guthaben) ausgebucht sind oder sich per Crash (Banken usw.) verflüchtigt haben. Dann Start zur nächsten Runde...
Und ganz genau so wird es jetzt wieder kommen. Nur GEDULD. JüKü hat in seinen Texten (lesen! lesen!) alles Notwendige dazu klargestellt. Merke: Keine Depression ohne vorangegangene Prosperität (Clément Juglar), keine Inflation ohne nachfolgende Deflation.“