Tierschutz und Ähnliches.
Die Medien schieben es dann leicht auf "Wirtschaftsprobleme" wie in
Griechenland. Entschuldige @Gaby, wenn ich das so schreibe, aber für mich
sind das in aller Regel nur vorgeschobene Gründe.Bevor ich meinen Hund abgebe, kürze ich lieber meine eigene Ration um die
Hälfte und es wird mir auch nicht schaden.Es ist für mich eher ein "Mentalitätsproblem".
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In DEUTSCHLAND ist es bei vielen Menschen ein Mentalitätsproblem. In anderen Ländern haben die Menschen wirklich zu wenig zum Essen. Sie geben ja auch oft ihre Kinder ab. Da reicht es dann nicht, den Gürtel enger zu schnallen. Also bitte langsam mit den Vorwürfen.
Ich selbst bin selbständig und kenne sehr gut die Situation, dass ich zwar die Krankenkasse noch zahlen konnte, die Selbstbeteiligung bei einem Arztbesuch aber nicht. Also fielen die Arztbesuche FLACH. Zur Zeit habe ich auch wieder sehr hohe Zahlungen zu bewältigen und spare .... am Essen.... für mich, die Tochter und den Hund. Natürlich essen wir, aber die beiden hätten gerne "Besseres". Die Tochter arrangiert sich und kauft sich selber "Besseres", wenn sie will. Der Hund macht Terror! Ich kämpfe also hier mit einem Tierchen (ziemlich groß, das Geschöpf), das ich aus der "Todesstation" geholt habe. Sie versucht mir klarzumachen, dass sie "den Schrott" aus den großen Aldi-Dosen (95 Cent) nicht essen kann, wenn ich keine Zeit habe, etwas "Preiswertes" zu kochen. Kämpfen ist gut, sie weint und jammert die ganze Zeit..... ganz leise, so dass es richtig ins Gehirn schneidet. Bis ich aufstehe, meine Arbeit liegen lasse und anfange, doch irgend etwas zu kochen..... für den "armen" Hund!!! Aber auch das ist ihr oft nicht "gut genug". Ausgangspunkt der "Tragödie": Der Hund hat seit Beginn seiner Adoption einen "empfindlichen" Magen. Und aus Selbstschutzgründen (damit ich nicht nachts 5 x aufstehen musste), habe ich dann relativ teures Futter gekauft (Aldi-Schälchen a 55 Cent - von denen hätte sie gerne 4 pro Tag + Nudeln oder Reis).
Das Ganze ist für mich ein außerordentlich interessanter Lernprozess. Kapiert habe ich jedenfalls, dass ICH sie so "erzogen" habe. Also jetzt "deprogrammieren" wir mal wieder.
Wir haben über die Jahre viele Tiere aus dem Tierschutz aufgenommen. Verantwortungsvolle Tierschützer testen zunächst, ob die Hunde in eine Familie gegeben werden können. Nicht jeder "gefundene" Hund kommt mit einer Familie und Kindern klar. Manche Tiere haben auch aufgrund ihrer Sozialisation "Eigenheiten" erworben, die ebenfalls nicht von jedem "verkraftet" werden können. Also Vorsicht und erst prüfen, ob man wirklich Zeit, Platz und Geld für das Tier hat.
Dass das Ganze ein Vicious Circle ist, versteht sich von selbst. Je mehr Tiere "gerettet" werden, um so mehr kommen nach. Zulasten von verantwortlichen Züchtern natürlich, die alle Tierschutzvorschriften einhalten.
Ganz besonders schlimm sind die "Billigkäufer", die in den Ostblock reisen, sich irgend ein Tier erstehen und wenn sie es nicht mehr wollen (oder nicht mit ihm umgehen können - wenn die erste Euphorie vorbei ist)..... es "sanft" in den deutschen Tierschutz "entsorgen". Dort bekommt man übrigens auch Tiere, man muss dazu nicht nach Ungarn reisen.
Ein heikles Thema, das Ganze.
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