Hundehilfe an Weihnachten - @Gaby Griechenland, Ungarn, Türkei

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 11.12.2016, 11:27 vor 3378 Tagen 2384 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 11.12.2016, 11:49

Liebe Forengemeinde,

eigentlich ist es die Pflicht eines jeden Menschen selbst und eigenverantwortlich Gutes tun und ich bin kein Freund davon selbst Werbung zu machen oder Bitten zu stellen.

Doch wachgerüttelt von diesem positiven Post von @Gaby: Dankeschön von Gaby wegen der Tierhilfe Griechenland wollte ich dennoch einmal von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Denn ohne die vielen Internetseiten und Hilfeaufrufe hätten wir auch niemals unsere liebe Hündin gefunden.

Meine Frau und ich haben uns 2014 dazu entschlossen einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren und ich würde es jederzeit wieder tun. Wir würden gerne weitere Hunde adoptieren. Doch zunächst müssen wir aus unserer Mietwohnung in ein Haus umziehen, sonst endet das im Chaos [[freude]]

[image]

[image]

Wir haben unsere Lola von einem privaten Tierheim in Ungarn übernommen, welches sich ausschließlich auf Spaniel Hunde ausgerichtet hat. Das Tierheim befindet sich in Szigetszentmiklós, in der Nähe von Budapest (30 Minuten Zugfahrt oder Auto).

Dort gibt es laufend >60 Spaniel Hunde sowie Spaniel-Mischlingshunde.

Wir waren dort vor Ort und konnten uns von der aufrichtigen Betreiberin namens Judit und ihren vielen Helfern (meistens Helferinnen) überzeugen.

Spanielmentes Internetseite

Facebook Seite von Spanielmentes

Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Einrichtungen in Ungarn handelt es sich wirklich um ehrliche Hilfe, bis zur Aufopferung. Wir haben auch schon andere Tierheime gesehen, wo leider der persönliche Profit von Betreibern und teils den identischen Tierärzten im Vordergrund stand und die Tiere nur eine Ware waren, die man an gutgläubige Ausländer verhökern konnte. Dies nennt sich dann "Schutzgebühr", die oft über das übliche Maß, welches ich an sich nachvollziehen kann, hinausgeht.

Wobei ich es auch verstehe, dass ein Tierheim nicht einfach so Hunde in alle Welt verschicken kann und ich finde es auch nicht empfehlenswert einen Hund "auf gut Glück" zu "bestellen"... Am Ende muss man mit dem Tier viele Jahre zusammenleben und da sollte es schon von beiden Seiten her passen.

Wir haben bei Spanielmentes für unsere Hündin keine Schutzgebühr entrichtet und sie vor Ort besucht und auch dort abgeholt. Sie wurde sogar kostenlos mit Impfung und Impfpass versehen, bevor wir sie abholen konnten.

Alle weiteren Hilfeleistungen und Spenden laufen auf freiwilliger Basis ab.

Uns ging es keineswegs darum einen Gratis Hund zu bekommen. Meine Frau und ich haben über die letzten Jahre einen mittleren vierstelligen Eurobetrag als Spenden an diverse Tierheime weitergereicht. Wie viel es war, das möchte ich hier nicht schreiben.

Meistens war die Hilfe für die Türkei sowie Ungarn und die Schweiz sowie Deutschland.

Darum kann ich nur jeden dazu ermuntern, wenn er sich selbst in seiner Umgebung für das Tierheim seiner Wahl entscheidet oder auf Referenzen wie von Gaby vertraut, um auch im Ausland nach Möglichkeiten zu suchen, um armen, verlassenen Hunden oder anderen Haustieren zu helfen.

Obwohl ich früher als Kind nie einen Hund hatte, sind sind für mich Hunde eine unglaublich wertvolle Lebenserfahrung und gar nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Unsere Lola ist ein richtiger Vielfrass und leider auch etwas übergewichtig. Doch gehen wir mal aus dem Haus, dann frisst sie gar nichts mehr, selbst wenn ich ihr extra etwas schmackhaftes hinstelle.

Meine Frau hatte selbst einen Spaniel in der Familie. Dieser sollte aus der 2-Zi Whg. in der Stadt dann zur Oma aufs Land ziehen und dort verweigerte er zwei Wochen lang jegliche Nahrungsaufnahme, bis man ihn ausgehungert wieder in die Whg. zurückholte und er sofort anfing zu fressen. Ein Hund, der von seiner Familie/Rudel getrennt wird, wählt manchmal den Freitod und es ist schmerzhaft für mich, wenn ich sehe, wie manche Drecksmenschen mit Hunden umgehen.

Die Medien schieben es dann leicht auf "Wirtschaftsprobleme" wie in Griechenland. Entschuldige @Gaby, wenn ich das so schreibe, aber für mich sind das in aller Regel nur vorgeschobene Gründe.

Bevor ich meinen Hund abgebe, kürze ich lieber meine eigene Ration um die Hälfte und es wird mir auch nicht schaden.

Es ist für mich eher ein "Mentalitätsproblem". Als Viertelgrieche kann ich es ja auch einmal sagen, dass viele Griechen, im Vergleich zu vielen Deutschen wesentlich verantwortungsloser sind. Dafür haben die anderen ein umso "größeres Herz". Das gleicht etwas aus.

Doch ehrlicherweise sollte man schon einmal feststellen, dass die überwiegende Hundehilfe in Europa aus den Nordstaaten und vor allem auch aus Deutschland geleistet wird.

Natürlich verstehe ich auch, dass wir nicht für das ganze Elend der Welt verantwortlich sind und in den Ländern (Ukraine, Russland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Türkei, usw.) große bis größte Versäumnisse und Missstände vorherrschen, die nicht nur den Regierungen anzulasten sind, sondern in großem Maße der eigenen Bevölkerung. Weiter ausführen brauche ich das an dieser Stelle nicht weiter, wer von euch schon mal dort war, weiß genau was ich meine.

Trotzdem wird es wenigstens dieser eine Hund danken, der wegen eurer Hilfe ein neues zu Hause und ein lebenswertes Leben gefunden hat.

Darum unterstütze ich gerne wie ich es am besten kann. Wer Interesse an einem Hund oder einem Besuch von Spanielmentes hat, der darf mich gerne per PN kontaktieren.

Zwar habe ich auch keinen regelmäßigen Kontakt mit Judit und ich spreche auch nicht Ungarisch. Aber ich tue mein Möglichstes, um zu helfen und zu vermitteln.


Viele Grüße an alle mit einem
Herz für Tiere [[herz]]

P.S.: WICHTIG: Judit spricht fließend Deutsch. So ist es ganz leicht mit ihr Kontakt aufzunehmen und bspw. einen Hund zu adoptieren. Innerhalb der EU ist das heutzutage alles problemlos möglich. Die Hunde von dort sind alle mit Chip und Tollwutimpfung versehen.

Am besten ist es natürlich, wenn man sich einmal in Budapest aufhält und dann einen Ausflug dort hin unternimmt, um sich gleich mit dem Hund anzufreunden.

Es gibt dort alle möglichen Charaktere. Alle Hunde waren sehr nett und die zurück gelassenen rannten mir noch hinterher als sie merkten, dass wir wieder gingen. Am liebsten hätte ich gleich noch zwei weitere Hunde mitgenommen, so toll waren die.

Aber jede Hilfe kann nur so lange funktionieren, wenn man sich selbst nicht kaputt macht.

Tierschutz und Ähnliches.

Olivia @, Sonntag, 11.12.2016, 16:40 vor 3377 Tagen @ EM-Financial 1326 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 11.12.2016, 19:24

Die Medien schieben es dann leicht auf "Wirtschaftsprobleme" wie in
Griechenland. Entschuldige @Gaby, wenn ich das so schreibe, aber für mich
sind das in aller Regel nur vorgeschobene Gründe.

Bevor ich meinen Hund abgebe, kürze ich lieber meine eigene Ration um die
Hälfte und es wird mir auch nicht schaden.

Es ist für mich eher ein "Mentalitätsproblem".

.............................

In DEUTSCHLAND ist es bei vielen Menschen ein Mentalitätsproblem. In anderen Ländern haben die Menschen wirklich zu wenig zum Essen. Sie geben ja auch oft ihre Kinder ab. Da reicht es dann nicht, den Gürtel enger zu schnallen. Also bitte langsam mit den Vorwürfen.

Ich selbst bin selbständig und kenne sehr gut die Situation, dass ich zwar die Krankenkasse noch zahlen konnte, die Selbstbeteiligung bei einem Arztbesuch aber nicht. Also fielen die Arztbesuche FLACH. Zur Zeit habe ich auch wieder sehr hohe Zahlungen zu bewältigen und spare .... am Essen.... für mich, die Tochter und den Hund. Natürlich essen wir, aber die beiden hätten gerne "Besseres". Die Tochter arrangiert sich und kauft sich selber "Besseres", wenn sie will. Der Hund macht Terror! Ich kämpfe also hier mit einem Tierchen (ziemlich groß, das Geschöpf), das ich aus der "Todesstation" geholt habe. Sie versucht mir klarzumachen, dass sie "den Schrott" aus den großen Aldi-Dosen (95 Cent) nicht essen kann, wenn ich keine Zeit habe, etwas "Preiswertes" zu kochen. Kämpfen ist gut, sie weint und jammert die ganze Zeit..... ganz leise, so dass es richtig ins Gehirn schneidet. Bis ich aufstehe, meine Arbeit liegen lasse und anfange, doch irgend etwas zu kochen..... für den "armen" Hund!!! Aber auch das ist ihr oft nicht "gut genug". Ausgangspunkt der "Tragödie": Der Hund hat seit Beginn seiner Adoption einen "empfindlichen" Magen. Und aus Selbstschutzgründen (damit ich nicht nachts 5 x aufstehen musste), habe ich dann relativ teures Futter gekauft (Aldi-Schälchen a 55 Cent - von denen hätte sie gerne 4 pro Tag + Nudeln oder Reis).
Das Ganze ist für mich ein außerordentlich interessanter Lernprozess. Kapiert habe ich jedenfalls, dass ICH sie so "erzogen" habe. Also jetzt "deprogrammieren" wir mal wieder.

Wir haben über die Jahre viele Tiere aus dem Tierschutz aufgenommen. Verantwortungsvolle Tierschützer testen zunächst, ob die Hunde in eine Familie gegeben werden können. Nicht jeder "gefundene" Hund kommt mit einer Familie und Kindern klar. Manche Tiere haben auch aufgrund ihrer Sozialisation "Eigenheiten" erworben, die ebenfalls nicht von jedem "verkraftet" werden können. Also Vorsicht und erst prüfen, ob man wirklich Zeit, Platz und Geld für das Tier hat.

Dass das Ganze ein Vicious Circle ist, versteht sich von selbst. Je mehr Tiere "gerettet" werden, um so mehr kommen nach. Zulasten von verantwortlichen Züchtern natürlich, die alle Tierschutzvorschriften einhalten.

Ganz besonders schlimm sind die "Billigkäufer", die in den Ostblock reisen, sich irgend ein Tier erstehen und wenn sie es nicht mehr wollen (oder nicht mit ihm umgehen können - wenn die erste Euphorie vorbei ist)..... es "sanft" in den deutschen Tierschutz "entsorgen". Dort bekommt man übrigens auch Tiere, man muss dazu nicht nach Ungarn reisen.

Ein heikles Thema, das Ganze.

--
For entertainment purposes only.

Eine warme Stube geben.

Mirko, Česko, Sonntag, 11.12.2016, 16:56 vor 3377 Tagen @ Olivia 1461 Views

Ich war 2015 in ein Tierheim und habe mir mehre Tiere angesehen und bin auch gassi gegangen. Ein Hund ist mir besonders aufgefallen, ein Pit-Mix. Die Dame wollte nicht mehr in ihren Zwinger zurück. Sie hatte gefallen an meiner Persönlichkeit. Als mir der Mitarbeiter sagte was ich alles brauche um dieses Hundewesen eine warme Stube zu geben und was das alles kostet..

Nun, ich war dieses Jahr wieder in dem Heim und der Hund war noch da.
Kurze Rede, Sie liegt aktuell vor der Heizung bei mir im Wohnzimmer.

Glückwunsch, Mirko. Ich freue mich für Dich.

Olivia @, Sonntag, 11.12.2016, 17:03 vor 3377 Tagen @ Mirko 1359 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 11.12.2016, 19:22

Nun, ich war dieses Jahr wieder in dem Heim und der Hund war noch da.
Kurze Rede, Sie liegt aktuell vor der Heizung bei mir im Wohnzimmer.

..........

Du hast jedenfalls genau gewusst, was auf Dich zukommt (auch in Bezug auf Kosten).

Viel Erfolg, Glück und Vergnügen mit dem neuen Familienmitglied.

--
For entertainment purposes only.

Mentalität und Not

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 11.12.2016, 17:51 vor 3377 Tagen @ Olivia 1297 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 11.12.2016, 17:55

Liebe Olivia,

ich gebe Dir vollkommen recht. Aber erstmal eine große Hochachtung, was Du alles leistest, ich habe Deine Beiträge über die letzten Jahre immer gerne gelesen.

Mit dem Tierschutz ist wirklich eine "heikle Sache", denn man löffelt am Ende alle Versäumnisse aus, die andere begangen haben und wenn man einmal richtig anfängt, dann nimmt das kein Ende mehr. Wenn ein Mensch sich dann quasi selbst aufopfert, gehen alle zu ihm und am Ende steht derjenige mit 100 Hunden allein da.

An diesem Zustand ließe sich vermutlich viel verbessern, wenn wenigstens die Menschen, die einen Hund halten, bewusster und verantwortlicher tun würden und die Regierung bspw. die Kosten für die Tierrettung auf die Hundesteuer umlegen würde sowie brachiale Strafen, für das wilde Aussetzen verlangen würde. Mindestens 10.000 Euro hielte ich für die unterste Grenze, für so eine Straftat. Doch darum ging es mir nicht, ich wollte wenigstens einmal diejenigen ermuntern, sich einen Hund anzuschaffen, die vielleicht schon länger damit liebäugeln und es aus "Bequemlichkeit" nicht tun würden.

Im Prinzip lebte ich ja auch >20 Jahre hundefrei und erst in den letzten 10 Jahren wurde mir der Hund als treuer Freund immer wichtiger.

In DEUTSCHLAND ist es bei vielen Menschen ein Mentalitätsproblem. In
anderen Ländern haben die Menschen wirklich zu wenig zum Essen. Sie geben
ja auch oft ihre Kinder ab. Da reicht es dann nicht, den Gürtel enger zu
schnallen. Also bitte langsam mit den Vorwürfen.

Das stimmt schon, ich wäre auch der letzte, der jemanden pauschal verurteilt. Aus verschiedenen Gründen hatte ich in den letzten 6 Jahren ebenfalls keine Krankenversicherung - was mehr ein bürokratisches Problem war und nicht nur ein finanzielles - und musste mich zwangsläufig irgendwie gesund halten und hatte alle Arztbesuche bezahlen müssen.

Dadurch lernt man auch sehr gut Eigenverantwortung, wobei ich glaube, dass ich die immer schon hatte.

Doch das gehört hier auch nicht gleich in den Thread und ich bin selbst noch am überlegen, ob ich meine Geschichte überhaupt aufschreiben soll, da sie doch sehr vertraulich ist.

Jedenfalls wäre es mir nicht im Traum in den Sinn gekommen, den Hund abzugeben. In den letzten zwei Jahren war der Hund auch immer kerngesund. Nur wenn ich Dosenfutter gebe, wird sie müde und kränklich. Rohes Fleisch, am liebsten Hühnchen, mag sie gerne.

1 kg Hühnchenteile (können auch Krallen sein) kosteten in Ungarn ca. max 1 Euro. Während ich selbst meistens für 3-5 € am Tag gegessen habe. Wenn ich auch Hühnersuppe essen müsste, würde ich darüber anders denken. Doch die wenigsten, die ihren Hund irgendwo aussetzen tun dies, weil sie selbst hungern würden. Wäre dies der Fall, dann gäbe es nicht die Not der Tiere.

Meine Erfahrung ist leider die, dass gerade in den Ostblockländern, aber natürlich auch in Deutschland, einfach immer weniger Menschen nachdenken, wenn sie einen Hund oder eine Katze anschaffen und was sie dem Tier antun, wenn sie es einfach weggeben. Viele leben dort einfach in den Tag hinein und scheren sich nicht groß, um die Tiere. Kastration was ist das?... Katzen sind relativ selbstständig, die gewöhnen sich sehr schnell an ein neues zu Hause. Hunde aber bleiben ein Leben lang treu und sind anhänglich.

Sorry, dass ich das so schreiben muss, aber wenn ein Mensch einen Hund angeleint und allein im Wald zurücklässt, dann finde ich dies nicht mehr entschuldbar und schlimmer als einen Banküberfall, der wesentlich härter bestraft wird.

Jedenfalls wurde unser Hund wahrscheinlich misshandelt und man ließ sie dann einfach irgendwo zurück, an einer Bushaltestelle. Anfangs war es sehr stark ausgeprägt, dass wann immer ein Bus hielt, wollte sie da mitfahren und hoffte vielleicht ihren "lieben netten" Besitzer wiederzufinden.

Hunde sind in dem Punkt ja wirklich ein wenig "naiv" [[zwinker]]

Wünsche Deiner Tochter, Dir und eurem Hund alles Gute und eine wunderbare Weihnachtszeit.

Gruß
EM-Financial

Hundefutter zeitsparend selber kochen

Waldläufer @, Montag, 12.12.2016, 13:44 vor 3376 Tagen @ Olivia 970 Views

In DEUTSCHLAND ist es bei vielen Menschen ein Mentalitätsproblem. In
anderen Ländern haben die Menschen wirklich zu wenig zum Essen. Sie geben
ja auch oft ihre Kinder ab. Da reicht es dann nicht, den Gürtel enger zu
schnallen. Also bitte langsam mit den Vorwürfen.

Das ist wohl wahr und wirklich schlimm und wir wissen, denke ich oft, manchmal nicht, wie gut es uns geht.

....Der Hund macht Terror! Ich kämpfe also hier mit
einem Tierchen (ziemlich groß, das Geschöpf), das ich aus der
"Todesstation" geholt habe. Sie versucht mir klarzumachen, dass sie "den
Schrott" aus den großen Aldi-Dosen (95 Cent) nicht essen kann, wenn ich
keine Zeit habe, etwas "Preiswertes" zu kochen. Kämpfen ist gut, sie weint
und jammert die ganze Zeit..... ganz leise, so dass es richtig ins Gehirn
schneidet.

Ganz ehrlich, die Dosen sind Schrott. Das ganze Ferigfutter bei Tieren, beim Menschen vornehm Convenience genannt, ist auf Dauer oft nicht gerade gesundheitsfördernd. Wie viele Hunde haben dadurch Verdauungsprobleme, Allergien, Krebs...

Zeitsparende, preiswerte Hundefutter-Zubereitung: je nach Größe des Hundes 1 bis 2 kg Geflügelklein kochen (ich frage beim Fleischer immer nach Fleischresten; gekocht geht selbstverständlich ebenso Schweinefleisch) und an die Brühe: 1 kg Möhren (geht auch anderes Gemüse, aber z.B. keine Zwiebelgewächse....am besten danach googlen), 1 kg Kartoffeln, 1 kg Reis oder Nudeln, eine Prise Salz und, wenn fertig, kochendheiß in Twist-offgläser füllen, Rand abwischen und sofort zudrehen. Kalt gestellt halten sie etwa 6-7 Tage, für längere Haltbarkeit müsste man richtig einkochen. Verdorbene Gläser erkennt man am nach oben gewölbten Deckel... Sind Deckel nicht mehr in Ordnung, sieht man das am Deckel, wenn er nach Erkalten nicht nach innen gezogen ist und er beim Öffnen nicht pfuscht. Solche Gläser sollte man als erstes verbrauchen...Normales Geflügelklein kann/ sollte (ist eine Quelle für Mineralien) vollständig mit Knochen verfüttert werden. Die Regel, dass Röhrenknochen von Geflügel nicht verfüttert werden sollte, trifft nur auf selber gehaltene Tiere zu und auf Suppenhühner (Das waren Legehühner, deren Knochen sind hart!).
(Man kann ja noch `ne Schale Trockenfutter als Notration daneben stellen, für den Fall der Fälle. Trockenfutter hat ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis als die Büchsen. Es enthält im Vergleich die 3-4 fache Menge an Nährstoffen...Man kann auch Trockenfutter aufwerten, indem man ein Ei darüberschlägt oder bei dünnen Hunden etwas Öl darüberkippt oder Fleischbrühe.)

Wie groß ist eigentlich der Hund? 4 Schälchen täglich? Da reicht sicherlich auch die halbe oben angegebene Menge.

schöne Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Herzlichen Dank - Galga Espanola

Olivia @, Montag, 12.12.2016, 15:26 vor 3376 Tagen @ Waldläufer 837 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 12.12.2016, 16:05

Ich habe früher für meine Hunde immer gekocht und eingefroren. Die waren aber alle kleiner. Das macht schon einiges aus beim Essen.
Die derzeitige Hündin benötigt immer noch Nudeln oder Reis zum Fressen, sonst bekommt sie Verdauungsbeschwerden. Ich koche also sehr oft täglich Reis. Aber bisweilen bin ich so k.o., dass ich nicht mehr kochen mag, dann bekommt sie die großen Dosen oder früher 4 x kleinere Dosen.

Die Dosen scheinen aber Geschmacksstoffe zu enthalten, denn das arme Viech ist total enttäuscht, wenn ich ihm Reis mit FLEISCH koche, aber keine Geschmacksstoffe rein tue.....
Na ja, wir stellen langsam um. Trockenfutter bekommt sie auch täglich. Das mag sie erst recht nicht. Aber wenn sie sehr hungrig ist, dann frisst sie es doch. Ich habe ihr immer so einen Mix von allem gegeben, damit sie keinen Durchfall bekam. Das hat ganz gut funktioniert. Ich muss mir jetzt wieder so eine Plastikdose kaufen, in die ich die Spaghetti hineinstelle und dann nur noch Wasser drauf gieße. Das kann ich stehen lassen und muss nicht schauen. Das wird von alleine gar. Damit komme ich ganz gut klar. Sie frisst halt fürchterlich gerne Gekochtes. Ist auch ganz schlank. Aber......

Wir werden es schon hinbekommen. Jetzt am Jahresende habe ich halt immer sehr viel Stress (Bilanz, EST, Finanzierungen, fristgerechte Veröffentlichung der Bilanz... hol's der Teufel, neue Projekte...). Dann sitze ich wieder am 31. dort und tippe mit letzter Kraft..... damit die Fristen noch eingehalten werden.

Mi perra es una Galga Espanola. Sie kennt mich in und auswendig und manipuliert mich so, wie andere Klavier spielen. Ich muss immer lachen, wenn ich alle ihre Tricks mitbekomme, mit denen sie mich zu Handlungen "zwingen" will. Schon erstaunlich, die Überlegungen, die sich Tiere machen, wenn sie etwas erreichen wollen. Ich würde das tatsächlich als "Überlegungen" und geplantes Handeln bezeichnen. Sie arbeiten richtig mit Tricks und "falschen Fährten".

--
For entertainment purposes only.

Das gleiche Problem

EM-Financial @, Deutschland, Montag, 12.12.2016, 16:42 vor 3376 Tagen @ Olivia 838 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 12.12.2016, 17:14

Hallo Olivia,

Die Dosen scheinen aber Geschmacksstoffe zu enthalten, denn das arme Viech
ist total enttäuscht, wenn ich ihm Reis mit FLEISCH koche, aber keine
Geschmacksstoffe rein tue.....

Das Problem kenne ich. Wenn man einmal mit den Billigdosen anfängt, bekommt man den Hund nur schwer entwöhnt.

Mein Tipp: Alle 6-7 Tage mal einen komplett futterlosen Tag einlegen. Am nächsten Tag frisst der Hund wieder alles. Hilft auch beim Menschen. <img src=" /> Einmal einen Tag in der Woche fasten, das macht überhaupt nichts aus und hält uns alle gesund. Wenn der Hund nicht wieder fressen will, dann würde ich noch einen weiteren Tag dranhängen oder am 2. Tag nur etwas Brot geben. Spätestens dann frisst Dein Hund wieder alles mit großer Freude und besonders das zu Hause gekochte Futter.

Na ja, wir stellen langsam um. Trockenfutter bekommt sie auch täglich.

Wie geschrieben, ich füttere auch rohes Fleisch. Dies soll zwar Bakterien und Viren enthalten. Aber laut Erfahrungen in vielen Foren sind die Risiken kalkulierbar und es kommt nur selten zu Problemen. Wichtig sind auch Knochen, weil diese gut gegen den Durchfall helfen. Nur gekochte oder gebackene Knochen sind schlecht für den Hund, weil sie splittern (selbst schon erlebt seitdem gibt es keine Reste von den Hähnchenkeulen für den Hund mehr). Die rohen Knochen machen dem Hund übrigens gar nichts aus. Jedenfalls nicht bei Hähnchen.

Alle Arten von Weizenprodukten wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln versuche ich gering zu dosieren. Das geht bei unserem 18 kg [[zwinker]] Dackel-Spaniel-Mischling relativ gut, da sie max. 0,4-0,5 kg fressen muss. Bei einem großen Hund, der kiloweise Futter benötigt, verstehe ich aber auch, dass man etwas strecken muss.

Man braucht bei reinem Fleisch auch viel weniger füttern. Ein Kilogramm Dosenfutter enthält wahrscheinlich maximal 0,5-0,6 kg Fleisch. Es ist da zum Teil auch Klärschlamm und anderer Dreck vom Recyclinghof enthalten. Siehe: Hundefutter Inhaltsstoffe

Mi perra es una Galga Espanola. Sie kennt mich in und auswendig und
manipuliert mich so, wie andere Klavier spielen. Ich muss immer lachen,
wenn ich alle ihre Tricks mitbekomme, mit denen sie mich zu Handlungen
"zwingen" will. Schon erstaunlich, die Überlegungen, die sich Tiere
machen, wenn sie etwas erreichen wollen. Ich würde das tatsächlich als
"Überlegungen" und geplantes Handeln bezeichnen. Sie arbeiten richtig mit
Tricks und "falschen Fährten".

Das kenne ich gut. Hunde handeln hochintelligent und gehen sehr strategisch vor. Wie Menschen oder Kinder eben auch. Man muss da einfach immer konsequent bleiben, dann klappt es meistens.

Gruß

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.