Der Sozialstaat ist eine Hilfsorganisation wirtschaftlicher Ausbeutung

Falkenauge @, Freitag, 09.12.2016, 11:37 vor 3380 Tagen 2856 Views

849 Milliarden Euro für Sozialausgaben im Jahre 2014 – mit über 50 % der Gesamtausgaben größter Posten des Bundeshaushaltes – werfen die Frage auf: Was stimmt da eigentlich nicht? Soviel hilfsbedürftige Menschen in einem reichen Land, für die der Staat ein soziales Sicherungsnetz aufbauen muss, um sie notdürftig aufzufangen!

Die meisten Menschen erhalten ein Einkommen, das insgesamt zum Leben und zur eigenständigen Vorsorge für Notlagen bei weitem nicht ausreicht. Sie werden zugunsten des Profits, der in die Taschen der Kapital-Eigentümer fließt, ausgebeutet. Und „immer dann, wenn der Kapitaleigner ihre Arbeit für unbrauchbar erklärt, sind sie auf die Hilfe des Sozialstaats angewiesen. Mit dem (meist knappen) Lohn kann der einzelne Arbeiter also nur in jenen Perioden des Arbeiterlebens seinen Lebensunterhalt finanzieren, in denen er ihn verdient. Kaum verdient er nichts, hat er nichts. Der Sozialstaat offenbart folglich ein Armutszeugnis über den Lohn: Der Mensch, der hierzulande auf Lohnarbeit angewiesen, der sich in Fabrik und Büro abplagt, erfährt, dass der Lohn, den er dafür erhält, fürs Leben insgesamt gerade nicht reicht.“

Diese Tatsachen führen nicht dazu, dass die Politik anstreben würde, an die Ursachen zu gehen. Auch die linken Parteien und die Gewerkschaften kämpfen allenfalls nur für moderate Lohnerhöhungen und gegen drohenden Abbau des Sozialstaates.
Mit dem Aufziehen eines Sozialstaats als staatliche Notfallverwaltung großen Stils geht es allein darum, „die Folgen und Auswirkungen kapitalistischer Benutzung von Arbeitern ´abzufedern´ und ´abzumildern´“. Der Sozialstaat fühlt sich als der barmherzige Samariter, der hinter dem Zug der offenbar nicht zu ändernden profitorientierten Kampfgesellschaft herfährt und die Zurückbleibenden aufliest. Man hält das für einen notwendig vom Staat durchzuführenden sozialen Ausgleich. Damit wird aber die Ausbeutung des Arbeitnehmers praktisch normalisiert und „ins Recht gesetzt“.

Dabei werden die sozialen Hilfs-Gelder, die den Lohn zurückwirkend wieder niedrig halten und den Profit der Kapitaleigner steigern, weder von diesen unmittelbar, noch über Steuern direkt eingezogen. Aufbringen müssen sie vielmehr primär die Arbeitnehmer, also die Geschädigten selbst. Das ist noch die besondere Infamie des Systems. „Im Sozialversicherungsstaat finanziert die Lohnarbeit ihre laufende Verbilligung selbst.“
Der Sozialstaat – Hilfsorganisation wirtschaftlicher Ausbeutung

Zwei Gründe

LLF @, Freitag, 09.12.2016, 11:56 vor 3380 Tagen @ Falkenauge 2260 Views

1. Die Menschen werden immer älter
2. Die Menschen werden immer produktiver, so dass immer weniger Arbeit übrig bleibt.

Zu einfach

Falkenauge @, Freitag, 09.12.2016, 12:03 vor 3380 Tagen @ LLF 2112 Views

1. Die Menschen werden immer älter
2. Die Menschen werden immer produktiver, so dass immer weniger Arbeit
übrig bleibt.

Das ist ja nicht ganz falsch, bleibt aber an der Oberfläche und erfasst die tieferen Ursachen der Problematik nicht.

Fachkräftemangel - Arbeitslose - niedriege Löhne

Digger66 @, Freitag, 09.12.2016, 12:08 vor 3380 Tagen @ LLF 2202 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 12:11

1. Die Menschen werden immer älter
2. Die Menschen werden immer produktiver, so dass immer weniger Arbeit
übrig bleibt.

Wie passt es dann, dass die Industrie einen Fachkräftemangel propagiert, bei 3,2 Millionen Arbeitslosen?
Also müsste doch genug Arbeit da sein!?!?

Und es sind auch noch 2,1 Millionen Einwohner dazu gekommen.
Das sind auch nur die Kontrollierten.

Gedanken zum Sozialstaat

Dieter, Freitag, 09.12.2016, 12:16 vor 3380 Tagen @ Falkenauge 2404 Views

bearbeitet von Dieter, Freitag, 09.12.2016, 13:21

Hallo Falkenauge,

man kann es auch anders sehen: Da der Sozialetat so hoch ist, ist es aufgrund der Abgabenlast einem Durchschnittsarbeitnehmer nicht möglich, Vermögen vor allem Sachvermögen zur pers. Absicherung aufzubauen. Die Deutschen sind innerhalb der EU nicht ohne Grund relativ arm, meines Erachtens liegt es eindeutig am effektiven Zugriff des Staates mit seiner Umverteilungsmentalität.
Z.B.: Wenn ein Arbeitnehmer ein Haus bauen will, dann zahlt er mit den Baukosten doch schon mind. 50 % direkt oder indirekt in die Umverteilungs"industrie" der Politik.

Außerdem halte ich ein Zuviel an Sozialleistungen für menschenverachtend, da es Eigeninitiative, Selbstbestimmung und Befriedigung über pers. Leistungen minimiert.

Grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, daß dieser zur Zeit existierende Sozialstaat, den die Mehrheit schon fast als unzureichend beurteilt, für überzogen halte. Ich bin sogar der festen Überzeugung, daß Menschen mit geringerer soz. Abfederung glücklicher und befriedigender leben.

Gruß Dieter

Es geht um die Ursachen

Falkenauge @, Freitag, 09.12.2016, 12:52 vor 3380 Tagen @ Dieter 1942 Views

Hallo Falkenauge,

man kann es auch anders sehen: Da der Sozialetat so hoch ist, ist es
aufgrund der Abgabenlast einem Durchschnittsarbeitnehmer nicht möglich
Vermögen vor allem Sachvermögen zur pers. Absicherung aufzubauen.

Außerdem halte ich ein zuviel an Sozialleistungen für
menschenverachtend, da es Eigeninitiative, Selbstbestimmung und
Befriedigung über pers. Leistungen minimiert.

Grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, daß dieser zur Zeit
existierende Sozialstaat, den die Mehrheit schon fast als unzureichend
beurteilt, für überzogen halte. Ich bin sogar der festen Überzeugung,
daß Menschen mit geringerer soz. Abfederung glücklicher und
befriedigender leben.

Gruß Dieter

Hallo Dieter,

Du setzt den Sozialstaat voraus und kritisierst die Höhe der Sozialabgaben und der Leistungen. Das Problem, um das es geht, ist aber, dass der Sozialstaat in diesem Umfang überhaupt erst dadurch entsteht, dass die Arbeitnehmer als Abhängig-Beschäftigte ein zu geringes Einkommen haben, also ausgebeutet werden. In dem Maße, wie sie mehr erhalten, reduziert sich auch der Bedarf an Sozialabgaben und verschwindet schließlich nahezu ganz.

Der Sozialstaat paktiert mit den Ausbeutern, in dem er sie unangetastet lässt und die Ausgebeuteten mit sozialen Leistungen auffängt, die jene noch selbst von ihrem niedrigen Einkommen finanzieren müssen. Das ist´s.

Es ist doch absurd und scheinheilig, durch gesetzliches Unrecht erst eine Verelendung und Hilfsbedürftigkeit großer Menschenmassen herbeizuführen, um sie dann im Untergange unter der protzigen Phrase „Sozialstaat“ mit Almosen notdürftig aufzufangen. Mit Almosen zudem, die sie während ihrer steuerpflichtigen Lohnsklavenarbeit von ihrem meist kargen Kaufpreis selbst mitfinanzieren mussten. Ergänzend: Feigenblatt Sozialstaat

Gruß
Falkenauge

Veränderungen

Dieter, Freitag, 09.12.2016, 13:12 vor 3380 Tagen @ Falkenauge 2214 Views

bearbeitet von Dieter, Freitag, 09.12.2016, 13:19

Hallo Falkenauge,

mal ganz pragmatisch gedacht, gäbe es in unserem System nur eine mögliche Variante, um einen Systemwechsel herbeizuführen:
1. Schritt - alle Sozialleistungen radikal auf 0 setzen.
2. Schritt - die daraus resultierenden Unruhen, Aufstände, etc. würden dann ein neues System etablieren.

Nur dazu wird es nicht kommen.

Persönlich wäre mir am angenehmsten, wenn es keine Kapitalgesellschaften mehr gäbe, nur noch pers. haftende Wirtschaftsteilnehmer. Arbeitnehmer im jetzigen Sinne nicht vorhanden wären, sondern nur noch "Freiberufler" oder Genossen bzw. Mitgesellschafter einer Genossenschaft, dann aber auch mit verändertem Recht, also voll haftend.

Man muß immer Einkommen, Unabhängigkeit und Freiheit im Zusammenhang mit Haftung sehen.

Gruß Dieter

Ausgezeichneter Gedanke!

re-aktionaer @, Freitag, 09.12.2016, 13:59 vor 3380 Tagen @ Dieter 2100 Views

Sowas nannte man mal Verantwortung.
Ich kannte einen Unternehmer, der mir erzählte, eines seiner ersten Beratungsgespräche bei der Wirtschaftskammer ging zu seiner eigenen Überraschung bereits in die Richtung, wie man als Startup einen guten Ausgleich hinlegt und sich die Mittel sichert, um ein Kapital aufzubauen. Also im Grunde Betrug ohne Haftung.

Falsche Dogmen und einfache Lösungen

re-aktionaer @, Freitag, 09.12.2016, 13:34 vor 3380 Tagen @ Falkenauge 2006 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 14:33

Da mich dieses Thema auch beschäftigt, möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken äußern. Um hier Verwirrung vorzubeugen: Ich versuche bei der folgenden Analyse keine ethischen Dogmen einfließen zu lassen, auch wenn es stellenweise so wirkt. Es geht mir um Problemanalyse und Lösung.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Ökonomiereligionen unser Denken bestimmen. Dies bedeutet, dass sich unsere gesellschaftlichen Fragestellungen fast ausschließlich an ökonomischen Indikatoren orientieren. Grob gesagt können wir seit ca. 120 Jahren zwei widerstereitende Sinnstiftungsmodelle ausmachen:

Das Sozialistische und das Kapitalistische.
Interessanterweise sind beide Dogmen dysfunktional, wenn es um das Errichten einer nachhaltig stabilen Gesellschaftsordnung geht. (Man vergleiche nur mal die Zeiträume in denen Monarchien bestehen mit der Nachhaltigkeit ökonomischer Machtmodellen des 20 Jhdts.)
Sozialismus produziert IMMER erst Arbeitsplätze, dann Armut und in der Folge Repression, Kapitalismus produziert erst Waren, dann Ungleichheit, dann Repression. Diese Dysfunktionalität kommt meiner Meinung nach durch ein vollkommen abstraktes Verständnis von Mensch und Gesellschaft zustande, dessen Dogmen der gelebten Realität nicht gerecht werden.

Die falschen Dogmen, die ich sehe, sind:
Im Sozialismus das Dogma der Gleichheit aller Menschen, im Kapitalismus das Dogma des Marktes als idealer Vermittler und Befriediger aller Bedürfnisse.
Beides grundfalsch.
Ich durfte selbst erleben, wie die Marktlogik bei der Erzeugung von dringend benötigten Arzneiwaren völlig versagt - die Nachfrage ist da, nur keiner macht es, weil es sich nicht rechnet. FAIL!
Was Probleme, die der Ungleichheit der Menschen geschuldet sind, angeht, muss ich den PT-Lesern wohl keine Beispiele bringen.

Nun zu unseren Sozialsystemen/Arbeitsmarkt:
Jede Gesellschaft braucht ein Sozialsystem und es muss der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft entsprechen. Wir müssen die Menschen füttern und behausen - das ist lebensnotwendig für eine Gesellschaft. Tun wir es nicht und die Zahlen der Hungernden werden zu groß, dann werden die zu Raubtieren und die Gesellschaft geht kaputt.

Wir haben das Dogma des Wettbewerbs für den Arbeitsmarkt und das Dogma "Arbeit-Lohn" - aber dieses Dogma ist immer weniger haltbar und es wird unsere Gesellschaft ruinieren.
Der Grund ist ganz einfach: Angebot und Nachfrage gehen nicht mehr zusammen und werden so nicht mehr zusammen gehen. Wir haben ein Überangebot an einfachen Arbeitskräften bei gleichzeitig sinkender Nachfrage einfacher Tätigkeiten. Mit dem technischen und produktiven Fortschritten bei der Waren und Dienstleistungserzeugung wird diese Nachfrage weiterhin sinken.

Wären gering qualifizierte Arbeitskräfte einfach eine Ware, hätte man ihre Produktion schon lange eingestellt. Es sind aber Menschen. Und man kann aus diesen Menschen keine "nachgefragten" Arbeitskräfte machen, weil Menschen eben verschieden (intelligent) sind und selbst wenn dies ginge, wäre aufgrund ihrer enormen Produktivität augenblicklich wieder ein Überangebot da, das wiederum nicht vermittelbar wäre.

Es würde auch wenig Sinn machen, die Unqualifizierten einfach zu beseitigen, da sie ja nach wie vor eine wichtige Funktion in der Gesellschaft haben - sie sind Verbraucher.
Also mit der Grund, warum überhaupt Wirtschaft getrieben wird. Was wir also in Wahrheit haben, ist eine gewaltige Marktschieflage, die der Markt nicht mehr bereinigen kann. Zeitgleich tun wir aber noch immer so, als würde sich das jemals wieder einrenken. Wir beschäftigen uns mit Arbeitsmarktdaten und Qualifizierungsprogrammen für Arbeitslose, als ob dies irgendetwas an der eigentlichen Entwicklung ändern würde.

Während wir mit erheblichem Aufwand die obsoleszente Arbeitskräfte mit staatlichen Mitteln subventionieren, nutzen wir sie nicht dort, wo ebenfalls der Markt versagt.
Unsere Gesellschaft hat massive Nachfrage nach unqualifizierten Arbeitskräften - aber eben nicht innerhalb der Regeln eines freien Arbeitsmarktes.

Es gibt viele Dinge, die man machten sollte, aber nicht macht, weil der Staat angeblich kein Geld für zusätzliches Personal hat.
Aber was, wenn nicht untätiges staatliches "Personal" ist denn ein Hartzer?

Warum sitzen diese armen Teufel vor einer Playstation und bekommen einmal die Woche von einer Amtsperson demonstriert, dass sie weniger als nichts wert sind, anstatt dass sie in einem Park sitzen und schauen, dass die Anlage sauber ist und keine Vergewaltiger im Gebüsch lauern oder Drogen an Kinder verkauft werden?

Warum siechen alte Leute in ihren Wohnungen dahin und finden niemanden, der sich um sie kümmert, wenn nebenan jemand sitzt, der keine Aufgabe mehr im Leben finden kann?
Man stelle sich vor, wie sehr das Selbstwertgefühl der unvermittelbaren einerseits, deren Wertschätzung seitens der Subventionierenden andererseits steigen würde, wenn man sie mit diesen Aufgaben betrauen würde. 20 Wochenstunden und bei treuer Pflichterfüllung ein eisernes Kreuz erster zweiter und dritter Klasse - und die Leute haben wieder ein Selbstwertgefühl und sind happy.

Es geht nämlich den meisten Menschen nicht primär um das Anhäufen von Geld, sondern um sozialen Status. Es kostet keinen Cent mehr - im Gegenteil - die Sekundärkosten wie Gesundheit und Kriminalität würden signifikant sinken. Die richtig üblen Sozialschmarotzer aber, die es natürlich auch gibt, würden effektiv bekämpft bzw. einige wieder heimgehen. Obendrein - Menschen, die eine sinnvolle Tätigkeit leisten, haben auch wieder Kontakt mit der restlichen Welt und sind Bestandteil dieser. Die gesellschaftliche Kohäsion würde also wieder wachsen.

Warum wird das nicht gemacht? Wer verhindert diese naheliegenden Lösungen. Kann ja nicht sein, dass nur ich auf solche Ideen komme. Warum hat diese Gedanken noch keine Partei aufgegriffen? Sie sind leicht vermittelbar, mehrheitsfähig und vernünftig - und obendrein budgetär kostenneutral.

Der Sozialstaat, die giftige Frucht der Marktwirtschaft - aus der Tumult

Fidel @, Freitag, 09.12.2016, 14:32 vor 3380 Tagen @ Falkenauge 2125 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 14:35

Hallo,

in der Herbstausgabe der Tumult findet sich der ganze Artikel, eine Kurzversion war hier im Gelben schon einmal verlinkt.

Mir gefallen die Gedanken von Prof. Goeschl, insbesondere die Herleitung der Sozialstaaten seit 1945.
Der Faktor "Erträge aus Rüstung" und die Investitionsnot diese "Ersparnisse" rentabel in Anlagen zu speichern, erklärt einiges.

(Soweit ich es sehe, hat die obige Quelle die Zustimmung der Tumult Redaktion. Ich habe meine Ausgabe gekauft.)

Inschallah
Fidel

Aber der linke Diskurs hierzulande versteht nichts,(...) und hat nun seine Realillusion in den »Refugees« gefunden.

SevenSamurai @, Freitag, 09.12.2016, 21:34 vor 3379 Tagen @ Fidel 1516 Views

Mir gefallen die Gedanken von Prof. Goeschl, insbesondere die Herleitung
der Sozialstaaten seit 1945.
Der Faktor "Erträge aus Rüstung" und die Investitionsnot diese
"Ersparnisse" rentabel in Anlagen zu speichern, erklärt einiges.

Der Satz ist der Knaller:

"Aber der linke Diskurs hierzulande versteht nichts,(...) und hat nun seine Realillusion in den »Refugees« gefunden."

Danke für den Link.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung

Nico @, Freitag, 09.12.2016, 21:34 vor 3379 Tagen @ Falkenauge 1468 Views

Entweder leben die Menschen selbstbestimmt, oder sie leben eben fremdbestimmt. Wenn Menschen selbstbestimmt leben können, dann regelt sich alles von allein, und wenn sich nichts von allein regelt, dann sind die Menschen fremdbestimmt. Wer etwas anderes fordert als die Selbstbestimmung, der fordert die Fremdbestimmung. Ich fordere einzig die Selbstbestimmung, und ich nenne diese Demokratie. Wer Demokratie einfordert, der akzeptiert keine Sperrklauseln (5%-Hürde), und wer etwas anderes für wichtiger hält, der lebt in der Illusion von Demokratie.

Lasst uns endlich freie Wahlen einfordern, und lasst uns aufhören, uns auch noch zu wundern, dass wir trotz Fremdbestimmung unsere Probleme nicht gelöst bekommen.

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

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