Target2 Forderung der BuBa im Nov auf Allzeithoch

Ikonoklast @, Donnerstag, 08.12.2016, 13:15 vor 3380 Tagen 5147 Views

Hallo Zusammen,

zur Info: Die Target2 Forderungen der Bundesbank haben mit 754,057 Mrd. € im November 2016 ein neues Allzeithoch erklommen. Der Druck im Eurokessel steigt wieder...

Eine Analyse und Charts finden sich auf querschusse.de

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Könnte das jemand mal auf "Einfachdeutsch" übersetzen?

heller, Donnerstag, 08.12.2016, 13:43 vor 3380 Tagen @ Ikonoklast 4053 Views

Wenn man möchte, dass solche ökonomischen Grausamkeiten (gibt es "ökonomischen Völkermord"?) breiter bekannt und verstanden werden, dann sind jegliche Erwähnung von Bilanzverlängerung, Aktiva und Passiva schlicht fehl am Platz.
Selbst Prof. Sinn (gestriges Posting zum selbigen Thema) ist da ja noch näher am volksverständlichen Deutsch.

Man kann das mit Sicherheit in sehr einfachen Worten allgemeinverständlich darstellen.

Soweit ich weiß, sind die Target2 Salden wie die Anschreibetafel beim Wirt (wobei das heute auch keiner mehr kennt).
Aber vielleicht könnte mal einer mit etwas mehr Luft im Tagesablauf als ich den Sachverhalt in Worte fassen, wie Jassina das ab und zu mit ihren Videos schafft.

Dann könnte ich das meinen Bekannten zumuten.
Bei 20 Mrd Euro pro Monat ist das ja kein Pappenstiel.
Mal provokant: Bei grob 200.000 Euro Wert für ein Menschenleben, wären das 100.000 Tote pro Monat. (Für die Berechnung des Wertes müssten wir aber einen eigenen Thread aufmachen :-))

Da fällt mir nur ein:
"Don't panic!
But if you panic, panic first!"

Falsches Fazit ;-) | Video "Was sind Target2 Konten?"

Broesler, Donnerstag, 08.12.2016, 14:18 vor 3380 Tagen @ heller 4055 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 08.12.2016, 14:28

Da fällt mir nur ein:
"Don't panic!
But if you panic, panic first!"

#Popcornlong [[herz]]

Das Video dauert 2:27min und erklärt den Sachverhalt nur oberflächlich, jedoch hinreichend verständlich.
https://www.youtube.com/watch?v=gLI5SsevqW0

Ahoi

PS: Und natürlich BTC long! Des Weiteren muss an dieser Stelle gestanden werden, dass ich eher
Eiskonfekt-, denn Popcorn-Fan bin, aber man ist ja anpassungsfähig. #kuchenstattbrot

--
* #PopcornLong
* Let's Chart
* "You can ignore reality, but you can't ignore the consequences of ignoring reality." Ayn Rand

OT: #Popcornlong auf Twitter

Broesler, Freitag, 09.12.2016, 00:58 vor 3380 Tagen @ Broesler 2970 Views

Es gibt bisher 4 Tweets, welche #popcornlong inkludieren. Der Sinn erschließt sich mir allerdings
nur bedingt, denn zwei der Tweets handeln vom Golfen.
[image]
https://twitter.com/hashtag/popcornlong?src=hash

Zeit den Hashtag zu "übernehmen". [[herz]]

--
* #PopcornLong
* Let's Chart
* "You can ignore reality, but you can't ignore the consequences of ignoring reality." Ayn Rand

"corn baby, corn" - #cornlong?

Broesler, Freitag, 09.12.2016, 01:27 vor 3380 Tagen @ Broesler 2933 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 01:57

[image]
https://twitter.com/GregaHorvatFX

Weil's so schön passt, #cornlong, sagt Grega Horvat von ew-forecast.com.

Ahoi

--
* #PopcornLong
* Let's Chart
* "You can ignore reality, but you can't ignore the consequences of ignoring reality." Ayn Rand

Ohne das prinzipielle Verständnis, was eine Bilanz ist

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 08.12.2016, 15:17 vor 3380 Tagen @ heller 3871 Views

... kann man Target2 nicht verstehen.

Prinzipielles zur Bilanz:

Aktiva = vorhandene Vermögensgegenstände und Forderungen, also "Mittelverwendung", dh. was wurde mit den Mitteln gemacht, zB Grundstücke gekauft, Häuser gebaut, Gold gekauft, Forderungen erworben etc.

Passiva = "Mittelherkunft", also wo kamen die Mittel her, zB. Eigenkapital, fremde Mittel, Ausgabe von Bargeld oder Zentralbankguthaben

Zu Target2:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=413692

Es bedeutet, dass die BuBa-Bilanz auf der Aktiivseite ihrer Bilanz eine Forderung gegen das Eurosystem hat und andere Zentralbanken des Eurosystems auf ihren Passivseiten Verpflichtungen gegen das Eurosystem in gleicher Höhe.

Es sind nicht unbezahlte Rechnungen, sondern gerade die Folge des Bezahlens von Rechnungen.

Wenn alle ZBs eines Tages mit der EZB fusionieren würden, höben sich diese Positionen auf und verschwänden. Etwa so, wie wenn Du Deiner Verlobten was leihen würdest und Ihr eines Tages heiraten würdet und alles in einen Topf würfet.

Wenn eines Tages das Eurosystem zerfallen und die EZB dichtgemacht würde, hätte die Bundesbank Ansprüche gegen andere ZBs in dieser Höhe. Ob und wie diese dann vollstreckbar wären, ist eine offener Frage.

Wie erklärt sich das Absinken von 04.12-12.14?

stokk, Donnerstag, 08.12.2016, 18:24 vor 3380 Tagen @ Orlando 3071 Views

Danke für Info.

Gruß
stokk

für den Bierdeckel

nereus @, Donnerstag, 08.12.2016, 15:35 vor 3380 Tagen @ heller 4320 Views

Hallo Heller!

Die Bundesbank (BuBa) sorgt dafür, daß deutsche Unternehmen ihre Rechnungen, die mit ausländischen Auftragnehmern Verträge schließen - bezahlt bekommen – aber eben nur zum Schein.

Denn richtig bezahlt ist da noch nix, weil eben nicht der spanische oder italienische Kunde gezahlt hat, sondern nur die Bundesbank in Vorlage getreten ist.
Diese Forderungen hat sie dann gegenüber den Notenbanken von Madrid und Rom.

Und wenn die Spanier und Italiener in den finanziellen Abgrund zu stürzen, dann sitzt die BuBa auf einer Bilanzposition von 754 Milliarden und schaut in die Röhre.
Dann ist sie pleite und wenige Stunden vor der öffentlichen Bekanntmachung dieser Insolvenz haben Merkel und Schäuble ein Flugzeug bestiegen und sich von der Enkelin von Hanna Reitsch nach Paraguay fliegen lassen.

Kannst Du das jetzt Deinen Bekannten zumuten? [[zwinker]]

Und wenn jetzt noch ein popeliger Bilanz-Buchhalter - die geistern hier auch rum - an dieser Darstellung etwas zu meckern hat, ignoriere ihn einfach. [[freude]]

mfG
nereus

Sorry, aber das ist Käse

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 08.12.2016, 18:14 vor 3380 Tagen @ nereus 3445 Views

Die Lieferanten haben ihr Geld schon lange.

Die Bundesbank hätte nur dann Forderungen daraus gegen andere ZBs bzw. Staaten, wenn der Euro und der Zusammenschluss der entsprechenden ZBs beendet würden und zu diesem Zeitpunkt die Buba noch einen positiven Target2 Saldo hätte. Dann müssten die ZBs mit negativen Salden die diesen Passiven gegenüberstehenden Aktiven herausrücken. Wenn sie das nicht täten, müsste vollstreckt werden, was unter Staaten üblicherweise per Krieg erledigt wird.

Die Aktiven sind ja vorhanden, oder willst Du behaupten, dass die Bilanzen der ZBs mit negativen Salden gefälscht sind?

Wie ich in meinem verlinkten Beitrag erklärt habe, gäbe es diese Salden gar nicht, wenn die nationalen ZBs abgeschafft wären und es nur die EZB gäbe.

Nein, Du machst leider Kaese draus

CalBaer @, Donnerstag, 08.12.2016, 19:02 vor 3380 Tagen @ Orlando 3440 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 08.12.2016, 19:12

Die Lieferanten haben ihr Geld schon lange.

Ja, weil die Buba es drucken muss. [Danke an @paranoia fuer den Hinweis]

Die Aktiven sind ja vorhanden, oder willst Du behaupten, dass die Bilanzen
der ZBs mit negativen Salden gefälscht sind?

Nein, die Aktiva sind bei der Buba eben nicht vorhanden (fehlendes Kollateral fuer von der Buba gedrucktes Geld). Andernfalls haette die Buba keine Forderungen gegen die EZB! Target2 ist eben Teil der Bilanz, damit also keine Bilanzfaelschung bei fehlenden Aktiva.

Die Forderungen lauten gegen die EZB und nicht gegen einzelne nationale Notenbanken, was natuerlich im vorangegangen Beitrag nicht ganz richtig war.

Wie ich in meinem verlinkten Beitrag erklärt habe, gäbe es diese Salden
gar nicht, wenn die nationalen ZBs abgeschafft wären und es nur die EZB
gäbe.

Ja, aber das ist nun mal nicht so. Es gibt immerhin noch die einzelnen Nationalbanken, die getrennt bilanzieren. Und bevor man diese abschaffte machte, braeuchte man erst einmal einen EU-Staat mit einem gemeinsamen Haushalt. Aber selbst im Federal Reserve System gibt es trotz eines gemeinsamen US-Haushalts 12 Notenbanken , die getrennt bilanzieren und mit Kollateral untereinander ausgleichen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Lesen und verstehen in der gelben Molkerei

Orlando ⌂ @, Freitag, 09.12.2016, 10:33 vor 3380 Tagen @ CalBaer 2738 Views

Die Aktiven sind ja vorhanden, oder willst Du behaupten, dass die
Bilanzen
der ZBs mit negativen Salden gefälscht sind?


Nein, die Aktiva sind bei der Buba eben nicht vorhanden (fehlendes
Kollateral fuer von der Buba gedrucktes Geld).

Nach den mir bekannten Bilanzregeln sind Forderungen Aktiva. Vielleicht kennst Du andere, aber ein Blick in die Buba-Bilanz würde Dir sofort zeigen, dass die Target2 Forderungen dort auch genau so geführt werden. Bei Bedarf kann ich sogar einen Link dahin liefern. Aktivierte Forderungen sind durch diejenigen Aktiven gedeckt, die sich in derjenigen Bilanz, wo die genannten Forderungen als Verplichtungen rechts stehen, befinden. Ich sagte, dass die Buba Forderungen gegen das Eurosystem hat und andere ZBs Verpflichtungen gegen das Eurosystem.

Es gibt immerhin noch die einzelnen
Nationalbanken, die getrennt bilanzieren. Und bevor man diese abschaffte
machte, braeuchte man erst einmal einen EU-Staat mit einem gemeinsamen
Haushalt.


Selbstverständlich KÖNNTEN die Staaten der Eurogruppe ihre nationalen ZBs abschaffen, auch ohne gemeinsamen Haushalt. Das war aber nicht das Thema. Thema war, was es mit den Target2 Salden auf sich hat.

Aber dass diese Salden unbezahlte Rechnungen seien, gehört zu den vielen unausrottbaren gelben Narrativen (aka Märchen), siehe den Beitrag @DT s dazu im selben Thread. Da will ich nicht weiter stören.

Besitz von Dingen und Anspruch auf nichtexistente Dinge ist ein Riesenunterschied!

CalBaer @, Freitag, 09.12.2016, 17:55 vor 3379 Tagen @ Orlando 2379 Views

Nach den mir bekannten Bilanzregeln sind Forderungen Aktiva. Vielleicht
kennst Du andere, aber ein Blick in die Buba-Bilanz würde Dir sofort
zeigen, dass die Target2 Forderungen dort auch genau so geführt werden.
Bei Bedarf kann ich sogar einen Link dahin liefern. Aktivierte Forderungen
sind durch diejenigen Aktiven gedeckt, die sich in derjenigen Bilanz, wo
die genannten Forderungen als Verplichtungen rechts stehen, befinden. Ich
sagte, dass die Buba Forderungen gegen das Eurosystem hat und andere ZBs
Verpflichtungen gegen das Eurosystem.

Die genauen Bilanzregeln auf dem Papier machen die reale Situation auch nicht besser.

Aber dass diese Salden unbezahlte Rechnungen seien, gehört zu den vielen
unausrottbaren gelben Narrativen (aka Märchen),

Das behauptet auch niemand. Scheinbar liegt hier ein Missversstaendnis vor. Natuerlich hat die Bundesbank an den mittelstaendischen Lieferanten aus Oberknackenknesel im Auftrag eines griechischen Bauunternehmers in cash und bar gezahlt. Zwar ist damit der Zahlvorgang technisch beendet, aber nicht die Arbeit der Zentralbanken. Denn die Bundesbank hat mit unbesichertem, bedrucktem Papier vorgeschossen, jetzt muss die Aktiva-Position wieder auf gleichen Stand gebracht werden. Jetzt muss man verstehen, dass Target2 ueberhaupt nichts mit Aktiva zu tun hat. Target = Real Time Gross Settlement System. Also ein Echtzeitsystem, indem eine ZB die andere anweist: hier druck mal sofort. Die Aktiva koennen gar nicht in Echtzeit fliessen, denn so eine Uebertragung von Staatsanleihen oder Gold dauert eben. Solange bleibt ein Target2-Guthaben bei der Bundesbank stehen. Wenn dieses Kollateral bei der Bundesbank nach einiger Zeit eingetroffen ist, wird der Target2-Kontostand wieder entsprechend reduziert. Target2 beschleunigt die Zahlungsabwicklung, weil die Uebertragung von Kollateral sehr lahm ist, was ja eine gute Sache ist. Nur ...

... haben wir ein Problem. Die Aktiva, die den Echtzeitzahlungen des Target2-Systems normalerweise hinterherlaufen, existieren heute gar nicht mehr! Aus dem einfachen Grund, dass diese Laender keine Aktiva mehr haben. Aber sie zahlen einfach weiter mit Target2 und die Bundesbank muss das Geld drucken und die Bundesbank (aka dt. Steuerzahler) erhaelt dafuer nur Ansprueche auf nichtexistente Dinge. Es waere ungefaehr so, dass in einem Goldstandard die Zentralbank jahrelang Goldzertifikate auszahlt, obwohl das Gold nirgends existiert. Irgendwann muss diese Schwindelei aber geloest werden, die Aktiva kann man aber nicht herbeizaubern. Die EZB denkt, man kann es einfach aussitzen.

--
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Die leidigen Target2-Salden ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 09.12.2016, 19:55 vor 3379 Tagen @ CalBaer 2426 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 20:25

Aber dass diese Salden unbezahlte Rechnungen seien, gehört zu den vielen unausrottbaren gelben Narrativen (aka Märchen),

So ist es!

Das behauptet auch niemand ... Natuerlich hat die Bundesbank an den mittelstaendischen Lieferanten aus Oberknackenknesel im Auftrag eines griechischen Bauunternehmers in cash und bar gezahlt. Zwar ist damit der Zahlvorgang technisch beendet ... Denn die Bundesbank hat mit unbesichertem, bedrucktem Papier vorgeschossen, ...

Ja wohl. Aber bitte nicht vergessen, dass gleichzeitig die griechische ZB die gleiche Summe in ihrer eigenen Bilanz (d.h. bei der GBank des Kunden) ins Nirwana, u.z. auf ihrer Passivseite ausgebucht hatte .. zugunsten des passiven Target2-Saldo bei den Griechen (= bilanzieller Passivtausch). Dieses erhöht sich dadurch; die Bilanzsumme bleibt jedoch unverändert. An der umlaufenden Geldmenge (ZBGiral- + Bargeld) in der Eurozone ändert sich also nichts.

... jetzt muss die Aktiva-Position wieder auf gleichen Stand gebracht werden. Jetzt muss man verstehen, dass Target2 ueberhaupt nichts mit Aktiva zu tun hat. Target = Real Time Gross Settlement System. Also ein Echtzeitsystem, indem eine ZB die andere anweist: hier druck mal sofort. Die Aktiva koennen gar nicht in Echtzeit fliessen, denn so eine Uebertragung von Staatsanleihen oder Gold dauert eben.

Ja wohl!

Solange bleibt ein Target2-Guthaben bei der Bundesbank stehen. Wenn dieses Kollateral bei der Bundesbank nach einiger Zeit eingetroffen ist, wird der Target2-Kontostand wieder entsprechend reduziert. Target2 beschleunigt die Zahlungsabwicklung, weil die Uebertragung von Kollateral sehr lahm ist, was ja eine gute Sache ist.

Exakt!

Nur ... haben wir ein Problem. Die Aktiva, die den Echtzeitzahlungen des Target2-Systems normalerweise hinterherlaufen, existieren heute gar nicht mehr! Aus dem einfachen Grund, dass diese Laender keine Aktiva mehr haben.

Das stimmt nicht. Das "Kollateral", also die "geschuldeten" Aktiva, sind Staatsanleihen (Sicherheiten, Zahlungsversprechen) des jeweiligen Landes, welche sich in der Bilanz und im Besitz der auftraggebenden ZB selbstverständlich befinden (müssen!). Sonst stimmte ja deren Bilanz nicht. Bucht die griechische ZB also die angewiesen Summe bei sich selbst aus, hat sie nun einen Quasi-Überschuss an echten Aktiva (d.h. gr. Staatsanleihen), was sie ja mit der entsprechenden Änderung ihres Target2-Saldo kompensiert. Diese Staatsanleihen werden an die BuBa nun geschuldet .. von daher ist es durchaus berechtigt, von einer Forderung zu sprechen. Bei deren tatsächlichem Transfer schrumpfte also das Target2-Saldo der BuBa. Dies könnte ja per eMail und einer PDF-Datei stattfinden .. aber wozu?

Es handelt sich also nicht um eine Geldforderung, sondern um Forderung auf die Sicherheiten (Staatsanleihen) eines anderen Landes .. die bei den anderen ZBanken vorhanden sind.

Aber sie zahlen einfach weiter mit Target2 und die Bundesbank muss das Geld drucken und die Bundesbank (aka dt. Steuerzahler) erhaelt dafuer nur Ansprueche auf nichtexistente Dinge.

Sie erhält Ansprüche/Forderungen auf Staatsanleihen, welche sich bei den auftraggebenden ZBanken befinden. So weit ist alles korrekt.

Es waere ungefaehr so, dass in einem Goldstandard die Zentralbank jahrelang Goldzertifikate auszahlt, obwohl das Gold nirgends existiert. Irgendwann muss diese Schwindelei aber geloest werden, die Aktiva kann man aber nicht herbeizaubern. Die EZB denkt, man kann es einfach aussitzen.

Ja, das Gold wurde aber durch Staatsanleihen ersetzt. Diese dienen nun als Sicherheiten (Aktiva) bei der Geldemission (Kreditvergabe) der ZBanken. Soweit sehe ich alles als "einigermaßen" korrekt an.

Gruß, Beo2

Wie kann was ausgebucht werden, was nicht existiert?

CalBaer @, Freitag, 09.12.2016, 20:29 vor 3379 Tagen @ Beo2 2316 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 20:55

Nur ... haben wir ein Problem. Die Aktiva, die den Echtzeitzahlungen des

Target2-Systems normalerweise hinterherlaufen, existieren heute gar nicht
mehr! Aus dem einfachen Grund, dass diese Laender keine Aktiva mehr haben.

Das stimmt nicht. Das "Kollateral", also die "geschuldeten" Aktiva,
sind Staatsanleihen (Sicherheiten, Zahlungsversprechen) des jeweiligen
Landes, welche sich in der Bilanz und im Besitz der auftraggebenden ZB
selbstverständlich befinden (müssen!)
. Sonst stimmte ja deren Bilanz
nicht. Bucht die griechische ZB also die angewiesen Summe bei sich selbst
aus, hat sie nun einen Quasi-Überschuss an echten Aktiva (d.h. gr.
Staatsanleihen), was sie ja mit der entsprechenden Änderung ihres
Target2-Saldo kompensiert.

Das geht gar nicht, weil nicht ausgebucht werden kann, was nicht existiert. Die GR-ZB hat gar kein ZB-faehiges Kollateral, kann aber weiter Geld ueberweisen, weil es bei Target2 einen unendlicher Kreditrahmen mit unendlichem Zahlunsgziel gibt.

Diese Staatsanleihen werden an die BuBa nun
geschuldet
.. von daher ist es durchaus berechtigt, von einer Forderung
zu sprechen. Bei deren tatsächlichem Transfer schrumpfte also das
Target2-Saldo der BuBa.

Und warum findet der tatsaechliche Transfer nicht statt? ... schoen ablesbar an den Target-Salden. Jetzt bin ich aber auf die Erklaerung gespannt.

Es handelt sich also nicht um eine Geldforderung, sondern um Forderung
auf die Sicherheiten (Staatsanleihen) eines anderen Landes

Ja, eben die Lieferung des Kollaterals, mit dem das Geld besichert ist. Etwas anderes habe ich auch nicht geschrieben.

.. die bei den
anderen ZBanken vorhanden sind[/b].

Eben nicht. Da liegst Du voellig falsch.

Sie erhält Ansprüche/Forderungen auf Staatsanleihen, welche sich bei den
auftraggebenden ZBanken befinden. So weit ist alles korrekt.

Welche aber gar nicht existieren bzw. doppelt und dreifach verpfaendet werden.

--
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Info:
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Die geschuldeten Sicherheiten (Aktiva) existieren, drüben wie hüben.

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 09.12.2016, 21:18 vor 3379 Tagen @ CalBaer 2281 Views

Bucht die griechische ZB also die angewiesen Summe bei sich selbst aus, hat sie nun einen Quasi-Überschuss an echten Aktiva (d.h. gr. Staatsanleihen), was sie ja mit der entsprechenden Änderung ihres Target2-Saldo kompensiert.

Das geht gar nicht, weil nicht ausgebucht werden kann, was nicht existiert. Die GR-ZB hat gar kein ZB-faehigem Kollateral, ...

Wenn die GR-ZB keine Staatsanleihen in der Bilanz und im Safe hätte, könnte es gar keine griechischen Euros im Umlauf geben. You see? Selbstverständlich vergibt auch die GR-ZB Kredite an diverse Kunden und nimmt dafür Staatsanleihen in ihre Bilanz auf (.. des eigenen Landes sowie fremde).

kann aber weiter Geld ueberweisen, weil es bei Target2 einen unendlicher Kreditrahmen mit unendlichem Zahlunsgziel gibt.

Es gibt bei den Target2-Salden kein "Zahlungsziel" oder monetären Kreditrahmen, da alle Zahlungsaufträge prompt erledigt werden, u.z. zu vollster Zufriedenheit aller Kunden hier und dort. Geschuldet werden Staatsanleihen des Landes, wo sich die auftraggebende ZBank befindet. Da wird auch gar nichts "überwiesen" .. sondern hier frisches Geld eingebucht und dort altes ausgebucht.

Diese Staatsanleihen werden an die BuBa nun geschuldet .. von daher ist es durchaus berechtigt, von einer Forderung zu sprechen. Bei deren tatsächlichem Transfer schrumpfte also das Target2-Saldo der BuBa.

Und warum findet der tatsaechliche Transfer nicht statt? ... schoen ablesbar an den Target-Salden. Jetzt bin ich aber auf die Erklaerung gespannt.

Was macht es für einen praktischen oder geschäftlichen Unterschied, ob sich die geschuldeten GR-Staatsanleihen bei der GR-ZB oder bei der BuBa in der Bilanz befinden? Geschuldet bleibt doch geschuldet .. und tilgt der GR-Staat seine Anleihe termingerecht, muss das Geld eher in den Mülleimer ausgebucht werden (= Bilanzverkürzung bei der glücklichen ZB)! Zudem, es handelt sich um Geschäftsstellen derselben EZB. Also, es macht keinerlei substantiellen Unterschied.

Es handelt sich also nicht um eine Geldforderung, sondern um Forderung auf die Sicherheiten (Staatsanleihen) eines anderen Landes

Ja, eben die Lieferung des Kollaterals, mit dem das Geld besichert ist. Etwas anderes habe ich auch nicht geschrieben.

Ich habe dich bestätigt.

.. die bei den anderen ZBanken vorhanden sind.

Eben nicht. Da liegst Du voellig falsch.

Sie sind vorhanden, d.h. die Staatsanleihen im Besitz der ZBanken (= befristete Kreditverträge der Staaten). Sonst gäbe es keine Kredite und keine Geldemission der ZBanken im jeweiligen Land.

Sie erhält Ansprüche/Forderungen auf Staatsanleihen, welche sich bei den auftraggebenden ZBanken befinden. So weit ist alles korrekt.

Welche aber gar nicht existieren bzw. doppelt und dreifach verpfaendet werden.

Nein, eine Staatsanleihe kann nur EIN Mal bei der ZB verpfändet werden. Der Staatsvertrag (über Kredit) kommt in den Safe und in die Bilanz. Die ZB kann sie auch nicht "weiterverpfänden" .. an wen denn auch?

Gruß, Beo2

Glaube ich nicht

CalBaer @, Freitag, 09.12.2016, 22:55 vor 3379 Tagen @ Beo2 2222 Views

Wenn die GR-ZB keine Staatsanleihen in der Bilanz und im Safe hätte,
könnte es gar keine griechischen Euros im Umlauf geben. You see?

Ja, das hat aber nichts mit Target2 zu tun. Es geht hier um die Buba, die mit Target2 Euros in Umlauf bringt, ohne die Staatsanleihen als Kollateral in der Bilanz zu haben.

Es gibt bei den Target2-Salden kein "Zahlungsziel" oder monetären
Kreditrahmen,

Das ist eben eine Fehlkonstruktion.

Geschuldet werden
Staatsanleihen des Landes, wo sich die auftraggebende ZBank befindet.

Die Banca d'Italia schuldet der EZB Staatsanleihen fuer grob 360 Mrd Euro, waehrend deren Bilanz gerade mal 720 Mrd Euro betraegt. Wenn die Banca d'Italia wirklich liefern muesste, waere das italienische System ueber Nacht pleite, weil die Mindestreserve unterlaufen wuerde. Die italienischen Staatsanleihen sind also z.T. doppelt verpfaendet.

Was macht es für einen praktischen oder geschäftlichen Unterschied, ob
sich die geschuldeten GR-Staatsanleihen bei der GR-ZB oder bei der BuBa in
der Bilanz befinden?

Im Prinzip kann man die Target2-Bilanz gleich abschaffen. Griechenland kann dann ewig auf Pump leben, indem es einfach beliebig nichtexistente Staatsanleihen ueber Target2 "verpfaenden" kann. So werden die Guthaben der wertschoepfenden Staaten systematisch entwertet. Es macht eben den Unterschied zwischen einem gesunden oder kaputten Fiat-Geldsystem aus.

--
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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Alles schon dagewesen. Einfach mal unter MEFO-Wechsel googeln. (mTuL)

DT @, Freitag, 09.12.2016, 20:17 vor 3379 Tagen @ CalBaer 2421 Views

Hjalmar Schacht und die dt. Reichsbank haben so die Aufrüstung des dt. Reiches in den 30er Jahren "finanziert".

https://de.wikipedia.org/wiki/Mefo-Wechsel

Auch da war dann irgendwann Schicht im Schacht und es hieß "Hosen runter".
Dann war die Reichsbank praktisch bankrott und die große Inflation stand vor der Tür.

Das wird hier bei der EZB nicht anders sein.

"Die Mefo-Wechsel, benannt nach der Metallurgischen Forschungsgesellschaft mbH (Mefo), waren ein Finanzierungsinstrument in Form eines Wechselkredites. Staatliche Ausgaben konnten mit ihnen finanziert werden, ohne auf Bankkredite zurückgreifen zu müssen.

Die Mefo wurde im Juli 1933 mit einem Grundkapital von einer Million Reichsmark gegründet und diente einzig dem Zweck zu verschleiern, dass das Deutsche Reich sich verschuldete, um die Rüstung zu finanzieren. Die Wechsel wurden vom damaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht entworfen und dienten neben der Finanzierung der Aufrüstung der Wehrmacht für den Zweiten Weltkrieg auch der staatlichen Arbeitsbeschaffung. Die Akzepte der Mefo wurden durch das Reich gegenüber der Reichsbank garantiert, sodass diese sie refinanzieren konnte.

Die Wechsel erreichten 1938 mit 12 Milliarden Reichsmark ihren Höchststand. Wegen ihrer bis zu fünfjährigen Laufzeit hätten sie spätestens ab 1938 vom Reich zurückgezahlt werden müssen. Schachts Nachfolger im Amt des Wirtschaftsministers Walther Funk erklärte jedoch, das Reich werde die Mefo-Wechsel nicht einlösen, sondern der Reichsbank dafür Reichsschuldverschreibungen geben.

Die Reichsbank warnte vor dieser Umschuldung, in der sie eine Gefährdung der deutschen Währung sah. Schacht wurde daraufhin entlassen und Funk sein Nachfolger als Reichsbankpräsident. Als die Reichsbank 1939 dem Reichskanzler Adolf Hitler unterstellt wurde, wurde ihr die Verpflichtung auferlegt, dem Reich Kredite in jeder gewünschten Höhe zu geben. Damit wurde die Finanzierung per Mefo-Wechsel unnötig."


Draghi déja vu!

Zum letzten Mal erklärt

Orlando ⌂ @, Montag, 12.12.2016, 15:58 vor 3376 Tagen @ CalBaer 2184 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 12.12.2016, 16:03

Das behauptet auch niemand. Scheinbar liegt hier ein Missversstaendnis
vor. Natuerlich hat die Bundesbank an den mittelstaendischen Lieferanten
aus Oberknackenknesel im Auftrag eines griechischen Bauunternehmers in cash
und bar gezahlt. Zwar ist damit der Zahlvorgang technisch beendet, aber
nicht die Arbeit der Zentralbanken. Denn die Bundesbank hat mit
unbesichertem, bedrucktem Papier vorgeschossen, jetzt muss die
Aktiva-Position wieder auf gleichen Stand gebracht werden.

?? Mit was soll sie Deiner Meinung nach zahlen? Mit Goldmünzen? Übrigens war dabei noch nicht mal Papier im Spiel, sondern bloß Buchgeld, au weia!

In Deinem Beispiel wurde auch nichts vorgeschossen, sondern ein Euro-Betrag von Griechenland nach Deutschland überwiesen.

Jetzt stellen wir uns vor, es gäbe nur eine einzige europäische Zentralbank. Dann würde sich diese Übertragung in der ZB-Bilanz dadurch zeigen, dass der Kreditstand der abgebenden Bank sich um den fraglichen Betrag erhöhen oder der Guthabenstand sich verringern, und der Kreditstand der empfangenden Bank sich um diesen Betrag vermindern oder eben der Guthabenstand sich erhöhen würde.

Nun haben wir aber noch außerdem die nationalen ZBs, deshalb bucht die ZB des abgebenden Landes aktiv mehr Kredit oder passiv weniger Guthaben an die zahlende Bank und passiv eine Verpflichtung gegen das Eurosystem und entsprechend die ZB in dem empfangenden Land aktiv eine Forderung gegen das Eurosystem und aktiv weniger Kredit an die empfangende Bank oder passiv mehr Guthaben an diese.

So wird das nunmal gemacht, dh. eine Veränderung der Target2-Salden zeigt erstmal nur an, dass Eurobeträge über das Eurosystem von einem Land zu einem anderen geflossen sind, und zwar nicht per Goldmünzen und Postkutschen.

ES SIND BEZAHLTE RECHNUNGEN, NICHT UNBEZAHLTE.

Die Aktiva koennen gar nicht in
Echtzeit fliessen, denn so eine Uebertragung von Staatsanleihen oder Gold
dauert eben. Solange bleibt ein Target2-Guthaben bei der Bundesbank stehen.
Wenn dieses Kollateral bei der Bundesbank nach einiger Zeit eingetroffen
ist, wird der Target2-Kontostand wieder entsprechend reduziert. Target2
beschleunigt die Zahlungsabwicklung, weil die Uebertragung von Kollateral
sehr lahm ist, was ja eine gute Sache ist. Nur ...

Das mag jetzt für Dich schockierend sein, aber es ist überhaupt keine Übertragung von Sicherheiten vorgesehen, denn die beteiligten Länder befinden sich in einer Währungsunion. Die äußert sich nicht nur in einer gemeinsamen Währung, sondern auch in regem Güter- und Dienstleistungsaustausch, was ausdrücklich gewünscht ist.

Die Regeln, nach denen die ZBs Kredite monetarisieren, sind für alle Länder gleich, deshalb sind die Ausgleichsbuchungen ausreichend. Dass in diesem System von den Banken, unterstützt von der ZB, Kredit geschöpft wird, muss man allerdings akzeptieren ...

... haben wir ein Problem. Die Aktiva, die den Echtzeitzahlungen des
Target2-Systems normalerweise hinterherlaufen, existieren heute gar
nicht mehr
! Aus dem einfachen Grund, dass diese Laender keine Aktiva
mehr haben. Aber sie zahlen einfach weiter mit Target2 und die Bundesbank
muss das Geld drucken und die Bundesbank (aka dt. Steuerzahler) erhaelt
dafuer nur Ansprueche auf nichtexistente Dinge.
Es waere ungefaehr so, dass
in einem Goldstandard die Zentralbank jahrelang Goldzertifikate auszahlt,
obwohl das Gold nirgends existiert. Irgendwann muss diese Schwindelei aber
geloest werden, die Aktiva kann man aber nicht herbeizaubern. Die EZB
denkt, man kann es einfach aussitzen.

Das sind sehr kühne Behauptungen, die im Endeffekt auf den Vorwurf hinauslaufen, dass die Länder mit negativen Target2-Salden eine betrügerische Kreditvergabe und Bilanzierung in ihren nationalen ZBs tätigen würden.

Das musst Du schon irgendwie belegen.

Prof.Sinn hat das Thema ja 2011 aufgemacht und einen Zusammenbruch binnen zweier Jahre vorausgesagt; mittlerweile stehen wir an der Schwelle zu 2017 und der Patient erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit.

Es gibt noch nicht mal eine leichte Inflation.

Du redest voellig am Kern des Problems vorbei

CalBaer @, Dienstag, 13.12.2016, 18:47 vor 3375 Tagen @ Orlando 1915 Views

Natuerlich wird gezahlt, weil die Bundesbank einfach per Target2 Geld drucken (muss). Nur leider ist das kein vollstaendiges Geldsystem.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Postfaktisch hast Du recht

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 14.12.2016, 11:08 vor 3375 Tagen @ CalBaer 1814 Views

Ich hänge halt noch dem altmodischen Argumentieren an.

Sorry, mein Fehler.

Nachgefragt

KK, Donnerstag, 08.12.2016, 18:29 vor 3380 Tagen @ nereus 3413 Views

Hallo nereus

Die Bundesbank (BuBa) sorgt dafür, daß deutsche Unternehmen ihre
Rechnungen, die mit ausländischen Auftragnehmern Verträge schließen -
bezahlt bekommen – aber eben nur zum Schein.

Nein, nix mit nur zum Schein - da wird gezahlt.


Denn richtig bezahlt ist da noch nix, weil eben nicht der spanische oder
italienische Kunde gezahlt hat, sondern nur die Bundesbank in Vorlage
getreten ist.

Eben, die BuBa hat gezahlt.

Diese Forderungen hat sie dann gegenüber den Notenbanken von Madrid und
Rom.

Nein, die entsprechenden Forderungen hat sie gegenüber der EZB.
Die EZB hält als Gegenposition Forderungen an die entsprechende NB.
Deshalb bekommt die EZB Zinsen von der "kaufenden" NB und zahlt Zinsen an die "ausgleichende=zahlende" BuBa.

Der Kick an der Sache ist, daß alle NB's des Euroraums verpflichtet sind, den entsprechenden Zahlungsausgleich vorzunehmen, egal welche Qualität die von der EZB dafür hereingenommenen Sicherheiten haben.

Saldiert wird, damit ersichtlich ist und bleibt, welche NB von welcher NB was und wieviel zu bekommen hat (Target2 Salden), bilanziert wird von der EZB und natürlich auch von jeder NB.

Und wenn die Spanier und Italiener in den finanziellen Abgrund zu
stürzen, dann sitzt die BuBa auf einer Bilanzposition von 754 Milliarden
und schaut in die Röhre.

Nein, sie bekommt die bei der EZB hinterlegten Sicherheiten, die aber ggf. weniger oder nichts wert sind.

Dann ist sie pleite

Die BuBa kann nicht pleite gehen.

und wenige Stunden vor der öffentlichen
Bekanntmachung dieser Insolvenz

also doch nicht Pleite?

haben Merkel und Schäuble ein Flugzeug
bestiegen und sich von der Enkelin von Hanna Reitsch nach Paraguay fliegen
lassen.

Quatsch, Quatsch.


Kannst Du das jetzt Deinen Bekannten zumuten? [[zwinker]]

Nee, besser nicht - s.o.


Und wenn jetzt noch ein popeliger Bilanz-Buchhalter - die geistern hier
auch rum - an dieser Darstellung etwas zu meckern hat, ignoriere ihn
einfach. [[freude]]

Nee, besser nicht - s.o.

Freundliche Grüße
KK

Ich hatte es befürchtet und daher rechtzeitig gewarnt

nereus @, Freitag, 09.12.2016, 07:52 vor 3380 Tagen @ KK 3012 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.12.2016, 13:29

Hallo KK!

Du schreibst: Nein, nix mit nur zum Schein - da wird gezahlt.

Ich hatte das etwas unscharf ausgedrückt, denn die Auftragnehmer haben den Lieferanten eben NICHT bezahlt, sondern die Kohle kam von der BuBa.
Meiner Ansicht nach war das aber aus dem Kontext zu erkennen – wenn man es denn wollte.

Eben, die BuBa hat gezahlt.

Ach was.
Wenn überhaupt niemand gezahlt hätte, würde der ganze Krempel doch überhaupt nicht funktionieren!

Nein, die entsprechenden Forderungen hat sie gegenüber der EZB. Die EZB hält als Gegenposition Forderungen an die entsprechende NB. Deshalb bekommt die EZB Zinsen von der "kaufenden" NB und zahlt Zinsen an die "ausgleichende=zahlende" BuBa.

Formal hast Du natürlich recht, aber unterm Strich kommt das Gleiche raus, denn die EZB ist nur eine zusammengeschweißte Mega-Notenbank die von nationalen Notenbanken gespeist wird.
Die erwähnten Forderungen der EZB an die nationalen Notenbanken bestätigen das auch.

Der Kick an der Sache ist, daß alle NB's des Euroraums verpflichtet sind, den entsprechenden Zahlungsausgleich vorzunehmen, egal welche Qualität die von der EZB dafür hereingenommenen Sicherheiten haben.
Saldiert wird, damit ersichtlich ist und bleibt, welche NB von welcher NB was und wieviel zu bekommen hat (Target2 Salden), bilanziert wird von der EZB und natürlich auch von jeder NB.

Ich sprach vom Bierdeckel und nicht von einem Seminar.
Und Dein „Kick“ deutet schon das ganze betrügerische System dahinter an.

Nein, sie bekommt die bei der EZB hinterlegten Sicherheiten, die aber ggf. weniger oder nichts wert sind.

Das ist das Geschwätz, welches ich so liebe. [[sauer]]
Der Gläubiger erhält Sicherheiten, die nichts mehr wert sind.
Genau das habe ich mit „in die Röhre schauen“ gemeint.

Die BuBa kann nicht pleite gehen ..

Insolvenz wird gemeinhin mit Pleite bzw. Zahlungsunfähigkeit übersetzt und wenn die Bilanz der BuBa ein riesiges Loch hat, dann ist sie pleite, egal wie es später umschrieben wird.

Quatsch, Quatsch. .. Nee, besser nicht - s.o. ..

Doch, für den normalen Hausgebrauch habe ich die Situation anschaulich genug beschrieben, um die Gefahren, die damit verbunden sind griffig zu benennen.

Ich schrieb am Ende: Und wenn jetzt noch ein popeliger Bilanz-Buchhalter - die geistern hier auch rum - an dieser Darstellung etwas zu meckern hat, ignoriere ihn einfach.

Du antwortest: Nee, besser nicht - s.o.

Doch genauso und daher wiederhole ich meine Warnung.
Die Leute aus Korinth sind die schlechtesten Ratgeber für praktische Gefahren, auch wenn sie meinen über die besseren Definitionen zu verfügen.
Und wenn mein Beispiel nicht gefallen sollte, dann darf es auch der Weinbauer, oder der Bauer, der immer Wein trank und nie bezahlte, von @DT sein, in der die gleiche Angelegenheit praktikabel umschrieben wird.

mfG
nereus

Anekdote für den Bierdeckel

Leserzuschrift @, Freitag, 09.12.2016, 12:52 vor 3379 Tagen @ nereus 2642 Views

Die offenen Forderungen aus dem Target2system gegen die EZB brauchen, gemäß Statuten, nie ausgeglichen zu werden. Das fiel nicht mir, sondern der schwedischen Reichsbank auf. Das Targetsystem steht auch nicht Euroländern offen und vor Jahren wollte die EZB auch Schweden zur Teilnahme bewegen. Den Schweden fiel der fehlende Ausgleichsmechanismus auf und sie lehnten die Teilnahme ab, was nicht verwundert, bei Leuten die ihre Zentralbank Reichsbank nennen. In "normalen" Abwicklungssystemen dieser Art sind die Salden zu bestimmten Terminen täglich, wöchentlich etc. auszugleichen. Unter europäischen Brüderinnen und Brüdern kann man darauf anscheinend verzichten.
Der alte Verschwörungspraktiker (augenzwinkerndes Smiley) liegt mal wieder richtig, er scheint wohl noch aus der Epoche vor der postfaktischen zu stammen.

Quelle:
http://www.querschuesse.de/luxemburg-target2-mit-115228-mrd-euro-auf-allzeithoch/

Das gilt bis heute.
So möchte z.B. die schwedische Reichsbank nicht TARGET2 beitreten, u.a. weil “some elements for outsourced accounts are not completely specified such as how accounts will be zeroed at the end of the day should a participant be unablee to do so.”

http://www.ecb.int/paym/pdf/cons/t2s/t2s-2_RiksbankComments.pdf?8a86f4b953256582cca9631...

Mit den besten Grüßen

Ich bedanke mich für die heiteren Antworten. Auf 100.000 Tote pro Monat hat sich ja keiner eingelassen...

heller, Donnerstag, 08.12.2016, 18:35 vor 3380 Tagen @ heller 3551 Views

Danke für Eure Mühe.
Ich selbst weiß schon, was Aktiva und Passiva sind.
Aber ich durfte zumindest Grundzüger der Buchhaltung und Kostenrechnung ja auch im Studium genießen. Damit dürft ich selbst Ärzten was voraus haben.
Der Durchschnittsbürger schaltet bei solchen Worten ab.

Vor ein paar Jahren gab es mal einen Text, der das vielleicht rüberbringt was ich suche. Müsste nur noch korrigiert/ aktualisiert werden.
Kann das jemand checken und "buchhalterisch korrekt - aber ohne buchhalterische Worte" anpassen?

Grundprinzip:
Real Madrid in Spanien hat sich bei der Bank von Madrid 1 Mio Euro für 9000 Jahre "geliehen" (man müsste fairerweise "geschenkt" bekommen sagen), damit der Starfußballer Ronny ein weiteres Jahr bezahlt werden kann. Diese Anleihe, die von der Bank als "Guthaben" geführt wird, ist natürlich nichts wert, denn niemand würde sie von der Bank abkaufen wollen. Die Bank gibt sie jedoch legal an die EZB weiter und bekommt dafür im Gegenzug tatsächlich 1 Mio "echte" Euros von der EZB.

Der Starfußballer Ronny von Real Madrid ist nicht blöd und steckt sein Jahressalär nicht in spanische Kommunalanleihen, sondern tut was für seine Rente ab 35: er fährt nach Berlin und kauft sich ein schönes Grundstück von der Stadt für diese Million. Die Stadt Berlin zahlt damit 1 Million an Schulden an ihre kreditgebende Bank zurück, die das Geld weitergibt an die Bundesbank und dafür von der Bundesbank das hinterlegte Pfand (Grundstückshypothek) zurückbekommt und an die Stadt Berlin zurückgeben kann. Die Hypothek wird gelöscht, da Ronny das Grundstück Cash bezahlt hat.


Was hat sich geändert:

Real Madrid hat ohne Kraftanstrengung einen Starspieler für ein weiteres Jahr. Quasi ein geschenkter realer Wert für eine wertloses Versprechen. Damit wird ein außerdem ein Volksaufstand vermieden, denn Real Madrid muss nicht Insolvenz erklären.

Die spanische Bank hat ein wertloses Pfand von Real Madrid erhalten und an die EZB durchgereicht und dafür 1 Mio echter Euro an den Fußballverein weitergereicht. Die "Bearbeitungsgebühren" haben wir nicht betrachtet, da sie insgesamt vernachlässigt werden können.

Ronny nennt nun ein reales Grundstück in Berlin sein Eigentum. Als Gegenleistung hat er ein Jahr lang für Madrid den Ball getreten und sich echt geschunden. Er ist fein raus.

Berlin (die Gesamtheit der Berliner Bürger) hat ein Grundstück weniger, allerdings auch 1 Mio Schulden weniger. Die Berliner haben also Schulden durch Herausgabe eines echten Wertes getilgt. Das haben die in Madrid aber besser hingekriegt.

Für die deutsche Partnerbank von Berlin ändert sich im Prinzip nichts (Ein Hypothekenkredit wurde vorzeitigt abgelöst.).

Die Bundesbank (die Gesamtheit der deutschen Bürger) hat nun weiterhin eine Forderung von 1 Mio Euro, aber nun nicht mehr an die Partnerbank von Berlin und mit einem echten Pfand (Grundstück) hinterlegt, sondern eine Forderung an die EZB, mit nichts als dem wertlosen Schrottkredit über 9000 Jahre an Real Madrid hinterlegt. Hier liegt also der Hund begraben, die Leiche im Keller.

Die EZB hat eine Forderung von 1 Mio Euro an die spanische Bank und dafür einen wertlosen Zettel (9000 Jahre Kredit an Real Madrid) als Pfand. Die EZB kann getrost davon ausgehen, dass das Pfand nie ausgelöst wird und die Forderung von 1 Mio beglichen wird. Wer ist nun die EZB? Wem gehört sie? Im Management der EZB hat die Bundesbank nichts mehr zu sagen, sondern die Südländer bestimmen deren Geschäfte. Daher kann es zu solchen Unsinnsgeschäften kommen.

Kredite mit 9000 Jahren Laufzeit werden weder von spanischen Banken gewährt noch von der EZB angekauft. (oT)

Orlando ⌂ @, Montag, 12.12.2016, 17:29 vor 3376 Tagen @ heller 1873 Views

- kein Text -

Das mit dem Anschreiben beim Wirt (mT)

DT @, Donnerstag, 08.12.2016, 23:28 vor 3380 Tagen @ heller 3307 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 08.12.2016, 23:33

Einer meiner frühen Vorfahren war Wirt in einem kleinen Dorf, und da kamen die Bauern zum Schoppen trinken. Einer kam besonders gerne und hat nicht gerne gezahlt. Sozusagen der Italiener oder Spanier unter den Bauern des Dorfes.
Mein Urururgroßvater hat ihm fleißig den Wein gebracht und das ganze angeschrieben, in seinem Anschreibebuch, bei seiner "EZB" sozusagen.

An Martini, wie das damals übrig war, also am 11.11., war dann Tag der Abrechnung. Der besagte Bauer konnte nicht zahlen, weil er vor lauter Sauferei das Unkraut nicht gut gejätet hatte und so manches Mal der Weizen auf dem Feld auch ein bisschen länger stehen blieb und ihm ein Gewitter reingeregnet hatte, so ging dann mein Vorfahre mit ihm zum Notar, und dort mußte er dann den ein oder anderen Acker auf den Namen meines Vorfahren überschreiben.

Diese Grundstücke befinden sich immer noch im Besitz unserer Familie, obwohl schon mehr als 100 Jahre vergangen sind.

Dasselbe hat Jakob Fugger mit dem Kaiser Karl V gemacht, jener wollte nämlich stets Krieg führen und hat Kohle für seine Söldner gebraucht. Jakob Fugger hat gesagt "no problem, gib mir collateral, aber anders als die völlig bekloppten Deutschen hat er keine dreckigen Unterhosen von Karl V genommen, sondern die Schürfrechte seiner Silberbergwerke in Tirol.

https://www.welt.de/kultur/history/article11827337/Wie-kauft-man-sich-Kaiser-Jakob-Fugg...

Und wieso Deutsche bei der Buba und EZB wie Jens Weidmann oder Jörg Asmussen nicht handeln wie meine Vorfahren oder Jakob Fugger, das läßt sich nur mit dem Besatzungsstatut und den Deutschland auferlegten Reparationszahlungen erklären. Denn wie sagte Mitterand schon: "Der EURO ist wie Versailles ohne Krieg".

Denn normalerweise hätte die BuBa schon längst von Spanien die gesamte Costa Brava, Costa Blanca und die Balearen als Kollateral zum Ausgleich der ganzen Target II Salden bekommen, und dann hätte dank der gigantischen Prasserei der Südländer jeder fleißige Deutsche seine eigene Ferienwohnung bekommen. Die hat er nämlich via Steuern und Abgaben bereits an Spanien abgedrückt.

Aber leider sind in unserer Besatzungszeit die Verhältnisse nicht so wie in ALLEN JAHREN UND JAHRHUNDERTEN vorher...

Und wie machen es die Amis? Das hat John Perkins in "Confessions of an economic hit man" schön beschrieben. Sorgen via IWF etc. dafür, daß sich die Länder verschulden und plündern dann ihre Bodenschätze und Ölquellen aus. Grade so wie unsere Landesbanken dafür gesorgt haben, daß sie sich bei den US Banken mit Verbriefungen, CDOs etc. verschuldet haben. Und wer hat uns da hinein geführt? Jörg Asmussen und die kriminellen Chefs der Landesbanken wie Siegfried Jaschinski, Jens Nonnenmacher, Herbert Süß und Co.

FUCK YOU BESATZER!

Thermometer long

Langmut @, Donnerstag, 08.12.2016, 16:54 vor 3380 Tagen @ Ikonoklast 4030 Views

Hallo in die Runde,

das hängt sicherlich mit dem Abschmelzen der Polkappen und den gemessenen Temperaturrekorden der Klimawandel-Jünger zusammen:

Je höher die gemessenen Durchschnittstemperaturen desto größer die Target2-Forderungen der BuBa.

Für diese Erkenntnisse kann man schwerlich Drittmittel an wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten einwerben, daher bleibt uns gelben Foristen nichts anderes übrig, als diese Wahrheit intern zu hegen und zu pflegen ... bis alles zu Staub zerfällt.

Gruß
Euer Popel-Buchhalter Langmut

--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

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