Rückblick eines Österreichers auf die Wahl in Österreich
Dass der Wahlausgang für mich unbefriedigend ist, das brauche ich hier nicht zu verheimlichen. In einigen Foren habe ich noch was dazu geschrieben, drei Kommentare will ich davon hier wiedergeben:
1):Es beginnt mit der Bekämpfung des inneren Schweinehundes:
Wenn ich noch allgemein zu dieser neuen Situation nach der Wahl etwas anmerken darf:
Eine demokratische Entscheidung ist getroffen. Die haben wir alle zu akzeptieren, obwohl ich darüber nicht glücklich bin.
Jetzt geht es um was anderes:
Wir haben zwar unsere politischen Vorstellungen (oder manche haben sie auch nicht), und die mögen durchaus unterschiedlich sein. Aber vor allem und in erster Linie sind wir Österreicher. Das ist der wesentliche Punkt, der uns eint.
Es ist nicht zu übersehen, dass es Kräfte gibt, die nicht nur unsere deutsche Kultur, sondern auch die anderen europäischen Kulturen auseinander dividieren wollen. In Deutschland geht die Spaltung sogar schon mitten durch die Familien, was z.B. die Einstellung zu den Immigranten betrifft.
Wir dürfen diesen zerstörenden Kräften keine Basis geben, auch, wenn wir nun einen Bundespräsidenten haben, über den ich mehr als Zweifel habe. Wir, gerade in Österreich, müssen nun die Gemeinsamkeiten suchen, und versuchen, das Beste draus zu machen. Das sind wir unserer Heimat und unseren Mitbürgern schuldig.
2) Dann wirds etwas pragmatisch:
VdB ist ja als Bundespräsident absolut neutral, parteilos, etc. So will es die Verfassung. Da bin ich aber neugierig. Im Kurier schreibt man:
""Es hat die Möglichkeit gegeben, aber ich wollte nie in die Politik", sagte die Geschäftsführerin des Grünen Parlamentsklubs in einem ihrer wenigen Interviews. Sie kündigte an, auch als First Lady ihren Job weiter ausüben zu wollen."
Na, auf diese Gratwanderung bin ich dann gespannt. Wie sind dann die Interessen gelagert? Getrennt von Tisch und Bett? Sie grün, er nicht (mehr) grün? Wer kann das denn glauben?
Bin mal gespannt, wenns um eine Grundsatzfrage geht, die die Grünen gerne positiv gelöst hätten, was aber VdB in seiner Position als Präsident nicht kann. Reden die dann zuhause nicht mehr untereinander, oder bekommt er eine Bratpfanne über sein Haupt? Bin mal gespannt, wie die den Drahtseilakt bewältigen.
3) Und am Schluss sticht mich wieder der Hafer:
Ich denke an die Bundespräsidenten in Deutschland. Da war es eine Art "Brauch", dass die Präsidentengattin sich um irgendwelche Randgruppen kümmert, eine Stiftung ins Leben ruft und sich da aktiv einbringt. Müttergenesungswerk, Krebshilfe, Homöopathie, Drogenabhängige, Mukoviszidose, usw. usw.
Nachzulesen unter:
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/deutschlands-f...
Also gilt das auch für die neue Präsidentengattin in Österreich. Auch sie kümmert sich um Randgruppen, die ausgegrenzt und behindert, vielleicht auch benachteiligt sind: um die Grünen.