Was sind eigentlich Fake-News? Ein etymologischer Blick auf einen schnell gescheiterten Kampfbegriff
bearbeitet von Lechbrucknersepp, Montag, 05.12.2016, 21:17
Ursprüngliche Bedeutung:
Ursprünglich waren Fake-News so etwas wie "Nachrichten" vom Postillion. Sichtlich gefakte Nachrichten, auf die nur ein paar Schnarch-Zapfen reinfallen.
Bedeutung als Kampfbegriff:
Dann führten Clinton-nahe Medien im Laufe des Trump-Wahlkampfes den Begriff Fake-News für nationalkonservative Medien wie Breitbart News Network ein, die seit Gründung 2007 steil an Bedeutung gewinnen. Weil sie den Zeitgeist treffen und die nervtötende Political-Correctness-Tabus bewusst aufbrechen.
Auch Info-Wars (Alex Jones und andere) seien demnach Fake-News.
Wer bestimmt, wer Fake-News ist, und wer nicht?
Das sind in den USA linksgrünnaive Social Justice Warrier mit Professorentitel.
Hier ein sehr aussagekräftiger Beitrag von Paul J. Watson, der laut CNN und Co. auch Teil des Fake-News-Netzwerkes ist.
Beispiel zur Verdeutlichung
Für Unbeleckte in diesem Infokrieg rentiert sich dieses 4-Minuten-Video zum einen, um mit Paul J. Watson einen typischen, angeblichen Fakenews-Macher kennenzulernen, der nebenbei aufzeigt, was für schräge Linksgrünhippies bestimmen wollen, was Fake-News sind und was nicht.
Videokommentar: "The Truth About Fake News" von Paul J. Watson
https://www.youtube.com/watch?v=uyS3Ghevf2I
Ein wichtiger Punkt: Es geht in letzter Konsequenz nicht um die Verifikation oder Falsifizierung von Tatsachenbehauptungen oder Fakten, sondern um "falsche" (weil nationalkonservative) Meinungen.
Ein aktuelles Beispiel. Paul J. Watson schrieb heute: "The German government has reacted to the shocking news about a Muslim migrant who raped and killed a 19-year-old woman by warning that it would be watching Facebook posts carefully for instances of Islamophobia."
Aus Sicht von das Gniffke ist das alleine deswegen schon "Fake-News", weil - wie er heute in einer Stellungnahme bekannt gab, die Täterherkunft keine Rolle spiele, beim Hashtag #Freiburg. Allein hervorzuheben, dass es ein Migrant war, ist deswegen unjournalistisches Pfui und Fake-News oder gar schlimmeres.
Ferner sei das ein Ereignis von regionalem Interesse gewesen. Seltsamerweise war die Tätersuche ein Thema für jeden Tag, als noch nicht bekannt war, dass es ein Refugee war. Der Shit-Storm, der ihm jetzt immernoch entgegenschlägt, weil Tagesthemen über den Fall am Tag der Österreich-Wahl nicht berichtete, nötigte ihm diese Erklärung ab. Der Wind, der ihm jetzt entgegenschlägt ist aber noch rauer. Für mich sind die Tagesthemen staatstragende Fake-News.
Dazu Erhellendes in diesem Tweet samt Antworten: https://twitter.com/BonkeKolja/status/805775957521027072
Auf Twitter und im Mainstream haben sich jedoch etliche Regierungspolitiker aber nicht entblödet, genau solche Statements abzugeben wie von Paul J. Watson beschrieben.
Die Empörung über die Besorgten war dann größer als die über die Tat.
"Pöpelralle" Ralf Stegner hat sich hier besonders blamiert. Hat sich nicht nur über die Besorgnis der Kartoffeldeutschen echauffiert, sondern auch noch Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft angepöpelt, weil der bei diesem Thema Klartext gesprochen hat. Inzwischen ist Stegner im Rechtfertigungsdruck:
https://twitter.com/Ralf_Stegner
Aber zurück zum Thema "Fake-News":
Im Falle von Paul J. Watson und diesem Beispiel heißt Fake-News also eine nationalkonservative Meinung zu haben und nicht wie Gniffke eine linksgrünnaive Hippie-Gesinnung.
Und so ist es eigentlich meistens, wenn Fake-News als Kampfbegriff gebraucht wird.
Allerdings funktioniert der Kampfbegriff auch bestens andersherum.
"Des is ja grod des!" und damit komme ich zum Ausblick.
Ausblick
Und das ist auch der Grund, warum der Kampfbegriff als solcher gerade am Scheitern ist. So etwas wie der Kampfbegriff "Verschwörungstheoretiker", mit dem die Reputation von Leuten gestört werden kann, die sich mit den falschen Themen beschäftigen, wird "Fake-News" nicht mehr.
Eben weil dieser Begriff inzwischen auch mir Falschmeldungen, einseitiger Attributierung und Gesinnungsjournalismus des Mainstreams konnotiert ist.
Allerdings könnte unter dem Fake-News-Narrativ die Liste mit konservativen Medien als Grundlage für Zensurmaßnahmen bei Google und Facebook genutzt werden. Zumindest wurden aus diesem Grund die Fake-News-Listen erstellt.
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