Hallo also!
Du schreibst: Auf Grund dieses Parasitenbefalls bin ich bis Südafrika gefahren. Das sind 4 Tage in eine Richtung. In Johannesburg haben die mir für den Klinikaufenthalt eine Rechnung präsentiert, dass ich fast einen Schlaganfall bekommen hätte.
GEHOLFEN HAT ES NICHT!
Für die Schachtel Waschpulver habe ich einen Dollar bezahlt und die Witchdoctor war mit 2 Packungen Samson Zigarettentabak zufrieden. Danach war ich wieder gesund.
Solche Meldungen machen den Tag einfach schöner. ![[[top]]](images/smilies/top.gif)
Da sich nun auch die „öffentlich-rechtliche Toilette“ zum Thema äußert – sie ahnt wohl, was da kommen könnte (jedoch nicht unbedingt müßte), siehe hier:
https://www.welt.de/gesundheit/article159863335/Warum-die-Kraetze-wieder-auf-dem-Vormar...
– schließe ich mich der Frage von @Claren16 an.
Die Welt weiß auch, warum die Krätze wieder kommt.
Die Zahl der Erkrankungen an Krätze nimmt zu. Das liegt vor allem daran, dass die Skabies-Milbe nun „unauffälliger arbeitet“. Die Symptome ähneln einem Hautekzem. So dauert es länger bis zur Diagnose.
Berichtet dann aber auch: Viele Jahre war es still geworden um die Krätze. Doch jetzt kehrt sie zurück, vor allem in Nordrhein-Westfalen. Städte wie Düsseldorf, Duisburg und Aachen vermelden laut Hautärzten und Gesundheitsämtern zunehmende Fallzahlen. Dafür gibt es mehrere Gründe – doch einer der wichtigsten ist, dass sich der auslösende Parasit zu verstecken gelernt hat.
Vom Verstecken hatten wir bereits gelesen und nun schauen wir uns mal die anderen Gründe an.
Ob die Flüchtlingsbewegungen dazu beigetragen haben, ist fraglich. Unter den Migranten ist die Skabiesquote zwar etwas höher als bei den Bundesbürgern, doch dafür sind sie im Durchschnitt jünger und immunstärker, sodass die üblichen Kontakte in den Flüchtlingsheimen in der Regel nicht ausreichen, um eine Infektionswelle loszutreten.
Man weiß es nicht so genau, schließt es aber auch nicht aus.
Ein Dermatologe ergänzt:
„Dort, wo Menschen eng beieinander sind, wie etwa in Pflegeheimen oder Kita-Einrichtungen, hat es all die Jahre immer wieder Skabiesausbrüche gegeben“, so der Bonner Dermatologe. Und dort werde es sie auch weiterhin geben.
Sehr interessantes Statement.
In Pflegeheimen und Kindertagesstätten, also da, wo Flüchtlinge eine großen Bogen herum machen, gab und gibt es Krätze.
In anderen Massenunterkünften dann wohl eher weniger. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Ein Leser des Artikel sah das wohl ebenso und retournierte:
Wenn medizinische Fakten ideologischer Überzeugung weichen müssen, dann ist Krätze in erster Linie in Kitas und Pflegeheimen und weniger in Flüchtlingsunterkünften zu finden.
![[[lach]]](images/smilies/lach.gif)
Und wie kam’s dazu?
Es war eine alarmierende Nachricht, die sich im Sommer 2015 wie ein Lauffeuer in der gesamten Bundesrepublik verbreitete: Die Krätze, auch Skabies genannt, die hierzulande als weitgehend kontrolliert galt – und die Viele eher mit mittelalterlichen Zuständen verbinden würden – ist wieder auf dem Vormarsch.
..
„Krätze wird vor allem bei intensivem, engem Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen“, sagt Prof. Dr. med. Dietrich Abeck, Dermatologe aus München. „Das passiert natürlich bei Flüchtlingen, die während der Überfahrt nach Europa eng aneinander gepfercht über das Mittelmeer mit Booten anreisen. Enger Körperkontakt entsteht aber auch bei der Pflege eines Angehörigen, beim Geschlechtsverkehr oder aber beim Tragen eines Kindes.“
Quelle: https://derma.plus/journal/kraetze-ausbreitung-deutschland/
Das klingt dann doch etwas anders als beim Doktor aus Bonn.
Im Sommer 2015 war doch irgendwas - was war es denn nur?
Nachdem in einem illegalen Flüchtlingslager in Paris die Krätze ausgebrochen war, sah sich die Polizei gezwungen, das Camp aufzulösen – zu groß war die Sorge, die infizierten Personen könnten nach Calais und von dort nach Großbritannien weiter reisen und so die Skabies-Milben verbreiten. Dies war nur einer von zahlreichen Fällen, bei denen Ordnungshüter ein Flüchtlingscamp auflösten, um eine weitere Ausbreitung der Krätze zu verhindern.
Na denn Prost!
Aber die Medizin hat auch etwas gegen Skabies anzubieten.
Seit Anfang 2016 ist aber in Deutschland auch ein – in der Anwendung leichteres – Medikament in Tablettenform zugelassen. Es enthält den Wirkstoff Ivermectin. „Er blockiert den Stoffwechsel der Milbe“, erklärt Reinhold.
In der Regel reicht bereits eine einmalige, auf das Körpergewicht abgestimmte Gabe der Tabletten, um binnen 24 Stunden sämtliche Parasiten zu eliminieren.
Vorausgesetzt sie haben noch keine Resistenzen aufgebaut. Denn auch Ivermectin ist nicht davor gefeit, dass Krankheitserreger sich durch genetische Veränderungen dem Zugriff des Mittels zu entziehen versuchen.
Sehr wichtiger Hinweis vom Herrn Doktor.
Normalerweise hilft es in 24 h, aber leider nicht immer oder nicht so oft oder ..
Den Nobelpreis gab es aber schon mal dafür und das Medikament ist seit Anfang 2016 in Absurdistan zugelassen.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wird gebeten, mit den zu beteiligenden Einrichtungen […] die Sicherstellung der Versorgung mit Ivermectin-haltigen Arzneimitteln zur Behandlung von Skabies-Erkrankungen sowie in diesem Fall dessen Erstattung durch die Krankenkassen im Rahmen der Ausbruchsbekämpfung zu erörtern.“
Man will es erörtern. Das ist doch schon mal was.
Und was kostet der „Spaß“?
Da habe ich doch glatt bei einer unserer Apotheken angerufen und nachgefragt.
Aufgrund meines Körpergewichtes würde wohl die kleine Packung (4 Stück) nicht reichen, ich brauche die mit 8 Tabletten und die kostet 62 €.
Ich habe zwar die Waschmittelpreise nicht im Kopf, aber die lagen gefühlt zwischen 3 und max. 5 €.
Wir sind ja hier nicht in Südafrika. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Wenn es mal irgendwann nötig werden sollte, dann werde ich mich dankbar an Deinen Tipp erinnern.
mfG
nereus