Italien Börse EZB

farmer @, Montag, 05.12.2016, 09:33 vor 3433 Tagen 2754 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 05.12.2016, 09:39

Und es kommt anders als man denkt. Bei früheren negativen Volksentscheidungen ging die Börse zuerst runter und erholte sich nachher wieder. Jetzt erholt sich die Börse direkt bei negativen Entscheidungen.

Draghi sei dank, er lies verlauten, er werde in den Markt eingreifen. Übersetzt heisst dies, da italienische Anleihen steigen, wird er diese kaufen und damit stützen. Da Kunden bei einigen italienischen Banken Gelder abziehen wird auch hier die EZB Geld einschiessen. Die EZB Bilanz wird mit Risiken voll gesogen und da Italien System relevant ist, wird es mit allem und zu kosten von allen gerettet.

Der Grundsatz, dass der Markt Fehlentscheidungen bestraft, wird einmal mehr ausser Kraft gesetzt.

Das schlimmste für mich ist, alles ist schon so stark verschachtelt, man kann kein Glied mehr Pleite gehen lassen, weil sonst die ganze Kette reisst.

Ich mag unruhige Zeiten an den Börsen aber ich weiss im Moment wirklich nicht wie ich mich da positionieren soll. Wir stehen zwar am Abgrund aber wir haben einen grossen Schritt vorwärts gemacht.

Die Aktien werden steigen

Revoluzzer @, Montag, 05.12.2016, 10:40 vor 3432 Tagen @ farmer 2102 Views

Da jede politische Krise nur zu vermehrtem Gelddrucken durch die Zentralbanken geführt hat, ist die Reaktion der Börsen absolut logisch. Das ist die Lehre seit 2008.

Das würde erst dann anders werden, wenn die ZB eine Krise durchschlagen lassen würden.

Das machen sie aber nicht.

Also sind steigende Aktienkurse b.a.w. alternativlos.

Wie es der Realwirtschaft geht, ist b.a.w. egal (siehe Aktienmärkte Zimbabwe, Venezuela) - bis es irgendwann nicht mehr egal ist. Aber das kann noch ein paar / viele Jahre dauern.

Revo.

Möglichkeit der Auflösung der Verschachtelung

Brigitte @, Montag, 05.12.2016, 13:16 vor 3432 Tagen @ farmer 1426 Views

Hallo farmer,

obwohl alles, wie Du schreibst, so verschachtelt ist, gibt es Möglichkeiten, diese wieder zu ordnen. So sehe ich dies im Aufkauf von auslaufenden Staatsanleihen, bis zu einem bestimmten Prozentsatz im Verhältnis zum BIP, durch die EZB. Getilgt wird dieser Bilanzposten durch eine Sondersteuer auf jeglichen Gewinn. Ohne Verschuldung bzw. Auflösung von Altgewinn kann letztendlich am Jahresende (BIP) kein Neu-Gewinn stehen. Insofern trägt u.a. der Gewinn dazu bei, dass die Staatsverschuldung steigt. Mit der Anzapfung des Gewinns durch eine Sondersteuer kann man die Verschachtelung auflösen.

Zuvor müssen sich allerdings alle daran teilnehmenden Länder auf ein einheitliches Steuersystem einigen. So sollten alle Gelder, welche in ein nicht an meinem Vorschlag teilnehmenden Landes fließen, mit einer Sondersteuer belegt werden. Gleiches gilt für der Verbindlichkeitsaufbau bei Personen teilnehmender Länder gegenüber nicht teilnehmender Ländern.

Durch die Abschaffung der derzeitigen Besteuerung der Unternehmen und Arbeitnehmer, sowie der Umsatzsteuer und der Einführung einer prozentual einheitlichen Steuer (ich schätze ca. 20-25 %) auf Arbeitnehmerentgelt, Abschreibungen (Investitionen) und jeglichen Gewinn könnte ein einfaches, die Konkurrenzfähigkeit der Arbeitnehmer stärkendes, Sozialkosten abbauendes Steuersystem eingeführt werden.

Ein Ausverkauf von Staatsunternehmen, welche im Fall der Fälle, da systemrelevant, gerettet werden müssen, darf nicht stattfinden. Stattdessen sollten auch Staatsunternehmen Gewinne erwirtschaften, mit welchen dann, statt Steuereinnahmen, investiert und konsumiert wird. Dies könnte zu niedrigeren Steuersätzen führen.

Brigitte

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