Was heute geschah: Darf ich private Kleidungssammlungen aktiv behindern?

EM-Financial @, Deutschland, Freitag, 25.11.2016, 21:39 vor 3393 Tagen 4387 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 26.11.2016, 14:47

Hallo,

heute ist mir etwas Komisches passiert. Vor der Tür standen alte, schmutzige Kleidungskörbe mit einem Zettel darin, dass man Kleidungsspenden einsammeln will. Die ganze Straße war voll davon, vor jedem Haus.

Da ich keine gemeinnützige Organisation erkenntlich sah, sondern nur der Name eines "Hassan" lesen konnte, mit Mobilnummer, entschloss ich mich spontan dazu, die Straße zu reinigen. Kurzerhand sammelte ich alle Körbe ein und stellte sie dann am Ende der Straße, an der Kreuzung, alle gestapelt hin.

Dabei wurde ich von lokalen Jugendlichen beobachtet, die aber einen Sicherheitsabstand hielten, mich dann aber verfolgten, bis ich nahe am Haus, in meiner Straße war.

Wahrscheinlich wollten die wissen, warum ich die Körbe einsammelte, aber trauten sich nicht, etwas zu sagen.

Nun habe ich Fragen, es lesen ja auch ein paar "Rechtsgelehrte" mit. [[zwinker]]

1.) Ist es erlaubt, vor privaten Grundstücken und Häusern Kleidungskörbe aufzustellen, zwecks "Bettelei"? Da ich an der Hauptstraße keine sah, sondern nur in den Nebenstraßen, nehme ich an, es ist nicht legal.

2.) Ist es verboten, diese Körbe selbst zu entfernen?

3.) Gibt es eine Möglichkeit, diesen "Zigeunerbanden" das Handwerk zu legen?

Die meisten Menschen sind gutgläubig und werfen auch noch brauchbare Kleidungsstücke in den Korb. Die Banden wissen dann sofort, welches Haus bewohnt ist und wo gute Kleidung getragen wird, so werden zusätzliche Informationen für geplante Einbrüche gesammelt.

Jedenfalls habe ich heute einmal aktiv etwas gegen diese Schweinerei unternommen. Werden wir sehen, ob es Konsequenzen hat.

Dass man mir dabei nachstellt, hatte ich so nicht erwartet, denn ich dachte eher, dass die Anwohner doch froh sein sollten, dass jemand aktiv etwas gegen diese Zustände unternimmt?

So ihr Gutmenschen, nun steinigt mich [[freude]]

Guten Abend

Bundesverdienstkreuz!

stokk, Freitag, 25.11.2016, 21:43 vor 3393 Tagen @ EM-Financial 3716 Views

Der Trick sollte in die Sendung "Nepper, Schlepper, Bauernfänger".

Gibt's die überhaupt noch?

Kaladhor @, Münsterland, Samstag, 26.11.2016, 10:31 vor 3393 Tagen @ stokk 1588 Views

Meines Wissens nach wurde davon 2001 die letzte Folge ausgestrahlt.

Grüße,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Vermutlich zu viele gute Ideen gezeigt ==> Abgeschafft (oT)

stokk, Samstag, 26.11.2016, 10:44 vor 3393 Tagen @ Kaladhor 1239 Views

- kein Text -

Kriminelle Absichten

Mortimer @, Freitag, 25.11.2016, 22:05 vor 3393 Tagen @ EM-Financial 3634 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 26.11.2016, 14:48

Ich kann zumindest einen Fall von krimineller Absicht einer solchen Aktion bestätigen. Bei einem "Diebstahl-Vorfall" wurde im Nachhinein festgestellt, dass eine Zusammenarbeit mit solchen Wäschekörbe-Aufstellern bestand.

Auch beliebt sind die gängigen Bettel-Anfragen, aber auch Begutachtungen von KFZ mit Hinterlassung der allbekannten Karten. Auf diese Weise können Grundstücke besser ausgespäht werden als von der Straße.

Das Betreten von Privatgrundstücken ist nicht zulässig, wenn keine entsprechend akzeptable Intention vorliegt - Hilfe bekommt man jedoch eher nicht, wenn man mit einem solchen Fall konfrontiert wird.

Die Hemmung, den Besitz anderer zu betreten, um sich dort "umzuschauen", scheint bei jedem anders stark ausgeprägt zu sein. Ich hatte da mal einen, der war bei mir auf dem Hintergrundstück im Geräteschuppen und hat sich etwas Messing und Edelstahl zusammengesucht, weil dort irgendwo ein Haufen Schrott lag und er dachte, das wäre "Sperrmüll".

Frage und Antworten:

Broesler, Freitag, 25.11.2016, 23:16 vor 3393 Tagen @ EM-Financial 3226 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 25.11.2016, 23:37

Warum bist du nicht auf die Jugendlichen zugegangen und hast gefragt, weshalb sie dir folgen?

1.) Ist es erlaubt vor privaten Grundstücken und Häusern Kleidungskörbe
aufzustellen, zwecks "Bettelei"? Da ich an der Hauptstraße keine sah,
sondern nur in den Nebenstraßen, nehme ich an, es ist nicht legal.

Antwort 1 und 2 gründen auf nicht vorhandenem juristischen Fachwissen:
Sobald diese Leute dein "Privatgrundstück"(!) betreten, ist Schluss mit lustig, ansonsten nicht.

2.) Ist es verboten diese Körbe selbst zu entfernen?

Nope.

3.) Gibt es eine Möglichkeit diesen "Zigeunerbanden" das Handwerk zu
legen?

So, und jetzt kann wieder gelacht oder geschwiegen werden...die Antwort lautet Karl-Theodor zu Guttenberg.
[image]

Mjop, genau der:
[image]
http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2011-02/die-ergonomische-guttenberg-tastatur/

Ahoi

--
* #PopcornLong
* Let's Chart
* "You can ignore reality, but you can't ignore the consequences of ignoring reality." Ayn Rand

Eine weitere Masche, auf die man nicht herein fallen sollte:

zip @, Freitag, 25.11.2016, 23:54 vor 3393 Tagen @ EM-Financial 3103 Views

Die meisten Menschen sind gutgläubig und werfen auch noch brauchbare
Kleidungsstücke in den Korb. Die Banden wissen dann sofort welches Haus
bewohnt ist und wo gute Kleidung getragen wird, so werden zusätzliche
Informationen für geplante Einbrüche gesammelt.

Bekanntlich sind ab dem 1.1.2017 Brandschutzmelder verpflichtend vorgeschrieben. In jedem Schlafzimmer / Kinderzimmer und auf den Fluchtwegen.

Über die freiwillige Feuerwehr habe ich einen Hinweis erhalten, dass sich selbsternannte "Prüfer" Zugang zu den Wohnungen / Häusern verschaffen wollen, um die Installation der Brandschutzmelder zu "kontrollieren". Hierbei werden alle Räumlichkeiten ausgespäht und auch Gelegenheiten genutzt, gezielt was abzugreifen.

Es wurde dringend dazu geraten, die Leute brüsk an der Tür abzuweisen und die Polizei zu verständigen.

Ich habe das mit der Nachbarschaft bereits diskutiert. Dort war man bislang der überwiegenden Meinung, dass eine Überprüfung der Brandschutzmelder rechtens sei. Dies ist jedoch nicht der Fall. Noch nicht einmal der Schornsteinfeger hat das Recht, die Installation der Brandschutzmelder zu prüfen. Lediglich die Versicherungen möchten im Brandfall einen Nachweis sehen, dass Brandschutzmelder installiert wurden.

--
.zip

Das mache ich regelmäßig...........

ottoasta @, Samstag, 26.11.2016, 12:30 vor 3393 Tagen @ EM-Financial 1826 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 26.11.2016, 13:38

........dass ich die bei uns in der Siedlung aufgestellten Körbe in die unbebaute angrenzende Wiese schleudere, mit viel Kraft, damit die weit fliegen!

Bisher hat sich bei mir noch keiner gemeldet!
Ich habe das letztlich gemacht, nachdem das Auto derjenigen gerade vorbeigefahren ist, im Schritttempo! Die haben blöde geschaut, aber nichts gesagt und den Korb, der an meinem Grundstück stand, aus dem Graben geholt und sofort wieder eingesammelt.

Seit dieser Zeit haben die nie mehr Körbe aufgestellt!

Bei uns macht die Feuerwehr regelmäßig Kleidersammlung, die verdienen sich damit ein kleines Zubrot, was wiederum der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Da gebe ich und die Leute rundum gerne was her.

Außerdem gibt es den 'Kleiderstadel' der Malteser hier in der Nähe, die freuen sich über gut bis sehr gut erhaltene Kleidung. Die wird vor Ort weiterverkauft!

Auch da ist meine Frau regelmäßig, zu meinem Leidwesen, denn die Sachen sind natürlich bestens erhalten, aber ich muss dann neue, der Mode entsprechende Teile wieder bezahlen.
Es gibt ja so viele Anlässe dazu:
Weihnachten, Geburtstag, Namenstag, Hochzeitstag und weiß der Geier was sonst noch.

Aber die Malteser freut es!
Nun ja...

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.