Hilfsbereitschaft = 0 in diesem Land[Plenk entfernt]? Auf dem Boden liegender Rentner.

eddie09 @, Montag, 21.11.2016, 21:49 vor 3397 Tagen 5112 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.11.2016, 13:25

Hallo, am Samstagabend hatte ich die Gelegenheit, die Hilfsbereitschaft in einer S-Bahn von Frankfurt nach Bad Homburg zu testen. Ich habe seit vielen Jahren Morbus Parkinson, trotzdem versuche ich einen abwechslungsreichen und Selbst bestimmten Tagesablauf zu gestalten.

Am Samstag hatte ich mich entschieden, meine Enkelkinder in Bad Homburg zu besuchen und bestieg den Zug in Düsseldorf. In der Regel habe ich immer genug Medikamente dabei. Wenn es einen bei einer Zugfahrt erwischt, ist das schon ganz übel. Auch schon vorgekommen, dass ich mich morgens um 6 Uhr bewusstlos auf irgendeinem Bahnsteig wiederfand. Aber sowas schreckt mich nicht ab.


Am Samstagsabend gegen 20Uhr23 bestieg ich die S-Bahn in Frankfurt, als das Parkinson begann, mir den Boden unter Füßen wegzuziehen. Mir war klar, ich brauche jetzt in den nächsten 5 Minuten die Medizin. Zitternd am ganzen Körper habe ich Mitreisende gefragt, ob ich mal vom Handy eines Mitreisenden telefoniere dürfte, da mein Akku leer war. Man musste mir ansehen, dass ich ein Problem habe.


Alle haben es abgelehnt, einer meinte sogar, er hätte nichts zu verschenken. Es kam noch nicht mal die Frage, ob ich ein Problem hätte. Ich wollte nur meine Enkelkinder anrufen, damit sie beim Abholen gleich die Medizin mitbringen.


Eines weiß ich jetzt genau, ich werde in Zukunft über jeden steigen, der auf dem Boden liegt. Für mich war es immer undenkbar, an Menschen in Not vorbeizugehen, jetzt fällt es mir sehr leicht.

Nur bei Kindern in Not mache ich alles, was mir möglich ist.


Gruß

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Eine Frage

Nico @, Dienstag, 22.11.2016, 04:51 vor 3397 Tagen @ eddie09 4032 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.11.2016, 04:55

Haben die Fahrgäste im Zug ungefähr so ausgesehen?

[image]

oder vielleicht so?

[image]

"Was sind denn das, die Refugee-wellcome-Augenverschließer, was sind denn das?"

„Vernebelt – im Geiste vernebelt!“ … „Das nicht, das sind doch irgendwo Schweine!“


[[sauer]]

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Wehr- und Zivildienst

Sylvia @, Dienstag, 22.11.2016, 11:03 vor 3396 Tagen @ eddie09 2953 Views

Hier, auf dem Land, ist die Welt zwar noch etwas in Ordnung - aber auch nicht mehr so wie früher (ja ja, früher war alles besser [[zwinker]]). Die jungen Leute sind zwar immer noch bei der freiwilligen Feuerwehr, usw. - aber es läßt nach.

Allerings nicht ganz so schlimm wie in den Städten. Einer meiner Onkels ist Bereitschaftsleiter beim BRK (Bayerisches Rotes Kreuz) und erzählt mir oft, dass sie immer mehr Probleme hätten Nachwuchs zu gewinnen. Die Alis und Mohammeds haben anscheinend andere Prioritäten.

Ich finde es schade, dass Wehr- und Zivildienst abgeschafft wurden. Mein Mann versichert mir immer wieder, wie wichtig diese Zeit für ihn war. Für meine Söhne würde ich mir wünschen, dass der Zivildienst wieder eingeführt wird (dieses mal aber für Jungen und Mädchen).

Gerade in diesem Alter brauchen junge Leute Führung und Orientierung. Damit sie ihre Energie nicht sinnlos, z.B. im "Kampf gegen Rechts" (wie von @Nico verlinkt), vergeuden - sondern konstruktiv einsetzen, indem sie z.B. alten Menschen das Essen bringen oder den Arsch abwischen.

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Vielleicht mal ein Beispiel an der Freiwilligen Feuerwehr in Waldmünchen nehmen.

siggi, Dienstag, 22.11.2016, 18:08 vor 3396 Tagen @ Sylvia 2311 Views

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/fluechtlinge-machen-feuerwehr-pruefung-10...

Bitte an den Onkel weiterleiten<img src=" />

Allerings nicht ganz so schlimm wie in den Städten. Einer meiner Onkels
ist Bereitschaftsleiter beim BRK (Bayerisches Rotes Kreuz) und erzählt mir
oft, dass sie immer mehr Probleme hätten Nachwuchs zu gewinnen. Die Alis
und Mohammeds haben anscheinend andere Prioritäten.

LG

siggi

Interessant wird, was passiert, wenn die Reporterteams wieder weg sind.

Sylvia @, Dienstag, 22.11.2016, 19:31 vor 3396 Tagen @ siggi 2119 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.11.2016, 19:53

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/fluechtlinge-machen-feuerwehr-pruefung-10...

Bitte an den Onkel weiterleiten

Ach, dem springt jeden genug vom echten Leben mit dem nackten Arsch ins Gesicht. Der ist ein "G'standns Mannsbuid" wie man in Bayern sagt - ich glaube nicht, dass der auf Klugscheißer angewiesen ist [[zwinker]].

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Ja, was passiert denn dann ganz Interessantes?

siggi, Mittwoch, 23.11.2016, 03:30 vor 3396 Tagen @ Sylvia 1870 Views

Lass uns an deinen wichtigen Erkenntnissen teilhaben<img src=" />

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/fluechtlinge-machen
feuerwehrpruefung-100.html

Bitte an den Onkel weiterleiten


Ach, dem springt jeden Tag ("Tag" ergänzt von mir<img src=" />) genug vom
echten Leben
mit dem nackten Arsch ins Gesicht.

Das ist ja ganz erstaunlich, zumal, wie du selber schreibst: "Hier, auf dem Land, ist die Welt zwar noch etwas in Ordnung"
Na, vielleicht ist er verheiratet<img src=" />

Der ist ein "G'standns Mannsbuid" wie man in Bayern sagt -

Ja, da schau her.

ich glaube nicht, dass der auf Klugscheißer angewiesen ist [[zwinker]].

Wer weiß, mit dem Glauben ist das ja so eine Sache<img src=" />

Stimmt aber auch sowieso nicht in dem Zusammenhang, da es sich hier nicht um Besserwisserei, sondern um Recherche und Fakten handelt, dessen Ergebnis aber natürlich gar nicht in dein voreingenommenes, islamophobes Konzept passt.
Tut mir leid.[[freude]]

Egoismus?

Fairlane @, Dienstag, 22.11.2016, 12:54 vor 3396 Tagen @ eddie09 2835 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.11.2016, 13:57

Hallo eddie09,

Dein Bericht stimmt mich nachdenklich, denn spätestens, wenn jemand nach Hilfe fragt und sich ganz klar in einer Notsituation befindet, dann sollte man nicht groß zögern zu helfen - soweit es einem möglich ist. Ein Telefonanruf ist in der heutigen Zeit lächerlich günstig und es hat allem Anschein nach auch nicht so ausgesehen, als wärst Du mit dem Telefon abgehauen. [[zwinker]]

Für mein Verständnis haben mittlerweile etliche Leute ein Problem mit der Realität, die sie entweder verleugnen oder nicht mit beschäftigen wollen. Hilfe könnte ja Unannehmlichkeiten mit sich bringen, einem den Tag versauen.

Solch ein rücksichtsloses Verhalten sind für mich deutliche Verfallserscheinungen der Gesellschaft.

Ich selbst unterscheide auch, wo und wann ich helfe, aber ich ich bin davon überzeugt, Situationen überwiegend richtig einschätzen zu können und dementsprechend zu handeln.

Bettelt mich jemand an, gibt es kein Geld, aber wenn ein Supermarkt in der Nähe ist, bin ich gerne bereit, etwas zum Essen oder trinken zu spendieren.
In einem medizinischen Notfall traue ich mir auch noch zu begrenzt erste Hilfe zu leisten oder wenigstens 112 zu wählen, bzw. Zuschauer zum Helfen zu ermahnen und nicht wegzugehen, bis das Thema in trockenen Tüchern ist.

Ich habe auch schon selbstlos gehandelt und nicht auf mich geachtet, was mir hinterher nicht leid getan hat:

Vor acht Jahren erholte ich mich gerade von einem Bandscheibenvorfall, als ich mein Auto an der Tankstelle volltankte; nebenan stieg ein altes Mütterchen aus ihrem Auto und vergaß, den Gang einzulegen oder die Handbremse festzuziehen.
Ihr Auto rollte rückwärts, sie versuchte sich erfolglos (da sie gerade am Kofferraum stand) dagegen zu stemmen und wäre mit Sicherheit überrollt worden. Mit einem Satz sprang ich in ihr Auto (die Fahrertür hatte sie zum Glück offen gelassen, stolperte, weil ich noch ein ziemlich taubes linkes Bein hatte und mein Fuß noch halb gelähmt vom Bandscheinbenvorfall war, fiel auf den Fahrersitz, schaffte es aber noch, die Handbremse schnell anzuziehen.
Niemand und nichts kam zu Schaden und hey - wer hätte helfen sollen, wenn nicht ich?

Ein anderes Mal stand am Straßenrand ein Mann mit seinem Auto, welches im Motorraum brannte; ich wendete bei der nächsten Gelegenheit und fuhr zurück, aber der Mann hatte bereits einen Feuerlöscher zur Hand und kam gut zurecht - also habe ich wenigstens gefragt, ob der Hilfe nötig hat, was er verneinte.

Man muss sich nicht selbst in Gefahr bringen oder alles bei derartigen Aktionen riskieren, aber man sollte da sein und bereit zu helfen, wenn es niemand anders tun will, denn ganz schnell kann man selbst der Betroffene sein.

Nie würde ich Dank für meine Hilfe erwarten, ich persönlich habe schon genug von der Gewissheit, alles getan zu haben, um eine mehr oder minder große Notsituation entschärft zu haben.

Wäre ich vor Ort gewesen, dann hätte ich garantiert gefragt, wie Dir zu helfen ist und es auch getan.

Gruss, Fairlane

Hatte mal eine ähnliche Situation (Auto + Handbremse)

nesco, Dienstag, 22.11.2016, 16:12 vor 3396 Tagen @ Fairlane 2458 Views

Hallo,

ich war mal in einer fast identischen Situation wie deiner.

Nur, dass ich hier derjenige war, der Hilfe von einem Fremden instantan erhalten hat.
Ich hatte mein Auto an einem Supermarkt geparkt, der direkt an einer Hauptverkehrsader lag. Man konnte dort auf einer schrägen Parkfläche parken die zur belebten Straße geneigt war. Ich ging also wie üblich für 5-10 Minuten schnell einkaufen, und sah beim Rausgehen plötzlich mein Auto rückwärts (anfangs noch langsam) auf die Hauptstrasse zurollen.
Das hatte ich allerdings nicht sofort realisiert.
Meine Gedanken waren erst ungefähr diese: "Da fährt ja jemand das gleiche Auto wie ich, aber wieso sitzt da niemand am Steuer?"

Im Bruchteil einer Sekunde wurde mir klar, dass das natürlich mein Auto war, rann panisch hinter das Auto, und versuchte es mit meiner wenig vorhandenen Manneskraft per Hand aufzuhalten, indem ich mich dagegen gestemmt hatte. In dem selben Moment kam mir schon ein etwas kräftigerer Russe zur Hilfe, der wirklich blitzschnell geschaltet hat. Ohne seine Hilfe wäre ich evtl. vom Auto überrollt worden, und das Auto auf die 4spurige Strasse gerollt.

Der Russe konnte die Geschichte gar nicht glauben, dass der Wagen just in dem Moment losgerollt ist,
als ich den Supermarkt verlassen habe. Er war jedenfalls danach von der Existenz Gottes überzeugt, und ich stand auch erstmal für ein paar Minuten völlig neben mir, ob dieser surrealen Situation.
Die Handbremse war übrigens angezogen, anscheinend nur nicht fest genug.
Normalerweise bleibe ich auch dann im 1. Gang, aber der scheint sich wohl ausgekuppelt zu haben, oder er war tatsächlich nicht eingelegt.
So genau weiss ich das nicht mehr.
Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich mich nur zig Mal bedankt habe, und ihm nicht einen Obolus für die Hilfsbereitschaft gegeben habe.

@eddie09

Wirklich übel, was du da erlebt hast.
Wie ist deine Geschichte denn weiter gegangen, als dir niemand ein Smartphone gegeben hat? Hat sich dein Anfall dann etwas gelegt?

Grüße, nesco

Nein, der Anfall legt sich nie mehr, da helfen nur die Medis

eddie09 @, Donnerstag, 24.11.2016, 12:38 vor 3394 Tagen @ nesco 1767 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.11.2016, 12:47

Hallo nesco,

Patkinson ist für mich eine der übelsten Krankheiten. Unheilbar und heimtückisch. Den Anfall im Zug habe ich gut weggesteckt, da ich ja wusste meine Töchter stehen am Bahnhof. Aber ich musste schon die Zähne zusammen beißen.


Nein, ein Anfall wird nicht besser, wenn du dich hinlegst. Im Gegenteil es wird immer schlimmer und es würde nie mehr aufhören, was dir bleibt ist von der Brücke zu springen. Man könnte sich auch vor den Zug werfen, aber die Sauerei will ich keinem zumuten. Die Krankheit treibt einen schon in den Wahnsinn, ohne Medis.

Kurze Beschreibung: Du bekommst einen Anfall. Du hast Schmerzen und kraftlos, du legst dich hin, du spürst zuerst Deine Hände nicht mehr, dann sind die Arme weg, dann verschwinden die Beine, Panik im ganzen Körper, aber dann geht es erst richtig los. Es kommen die unkontrollierten Muskelbewegungen, du´hast den Drang aufzustehen, geht nicht. Du kommst nicht mehr hoch. Mit letzter Kraft rollst Du dich aus dem Bett und lässt Dich dann auf den Boden fallen. Das Aufstehen geht dann. Du nimmst dann 1 Tablette und nach ca. 30 Min. kannst Du mich beim Rasenmähen und Kaminholzspalten bewundern.

Ja, die Fahrt war grausam, aber zuhause habe ich direkt das passende eingeworfen, und konnte dann noch 30min mit den Enkeln durch die Gegend toben.

Ohne Medis, der sichere Tod. Das hält keiner aus.


Gruß

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Habe mir mal ein Video dazu angeschaut

nesco, Donnerstag, 24.11.2016, 18:26 vor 3394 Tagen @ eddie09 1662 Views

Hallo eddie09,

in diesem Video sieht man deutlich, was du die ganze Zeit erleiden musst:

https://www.youtube.com/watch?v=rAdDdTZuNA8

Falls deine Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, würde ich an deiner Stelle mal den Hausarzt nach diesem medizinischem Mariuhana fragen.
Das gibt es mittlerweile als Spray, was man sich einfach in den Rachen sprüht.
Der Name fällt mir leider nicht mehr ein dazu.

Nach kurzem googlen musste ich dann doch feststellen, dass es längst nicht immer so gut wirkt wie bei dem Herren im Video.
Außerdem bezahlt die Kasse keinen Cent dazu, und die Kosten dürften mehrere 100 Euro pro Monat betragen. [[sauer]]
Das dürfte dann wohl kaum eine Alternative darstellen.

Ich wünsche dir trotzdem viel Kraft für die Zukunft, auch auf die Gefahr hin, dass sich das ein wenig platt anhört, und du solche Sprüche nicht mehr hören kannst.

Grüße, nesco

Hilfsbereitschaft (mTuL)

Leserzuschrift @, Dienstag, 22.11.2016, 13:18 vor 3396 Tagen @ eddie09 2832 Views

Hallo Eddie,

auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, wie es ist, wenn man auf Hilfe angewiesen ist und einem niemand hilft, hilft es auch niemandem, wenn man sich dann genauso verhält, wenn andere auf Hilfe angewiesen sind. Ich helfe generell gerne, auch wenn es nur mit dem Gepäck oder Kinderwagen im Zug ist, mache mir aber auch immer öfter Gedanken, ob die Situation echt ist. Es gibt leider hier immer mehr Menschen, die die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen kaltblütig ausnutzen und diesen Schaden zufügen; unten mal ein paar Beispiele.

https://www.youtube.com/watch?v=MbLy6KjLuyg

https://www.youtube.com/watch?v=jK6O7Qu5i2M


Gruß

Faunus

Es fällt mir nur leicht, nicht zu helfen, nur wenn ich de Bedürftigkeit erkenne, helfe ich. (oT)

eddie09 @, Dienstag, 22.11.2016, 16:18 vor 3396 Tagen @ Leserzuschrift 2102 Views

- kein Text -

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Hilfsbereitschaft = 0 / @eddie09

Leserzuschrift @, Dienstag, 22.11.2016, 19:16 vor 3396 Tagen @ eddie09 2208 Views

In der Regel habe ich immer
genug Medikamente dabei. Wenn es einen bei einer Zugfahrt erwischt, ist das
schon ganz übel. Auch schon vorgekommen, dass ich mich morgens um 6 Uhr
bewusstlos auf irgendeinem Bahnsteig wiederfand. Aber sowas schreckt mich
nicht ab.

First of all. Sie haben mein Mitgefuehl

Aber ist es nicht mehr als Leichtsinn, bei dieser Krankheit das Wichtigste zu vergessen? Medikamente?
Und dann auch noch Mitgefuehl zu erwarten, ohne die eigene Situation zu erklaeren? Denn nach Ihrer Schilderung waren Sie ja in der Lage, per Handy Ihre Verwandten ueber Ihrer Situation zu informieren.
Und gerade Parkinson präsentiert sich fuer uninformierte Beobachter eher als Alkoholfolge, als als Krankheit.

Bei allem Mitgefuehl und Respekt, aber sich auf die "Gutmuedigkeit" der anderen zu verlassen, ist schlicht Leichtsinn. Das als "Test" zu verkaufen,, wie Sie in Ihrem Beitrag schreiben, ist schlicht, seine Mitmenschen auf den Arm zu nehmen.

cathy

Ja stimmt.

eddie09 @, Dienstag, 22.11.2016, 20:21 vor 3396 Tagen @ Leserzuschrift 2104 Views

Hallo und danke für die Reaktion.

Seit 3 Jahren reise ich mit dem Zug und es ist nie etwas großes passiert. Hatte immer brav meine Medis und ein vollständig aufgeladenes Handy dabei, habe mich auch immer nach Auflade Stationen erkundigt. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt auf die Gutmütigkeit meiner Mitmenschen verlassen. Es lief schon zu gut, dann neigt man zur Nachlässigkeit. Zu wenig Medis und kein vollständig aufgeladenes Handy und schon geht's los.

Habe schon gegen gesteuert. Ab sofort ist immer ein zweites Handy (voll aufgeladen) und Medis für eine Woche dabei. Eine Woche deshalb, sollte es mich erwischen und ein Transport ins nächste KH erfolgen, hätte ich eine Woche Luft. Eine Checkliste wird vorher abgearbeitet. Insofern hat ein solcher Vorfall auch sein Gutes.

Der Begriff (Test) testen, mag man mir doch nachsehen. Das war doch naheliegend. Selbstverständlich nicht in der Absicht, es zu wiederholen. Insofern passt es nicht ganz. 14 Tage zuvor lief es ganz anders. Da hatten sich Fußballfans von Frankfurt in der gleichen S_Bahn Linie um mich gekümmert und es ging mir wirklich gut. Gruß

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.