Autonomes Fahren – aktueller Stand (Video)

zip @, Samstag, 19.11.2016, 13:27 vor 3399 Tagen 4849 Views

Ein beeindruckendes Video: https://player.vimeo.com/video/192179727

Die für diese Aufgabe erforderliche Hardware wird bereits seit einigen Wochen in jedes Fahrzeug der Marke Tesla verbaut. Bei der Bestellung oder nachträglich lassen sich die entsprechenden Leistungsmerkmale freischalten. Hierzu gehört die "Verbesserte Autopilot-Funktionalität" (5.500,- €), auf der dann das Paket "Volles Potenzial für autonomes Fahren" (3.300,- €) aufsetzt.

Für insgesamt 8.800,- € ist man dann vollständig autonom unterwegs. Eine hiermit vergleichbare Option ist derzeit bei keinem anderen Autohersteller verfügbar. Die geben wirklich Gas bei Tesla.

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Ich würde gerne einmal die Lösungen und Demons vom Daimler und von Bosch sehen. (mT)

DT @, Samstag, 19.11.2016, 13:39 vor 3399 Tagen @ zip 3874 Views

Wieso ist das Auto nicht mal auf die Autobahn eingebogen? Bei uns funktioniert "autonomes Fahren" nur, wenn das Auto auf der Autobahn (in dichtem Verkehr, zB auf der A3/A4 bei Köln) oder im Stadtverkehr (zB in Stuttgart mit dutzenden Baustellen) fahren kann.

Zumindest die Autobahn wäre wichtig, dort ist ja normalerweise das stupideste Fahren, vor allem für die Brummifahrer, auch in den USA wo Truck Driver der häufigste Beruf ist, und die könnten davon unterstützt werden.

[image]

Das wird einiges an Arbeitslosigkeit verursachen, wenn das massiv kommen wird (sagen wir mal binnen 10 Jahren).

Die Aufgabenstellung "Autobahn" ist im Vergleich zur Landstraße trivial

zip @, Samstag, 19.11.2016, 13:56 vor 3399 Tagen @ DT 3765 Views

Wieso ist das Auto nicht mal auf die Autobahn eingebogen? Bei uns
funktioniert "autonomes Fahren" nur, wenn das Auto auf der Autobahn (in
dichtem Verkehr, zB auf der A3/A4 bei Köln) oder im Stadtverkehr (zB in
Stuttgart mit dutzenden Baustellen) fahren kann.

Hallo DT,
Bis auf ganz wenige Situationen (Baustellen oder fehlende Fahrbahnmarkierungen) funktioniert das Lenken und Abstandhalten bis zum Stillstand und wieder Anfahren bei den aktuellen Teslas bereits heute auf der Autobahn einwandfrei. Es wird auch dafür gesorgt, dass die Höchstgeschwindigkeit eingehalten wird. Auf Landstraßen und in der Stadt ist das aktuelle System jedoch komplett überfordert.

Die neue Hardware ist um ein Vielfaches leistungsstärker. Das neue System schüttelt die Aufgabenstellung "Autobahn" locker aus dem Ärmel, jeder Teslafahrer hätte sich veräppelt gefühlt, wenn in dem Video "nur" die Fahrt auf der Autobahn gezeigt worden wäre.

Verkehrsregeln beachten, flüssig mit dem Verkehr interagieren und auch mal anhalten, wenn zwei Jogger auf der Fahrbahn laufen – das ist das eigentliche Novum, das man zeigen will.

Und ja, du hast Recht, in 10 Jahren wird der Trucker (so wie wir ihn kennen) nicht mehr gebraucht. Auch hierzu gibt es ein interessantes Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qb0Kzb3haK8

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Der wirklich aktuelle Stand

Hyperion @, Samstag, 19.11.2016, 14:32 vor 3399 Tagen @ zip 4787 Views

Ein beeindruckendes Video: https://player.vimeo.com/video/192179727

Noch beeindruckender:
https://www.youtube.com/watch?v=fc0yYJ8-Dyo

Und auch:
https://www.youtube.com/watch?v=VnavI11ANB8

Die für diese Aufgabe erforderliche Hardware wird bereits seit einigen
Wochen in jedes Fahrzeug der Marke Tesla verbaut.

Ja, aber die Software für Autopilot 2.0 ist nicht einmal auf dem Stand des Autopilot 1.0. Zur Zeit funktioniert für den Kunden fast nichts. Das Risiko für die Genehmigung der Tesla-Software durch die Behörden trägt ebenfalls der Kunde!

Autopilot 1.0 ist Standard-Hardware & Software, die jeder OEM verbauen kann. Basierend auf Mobileye EyeQ3 Front-Kamera und Bosch Radar. Nur Daimler & Co. verkaufen es korrekt als Fahrerassistenz-System und nicht als "Autopilot".

Siehe Disput mit Mobileye.

Für insgesamt 8.800,- € ist man dann vollständig autonom unterwegs.
Eine hiermit vergleichbare Option ist derzeit bei keinem anderen
Autohersteller verfügbar. Die geben wirklich Gas bei Tesla.

Hochgradig riskant... wie alles bei Tesla. Da müssen nur ein paar Dinge unglücklich laufen, und der ganze Laden kollabiert. Kursziel aus meiner Sicht weiterhin 0 USD.

Da ist ja kaum Verkehr

CalBaer @, Samstag, 19.11.2016, 18:05 vor 3399 Tagen @ zip 3450 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 19.11.2016, 18:11

Ich bin gespannt, wie es mal an einem so richtig verstopften 4-Way-Stop aussieht. Da geht es manchmal nur noch mit Handzeichen. Versteht die Tesla-Software die auch?

Wenn autonomes Fahren auf dem Niveau menschlichen Fahrens angekommen ist, wird es den Durchbruch geben. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Eine ganz normale Verkehrssituation aus der 1. Welt: https://www.youtube.com/watch?v=_aKLwYgUj4A

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wird hoffentlich auch seine positive Seiten haben, dieses "Auto"-nome Zeugs ...

Romeo @, Somalia 2.0, Samstag, 19.11.2016, 19:51 vor 3399 Tagen @ CalBaer 3026 Views

Ich bin gespannt, wie es mal an einem so richtig verstopften 4-Way-Stop
aussieht. Da geht es manchmal nur noch mit Handzeichen. Versteht die
Tesla-Software die auch?

Wenn autonomes Fahren auf dem Niveau menschlichen Fahrens angekommen ist,
wird es den Durchbruch geben. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Eine
ganz normale Verkehrssituation aus der 1. Welt:
https://www.youtube.com/watch?v=_aKLwYgUj4A

... wenn denn mal die Kinderkrankheiten beseitigt sind, dass sie einen parkenden LKW übersehen, denn dann wird man - auf deren Kosten - deutlich schneller im Straßenverkehr voran kommen können.

Schönes Video aus Napoli.

Hoffentlich werden die "Auto"-nomen entsprechend gekennzeichnet sein, beispielsweise durch eine signalrot überlackierte Windschutzscheibe.

Dann wird man nach Belieben jederzeit links abbiegen können ohne auf den Gegenverkehr zu achten, da man sich darauf verlassen kann, dass der demente "ich-bin-zu-doof-um-die-primitivsten-Alltagsverrichtungen-noch-alleine-hin-zu-bekommen" Insasse (Fahrer wird man dieses lobotomierte Etwas ja nicht nennen können) seinen Kaffee ins Notebook schütten wird, wenn seine Karre eine unerwartete Vollbremsung hinlegt.

Voran, voran auf dem unaufhaltsamen Weg in die digitale Demenz!

Fortschrittsbegeisterte Grüße,
R.

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Klagt nicht, kämpft!

Für 8.800 Euro wollen Deutsche zu 95% aber "ein ganzes Auto"...

Hasso, Samstag, 19.11.2016, 20:05 vor 3399 Tagen @ zip 3701 Views

bearbeitet von Hasso, Samstag, 19.11.2016, 20:44

Ein beeindruckendes Video: https://player.vimeo.com/video/192179727

Die für diese Aufgabe erforderliche Hardware wird bereits seit einigen
Wochen in jedes Fahrzeug der Marke Tesla verbaut. Bei der Bestellung oder
nachträglich lassen sich die entsprechenden Leistungsmerkmale
freischalten. Hierzu gehört die "Verbesserte Autopilot-Funktionalität"
(5.500,- €), auf der dann das Paket "Volles Potenzial für autonomes
Fahren" (3.300,- €) aufsetzt.

Für insgesamt 8.800,- € ist man dann vollständig autonom unterwegs.
Eine hiermit vergleichbare Option ist derzeit bei keinem anderen
Autohersteller verfügbar. Die geben wirklich Gas bei Tesla.

Hallo zip,
das hört sich ja richtig gut an!
Aber für 8.800 Euro wollen die allermeisten Deutschen ein ganzes Auto haben... bzw. "anzahlen" für das Leasing.
"Richtig kaufen" können Einheimische doch sowieso kaum noch[[sauer]]

Ich kann zwar Autos "voll bezahlen" (ein höchst merkwürdiger Kauz im Verkaufsraum[[freude]])... aber mehr als 20.000 Euro würde ich aktuell niemals für ein (gebrauchtes) Auto rüber schieben.
Dafür kriege ich bei Tesla nur etwas "Software-Freischaltung".

Das sind doch bis auf weiteres alles nur Spielereien einer "automobilen 120.000-Euro-Elite", die nie ins "Dunkelviertel" fahren möchte[[freude]]

Mein wichtigster (...ziemlich unwiderlegbarer) Kritikpunkt:
Solche Superautos kann man in unseren Multi-Kulti-Kleinstädten oder -Metropolen doch nirgendwo mehr parken... ohne dass dunkle Gestalten sofort hellwach werden und mal kurz vom Smartphone ablassen[[sauer]]
Da sind kluge Leute -wie ich- lieber unauffällig-diskret mit einer "10-Jahre-alten Kiste" unterwegs...
Beste Grüße
Hasso

Grundsätzlich bin ich voll bei dir. Hier ein interessanter Nebenaspekt …

zip @, Sonntag, 20.11.2016, 00:57 vor 3399 Tagen @ Hasso 3252 Views

Solche Superautos kann man in unseren Multi-Kulti-Kleinstädten oder -Metropolen doch nirgendwo mehr parken... ohne dass dunkle Gestalten sofort hellwach werden und mal kurz vom Smartphone ablassen[[sauer]]

Hallo Hasso.
Das verlinkte Video zeigt das, was aktuell machbar ist und vom Kaufverhalten und den sinnvollen Überlegungen eines Gebrauchtwagenkäufers kommt da eigentlich nichts drin vor. Es ist halt eine neue Technologie, die wir von den deutschen Herstellern bislang nicht sehen konnten.

Ich wechsele jetzt mal das Thema. Von wegen "dunkle Gestalten" und so.

Zielsetzung der autonom fahrenden Autos (von Tesla) soll sein, dass die Wagen im Rahmen eines CarSharings Profite generieren sollen, von denen Tesla dem Eigentümer etwas zukommen lassen will. Die Teslas fahren dorthin, wo jemand von A nach B will und machen das dann. (Gut, wir klammern mal Neapel aus).

These: Die Autos sind fahrerlos unterwegs und klappern der Reihe nach Auftragsfahrten ab, die über das von Tesla gesteuerte Netz sowohl für Tesla als auch für den Eigentümer (oder Besitzer) des Wagens einen Profit generieren sollen. Das ist so geplant und so strange das jetzt klingt, ist mal wieder Tesla der einzige Hersteller, der dieses Konzept etablieren will oder kann.

Umsetzung: Die fahrerlosen Fahrzeuge irrlichtern in der Gegen rum und werden auch als solche erkannt (egal ob die Windschutzscheibe rot ist oder nicht).

"Dunkle Gestalten" organisieren eine "Kaperung" des Wagens, indem sie sich entsprechend im Straßenverkehr verhalten und den Wagen zum Halten zwingen. Dann kommt es zu einer Situation, die nicht gut für den Wagen ausgeht.

Musk hat das (bislang) noch nicht auf dem Zettel. Der glaubt ja auch, dass man eine Million Menschen auf den Mars verfrachten kann, ohne dass hierbei eine Routine greift, die bei den monatelangen Raumfahrten dafür sorgt, dass die Leute untereinander nicht "griffig" werden und überhaupt die Population auf dem Mars lediglich eine technische Lösung darstellt, bei der es auf die "Selektion" der hierfür geeigneten Menschen nicht ankommt. Er kann sich schlichtweg nicht vorstellen, dass es auf den geplanten Flügen (und natürlich auf dem Mars) eine kritische Minderheit bilden kann, die das Gesamtkonzept torpediert. (Es reicht ein einziger radikaler Islamist pro Flug)

Was ich damit sagen will: Musk ist ein Idealist. Der fokussiert auf die Umsetzung des technisch Machbaren und hat den Wahnsinn der innerhalb unserer Gesellschaft befindlichen Strömungen überhaupt nicht auf dem Radar.

Umfragen in einigen Tesla Foren haben ergeben, dass lediglich 5 bis 8 Prozent der Leute ihren Tesla in den "Pool" geben wollen, um über das Carsharing-Konzept Geld abzugreifen. Die haben Angst vor irgendwelchen durchgeknallten Spontis, die besoffen den Wagen vollkotzen oder die Fenster oder Sitze verkratzen.

Noch einmal: Das Video zeigt das technisch Machbare. Nicht mehr und nicht weniger. Ob es umsetzbar sein wird – speziell vor dem Hintergrund unserer degenerierten Gesellschaft – das steht in den Sternen. Ich bin da eigentlich nicht so positiv aufgestellt.

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.zip

Neapel ist ueberall

CalBaer @, Sonntag, 20.11.2016, 02:40 vor 3398 Tagen @ zip 3083 Views

Ich kann Dir aus dem Hut so etliche Szenarien beschreiben, bei der die Tesla-Software versagen wird - nicht nur in Neapel, sondern auch vor Musks Haustuer.

Autonome Fahrsysteme duerfen nur nach den Verkehrsregeln fahren, andernfalls werden sie gar nicht zugelassen. Sie werden zwar Unfaelle vermeiden, allerdings werden sie auch zum Verkehrshindernis, weil Verkehrsregeln fuer Menschen nur eine Maximalorientierung sind, aber nicht immer eingehalten werden.

Handzeichen als auch Signale (z.B. Blinken) sind Teil der Verkehrsregeln. Ob eine Software jemals Handzeichen erkennen kann, wage ich zu bezweifeln. Ein Mensch kann Handzeichen gut deuten - selbst durch eine halbbeschlagene oder reflektierende Scheibe, aber eine Software von einem Kamerabild (begrenzter Dynamikumfang)? Nach meinem Wissensstand koennen diese Systeme derzeit nicht mal Blinksignale erkennen.

Im Engineering gibt es eine alte Weisheit: Was nicht getestet ist, funktioniert auch nicht. Mann kann mit Standardtests zwar schnell 99% der Funktionalitaet pruefen, aber der Testaufwand steigt exponentiell. Fur 99,9% Testabdeckung ist der Aufwand um ein Mehrfaches hoeher, fuer 99,99% nochmal eine Mehrfaches von 99,9% usw. usf. Um auf eine aktzetable Fehlerquote zu kommen, wird man viele Milliarden Testkilometer absolvieren muessen, selbst wenn das System ausgereift ist.

Fuer wirklich vollautonomes (faherloses Fahren setzt das ja voraus) Fahren muss die Technik noch erfunden werden (bessere Kameras, handliche KI-Systeme) und es werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Bis dahin werden es nur bessere Assistenzsysteme sein.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

KI lernt fahren - aber wie schnell?

twc-online @, Sonntag, 20.11.2016, 15:46 vor 3398 Tagen @ CalBaer 2532 Views

...
Fuer wirklich vollautonomes (faherloses Fahren setzt das ja voraus) Fahren
muss die Technik noch erfunden werden (bessere Kameras, handliche
KI-Systeme) und es werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Bis dahin werden
es nur bessere Assistenzsysteme sein.


https://www.tesla.com/de_DE/autopilot
Aus der Tesla Werbung: Die ab Dezember 2016 verfügbare Hardware für Autonomes Fahren ist mit der bisherigen bei Tesla nicht direkt vergleichbar: 8 Kameras statt einer, 40-fache Rechenleistung (mit dem Nvidia-System).

Die Nvidia-KI (im Tesla) für Autonomes Fahren lernt auch durch "Zuschauen" (also nicht nur dadurch, dass das richtige Fahren programmiert wird). Was können die aktuellen KI-Systeme lernen und wie schnell? Wie schnell können die KI-Systeme weiter verbessert werden? Ich glaube, dass dieses Lernen ein nicht-linearer Prozess ist und dass es extrem schwierig ist, abzuschätzen, ob die KI-Systeme in einem Jahr oder in mehreren Jahrzehnten soweit sind, dass sie im Durchschnitt merklich sicherer als menschliche Autofahrer fahren. Aus den Werbevideos von Nvidia oder Tesla lässt sich nur schwer ableiten, wieviel dazu noch fehlt.

Ich für meinen Teil würde mir - obwohl ich aktuell Nvidia-Aktionär bin - wünschen, dass es noch einige Jahrzehnte dauert, bis sich Autonomes Fahren durchsetzt. Aber ich halte es auch gut für möglich, dass es viel schneller kommen kann.

Danke für die sehr gute Erläuterung der Tesla-Philosophie!

Hasso, Sonntag, 20.11.2016, 12:42 vor 3398 Tagen @ zip 2728 Views

bearbeitet von Hasso, Sonntag, 20.11.2016, 12:46

Hallo zip,
herzlichen Dank für Deine Mühe und die gut verständliche Erläuterung.
Jetzt habe ich das Thema "autonomes Fahren", die Musk-Visionen und die Musk-Fallstricke genau verstanden.
Musk glaubt eben an das "Gute im Menschen"[[freude]]

Beste Grüße und einen schönen Sonntag!
Hasso

Dazu: Bald der perfekte Mord mit selbstfahrenden Autos?

Steppke, Sonntag, 20.11.2016, 02:00 vor 3399 Tagen @ zip 3233 Views

Hadmut Danisch hat gerade darüber nachgedacht, ob es nicht bald möglich wäre, den perfekten Mord durchzuführen, indem man mit einem Beamer (o.ä.) eine vermeintliche Straße/Durchfahrt auf eine (Beton)Wand projiziert und damit das selbstfahrende Auto in die Irre leitet, sodass es, mit voller Geschwindigkeit, gegen die Wand fährt (und der Insasse dabei ums Leben kommt).

http://www.danisch.de/blog/2016/11/19/kann-man-so-eigentlich-morden/

Der Gedanke ist ziemlich gruselig.

Ein autonomes Fahrzeug verfügt auch über Abstandsensoren (Laser, Radar etc)

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 20.11.2016, 08:57 vor 3398 Tagen @ Steppke 2752 Views

... nicht nur über digitale Bildauswertung. Daher kann man das vergessen.

Was für eine kranke, gewalttätige Phantasie - DAS - also Hanischs Abgrund - ist gruselig! (oT)

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Sonntag, 20.11.2016, 12:42 vor 3398 Tagen @ Steppke 2540 Views

- kein Text -

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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Das Manipulieren von Fahrzeugen gehört zum kleinen 1x1 der Geheimdienste [ot]

Steppke, Sonntag, 20.11.2016, 12:47 vor 3398 Tagen @ Hinterbänkler 2522 Views

In den späten 1930er Jahren gab es sogenannte Autobahnpiraten. (mT)

DT @, Sonntag, 20.11.2016, 14:39 vor 3398 Tagen @ Steppke 2836 Views

Die haben dünne, aber starkte Drahtseile des Nachts über die Autobahn gespannt, etwa in der Höhe der Köpfe der Fahrer. Wenn die Seile gut getarnt waren, entsprechend angemalt, dann konnten die Fahrer diese im Scheinwerferlicht nicht erkennen.

So etwas ähnliches gab es kürzlich bei einigen Mountainbike-Downhillstrecken, wo die Anwohner mit dem Betrieb im Wald nicht einverstanden waren, und sie haben Nylonfäden in Kopfhöhe gespannt... grausam und hinterhältig.

Anyway, so etwas würde ein Radar oder ein Laser wohl kaum erkennen und vor der Kamera könnte man es mit teuflischer Absicht auch tarnen.

Die größere Gefahr kommt von innen: Auto-Trojaner

Leserzuschrift @, Sonntag, 20.11.2016, 17:04 vor 3398 Tagen @ Steppke 2614 Views

Wenn das Lenkungssystem des Autos digitalisiert ist, inklusive den vielen Sensoren/Kameras, wird es mindestens galvanisch, wenn nicht sogar auf Software-Ebene mit dem restlichen Computersystem des Autos verbunden sein. Und damit ist es mit dem Internet verbunden, mindestens über die Unterhaltungselektronik, oder über WLAN etc.

Damit ist das Auto "hackbar", denn erfahrungsgemäß gibt es in jedem IT-System Lücken, auch wenn die Entwickler diese meinen ausschließen zu können. Das heißt, das Auto könnte per Computer-Fernsteuerung realtime aus der Ferne gelenkt werden, oder durch einen Trojaner, der sich in einem der Systeme im Auto versteckt hat und Anweisungen von außen zeitversetzt ausführt.

Schon 2015 gab es den ersten Fall:

https://www.wired.com/2015/07/hackers-remotely-kill-jeep-highway/

Der Chef des BSI dazu:

https://www.computerbase.de/2016-04/bsi-chef-schoenbohm-hacker-angriffe-als-risiko-fuer...

Nicht, dass Folgendes besonders aussagekräftig wäre, aber in den letzten Monaten gab es mindestens zwei ARD-Tatorte mit gehackten Autos, die zu ferngelenkten Killer-Maschinen wurden, einmal mit drinsitzenden Opfern, einmal mit Opfern, die vom Auto überfahren wurden. Die Vorstellungskraft von Drehbuchschreibern scheint realistischer ausgeprägt zu sein als die der in ihre Technik verliebten Auto- und IT-Profis.

Bernd Borchert

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