Hier sieht man mal, welche Schwierigkeiten bei der US Reindustrialisierung auf Trump zukommen. (mV)

DT @, Donnerstag, 17.11.2016, 00:54 vor 3402 Tagen 4523 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.11.2016, 01:09

https://www.youtube.com/watch?v=2K6rma_iCLE

zB ab 26:45. Die Ami-Arbeiter von der Gewerkschaft haben keine Ahnung.

Belgische, deutsche und holländische Ingenieure koordinieren alles. Und der Ami verdient 7000 USD. Deutsche Maschinen, Liebherr aus Biberach, Terex Demag aus Zweibrücken.

Extrem krass ab 28:00, besonders ab 28:30.

Kernaussagen auch noch nach 39:50, besonders vom Belgier bei 39:56.

Klare Worte bei 42:00. You're fired!

US-Gewerkschaften

CalBaer @, Donnerstag, 17.11.2016, 04:33 vor 3402 Tagen @ DT 2923 Views

US-Gewerkschaften sind nicht vergleichbar mit deutschen Gewerkschaften. Teilweise herrschen dort mafioese Zustaende, deswegen ist in den USA Gewerkschafts-Bashing auch ziemlich gesellschaftsfaehig.

In den USA gibt es auch keine Berufsausbildung so wie in Deutschland. Arbeiter werden nur im Job angelernt oder bekommen einen Crash-Curs. Ich hatte mein Auto mal in einer Werkstatt und habe zugeschaut (weil ich nichts anderes zu tun hatte), der Mechaniker musste staendig dem Boss seine Diagnosen melden und Erlaubnis fuer den naechsten Schritt einholen. Diese Prozedur hat sich bestimmt zehnmal wiederholt, bis das Auto fertig war. Eine Ausbildung bekommt man nur auf dem College und das kostet richtig Geld. Es gibt auch Trainingszentren, wo man sich in drei Monaten zum Automechaniker ausbilden lassen kann, allerdings koennen die dann meist nur eine bestimmte Wagenklasse einer bestimmten Automarke.

Wenn die Produktion wieder grossflaechig aufgebaut werden soll, haben die Amerikaner zumindest den Vorteil, die veralteten Hersteller-Betriebe durch Verlagerung nach Asien losgeworden zu sein und koennen nun modernste Herstellungsverfahren einfuehren. Da wird sicher auch jede Menge Know-How und vor allem Fachkraefte gebraucht. Deutsche Firmen werden sich bald ueber satte Auftraege besonders im Maschinen- und Anlagenbau freuen koennen und deutsche Facharbeiter werden in Amerika eine Weile gebraucht werden.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ist das die amerikanische Industrie?

aliter @, Donnerstag, 17.11.2016, 19:20 vor 3402 Tagen @ CalBaer 1427 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.11.2016, 19:58

Also das Video war schon überraschend. Auf den ersten Blick machten die Arbeiter für mich den Eindruck einer Anzahl Hartz4er, die für 1 Euro Jobs abgeordnet wurden, dann dazu das dauernde Kaugummikauen bei der Arbeit.
Das kann aber doch nicht typisch sein?


Ich nutze einen vor ca 8 Jahren aus den USA importierten cupcadet Rasentrac mit ca 30 PS. Ein Superteil, extrem simpel und robust, haut daumendicke Äste wie nichts weg. Serienmässig mit 2 Armlehnen und "cupholder" (Dosenhalter) ausgestattet. Scheint aus einer supergrossen Fa., quasi Marktfüher, zu kommen. Es muss also doch noch andere Arbeit und Arbeitsmoral geben.

Was die Ausbildung in BRD betrifft, so kenne ich die duale berufliche Ausbildung in BaWü recht gut und weiss, wie hervorragend das dem Grunde nach konzipiert ist, bzw. vor 20 Jahren war.

Hoffentlich wird das nicht mal so wie der deutsche Ingenieur und das Diplom abgeschafft. Der Meister ist ja wohl inzwischen "obsolet".

Es war m.E. erschreckend, wie willfährig übrigens damals die deutschen Hochschulen das alles mitgemacht hatten und eine fast hundertjährige Tradition sang und klanglos dem angloamerikanischen System geopfert haben.

Wie sind die USA denn wirklich, einerseits scheffeln sie Nobelpreise, bauen Hightech-Waffen und haben fast ein Monopol auf Software, andererseits solche veralteten Fabriken und Arbeitszustände.

mfg

Bleibt anzumerken: diese Doku ist bereits von 2006(!), was das Ganze erst recht denkwürdig macht

Hausmeister @, Donnerstag, 17.11.2016, 10:23 vor 3402 Tagen @ DT 1890 Views

Nur so mal als Anmerkung meinerseits (sozusagen vom Spielfeldrand aus [[zwinker]] )

& Gruß
HM

Viel veraendert hat sich seit 2006 in der Beziehung aber nicht (oT)

CalBaer @, Donnerstag, 17.11.2016, 18:20 vor 3402 Tagen @ Hausmeister 1198 Views

- kein Text -

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Danke für dieses Video

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 18.11.2016, 04:38 vor 3401 Tagen @ DT 1022 Views

Läßt vieles in einem anderen Blickfeld erscheinen. Erinnert mich an die Zustände in Rumänien. Seit dem Fall von Ceaucescu gibt es auch hier keine fundierte Facharbeiterausbildung mehr. Man lernt sich selbst an, klaut die Kenntnisse mit den Augen, - wo es geht.

Ist dann natürlich verwundert, dass man unter diesen Umständen immer nur ein geringes Einkommen ergattern kann. Dann geht man nach Deutschland, um dort Geld zu verdienen. Arbeitet dort als Fliesenleger am Bau schwarz. Otto Normalo ist zufrieden, wenn er seine Fliesen zuhause für viel weniger Geld verlegt bekommt. Oft kommt danach das große Erwachen. Wenn man an einen kommt, der seine Sache wirklich so macht, wie man sich das vorstellt, - oder wie es gehört, - das ist die Nadel im Heuhaufen.

Kenne die Spielregeln im TTIP zu wenig. Soll das bedeuten, dass zukünftig die US-"Facharbeiter" auch das Recht auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, mit gleicher Einstufung als Facharbeiter, nach einem 3-Monate-Crash-Kurs? Und wenn umgekehrt ein Facharbeiter aus Deutschland mal Lust hat, in den USA zu arbeiten, - dass er dann gezwungen ist, in die Gewerkschaft einzutreten, einschl. des hohen Mitgliedsbeitrags, - weil er sonst nicht angestellt werden kann?

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.