OT: Lebkuchen, Printen, Gewürzkuchen, Lebkuchenhäuser und ähnliche Rezepte, lokale Besonderheiten: Nürnberg, Bern, Aachen ...
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 16.11.2016, 16:16
Der Klebkuchen hat besonders in Nürnberg seine traditionelle Heimat, aber auch in Borgholzhausen sowie Bern und Aachen (sog. "Printen") ist er gebürtig.
Der Klebkuchen heißt, wenn er frisch und weich ist, Lebkuchen. Auf Messen, der Kirmes, Kirchweihfesten und Weihnachtsmärkten wird auch ein täuschend ähnliches Produkt, im Schaustellergewerbe heimlich Totkuchen genannt, zu interessanten Preisen, die im Lebenshaltungskostenindex verschwiegen werden, veräußert. Durch traditionelle Geheimrezepte sind dies in einem besonderen Haltbarmachungsprozeß konservierte Lebkuchen, die sich dadurch für mehrfaches Weiterverschenken bzw. als Beitrag zur Tombola des Schrebergartenvereins eignen. Wer einen solchen erwirbt, kommt wegen dessen Ungenießbarkeit also noch nicht ums Selberbacken herum.
Wer dem allem nicht traut, kann es also mit entsprechenden Lebkuchen-Rezeptbüchern selbst versuchen bzw. dies den wenigen im Lande verbliebenen Kindern überlassen.
Zum Abnehmen gibt es Lebkuchen in ganz besonderer Aufbereitung. Wer über diesen Bildern mehrfach täglich abstinent meditiert, sieht seine Pfunde gerade auch in der Weihnachtszeit purzeln. Einige Gläser Glaubersalzwasser können dabei helfen.
Lebkuchen-Rezepte gibt es auch zuhauf im Internet, auch im Englischen, wo man den Lebkuchen meist 'gingerbread' ('Ingwer-Brot') nennt.
Bücher zu englischsprachigen Lebkuchen/gingerbread-Rezepten gibt es natürlich auch in beliebiger Menge.
Unsere Altvorderen wußten schon um die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt, und haben daher gerade in der Weihnachtszeit Süßgebäck bevorzugt mit größeren Mengen Zimt hergestellt (siehe auch 'Weihnachtsbäckerei: Lebkuchen u.a. mit Zimt' und Zimt-Lebkuchenrezepte allgemein).
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