Wie groß diese Wende ist, können wir glaube ich heute noch gar nicht erfassen

Morpheus ⌂ @, Samstag, 12.11.2016, 00:44 vor 3406 Tagen 6956 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 15:42

Hallo allerseits,

dieser Artikel hat

https://www.welt.de/wirtschaft/article159419151/Ploetzlich-gilt-die-digitale-Avantgarde-als-Bedrohung.html

mich ziemlich kalt erwischt, weil ich darüber noch nicht wirklich nachgedacht hatte. Aber es ist wie es dort steht.

Die Hitec-Branche lebt zu stark von der Eliminierung von Arbeitsplätzen. Ein wesentlicher Grund, warum sie meiner Erkenntnis nach keine wirkliche Zukunft hat. Allerdings hatte ich erst mit einem Einbruch gerechnet, wenn die Arbeitskräfte durch Deflation krass billiger zu haben sein werden.

Dass die Populisten dieser Entwicklung quasi präventiv vorgreifen könnten, diese Idee war mir bislang noch gar nicht gekommen. Aber es könnte schon so passieren. Warum nur Ausländer mit Zöllen belegen, es könnte auch wieder eine Maschinensteuer ins Gespräch kommen. Die würde den Technologie-Investitionen, ganz im Sinne der Trump-Wähler mächtig im Weg stehen und so zum Beispiel Arbeitsplätze in der Speditionsbranche retten können. Vor ca. einen halben Jahr gab es auf Zerohedge eine Staatenkarte der USA. Dort war zu jedem Bundesstaat verzeichnet, welche Berufsgruppe die jeweils wichtigste, also quantitativ größte ist. Ich finde die Karte leider nicht wieder. Geschätzt waren es in mindestens 30 %, eher 40 % aller US-Bundesstaaten die LKW-Fahrer. Wenn die jetzt alle zur Disposition stehen, dann geht die Panik erst richtig los.

Was denkt ihr? Lässt sich die Entwicklung aufhalten? Was wird überhaupt aus den Versprechen von Trump? Mich interessieren die Antworten sehr. Außer hier, mit dem debitistischen Hintergrund, kann ich nirgendwo sinnvolle Antworten erwarten. Hier hatte ich schon einige Argumenten zusammengetragen, leider mit wenig Rückmeldung.

Die "blauen, also demokratischen" Staaten stehen mit Silicon Valley und Wallstreet für Modernität, Intelligenz, Fortschritt und Schnelligkeit (in der Entwicklung). Die "roten, republikanischen Trump-Staaten", in der Mitte, stehen eher für sterbende Industrien und Landwirtschaft, sprich 20. Jahrhundert. In diesen Staaten sind und waren schon immer ganz andere Dinge wichtig. Und diese Dinge haben sich alle stets nur sehr langsam verändert. Lange Zeit brauchte man diese Menschen, der langsamen Welt, die dort ihren Job gemacht haben.
Seit dem Durchbruch des Internets hat sich diese Teilung noch einmal massiv beschleunigt. Die Schnellen wurden immer noch schneller und die Langsamen wurden als noch langsamer wahrgenommen.

Sosehr ich Trumps Wahl außenpolitisch begrüße, so sehr wird mir gerade klar, wie groß die Veränderung sein könnte. Erstmals seit 60 Jahren des angeblich unumkehrbaren Fortschritts waren die (potentiellen) Verlierer in der Mehrheit und haben sich erfolgreich zusammengetan. Wenn deren Fortschrittsbetrachtung sich tatsächlich durchsetzt, dann wird noch viel, viel mehr zurückgedreht als nur die Globalisierung.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Ein wahnsinnig wichtiges Thema.

re-aktionaer @, Samstag, 12.11.2016, 03:31 vor 3405 Tagen @ Morpheus 4581 Views

Die Frage nach dem Überschuss an Arbeitskräften in den kommenden Dekaden treibt mich auch um. Maschinensteuer und Rückbau ist meiner Meinung nach keine Option. Was machbar ist, wird gemacht.
Wenn man in die Geschichte sieht, dann gab es mal eine ähnliche Tendenz im Rahmen der Industriellen Revolution. Erst kamen die sog. Weberaufstände zum Beispiel, weil die Textilindustrie sämtliche Weber ökonomisch ruinierte (und das waren eine Menge Leute). Dann, als sich die Industrie durchgesetzt hatte kamen natürlich die diversen Arbeiterbewegungen.
Was man vielleicht von damals als Erkenntnis mitnehmen kann, ist:
- Die Weber hatten keine Chance - und so werden auch Taxi und LKW Fahrer, Supermarktkassierer etc... über die Klinge springen.
- Arbeit wurde stressiger (vgl. Fabrik zu Landarbeiter am Feld) dafür hat sich relativ Rasch eine faktische Halbierung der Arbeitszeit eingestellt.
- Verteilungskämpfe und Strukturen für den Interessenausgleich (Gewerkschaften) mussten zwingend entstehen um eine nachhaltig funktionierende Marktsituation herzustellen.

Meiner bescheidenen Meinung nach wird dieser brutale Kahlschlag in den nächsten 20 Jahren förmlich neue Utopien was Arbeit/Verteilung/Gesellschaft betrifft ERZWINGEN. Die Idee, jedes Individuum auf einem freien Arbeitsmarkt konkurrieren zu lassen wird stringenten, alternativen Beschäftigungskonzepten
weichen müssen. Will man sich eine positive Zukunft erdenken, so nehme ich an, dass die Gesellschaften/Staaten wieder darauf zurückgehen müssen, die Besteuerung von Unternehmensgewinnen als Hauptfinanzierungsmöglichkeit zu erschließen, da es nur mehr relativ wenige steuerpotente Gehälter geben wird, die man absahnen kann.
Es wird so etwas wie eine Mindestsicherung geben müssen und man wird im Rahmen dieser die Menschen auch mit einer Beschäftigungstherapie versehen müssen, damit sie auf keine dummen Ideen kommen. Wenn man schlau ist, dann nutzt man die obsoleten Arbeitskräfte um staatlicherseits Dienstleistungen zu organisieren, die heute undenkbar, weil "unfinanzierbar" wären. Von intensiver 1:1 Kinderbetreuung, 24h Parkwächtern, Helfer im öffentlichen Raum, Altenpflege etc...
Der erste Arbeitsmarkt wird bestehen bleiben mit Löhnen die drastisch über der Mindestsicherung liegen. Ich könnte mir also eine sehr schöne Zukunft ausmalen. Die Voraussetzung ist aber natürlich ein sehr breites Umdenken - und was man auch nie vergessen sollte:
Der Terminator! Der war 1984 eine ferne Dystopie. Durch die Filme ist die Angst vor derartigen Entwicklungen antizipiert und damit spätestens seit den 90ern abgefrühstückt. Jetzt aber steht er tatsächlich vor der Türe und wie es so ist - wenn einer zu oft "Feuer" geschrien hat, ignoriert es dann jeder, wenn es wirklich brennt. Das exponentielle Wachstum unserer Elektronikhirne, deren Vernetzung und neuerdings erste Lernfähigkeiten, könnten uns als Menschen schon ziemlich bald, ziemlich blass aussehen lassen. Und dann wird der Herr Computer entscheiden, ob es für die Erde nicht doch besser wäre, eine invasive, expansive, parasitäre Spezies auf ein erträgliches Maß zu reduzieren um das Ökosysthem und den Genpool des Raumschiffes Erde zu erhalten.

Politik vs. Technologie

Watson @, Samstag, 12.11.2016, 08:40 vor 3405 Tagen @ Morpheus 3346 Views

Hallo zusammen,

mal davon abgesehen, dass der Artikel einen ziemlichen kruden Themenmix serviert, der geistig ziemlich schlicht die wichtigsten Buzzwords abarbeitet sollte man den Einfluß von Politik auf technischen Fortschritt nicht überschätzen. Denn dieser liegt letztendlich nahe Null.

Wenn überhaupt, ist Politik in der Lage, technischen Fortschritt zu beschleunigen. Aber mir ist kein Beispiel bekannt, bei dem Politik Technologien verhindert hat (verhindern wollte / verhindern konnte), die die Grenzkosten der Produktion senken. Vielleicht einige Detailtechnologien, die einfach zu schmutzig oder so waren, aber niemals das große Ganze. Vielmehr ist das Gegenteil geschichtlich belegbar: Technologie formt Gesellschaften und damit Politik.

Und wenn Trump auch nur einen fähigen Berater hat oder sich die Zeit nimmt, sich eine halbe Stunde mit den Google-Jungs an einen Tisch zu setzen, wird er wissen, dass es in unseren Zeiten um viel mehr als Produktivitätssteigerung durch Technologie: Das Rennen zur starken künstlichen Intelliganz ist im vollen Gange. Und dabei zählt ausschließlich, wer als erster ankommt. Wenn Trump einen Hinweis auf die Konsequenzen bekommt, was passiert, wenn China dieses Rennen gewinnt, dürfte ihn instantan zu einem Nerd machen.

Letztendlich ist der einzige Weg, America great again zu machen, die digitale, die logistische und die Energieversorgunsinfrastruktur zu modernisieren. Hier ist China locker 10 Jahre voraus, die Trumpfkarten der USA bestehen aus dem know-How von Google, IBM und Co.

The greatest of the floods.
There's a vacuum where the brightest future was.
I'd better warm up my gun
In case love is not enough.

Politik und technischer Fortschritt

sensortimecom ⌂ @, Samstag, 12.11.2016, 09:46 vor 3405 Tagen @ Watson 2977 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 09:57

Wenn überhaupt, ist Politik in der Lage, technischen Fortschritt zu
beschleunigen. Aber mir ist kein Beispiel bekannt, bei dem Politik
Technologien verhindert hat (verhindern wollte / verhindern konnte), die
die Grenzkosten der Produktion senken.

Hallo. Ich möchte wieder mal auf das verweisen, was ich schon seit 10 Jahren hier poste.

Das gesamte Desaster, das sich seit geraumer Zeit zeigt (und das den Wahlsieg von Mr. Trump ermöglicht hat) liegt daran, dass der Schutz geistigen Eigentums (Patente, Lizenzen etc.) über den Jordan gegangen ist.

Bis vor 30, 40 Jahren wäre das ziemlich egal gewesen. Kann man nämlich Produkte immer weiter verbessern, so braucht man eigentlich gar keinen Schutz: man muss nur denken. Basta. Man braucht sich nur das Gehirn verrenken, um herauszufinden wie man der Konkurrenz ein Schnippchen schlägt: nämlich indem man das Produkt immer wieder verbessert. Das ist alles.

Nicht aber heutzutage. Wir haben einen derart hohen Stand der Technik erreicht, und zwar in fast allen Branchen (gerade auch bei IT-Technologien und Robotik!), dass weder Verbesserung noch Patentierung mehr funzt. Daher reiben sich Billiglohnländer wie China, Indien etc. die Hände...

Daraus folgt: Auch ein Trump kann diese Situation nicht aus der Welt schaffen. Er kann bloß jene protektionistischen Maßnahmen wieder einführen, für deren Abschaffung sich die USA vor 30 Jahren den Arxxx aufgerissen hat. So schauts aus.

Aussichten, das Problem unter Kontrolle zu kriegen, existieren nicht. Es soll sich ja niemand falsche Hoffnungen machen. Die EINZIGE Möglichkeit wäre, eine globale Einrichtung zu schaffen, die Lizenzen an alle Welt vergibt. Nur leider müssten das Außerirdische machen, die Menschheit ist zu egoistisch und zu blöd dazu (die UN kannst getrost vergessen). Nicht lachen. Das ist bitterernst.

Der Unterschied zwischen ArbeitsPLATZ und ArbeitsZEIT ..

Beo2 @, NRW Witten, Samstag, 12.11.2016, 10:04 vor 3405 Tagen @ Morpheus 3138 Views

Die Hitec-Branche lebt zu stark von der Eliminierung von Arbeitsplätzen. Ein wesentlicher Grund, warum sie meiner Erkenntnis nach keine wirkliche Zukunft hat. Allerdings hatte ich erst mit einem Einbruch gerechnet, wenn die Arbeitskräfte durch Deflation krass billiger zu haben sein werden.

Das halte ich für Unsinn. Die Hitec-Branche vernichtet grundsätzlich keine ArbeitsPLÄTZE, sondern bestenfalls einen Teil der volkswirtschaftlich (durchschnittlich) benötigten ArbeitsZEIT. Und das ist gut so: Denn das kann zu einem Segen für die Menschen werden, da sie ohne Einkommens- und Konsumeinbüßen mehr Freizeit für ihre Familien, für Kultur, Bildung, Reisen etc. bekommen können .. und zwar für alle!

Andernfalls bräuchte mensch ja die digitalisierte und automatisierte Produktionstechnologie gar nicht .. denn wer solle dann die produzierten Güter kaufen, wenn immer mehr Menschen ihr Einkommen verlieren würden?

Gruß, Beo2

Grenznutzen von Kapital, Bildung und Innovation

Martino @, Samstag, 12.11.2016, 10:13 vor 3405 Tagen @ sensortimecom 2920 Views

Nicht aber heutzutage. Wir haben einen derart hohen Stand der Technik
erreicht, und zwar in fast allen Branchen (gerade auch bei IT-Technologien
und Robotik!), dass weder Verbesserung noch Patentierung mehr funzt. Daher
reiben sich Billiglohnländer wie China, Indien etc. die Hände...

Ich frage mich auch schon länger ob und wie und ob sich ein Grenznutzen von Bildung und auch "Innovation" erkennen und messen lässt. Der Akademisierungwahn hat ja eigentlich, gemessen an seinem "Output", schon längst seinen Grenznuten erreicht. Allerdings ist ja auch ein politischer "Nutzen" an dieser Akademisierungswut, die Tatsache, dass die Menschen dann halt nicht gelangweilt auf der Straße oder im Ghetto rumhängen, sondern im Hörsaal der (meist) Geschwätzeswissenschaften. Das wiederum sorgt auch dafür, dass die, die vorher mit Geschwätzesdiplomen ausgestattet wurden, jetzt nicht im Jobcenter sitzen, sondern vor den Studenten im Hörsaal. Auch eine Form von "Nutzen"...

In dieser Dekade scheinen alle drei - Grenznutzen von Kapital, Bildung und Innovation -aufeinander zu prallen.

An einer Form von Bürgergeld, BGE oder ähnlichem wird man kaum vorbeikommen.

MfG
Martino

wir werden uns gedulden müssen

nereus @, Samstag, 12.11.2016, 10:26 vor 3405 Tagen @ Morpheus 3195 Views

Hallo Morpheus!

Du schreibst: Dass die Populisten dieser Entwicklung quasi präventiv vorgreifen könnten, diese Idee war mir bislang noch gar nicht gekommen.

Die erste wesentliche Erkenntnis ist, die vermeintlichen Populisten sind lange nicht so doof wie es ihnen von der linken Gutmenschenseite unterstellt wird, wobei diese Unterstellung jetzt allgemein und populistisch interpretiert werden darf. [[freude]]

Aber es könnte schon so passieren. Warum nur Ausländer mit Zöllen belegen, es könnte auch wieder eine Maschinensteuer ins Gespräch kommen.

Warum denn nicht?
Warum muß ich als Gewerbetreibender Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer zahlen, weil ich durch meine Aktivitäten Gewinn erwirtschafte und warum müssen Maschinen, die das in der Produktion x-fach effizienter können das nicht bzw. deren Eigentümer?
Wenn ich Pleite gehe, falle ich aus allen sozialen Rollen und kann mir im schlimmsten Fall die Kugel geben.
Eine Maschine verrostet höchsten falls.

Nun kannst Du sagen, das tun sie doch über ihre Eigentümer/Unternehmen und deren Ertragsbesteuerung.
Dann frage ich zurück. Tun sie das wirklich?
Die Finanz-Oligarchie weicht an Standorte und auf technologische Ebenen aus, wohin ihr die Menschen nicht folgen können, sie gründet Stiftungen und erreicht durch diese eine weitere Konzentration des akkumulierten Kapitals und auch des Wissens. Das ist kein fairer Wettbewerb - das ist umfassende Herrschaft.

Die würde den Technologie-Investitionen, ganz im Sinne der Trump-Wähler mächtig im Weg stehen und so zum Beispiel Arbeitsplätze in der Speditionsbranche retten können.

Das wäre nur ein Anfang und ich drehe jetzt mal richtig am Rad.
Wenn es gar Pläne gibt die Weltbevölkerung bewußt zu reduzieren, um das heranschleichende Arbeitsplatzproblem, welches als Umweltproblem maskiert wird, zu lösen, spätestens dann darf sogar zur Kalaschnikow gegriffen werden, um die Oligarchen-Brut zu eliminieren.
Sie wußten schon Jahrzehnte zuvor, was die technische Revolution bewirken würde und bauten daher einen allgemein verständlichen Blitzableiter auf.

Ich formuliere das jetzt bewußt drastisch, aber wenn es durch die Interessen einiger Hundert „erlaubt ist“ Hunderttausende oder Millionen Menschen bewußt zu töten oder indirekt sterben zu lassen, dann ist es nur recht und billig, daß aus dem Interesse von Hunderttausenden oder Millionen einige Hundert gestorben werden müssen.
Ich mache da theoretisch gerne den Zbig mit umgekehrten Vorzeichen.
Dinge müssen auch mal praktisch zu Ende gedacht werden, um sie einordnen zu können.

Vor ca. einen halben Jahr gab es auf Zerohedge eine Staatenkarte der USA. Dort war zu jedem Bundesstaat verzeichnet, welche Berufsgruppe die jeweils wichtigste, also quantitativ größte ist. Ich finde die Karte leider nicht wieder. Geschätzt waren es in mindestens 30% eher 40% aller US-Bundesstaaten die LKW-Fahrer. Wenn die jetzt alle zur Disposition stehen, dann geht die Panik erst richtig los.

Ja, da stimme ich Dir vollkommen zu.

Was denkt ihr. Lässt sich die Entwicklung aufhalten?

Welche Entwicklung meinst Du?
Das heranziehende Gewitter, welches sich aufgrund der widerstreitenden Interessen einiger Weniger und der großen Mehrheit zwangsläufig entfalten muß?
Nein, diese Entwicklung läßt sich nicht aufhalten. Sie ist zwangsläufig.

Was wird überhaupt aus den Versprechen von Trump. Mich interessieren die Antworten sehr. Außer hier, mit dem debitistischen Hintergrund, kann ich nirgendwo sinnvolle Antworten erwarten.

Der Debitismus bildet meiner Ansicht nach nur ein Teilproblem ab, wenn auch ein sehr Wesentliches.
Wie es mit Trump weitergeht ist sehr schwierig zu sagen, weil wir dessen Hintermänner nicht kennen. Wir dürfen sehr sicher sein, daß es diese gibt und sie Interessen haben.
Ob sie lediglich patriotisch sind, weiß ich nicht, aber es dürfte eine Rolle spielen.
Ein frischer Wind war seine Wahl aber allemal.

Ich unterstelle als Verschwörungstheoretiker einen Kampf zwischen den Logen-Fraktionen, den maßgeblichen Gruppen hinter den politischen Machtkämpfen der letzten 250 Jahre.
Die Falken wollen die Welteinheit um jeden Preis, die Tauben wollen die meisten Menschen mitnehmen auf ihrer Reise in die NWO.

Dieser Grundwiderspruch, der nirgendwo thematisiert wird, erscheint uns in diversen sich gerade entladenden Spannungen und die Welt rätselt über deren Ursachen und Motive.
Da werden Kriege angezettelt, um Menschenfluten auszulösen.
Da äußern sich gutmenschliche Anti-Rassisten zur Eliminierung der weißen Rasse und dummbatzige Weiber grölen Parolen, wie „Bomber Harris, do it again“ und kein Staatsanwalt wird wegen Volksverhetzung aktiv.
Wenn man aber die technische Leistungsfähigkeit der Öfen von Auschwitz untersucht, dann landet man für Jahre hinter Gittern – wegen Volksverhetzung!
Und die dösigen Schafe – ich überspitze erneut – glotzen jemand, der einen solchen Vergleich zieht, kuhäugig an und fragen leise nach: Wie kannst Du nur ..?

Die Verblödung ist eminent – oder, um es sachlicher zu formulieren – die allumfassende Täuschung ist mittlerweile grandios.
Doch das Massieren der Entwicklung und deren Rücksichtslosigkeit beginnt nun auch die breiten Massen zu erreichen und jetzt beginnt sich dagegen Widerstand aufzubauen.
Kriege im Fernen und Nahen Osten waren und sind für Amerikaner und Europäer ziemlich weit weg.
Der verlorene Arbeitsplatz oder der 3. Einbruch zu Hause sind dagegen sehr real.

So sehr ich Trumps Wahl außenpolitisch begrüße, so sehr wird mir gerade klar, wie groß die Veränderung sein könnte. Erstmals seit 60 Jahren des angeblich unumkehrbaren Fortschritts waren die (potentiellen) Verlierer in der Mehrheit und haben sich erfolgreich zusammengetan. Wenn deren Fortschrittsbetrachtung sich tatsächlich durchsetzt, dann wird noch viel, viel mehr zurückgedreht als nur die Globalisierung.

Wir werden es sehr bald wissen.
Wir werden dann auch erfahren, ob es sich überhaupt um eine Wende handelt.

Wenn 9/11 ungeklärt bleibt und auch der Kennedy-Mord, um nur zwei spezifisch US-amerikanische Phänomene zu benennen, wird sich nichts ändern.
Dann ist Trump eine weitere Täuschung des Systems, das es schon wieder geschafft in einem anderen Kostüm vor der Weltöffentlichkeit zu brillieren.
Wagt er sich aber an diese „Kleinigkeiten“ heran dann dürfte die Welt tatsächlich vor einem Wandel stehen.
Doch dann wird auch die Gegenwehr massiv sein und die Welt könnte ziemlich aus den Fugen geraten.

Erst wenn ich von der U-Bahn Station Paul Rassinier zum Walter Lüftl Park fahren kann, hat sich WIRKLICH was verändert.
Das ist mein Ur-Meter von Paris und dazu gleich noch herzliche Grüße nach Wien. [[zwinker]]

mfG
nereus

Anschwellende Automatisierung

Falkenauge @, Samstag, 12.11.2016, 11:06 vor 3405 Tagen @ re-aktionaer 3076 Views

Die Frage nach dem Überschuss an Arbeitskräften in den kommenden Dekaden
treibt mich auch um. Maschinensteuer und Rückbau ist meiner Meinung nach
keine Option. Was machbar ist, wird gemacht.

Meiner bescheidenen Meinung nach wird dieser brutale Kahlschlag in den
nächsten 20 Jahren förmlich neue Utopien was
Arbeit/Verteilung/Gesellschaft betrifft ERZWINGEN.

Es wird so etwas wie eine Mindestsicherung geben müssen und man wird im
Rahmen dieser die Menschen auch mit einer Beschäftigungstherapie versehen
müssen, damit sie auf keine dummen Ideen kommen. Wenn man schlau ist, dann
nutzt man die obsoleten Arbeitskräfte um staatlicherseits Dienstleistungen
zu organisieren, die heute undenkbar, weil "unfinanzierbar" wären. Von
intensiver 1:1 Kinderbetreuung, 24h Parkwächtern, Helfer im öffentlichen
Raum, Altenpflege etc...

Ja, welche Umwälzungen und sozialen Probleme das mit sich bringt, ist kaum auszumalen. Vor allem sind die erforderlichen sozialen und gesellschaftlichen Umgestaltungen bisher kaum vorausgedacht worden.

Die anschwellende Automatisierung menschlicher Handarbeit durch Maschinen ist ja an sich kein Unglück, im Gegenteil. Die Menschen werden dadurch vielfach von der Fron körperlicher Arbeit befreit. Sie werden frei für höhere, kulturelle Bedürfnisse, die sie bisher unterdrücken mussten oder die sich noch gar nicht in ihnen regen konnten. Und sie werden frei, ihre Fähigkeiten zur Befriedigung solcher Bedürfnisse Anderer einzusetzen. Wir stehen eigentlich in einem gewaltigen historischen Umbruch der Verlagerung menschlicher Arbeit auf eine höhere menschliche Ebene. Und die Frage stellt sich, wie das zu organisieren und zu finanzieren ist.

Die Fähigkeiten, die in der Wirtschaft gebraucht werden, werden in den Schulen und Hochschulen des Bildungswesens, dem Kern und der Quelle des Geistes- und Kulturlebens, entwickelt und ausgebildet. Natürlich werden sie in den Betrieben weiter spezialisiert, setzen aber ihre Grundlegung voraus. Die Wirtschaft lebt also von dem, was im Geistesleben entwickelt worden ist. Und ihre Gewinne sind ohne die in Schulen, Fachhochschulen und Universitäten gebildeten Fähigkeiten der Menschen, ohne die damit entwickelten und konstruierten Maschinen und die Durchrationalisierung der betrieblichen Abläufe nicht denkbar.

Daher müssten die Unternehmen auch einen Teil ihrer Gewinne direkt an das Geistes- und Kulturleben abgeben, nicht nur als Gegenleistung für das bisher Erhaltene, sondern auch zur Weiterentwicklung des Bildungswesens in der Zukunft, von der die Unternehmen in ihrer eigenen Existenz und Entwicklung selber abhängig sind. Dies umso mehr, als durch die Automatisierung Personalkosten in erheblichem Umfang weggefallen sind und weiter wegfallen, an deren Stelle die Investitionen für die Maschinen nur einen Bruchteil ausmachen….

Durch den Über-Fluss des wirtschaftlichen Gewinnes an das Kulturleben können dort in zunehmendem Maße Einkommen für die im Wirtschaftsleben freigewordenen und jetzt nach sozialer und kultureller Fähigkeitsentfaltung strebenden Menschen finanziert werden.
Vgl.: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/10/25/arbeitslosigkeit-manipulation-der-gesel...

Anmerkungen zu Trump + Job-Landkarte USA

el_mar @, Samstag, 12.11.2016, 11:08 vor 3405 Tagen @ Morpheus 3523 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 11:32

Hallo, Morpheus,


hier ist die gesuchte Karte!

Trump ist ist m.E. ein Symptom schrumpfender Verteilungsspielräume. Wie Brexit, IS, Pegida etc.

Ein neuer Kapitän auf der Titanic, die den Eisberg bereits gerammt hat.
Mit dem Eisberg meine ich die schwindenden Verschuldungsmöglichkeiten und die schrumpfende, verfügbare fossile Nettoenergie, die diese Verschuldungsmöglichkeiten (Debitismus) ca. 100 Jahre begünstigt hat.
Weltweit stellt sich die Frage, wer darf nicht mehr mitspielen, solange das "Seneca-Cliff" nicht erreicht wurde?
Neben großen Teilen der Weltbevölkerung, die noch nie mitspielen durften, müssen nun, mangels Masse, ganze Staaten und Schichten die Party verlassen.
Was die gebeutelte, amerikanische Mittelschicht betrifft, hat sich Trump als ihr Anwalt positioniert. Gegen das Establishment. Er wird nicht liefern können, wegen des beschriebenen Eisberges. Das ist alles ein Nullsummenspiel. Wenn nun als Problemlösung Sand in die Globalisierung oder Digitalisierung gestreut wird, kommt die Deflation noch schneller.
Er wird scheitern und dann steht er voll mit dem Rücken zur Wand und wird wieder beseitigt und es kommt möglicherweise final ein diktatorischer, "religiöser Heilsbringer" (die Amis stehen auf solche Typen) ans Ruder.

Sowohl das Finanzsystem (Beispiel Deutsche Bank)) als auch die Energieindustrie (Beispiel Exxon) stehen am Rande des Abgrundes . Einfach ausgedrückt: Der Planet ist erschöpft und kann die 7,5 Milliarden nicht mehr halten.
Ich mache über Weihnachten für vier Wochen meine "End of the World Tour" nach Chile.
Mal nachdenken, welche Konsequenzen ich ziehe. Hier ist der Handlungsrahmen:


el mar`s global "Magic Dozen" for the twilight years:

1. be friendly and in good spirits, study everything in depth
2. Self-criticize, be peaceful but fortified
3. think small, live small, slowdown, meditate
4. increase resilience
5. buy local, save resources,
6. grow own food
7. learn some skilled manual work
8. cooperate with like-minded people, barter and help each other
9. reject ideology – hang on to your intuition, avoid pied pipers
10. avoid mass consumption and stimulus satiation
11. fight the powers that be – but in an indirect aikido way
12. help others to awaken from the cultural trance

edit

Saludos
el mar

--
Ave Big Pharma, morituri te salutant

Eliminierung von Arbeitsplätzen

Heinz @, Samstag, 12.11.2016, 11:22 vor 3405 Tagen @ Morpheus 3106 Views

Hallo!
Die Hitec-Branche lebt in erster Linie von der Substitution menschlicher Arbeitskraft durch maschinelle. Diese ist aber nicht kostenfrei und nur dann möglich, wenn billige Energiequellen zur Verfügung stehen. Als Beispiel sei die Hitec-Branche Landwirtschaft angeführt. Einst war die Landwirtschaft die einzige zur Verfügung stehende Source für Energie. 10 Landwirt konnten einen unproduktiven Städter ernähren. Man griff auch auf tierische Energiequelle zurück. Aber in Deutschland am Anfang des 18. Jahrhundert wurde 1/3 Dritte der Ackerfläche dafür benötigt, das für die Tiere erforderlich Futter zu erzeugen. Inzwischen braucht man 10 Kalorien fossile Energie um 1 Kalorien Lebensmittel zu erzeugen. Steht keine überschüssige Energie mehr zur Verfügung steht auch der ganze Maschinenpark. Das fossile Zeitalter neigt sich aber unerbittlich seinem Ende zu. Lt. der Studie HillGroup müssen wir ab 2030 bei Erdölförderung im Durchschnitt gleich viel Energie reinstecken, wie wir fördern. Es kann nur mehr eine Energiequelle durch eine andere substituiert werden. Ab diesem Zeitpunkt werden wir auch den Zusammenbruch der ganzen Hitec-Industrie erleben, weil die Energie um sie zu betreiben einfach nicht mehr vorhanden ist. Manche hoffen auf alternative Energieerzeugung. Ich nicht. Es ist meiner Meinung nicht erwiesen, ob der Akku des Laptops auf dem ich diesen Text schreibe, während seiner Lebenszeit die Energie speichern kann, die seine Erzeugung gekostet hat.

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Es gibt genügend zu tun! (mT)

DT @, Samstag, 12.11.2016, 11:28 vor 3405 Tagen @ el_mar 2970 Views

Die USA, aber auch der Westen Deutschlands sehen in Teilen aus wie die frühere DDR. Ich kann genügend Stellen aufweisen, wo die Straßen so wellig sind an Ampeln, wie ich das früher nur aus Leipzig oder Ost-Berlin kannte. Überall sind Risse und Schlaglöcher, und das ist in den USA nicht besser. Die Schulen und vor allem die Unis sind im Westen Deutschlands in einem furchtbaren Zustand, so habe ich das nach der Wende nur in Ungarn und in der CSSR gesehen, in der DDR war der Zustand noch besser.

Da könnte ich locker 2 Mio Kulturbereicherer kommandieren, wenn man mir eine Truppe von ca 1000 Bundeswehrsoldaten plus die Baumaschinen von Holzmann gäbe, da gäbe es soo viel zu tun.

Auch sind in den Städten die Zustände der Grünanlagen, der Mülleimer, der Parks in einem furchtbaren Zustand.

In der DDR hat es ca 15-20 Jahre gedauert, bis das alles wieder einigermaßen hergerichtet war. Der Westen ist 3x größer, und die USA 10-20x größer. Da ist Arbeit für die ganzen "Ungebildeten" lt. Zara für die nächsten 50 Jahre.

Ich würde mit den wichtigsten Nadelöhren anfangen, wie auch Kohl in der DDR, sprich die Autobahnen. Vor allem die Nadelöhre um Köln und Stuttgart sind nicht mehr hinnehmbar. Ebenso müßte die A6 durchgehend dreispurig werden und der Albaufstieg ausgebaut werden.

Dann gäbe es ein Sonderprogramm von 50 Mrd EUR für die dt. Unis und 50 Mrd EUR für die Schulen. Wenn die Kulturbereicherer jährlich 23 Mrd kosten, ist mein Sonderprogramm nach 4 Jahren finanziert. Die müßten nämlich für die 23 Mrd pro Jahr ran, morgens aufstehen und schuften. Umsonst gäbe es bei mir nix. Die illegalen Mexikaner im Amiland müssen auch von morgens bis abends schaffen, sonst raucht der Schornstein nicht.

DT

ja, zu tun gibt es genug -

el_mar @, Samstag, 12.11.2016, 11:38 vor 3405 Tagen @ DT 2991 Views

das war nie das Problem. Z.B. in der sogenannten dritten Welt - aber "abnehmender Grenznutzen" am Ende des Systemdurchlaufes hindert uns nun an der Umsetzung.

Saludos

el mar

--
Ave Big Pharma, morituri te salutant

Niemand hindert "uns", das zu tun. (mT)

DT @, Samstag, 12.11.2016, 11:58 vor 3405 Tagen @ el_mar 2865 Views

Das Problem sind die momentan am Ruder befindlichen "68er". Die haben schon immer nur rumgefaulenzt und wollten noch nie wirklich was schaffen. Perfekt zu sehen an einer faulenden Drecksfxxxx wie der grünen Tonne.

Wenn nicht irgendwelche Gutmäänschen rumschreien würden, wäre unter meinem Regiment längst jedes Asylantenlager zum Dienstleistungslager (früher "Arbeitslager" genannt) umgewandelt worden.

Hätte man den Kulturbereicherern gleich von Tag 1 an Zucht und Ordnung und Arbeitsdienst beigebracht, sie wußten ja nicht, was sie in D erwartet, wäre die ganze Sache ganz anders verlaufen.

Aber Erika hat sie nicht nur gerufen, sondern uns dran gehindert, das wahrlich beste draus zu machen. Wenns nach mir ginge, lägen an keiner Straßenkreuzung und an keiner Autobahn in D mehr irgendwelche Dreckreste. Mit 2 Mio zusätzlichen Arbeitskräften, die der Staat bezahlt fürs rumfaulenzen und Handyspielen, da hätte ich viel machen können.

Hier ist das Problem

el_mar @, Samstag, 12.11.2016, 12:13 vor 3405 Tagen @ DT 3329 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 12:16

Triangle of doom

Ohne das "funktionierende System" als Basis, muss man sich keine Gedanken über den Einsatz von Flüchtlingen machen. Dann sind wir selber erledigt!

Das Wort "Arbeitslager" sollten wir nicht verwenden, da hört der Spass dann auf! Ich kenne einige, die drin waren!

Die übrig gebliebenen Klugscheiss-68 sind mit auch ein Graus. Die rechten Menschenverachter aber erst recht!

(Die 68- Bewegung an sich war m.E. damals insgesamt logisch und richtig.)

Saludos

el mar

--
Ave Big Pharma, morituri te salutant

Sehr gute Beiträge, el_mar

Zarathustra, Samstag, 12.11.2016, 13:40 vor 3405 Tagen @ el_mar 2660 Views

Saludos,

Zara

Allerdings

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 12.11.2016, 13:44 vor 3405 Tagen @ Martino 2582 Views

An einer Form von Bürgergeld, BGE oder ähnlichem wird man kaum
vorbeikommen.

Die Auszahlung erfolgt dann im FEMA-Camp. Alles, was man zum Leben benötigt, kann man dann in diesen FEMA-Camps preisgünstig einkaufen.

Natürlich ist der Aufenthalt in diesen Camps völlig freiwillig. Die Freiheit muss schließlich erhalten werden. Wer sie verlassen möchte, jederzeit gerne.
Nur gibt es halt außerhalb kein Bürgergeld oder BGE.

MfG
Martino

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Dann nenne es meinetwegen "Dienstleistungszentrum". (mT)

DT @, Samstag, 12.11.2016, 14:32 vor 3405 Tagen @ el_mar 2588 Views

Was anderes ist das, als ein Arbeitslager,
wo die Unterschichten für einen Hungerlohn knechten müssen, davon noch Steuern, Krankenversicherung, Wuchermiete, überteuerte UBahntickets und in Zukunft auch noch Maut abdrücken müssen?
Im Arbeitslager hatten sie zumindest freie Kost und Logis. Ich sags ja, das neokapitalistische System ist schlimmer als die Sklaverei vergangener Jahrhunderte.

Sich dann an einem Wort aufzugeilen und dabei die Ungerechtigkeiten des Systems zu übersehen geht am Ziel vorbei.

Trump mag durchaus dazugehören, in den USA, vor allem in Chicago, nennt man jemanden wie seinen Vater einen "Slumlord".

https://en.wikipedia.org/wiki/Slumlord

Hauptsache, es räumt mal jemanden bei den Bankstern auf, die ihre Hand einfach nur in den Geldstrom halten. Als Slumlord ist er ja sozusagen noch etwas näher an der "Produktion" dran. Aber die Bankster an der Wallstreet und an der City of London sowie in Frankfurt und Zürich sind die wahren Verursacher des Elends in der heutigen Welt.

Wie schon ausgeführt, Siegfried Jaschinski, Mappus, Dirk Notheis (Morgan Stanley) und Schuster sind PERSÖNLICH verantwortlich für die Misere in Stuttgart und Baden-Württemberg, und unter deren persönlicher Bereicherung leiden heute Millionen von Bürgern. Dafür sollen sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, und das ist noch nicht geschehen.

Muy bien @el_mar! Estoy 100% contigo. (oT)

SUCRAM @, VLC, España, Samstag, 12.11.2016, 14:33 vor 3405 Tagen @ el_mar 2302 Views

- kein Text -

Die Arbeit wird verschwinden!

Leserzuschrift @, Samstag, 12.11.2016, 14:38 vor 3405 Tagen @ re-aktionaer 2711 Views

Seit 16 Jahren trägt jemand die schlimmen Fakten zusammen:

http://www.theeuropean.de/jeremy-rifkin/9333-die-zukunft-der-arbeitswelt

Er zeigt aber auch Lösungen auf, die weltweit umgesetzt werden können.

Eine Kooperation mit Trump kann ich mir vorstellen.

Vor vielen Jahren beriet er auch unsere Regierung unter Schröder, der leider seine Thesen und Vorschläge am Allerwertesten vorbei gingen.

Das eine ist die Entwicklung - das andere die Leute, die sie in der "Hand" haben. Bisher haben sie sich lediglich bereichert.

Olivia @, Samstag, 12.11.2016, 16:55 vor 3405 Tagen @ re-aktionaer 2327 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 16:59

Ja das ist das zentrale Problem. Ein anderes sind die Personen, die die Weichenstellungen vornehmen. Wenn man sieht, wie "das korrupte" System Millionen von Menschen (alleine in den USA) ins Elend gestürzt hat dadurch, dass massivst Gelder in undurchsichtige "soziale Stiftungen" geschoben werden und dadurch massiv unkontrollierter, politischer Einfluss genommen wird, dann weiß man, dass es SO nicht weitergehen kann.

Die Gewinne (speziell der IT-Industrien aber auch der Show-Biz-Industrie) müssen massivst versteuert werden. Von der Kriegsindustrie ganz zu schweigen.
Es geht nicht, dass sich einige Personen, die "zur rechten Zeit am rechten Ort" waren oder das Glück der "richtigen Geburt" hatten, zu mehrfachen Multimilliardären aufmandeln (das geht nur, wenn die Steuergesetze das erlauben) und andere vegetieren im Elend!

Und hier sollte man aufhören, die Mittelschicht für Chancenungleichheit verantwortlich zu machen. Die Chancenungleichheit kommt dadurch, dass die GROSSEN GEWINNABSCHÜPFUNGEN nicht versteuert werden. Und dazu gehören auch die Steuerschlupflöcher in die alle möglichen Großfirmen kriechen und die alle gesetzlich legitimiert sind.

1. Schritt: Das Gewirr an "Sozialen Stiftungen" entmachten! Und Spenden nicht mehr von der Steuer befreien. Wenn man spendet, dann soll man das aus versteuertem Geld tun, dann brauchen die Bürger auch keine "Almosen".

2. Schritt: Steuern für kleine und mittlere Einkommen runter. Steuerschlupflöcher und Taxhaevens schließen.

--
For entertainment purposes only.

Absolut richtig.

re-aktionaer @, Samstag, 12.11.2016, 17:56 vor 3405 Tagen @ Olivia 2328 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 18:04

Ein weiterer Aspekt ist aber nicht in Gesetze zu gießen - das Verantwortungsgefühl. Jeder Besitzende trägt mit seinem Besitz Verantwortung für die Gesellschaft, in der er lebt. Das setzt aber auch voraus, dass er sich als Teil dieser Gesellschaft versteht.
Ich hatte vor einigen Wochen die Gelegenheit einen mittelgroßen Betrieb in Österreich zu besuchen, der ca. 200 Mitarbeiter hat und den ein Landwirt aus dem Nichts erfolgreich aufgebaut hat. Wir haben mit ihm einen Gasthof im Ort besucht, jeder kennt und achtet ihn, er braucht keinen Bodyguard und kennt jeden seiner Mitarbeiter persönlich. So jemand fühlt sich verantwortlich - weil er die Auswirkungen seines Handelns augenblicklich vor der Haustür sieht und weil es sein Prestige in der ihn umgebenden Gesellschaft erhöht. Nur wenn man im eigenen Selbstverständnis Teil einer Gesellschaft ist, handelt man so.
Gehört man hingegen einer Gruppe an, die sich bewusst abgrenzt oder auch unbewusst - dann hat man die emotionale Freiheit asozial zu handeln. Die moderne Finanzindustrie hat das befördert - nein - auf die Spitze getrieben. Extreme Verantwortungslosigkeit! Der Täter sieht seine Opfer nicht mehr. Deshalb ist eine Rückbesinnung auf nationale Narrative - von mir aus auch regionale - unerlässlich. Der Starke, Mächtige hat sich als Teil des Ganzen zu verstehen, als Herr und Beschützer. Sein Reichtum soll nicht selbstzweck sein, sondern der Mehrung seines sozialen Prestiges innerhalb der Gesellschaft dienen. Gerade dieses Selbstverständnis würde unheimliche kulturelle und architektonische Impulse setzen. Ein Ende der erbärmlichen Pfennigfuchserischen Gegenwartsarchtiektur z.b. und des verkommenen "Kunstmarktes". Es würde wieder anständige Paläste und Mäzene geben und so etwas wie Kultur.

Das Wissen dieses Forums erklärt, warum Trump scheitern wird!

el_mar @, Sonntag, 13.11.2016, 12:20 vor 3404 Tagen @ el_mar 2355 Views

Hier eine kleine Zusammenfassung aus meiner Sicht:


Staat, Macht - Abgaben- und Verschuldungszwang bilden den Rahmen für das debitistische Wirtschsaftsystem. Geld entsteht durch Verschuldung innerhalb dieses Rahmens.
Rohstoffe, Know How und Energiesklaven (Fossile Brennstoffe) bilden den Treibsatz und sind enormer Multiplikator für Aufschuldungspotentiale (= Leistungsversprechen für die Zukunft).
Wachsende Komplexität + Unterhaltungspflicht vorhandener Infrastruktur + Zinszahlungspflicht erfordern ständiges Wachstum der Aufschuldungspotentiale (grow or die).
Allein der Glaube an die Erfüllung dieser Leistungsversprechen verlängert den Systemdurchlauf. (Tom und Jerry-Effekt)
Schleichende, sich verstärkende negative, ökologische Nebenwirkungen bremsen die Effektivität des Systemdurchlaufes. Wir zerstören langfristig die Grundlagen von denen wir leben.
Die Demografie in den Industriestaaten ist verheerend. Ebenso in der dritten Welt, bloß mit anderen Vorzeichen. Migrationsströme verschärfen die Lage.

Aktuell:
1. Aktuell schrumpft die verfügbare Nettoenergie der fossilen Brennstoffe (die tiefhängenden Früchte sind bereits geerntet).
2. Die Preise für Öl sind zu hoch für die Wirtschaft (auch wegen sinkender Löhne) oder zu niedrig für die Produzenten.
Förderländer und Produzenten geraten in Schwierigkeiten. (Steuer)-Einnahmen der Industriestaaten und der Förderländer aus dem Öl-Geschäft sinken. (Siehe Saudi-Arabien)
3. Gleichzeitig stoßen, Aufschuldungsmöglichkeiten (bedingt durch 1. und 2.) und durch "Überschuldung" an Grenzen. Verschuldung 5 X BIP = Game over!
4. Der Kampf und verbleibende Spielräume und Roh- und Brennstoffe führt zu wachsenden innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Konflikten und Finanztricksereien (QI, ZRP, NIRP, Helikopter Money)
5. Zudem schwindet der Glauben an die Erfüllung von Leistungsversprechen. Auch die Umverteilung von unten nach oben lässt das Vertrauen schwinden.
Sobald Trump wegen 1. 2. 3. und 4. scheitert, werden die Massen "den Glauben verlieren" weil sie pleite sind oder versuchen in "reale Güter" zu flüchten.

Kurzum, die Lage wird ständig instabiler. Irgendwann kommt der auslösende Funke. Die Gefahr steigt im Zeitverlauf. Wenn es heute gut geht, ist es morgen gefährlicher!

Saludos
el mar

--
Ave Big Pharma, morituri te salutant

Dottore zum "Streching des Systemdurchlaufes" 2009

el_mar @, Mittwoch, 23.11.2016, 14:53 vor 3394 Tagen @ el_mar 1810 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.11.2016, 15:29

Auf ähnliche Weise (auf Pump) wird jetzt die Ölindustrie gerettet, die ihre eigenen Reserven wegen der niedrigen Preise nicht ersetzen kann.

[image]

Dottore 2009:

"Was stattdessen geschehen ist, war nichts anderes als hirnloses Mega-Stretching (System bleibt wie es war, es wird schon wieder werden). Die Zombie-Banken wurden mit ohne Sinn und Verstand verteilten Unsummen am Tropf gehalten. Es besteht nach wie vor keinerlei Klarheit über den wirklichen Stand der Dinge (die Rechnung mit den 11 Billionen usw.).

Aus der daraus resultierenden totalen Unsicherheit erfolgte eine "Flucht" nicht nur ins Gold, mit dem keiner Realwirtschaft geholfen ist, sondern in vermeintlich "sichere" Staatspapiere, womit nur die nächste Blase geschaffen wurde, die selbstverständlich ebenso platzen wird wie alle anderen "bubbles" bisher schon.

Der Machtapparat hat mit Schnellgesetzen (identisch mit „Notverordnungen“ unseligen Gedenkens) bis hin zur Enteignungsmöglichkeit reagiert, also einem Sozialismus der besonderen Art das Tor geöffnet (außer der HRE steht nach Meinung von US-Senator Graham die Verstaatlichung von Citi & BoA an, usw.) oder sich in abstruse Projektvorstellungen geflüchtet - siehe den völlig murksigen Geithner-"Plan", u.a. mit seiner Idee, mit seinem unerklärten "Mix" aus privaten und staatlichen Mitteln, was die Börsen sofort durchschaut hatten und entsprechend reagierten.

Außerdem haben sich die Notenbanken in Insolvenzgefahr gebracht, indem sie ihre Bilanzen mit Uneinbringlichkeiten aufgepumpt haben, was – da ganz nah an der Ausgabe von Staatspapiergeld - logischerweise Hyperinflationsängste schürt – was das System immer weiter destabilisiert statt das Gegenteil zu erreichen.

So geht jetzt alles weiter seinen Gang in Richtung Grube. Zwischenzeitliche Aufhellungen (inkl. scharfen Bear-Market-Rallys – der DJI testet wohl gerade sein November-Low, ansonsten stimme ich voll mit @uluwatu und @Elli überein) werden als Triumph gefeiert, wobei vor allem auf den nächsten Wahltermin geschielt wird. Anschließende Gegenbewegungen südwärts entlang des unvermeidlichen totalen und weltweiten De-Leveragings werden als „kleine Pausen“ oder „Korrekturen“ abgetan.

Und die Täuschung wird sich noch verstärken. Auf Lug und Trug gebaut aber hat sich noch nie eine gedeihliche Entwicklung entfalten können. Sind die Massen dann endgültig desillusioniert, werden sich Dinge ereignen, die unsere heutige Vorstellungskraft sprengen.

Merke: Ein zerbrochenes Ei lässt sich nie mehr "reparieren", ein geborstener Überdruckkessel niemals flicken.

Sorry for that & Gruß!"

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=84094

Saludos

el mar

--
Ave Big Pharma, morituri te salutant

Der ist gut - passt zum Thema "Es ist alles gesagt". (oT)

inno @, Mittwoch, 23.11.2016, 16:41 vor 3394 Tagen @ el_mar 1604 Views

- kein Text -

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