Warum hat niemand in Europa die Eier, die Wahrheit so auszusprechen[Plenk entfernt]?

Jazznow @, Donnerstag, 10.11.2016, 22:36 vor 3408 Tagen 5699 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 11.11.2016, 12:37

Honestly, she should be locked up

Natürlich, viel Pathos, aber er spricht doch aus, was vorher Jahrzehnte als Verschwörungstheorie galt. Kann man etwa mit der Wahrheit doch Wahlen gewinnen? Oder etwas provokativer: Demokratie, ein Modell, das doch funktioniert? Muss sich nur einer finden, der den Mut hat, die Wahrheit auszusprechen? Oder wieder ein Rattenfänger, der die Menschen dort einfängt, wo sie es gar nicht vermuten? Oder ist es der plötzliche Tod eines temporären Establishment, welches selbigen noch nicht verinnerlicht hat (meine Vermutung)?

Tempora mutantur

Gruß
JN

--
Knowledge is a deadly friend
If no one sets the rules
The fate of all mankind I see
Is in the hands of fools
King Crimson; 1969

Bedenken

Falkenauge @, Freitag, 11.11.2016, 10:29 vor 3407 Tagen @ Jazznow 3148 Views

Honestly,
she should be locked up

Natürlich, viel Pathos, aber er spricht doch aus, was vorher Jahrzehnte
als Verschwörungstheorie galt. Kann man etwa mit der Wahrheit doch Wahlen
gewinnen? Oder etwas provokativer: Demokratie, ein Modell das doch
funktioniert? Muß sich nur einer finden, der den Mut hat die Wahrheit
auszusprechen? Oder wieder ein Rattenfänger, der die Menschen dort
einfängt, wo sie es gar nicht vermuten? Oder ist es der plötzliche Tod
eines temporären Establishment, welches selbigen noch nicht verinnerlicht
hat (meine Vermutung)?

Man muss den Hintergrund des Establishments mitbedenken: die Geheimgesellschaften. Ich habe hier schon mehrmals darauf hingewiesen, wie die wichtigen Schaltstellen der USA vom Geheimorden Skull & Bones besetzt sind.

Man müsste noch untersuchen, welche Mitglieder von Skull & Bones in Trumps Mannschaft oder in seiner Nähe wirken. Sie sind ja in beiden Parteien vertreten, die sie gegeneinander ausspielen.

Also die Frage ist: Wettert und kämpft Trump gegen das Establisment und wird dabei vom Establishment gesteuert?

Hier eine Antwort von Ernst Wolff

nemo, Freitag, 11.11.2016, 13:59 vor 3407 Tagen @ Jazznow 2784 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 11.11.2016, 14:07

Natürlich, viel Pathos, aber er spricht doch aus, was vorher Jahrzehnte
als Verschwörungstheorie galt. Kann man etwa mit der Wahrheit doch Wahlen
gewinnen?


Trump ist an der Wahrheit so wenig interessiert wie irgendein anderer Politiker.
Es scheint eher so zu sein, dass die Verlogenheit des Establishments nicht mehr
länger salonfähig ist, da nun langsam auch der letzte Depp bemerkt, was hier
für ein perfides Spiel mit Illusionen, Verdrehungen und politischer Korrektheit
läuft. Amerika hat die Notbremse gezogen und musste dabei die links-
ideologische Agenda opfern, die immer mehr an Glaubwürdigkeit verloren hat.
Auf diese Weise konnte Trump die Wahl gewinnen. Es geht ans Eingemachte
und da fallen nun langsam die Masken.

Laut Ernst Wolff geht die Reise hierlang:

Der Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff sprach mit RT Deutsch über Donald Trump
Wahlsieg. Er betont die schwierigen Seiten des zukünftigen Präsidenten und
warnt, dass er die Erwartungen seiner Wähler nicht erfüllen wird.
Anders als andere Analysten sieht er eine Abhängigkeit vom militärisch-
industriellen Komplex und Wall Street. Ernst Wolff erklärt, warum
Donald Trump die kriegerischen Aktivitäten im Nahen Osten noch
verschärfen könnte.

Zum Interview auf RT Deutsch (6 Minuten)

Gruß
nemo

() (oT)

Rotweintrinker @, Freitag, 11.11.2016, 15:50 vor 3407 Tagen @ Falkenauge 2309 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 11.11.2016, 17:26

- kein Text -

Warum man T. so weit kommen ließ.

Rotweintrinker @, Freitag, 11.11.2016, 15:53 vor 3407 Tagen @ Rotweintrinker 2426 Views

Vielleicht weil man dann einen hat, dem man den kommenden großen Crash in die
Schuhe schieben kann.

Überall ändert sich alles, selbst in der Kurie

dottore @, Freitag, 11.11.2016, 17:01 vor 3407 Tagen @ Jazznow 2821 Views

Hi Jazznow,

Tempora mutantur

... et nos mutamur in illis (und wir verändern uns in ihnen, den Zeiten / Zeitläuften).

Die Veränderungen werden diesmal nix auslassen; über alle Staaten weht der neue Wind der Freiheit / Veränderung und niemand wird sich dem entziehen können.

Selbst die Kurie wird mitgerissen oder wer hätte sich vorstellen können, dass ein Papst statt in seinen Prunkgemächern in einer kleinen Zweizimmer-Butze in einem vatikanischen Gästehaus leben würde?

Gruß - d.

Wolff will die Krankheit von seinem Patienten befreien …

Nico @, Freitag, 11.11.2016, 20:57 vor 3407 Tagen @ nemo 1937 Views

… aber leider nicht umgekehrt.

Zum Interview auf RT Deutsch (6 Minuten)

Hört sich ja alles sehr klug an was Wolff so zu erzählen weiß, allerdings bekommen wir den Patienten auch kaum damit gesund, dass wir seine Krankheit pflegen. Genau diese Aufgabe hätte Trump aber zu erfüllen, wenn er sich von Wolff beraten ließe.

Wolff hat ja bereits unlogisch begonnen, dass nämlich angeblich ganz schwierige Zeiten auf Amerika zukommen würden, weil Trump seine Versprechen nicht halten können wird. Würden also bessere Zeiten zu prognostizieren sein, wenn Trump diese Versprechen nicht gegeben hätte?!

Weiter spricht Wolff von einem "sinkenden Schiff" und dem "Niedergang der USA". Was soll man sich darunter nun vorstellen? Sicher werden die USA weder im Atlantik, noch im Pazifik versinken. Alles was nun danieder geht ist zunächst einmal die Krankheit, welche Wolff aber mit dem Patienten verwechselt. Ob diese Krankheit aber den Patienten mit in die Tiefe reißen wird, hängt nur davon ab, ob Trump seine Versprechen halten wird. Wenn nicht Trump, sondern Wolff diese Versprechen gegeben hätte, dann wüssten wir nun sicher, dass es leere Versprechen waren. Bei Trump können wir aber sehr wohl weiter hoffen, dass er die Krankheit beseitigt, ohne sie etwa für den Patienten zu halten.

Und nur in Wolff‘s Krankheit mit Patienten verwechselnden Weltbild, muss Trump die Probleme auf andere Länder abschieben, weshalb jetzt auch auf Deutschland gaaaaaannnz schwere Zeiten zukommen würden. Was aber hat das alles jetzt eigentlich noch mit der Person Trump‘s und seiner Präsidentschaft zu tun?

Auch im folgenden bleibt Wolff in seinen festgefahrenen Anschauungen stecken, und zeigt so auch nirgends auf, welche Politik denn zu einer Heilung führen würde. Damit erübrigt es sich auch noch auf weitere seiner Punkte einzugehen. Höchstens hätte mich vielleicht noch das „unendlich viele Geld“ interessiert, welches Wolff‘s Auskünften zufolge gerade erst „gedruckt“ wurde, noch dazu um das Finanzsystem zu stützen. Ja warum haben die USA mit diesem unendlich vielen Geld nicht gleich noch ihre Schulden bezahlt, sondern nur noch viel mehr gemacht? Mir ist aufgefallen, dass auch @dottore in diesem Thread unterwegs ist, vielleicht kann er uns ja etwas darüber verraten?!

Mit Verlaub möchte ich doch bemerken, dass Wolff vom Geld rein gar nichts versteht. Hier wären wir aber bei dem eigentlichen Thema, nämlich der zu heilenden Krankheit. Jetzt würde es gelten, den US-amerikanischen Staatsstreich vom 23. Dezember 1913 – gemeint ist der Federal Reserve Act – endlich rückgängig zu machen. Dieser ist die Krankheit und alles andere sind nur Symptome. Wenn Trump den Amerikanern wirklich ihr Land zurückgeben will, dann gibt er ihnen zuvorderst ihr Recht auf ihr Geld zurück. Es wird sich zeigen, ob es dazu kommen wird, aber Wolff scheint uns wohl nur im alten System halten zu wollen, in jenem alten System, welches die Amerikaner aber soeben abgewählt haben.

[[herz]]

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

nemo, Freitag, 11.11.2016, 21:53 vor 3407 Tagen @ Nico 1843 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 11.11.2016, 21:57

Hallo Nico,

Erkenntnis an sich ist schon anstrengend. In diesem Sinne gebührt der Respekt
in diesem Forum Dottore, der diese Anstrengung – das zu Ende denken und auf-
schlüsseln des debitistischen Kettenbriefes – geleistet und damit zumindest
einige Menschen zum Nachdenken angeregt hat. Die Schlussfolgerung dieser
Erkenntnis müsste dahin führen, den Machtfaktor Geld zu erkennen und
Maßnahmen zu treffen, damit diese Schuldenspirale nicht das Leben sämtlicher
Menschen auf diesem Planeten bestimmt und in den Abgrund reißt. Wir betrachten
diesen Vorgang in Zeitlupe und glauben immer noch daran, dass jemand kommt
und die Situation ändert. Aber genau das geschieht nicht. Trump müsste die
Banken abschaffen oder ihnen zumindest einen großen Teil ihrer Macht nehmen.
Das wird er nicht tun. Bisher ist er nur ein Großmaul, der vollmundige Töne
spuckt. Wir werden mit der Zeit sehen, ob er wenigstens einige dieser Versprechen
halten kann. Ich würde es mir wünschen. Aber an dem Glauben, dass Trump die
Banken-Mafia zu Fall bringen wird, habe ich meine Zweifel.

Die Heilung findet meiner naiven Vorstellung nach nur dann statt, wenn:

– Jemand geistig in der Lage ist, über das Finanzsystem hinaus zu denken
– Das Finanzsystem so verändert, dass Schulden nicht mehr der Haupt-
faktor des Wirtschaftens sind
– Ein System entwickelt wird, das sich den Wohlstand nicht auf Kosten der
Zukunft erkauft, sondern in der Lage ist, einen Ausgleich zu schaffen

Dies alles traue ich Trump nicht zu. Es ist meiner Meinung nach nicht seine Aufgabe
und nicht sein Ziel. Er wird versuchen den Größenwahn der Clintons und Co.
einzudämmen um wenigstens einen Teil der US Macht zu retten. Und damit
Revolten im eigenen Land verhindern. Denn das wäre das Ende des Imperiums.
Seine Aufgabe ist meiner Ansicht nach nur, das Imperium neu aufzustellen und
den ganzen sozial-romantischen Sektor abzuschaffen. Er ist immerhin nicht so
dumm wie die Clintons, die sich in globalen Kriegen aufreiben und nur durch
ihre Hybris, ihre permanenten Medienlügen und Kriminalisierung Andersdenkender
über Wasser halten können. Er ist halt der ehrlichere Typ, aber keiner der sich
gegen die Geldmacht stellt, sondern bestenfalls mit ihr verhandelt. In beider-
seitigem Einvernehmen selbstverständlich. Wahrscheinlich ist er auch nur der
nützliche Idiot, der das System kontrolliert in den Abgrund führt, so dass die Elite
sich noch vorher in Sicherheit bringen kann. Die Rolle des Revoluzzers ist bloß
sein Image, von PR Beratern zusammen konstruiert.

Gruß
nemo

Trump und das Imperium

Nico @, Samstag, 12.11.2016, 00:18 vor 3407 Tagen @ nemo 1902 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 00:25

Hallo Nico,

Hallo nemo!


Erkenntnis an sich ist schon anstrengend. In diesem Sinne gebührt der
Respekt
in diesem Forum Dottore, der diese Anstrengung – das zu Ende denken und
auf-
schlüsseln des debitistischen Kettenbriefes – geleistet und damit
zumindest
einige Menschen zum Nachdenken angeregt hat.

Deinen Respektbekundungen gegenüber PCM/dottore schließe ich mich gerne an. Wie aber der von ihm verwendete Begriff des Kettenbriefs zu verstehen ist, scheint mir nicht eindeutig. Dass monetäres Wirtschaften prinzipiell auf ein Ponzi-Schema/ Schneeballsystem hinausläuft bestreite ich. Aus meiner Sicht entspricht es einer natürlichen Ordnung, dass sich die Öffentliche Hand über ihre eigene Staatsbank zins- und tilgungsfrei (und das bedeutet schuldfrei) ihre Defizite finanziert (bei Bedarf hier ein Aufsatz von mir) . Dieses politische Instrument wurde gekapert, und befindet sich in nicht demokratisch legitimierten Händen. So erleben wir – das gilt offenbar für alle maßgeblichen Nationen – einen Staat im Staate, und solange bleibt Demokratie eine Illusion.

Die Schlussfolgerung dieser
Erkenntnis müsste dahin führen, den Machtfaktor Geld zu erkennen und
Maßnahmen zu treffen, damit diese Schuldenspirale nicht das Leben
sämtlicher
Menschen auf diesem Planeten bestimmt und in den Abgrund reißt.

Sehr richtig …

Wir
betrachten
diesen Vorgang in Zeitlupe und glauben immer noch daran, dass jemand
kommt
und die Situation ändert.

Wir kennen nichts anderes als diesen Vorgang, und deshalb glauben auch längst nicht alle, dass da jemand kommen wird. Im Gegenteil hätte ein großer Teil Hillary am liebsten gewinnen sehen wollen, obwohl wohl kaum eine Person glaubhafter hätte versprechen können NICHT diese Person zu sein, auf die eben auch kaum jemand hier wartet.

Diese Bewusstlosigkeit müsste hierzulande erst noch durchbrochen werden …

Aber genau das geschieht nicht. Trump müsste
die
Banken abschaffen oder ihnen zumindest einen großen Teil ihrer Macht
nehmen.
Das wird er nicht tun. Bisher ist er nur ein Großmaul, der vollmundige
Töne
spuckt. Wir werden mit der Zeit sehen, ob er wenigstens einige dieser
Versprechen
halten kann. Ich würde es mir wünschen. Aber an dem Glauben, dass Trump
die
Banken-Mafia zu Fall bringen wird, habe ich meine Zweifel.

Dass die Banken entmachtet werden müssten, sehe ich ja nicht. Nur das Monopol der Noten-/Zentralbank wäre so einzusetzen, dass es dem jeweiligen Volk dient und Staatsschulden obsolet macht. So würden die Geschäftsbanken automatisch auf ihr wichtiges und achtungswürdiges Geschäftsfeld zurückgeführt.

Die Heilung findet meiner naiven Vorstellung nach nur dann statt, wenn:

– Jemand geistig in der Lage ist, über das Finanzsystem hinaus zu
denken
– Das Finanzsystem so verändert, dass Schulden nicht mehr der Haupt-
faktor des Wirtschaftens sind
– Ein System entwickelt wird, das sich den Wohlstand nicht auf Kosten
der
Zukunft erkauft, sondern in der Lage ist, einen Ausgleich zu schaffen

Das größte Problem scheint einmal mehr darin zu liegen, dass sich die meisten Menschen nicht vorstellen können, dass alles so einfach ist.

Dies alles traue ich Trump nicht zu.

Vielleicht verkörpert gerade Trump den nötigen Charakter, die Dinge nicht unnötig kompliziert zu sehen, und sich nicht von intellektuellen Geschwätz beirren zu lassen. [[freude]]

Wenn ihn das vielleicht hilft, meinen Seegen hat er.

Es ist meiner Meinung nach nicht
seine Aufgabe
und nicht sein Ziel. Er wird versuchen den Größenwahn der Clintons und
Co.
einzudämmen um wenigstens einen Teil der US Macht zu retten. Und damit
Revolten im eigenen Land verhindern. Denn das wäre das Ende des
Imperiums.

Ich hoffe, er will überhaupt kein Imperium, und ich will auch keines. Hier hätte sich Trump wohl zu entscheiden, entweder ein Imperium oder das Wohl der Menschen.

Seine Aufgabe ist meiner Ansicht nach nur, das Imperium neu aufzustellen
und
den ganzen sozial-romantischen Sektor abzuschaffen. Er ist immerhin nicht
so
dumm wie die Clintons, die sich in globalen Kriegen aufreiben und nur
durch
ihre Hybris, ihre permanenten Medienlügen und Kriminalisierung
Andersdenkender
über Wasser halten können.

Diese versuchen sich und das Imperium welches sie verkörpern über Wasser zu halten.

Er ist halt der ehrlichere Typ, aber keiner
der sich
gegen die Geldmacht stellt, sondern bestenfalls mit ihr verhandelt. In
beider-
seitigem Einvernehmen selbstverständlich. Wahrscheinlich ist er auch nur
der
nützliche Idiot, der das System kontrolliert in den Abgrund führt, so
dass die Elite
sich noch vorher in Sicherheit bringen kann. Die Rolle des Revoluzzers ist
bloß
sein Image, von PR Beratern zusammen konstruiert.

Ganz im Sinne deines eigenen Titels „die Hoffnung stirbt zuletzt“ sei gesagt, dass ja auch weiter vieles weniger Wünschenswertes möglich erscheint, aber auch das Wünschenswerte. Dieses mal aber erscheinen die Vorzeichen besonders günstig, und so ist Zuversicht dieses mal eine nicht mehr so schwirige Übung.

Btw:

Hier bin ich noch über die Aufzeichnung einer kontroversen Diskussion über die uns am meisten beschäftigende Frage gestoßen. Und zwar stritten sich noch unmittelbar vor dem schicksalhaften 8. November Oliver Janich und Tilman Knechtel über die von ihnen als "Armageddon oder Zeitenwende?" formulierte Frage aller Fragen. Teilweise finde ich diese Diskussion hochwertig und sachkundig. Allerdings wäre zu diesen Kontrahenten anzumerken, dass sie sich beide als „Libertäre“ verstehen. Solch eine Form von Fehlorientierung kann sich aber mit der Zeit legen, wie ich aus eigener Erfahrung zu berichten weiß. [[zwinker]]

https://www.youtube.com/watch?v=Hmi0RXI9N3E

Gruß
nemo

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Sehe ich eine kleine Portion Zynismus…

Jazznow @, Samstag, 12.11.2016, 12:37 vor 3406 Tagen @ dottore 1837 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 15:36

in ihrer Antwort, werter dottore?

Die Veränderungen werden diesmal nix auslassen; über alle Staaten weht
der neue Wind der Freiheit / Veränderung und niemand wird sich dem
entziehen können.

Oder darf man ihrer geschätzten Meinung nach tatsächlich hoffen, daß die politische Korrektheit zertrümmert ist und die Freiheit gewonnen hat? Daß es den korrupten Elitisten und ihren Nettostaatsprofiteuren endlich an den nicht so weißen Kragen geht? Ich befürchte, sie lassen sich nicht ohne heftigste Gegenwehr die Butter vom Brot nehmen. Die Erbärmlichkeit der Reaktionen nicht nur unseres polit-medialen Komplexes ließ ja tief blicken, wie weit sie es mit Freiheit und Moral halten. Ich hoffe, Sie teilen meine Einschätzung, daß es sich tatsächlich um eine historische Zäsur handelt und begründete Hoffnung besteht.?

Selbst die Kurie wird mitgerissen oder wer hätte sich vorstellen können,
dass ein Papst statt in seinen Prunkgemächern in einer kleinen
Zweizimmer-Butze in einem vatikanischen Gästehaus leben würde?

Was unsere Kirchenführer allerdings nicht davon abgehalten hat, auf dem Tempelberg ihre Kreuze unterwürfig unter ihren Soutanen zu verstecken. Oder ist das die neue Bescheidenheit?

Gruß - d.

Beste Grüße zurück
Jn

--
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Is in the hands of fools
King Crimson; 1969

Das (Brust-)Kreuze-Verstecken

dottore @, Samstag, 12.11.2016, 14:42 vor 3406 Tagen @ Jazznow 1987 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 15:32

Hi Jazznow,

ist bodenlos feige (noch dazu von einem Protestanten) (!). Solche Kirchenführer sind ihres Amtes nicht würdig. Warten wir mal, was Franziskus macht, seine letzten österlichen Fußwaschungs-Gesten waren nicht ermutigend.

Guten Gruß - d.

Was unsere Kirchenführer allerdings nicht davon abgehalten hat auf dem
Tempelberg ihre Kreuze unterwürfig unter ihren Soutanen zu verstecken.
Oder ist das die neue Bescheidenheit?

Fußwaschungsgesuch meinerseits

Jazznow @, Sonntag, 13.11.2016, 15:50 vor 3405 Tagen @ dottore 1732 Views

werter dottore, mit der nochmaligen freundlchen Bitte um die sehr geschätze Meinung ihrerseits:

Ich hoffe, Sie teilen meine Einschätzung, daß es sich tatsächlich um eine >historische Zäsur handelt und begründete Hoffnung besteht.?

Hoffnungsvoller Gruß
Jn

--
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King Crimson; 1969

Genau dieser Meinung (°historische Zäsur") bin ich auch (oT)

dottore @, Sonntag, 13.11.2016, 18:25 vor 3405 Tagen @ Jazznow 1526 Views

- kein Text -

Danke!! Es tut gut, jemanden wie Sie mit Ihren wertvollen Erfahrungen wieder "an vorderster Front" zu sehen! (oT)

Jazznow @, Sonntag, 13.11.2016, 19:57 vor 3405 Tagen @ dottore 1334 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 14.11.2016, 14:49

- kein Text -

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Lieber Jazznow, ich darf noch nachtragen,

dottore @, Montag, 14.11.2016, 12:51 vor 3404 Tagen @ Jazznow 1385 Views

Hi,

... dass solche historischen Momente durchaus des öfteren vorkommen, wobei ich besonders an die Kanonade von Valmy 1792 erinnern darf und den berühmten Ausspruch Goethes, dass von "hier und heute" eine neue Zeit ausgehe, der man Rechnung tragen müsse.

Der damalige Rückzug der Koalitionsarmeen war schmählich und anderntags war die Monarchie in Frankreich endgültig beseitigt und mit Napoleon betrat tatsächlich etwas völlig Neues die Bühne der Weltgeschichte.

Gruß - d.

Valmy und die Freimaurerei

Rotweintrinker @, Montag, 14.11.2016, 17:12 vor 3404 Tagen @ dottore 1246 Views

Der damalige Rückzug der Koalitionsarmeen war schmählich und anderntags
war die Monarchie in Frankreich endgültig beseitigt und mit Napoleon
betrat tatsächlich etwas völlig Neues die Bühne der Weltgeschichte.


Der Oberbefehlshaber der Koalitionsarmee, Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, war Freimaurer. Durch sein zögerliches Verhalten war er später auch an der Niederlage von Jena und Auerstedt maßgeblich beteiligt.

Napoleons Staatsstreich des 18. Brumaire VIII…

Jazznow @, Montag, 14.11.2016, 18:57 vor 3404 Tagen @ dottore 1206 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 14.11.2016, 19:07

werter Dottore,

fand im Übrigen auch an einem 9. November (1799) statt, ein merkwürdig geschichtsträchtiges Datum. Im Übrigen berichtete in diesem Zusammenhang auch der meinerseits sehr geschätzte Michael Klonovsky in seiner acta diurna und fand ebenfalls den Vergleich mit Goethes Aussage zu Valmy.

Auf spannende Zeiten.

Beste Grüße
JN

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King Crimson; 1969

Aus der Geschichte lernen ...

Monterone @, Montag, 14.11.2016, 19:43 vor 3404 Tagen @ Rotweintrinker 1134 Views

... und zu begreifen beginnen, was in diesem Video dargestellt wird:

*L’extermination, une valeur sûre de la République*, (Die Ausrottung, ein Grundwert der Republik).

https://www.youtube.com/watch?v=SKQWy5m1Txc

Was für die Republik gilt, gilt selbsteverständlich auch für die Demokratie und in ganz besonderer Weise deren angloamerikanische Ausprägung.

Monterone

PS
Ich habe mir erlaubt, valeur sûre mit Grundwert zu übersetzen. Korrekt wäre *sicherer Wert*.

Was auf jeden wartet, der nicht nach der Pfeife des Systems tanzt

Monterone @, Montag, 14.11.2016, 22:06 vor 3404 Tagen @ Monterone 1112 Views

Louis-Antoine-Léon de Saint-Just: (* 25. August 1767 in Decize bei Nevers; † 28. Juli 1794 in Paris):

*Sie haben eine Republik gewollt; wenn Sie nicht gleichzeitig wollen, was eine solche ausmacht, wird sie die Völker unter ihren Überresten begraben. Was eine Republik ausmacht, ist die totale Zerstörung dessen, was sich ihr widersetzt.*

Wundert sich noch jemand, wenn Demonstranten dazu auffordern, Melania Trump zu vergewaltigen?

Saint-Justs Sätze lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Von einem Verzicht auf Mord und Völkermord ist keine Rede, was sehr zu denken geben sollte.

Monterone

*Vous avez voulu une République ; si vous ne voulez point en même temps ce qui la constitue, elle ensevelirait le peuple sous ses débris. Ce qui constitue une République, c’est la destruction totale de ce qui lui est opposé*; Œuvres complètes, Saint-Just, éd. Gallimard, coll. « Folio histoire », 2004, p. 659.

Glaubensbekenntnis eines Libertären

Monterone @, Dienstag, 15.11.2016, 10:55 vor 3403 Tagen @ Monterone 1034 Views

Joseph Fouché (* 21. Mai 1759 in Le Pellerin, nahe Nantes; † 26. Dezember 1820 in Triest) war ein französischer Politiker während der Zeit der Revolution und Polizeiminister im Kaiserreich und in der Restauration. Man könnte ihn auch als Amtsbruder Wolfgang Schäubles bezeichnen.

Von ihm stammt folgende Bemerkung:

« Que la foudre éclate par humanité !
Ayons le courage de marcher sur des cadavres,
pour arriver à la liberté »

*Aus Menschlichkeit soll der Blitz einschlagen!
Haben wir den Mut, über Leichen zu gehen,
um in der Freiheit anzukommen.*

In der Freiheit von unumschränkter Geldherrschaft und Marktradikalismus.

Praktisch alles, was den Wesenskern des aktuellen System ausmacht, und wo man ansetzen könnte, um endlich die politisch-gesellschaftliche Wirklichkeit zu verstehen, liegt offen vor uns.

Man muß nur hinschauen, das Gesehene zur Kenntnis nehmen und mit den nachprüfbaren Tatsachen in Beziehung setzen.

Monterone

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Wandere aus, solange es noch geht.