Bargeld von der Bank

Zooschauer @, Montag, 07.11.2016, 19:02 vor 3458 Tagen 5556 Views

Mal eine kleine Beobachtung am Rande, die ich schon länger hier notieren wollte:

Bis vor kurzem gab es am EC-Automaten meiner Bank noch die Auswahl "1000 Euro". Jetzt ist sie verschwunden. 500 Euro ist jetzt die höchste Summe, die zur Auswahl steht.

Ich habe dann versucht, die Summe von 1000 Euro über "anderer Betrag" abzuheben. Das ging sogar. Mir war auch nicht bekannt, dass ich ein Schreiben bekommen hätte, in dem mir die Bank die Halbierung der höchsten Auszhlungssumme mitgeteilt hätte.

Aber so versuchen die Banken ihre Kunden schon mal daran zu gewöhnen, dass man eine Summe wie 1000 Euro doch gar nicht mehr abheben soll. Nach dem Motto: "Wer macht das denn schon? Soviel Bargeld ist doch nur noch was für kuriose dunkle Gestalten..."

Es geht in Trippelschritten weiter. Aber ich halte wacker dagegen.

Das Problem hatte ich vor kurzem auch. Es lag aber nur daran, dass der Automat fast leer war.

Albrecht @, Montag, 07.11.2016, 19:14 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3666 Views

Das Problem hatte ich vor kurzem auch. Es lag aber nur daran, dass der Automat fast leer war. Nachdem der Automat wieder mit neuem Geld befüllt war, konnten wieder 1000 € abgehoben werden.


Gruß
Albrecht

--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Ist regional unterschiedlich

Lechbrucknersepp, Montag, 07.11.2016, 19:41 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3584 Views

In Berlin-Neukölln reicht die Standard-Skala von 5 Euro bis 100 Euro.
In München-Grünwald von 100 bis 5.000 Euro.
So ungefähr...
Änderungen sind vielleicht im Sinne dieses Grundprinzips zu erklären.

Andere Erklärungsmöglichkeit

Romeo @, Somalia 2.0, Montag, 07.11.2016, 19:54 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3879 Views

Bis vor kurzem gab es am EC-Automaten meiner Bank noch die Auswahl "1000
Euro". Jetzt ist sie verschwunden. 500 Euro ist jetzt die höchste Summe,
die zur Auswahl steht.

...

Aber so versuchen die Banken ihre Kunden schon mal daran zu gewöhnen,
dass man eine Summe wie 1000 Euro doch gar nicht mehr abheben soll. Nach
dem Motto: "Wer macht das denn schon? Soviel Bargeld ist doch nur noch was
für kuriose dunkle Gestalten..."

Hallo Zuschauer,

vielleicht hat Deine Bank auch nur das Kundenverhalten analysiert und sich an die Nachfrage angepasst:
Wenn beispielsweise
80% der Kunden jeweils 100 Euro abheben,
15% 200 Euro,
4% 500 Euro und nur knapp
1% 1000 Euro,
der Programmierer jedoch nur 4 Auswahlmöglichkeiten vorgesehen hat, dann wird eben die 1000er-Option gestrichen zu Gunsten von - sagen wir 50 Euro.

Frag doch mal nach bei Deiner Bank.

Hochachtungsvolle "Boah - dausend Euro - soviel Geld hat doch niemand nicht!"-Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Sowas ist wohl eher ein Beitrag für Hartgeld.com :-( (oT)

Elli ⌂ @, Montag, 07.11.2016, 20:13 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3119 Views

- kein Text -

Findest du?

Zooschauer @, Montag, 07.11.2016, 22:23 vor 3458 Tagen @ Elli 3115 Views

Wenn man solche Auffälligkeiten nicht mehr zur Diskussion stellen kann, ohne dafür in die Hartgeld-Ecke und andere vergleichbare Ecken gestellt zu werden, dann weiß ich echt nicht.

Dass die Banken uns das Bargeld abgwöhnen möchten und schon fleißig dabei sind, ist doch nun wirklich keine VT mehr. Sowas macht man heute in kleinen Schritten. Und Dinge wie die eingeschränkte Auswahlmöglichkeit am Geldautomaten gehören für mich eindeutig dazu.

Wenn vor ein paar Wochen noch die 1000 Euro sichtbar zur Auswahl standen, und jetzt auf einmal nicht mehr, dann ist das Zeichen genug. Die Bank wird das nur zu gern damit begründen, dass sie angeblich das Kundenverhalten analsyiert habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Auswahl "1000 Euro" nicht mehr benötigt werde.

Nicht auf die Begründung kommt es an. Das sind Nebelkerzen. Das Ergebnis als solches ist entscheidend: Man schränkt die Bargeld-Ausgabe ein, indem man 500 Euro als scheinbaren Maximalbetag zur Auswahl stellt und den tatsächlichen Maximalbetrag von 1000 Euro elegant verschweigt.

Von dort ist es nicht weit, bis 500 Euro (und später noch weniger) der tatsächlich zugelassene Höchstbetrag pro Tag sind. Griechenland war dafür ja das beste Beispiel.

Wenn deine Bank nicht REPRODUZIERBAR am Automaten MEHR als 1000 € /Tag frei gibt,

Silke, Dienstag, 08.11.2016, 09:42 vor 3457 Tagen @ Zooschauer 2706 Views

bearbeitet von Silke, Dienstag, 08.11.2016, 10:07

Lieber Zooschauer,

und du der Reduktion der Tagesration nicht zugestimmt hast (z.B. reicht meines Wissens eine Änderung der Geschäftsbedingungen seitens der Bank, über die du online informiert wurdest, der du gerne und nutzlos innerhalb einer Frist hättest widersprechen können, es aber nicht getan hast) ist das schon eine Information, die mich interessiert.

Unser kluger @Phoenix5 hat ausführlich über den Bargeldhass von Banken und Regierungen und die kommende und notwendige Bargeldabschaffung/ breitbasige Negativzinseinführung referiert (zur Kostenminimierung, um Negativzinsen durchsetzen und einen Bankrun sehr effektiv verhindern zu können aber eben vor allem: "Negativzinsen sind nichts anderes als eine schleichende Währungsreform" - flächendeckende Einführung nur bargeldlos möglich).
Nebenbei sind wir auf dem Weg zu einer [link=http://]"Big Data-Gesellschaft"[/link]. Dabei sind noch nicht einmal die Schlapphutträger in aller Welt gemeint, sondern eher die Werbebanner, die mich im DGF so täglich begleiten und die freundlicherweise gut abgestimmt sind, auf meine Schreibinhalte.
Meines Wissens zahlt aber die BRD-Bevölkerung weiter mehr als die Hälfte der täglichen Entschuldungen in bar und hortet.

In unserem Umfeld ist es üblich, monatlich das Girokonto bis auf eine Reserve zu räumen, da keiner mehr gewillt ist, der Bank kostenlos Kredit einzuräumen (Girokonto bei GB = nur Anspruch des Kunden auf Geldträger aber kein Geldträger, keine Beurkundung von Geld und damit vom Kunden kostenlos der Bank zur Verfügung gestellte Solvenz/Potenz, der aber bei einem "Bail-in" trotz versprochener Sicherungssysteme verwertet werden kann, (ein Einlagensicherungsfonds der Kreditinstitute und einer Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sollte man nicht allzu viel Vertrauen schenken ("...sofern der Fonds über die entsprechenden Mittel verfügt"), da darf man ruhig ein wenig paranoid sein).

"Die Spareinlagen sind sicher."
Angela Merkel und Peer Steinbrück im Oktober 2008
Jahre danach gab dann Peer Steinbrück zu, dass wir zu jenem Zeitpunkt kurz vor dem Zusammenbruch des Finanzsystem gestanden hätten, als er zusammen mit Angela Merkel seine angebliche Garantie verkündete.

"Der Sparer in Deutschland muss sich keine Sorgen über die Sicherheit seines Geldes machen.
Auch eine stärkere gegenseitige Haftung der europäischen Kreditinstitute im Rahmen einer Bankenunion erhöhe nicht das Risiko für die Anleger."
Jörg Asmussen im FOCUS-Interview.

"Die deutschen Spareinlagen sind sicher – sofern nicht ein europäisches Land zahlungsunfähig wird."
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

Das sind alles so Leute, die möchte ich wegen bestimmter Beschuldigungen nicht in meinem Bekanntenkreis haben.

Die schleichende Kriminalisierung von Bargeldhaltern lässt sich ganz gut in den Medien beobachten.
"Deutschland sei „ein Hort der Kriminellen“, weil es keine Obergrenze habe" Parlamentarische Finanzstaatssekretär Michael Meister (CDU)in der Fernsehsendung „Anne Will“.

Auch wird meines Wissens ein Bargeldabheber oder ein Bargeldwechsler in BRD inzwischen mit einem gewissen Misstrauen seitens der Bankangestellten behandelt.
Man sollte einfach mal testen, ein paar 500-er abzuheben und nach gewisser Zeit diese, da im täglichen Leben nicht wirklich verwendbar ("haben sie es nicht kleiner" oder "die dürfen wir hier nicht annehmen") in kleine Scheine umzutauschen, oder einfach mal 3 Tsd. € bar einzahlen/ abheben - da werden schon gerne mal die Personalausweisdaten registriert.
Möglich, dass man durchaus nicht mit der erwarteten Freundlichkeit behandelt wird, wie ein Überweiser oder potenzieller Anleger in bankinterne Produkte.

Über 1000 € einzahlen kann einen Bankangestellten schon mal zu interessierten Fragen zur Herkunft des Geldes, eine entsprechende Auszahlung zur Frage nach dem Zweck verleiten, da das Geldwäschgesetz bereits Meldepflicht bei Verdacht auf Kriminalität fordert.
"...haben Banken ... aber auch bei einem Verdacht eine Meldepflicht. ... Es besteht zudem auch eine Meldepflicht, wenn darauf geschlossen werden kann, dass der Vertragspartner nicht allen Pflichten nachkommt und nicht alle Wege des Geldes offen legt."
Die einmal aushelfende Filialchefin in unserer Bank des Vertrauens hat tapfer trotz Augenrollen der mir persönlich bekannten Schalterangestellten meine Personaldaten bei der Barabhebung aufgenommen und verkündet - "Das machen wir hier immer so", was natürlich laut meiner Erfahrung glücklicherweise noch nicht stimmte.

Wenn man solche Auffälligkeiten nicht mehr zur Diskussion stellen kann,
ohne dafür in die Hartgeld-Ecke und andere vergleichbare Ecken gestellt zu
werden, dann weiß ich echt nicht.

Prinzipiell ja.
Aber der Forumsbetreiber hat das Vorrecht, der Inhaltsbeschränkung im Forum.
Mit @Elli, @Chef und @Mod kann man aber erfahrungsgemäß so ziemlich alles in angemessener Art und Weise ausdiskutieren, wenn man selbst eine dringende Notwendigkeit sieht und diese auch nachvollziehbar begründen kann.

Dass die Banken uns das Bargeld abgwöhnen möchten und schon fleißig
dabei sind, ist doch nun wirklich keine VT mehr. Sowas macht man heute in
kleinen Schritten. Und Dinge wie die eingeschränkte Auswahlmöglichkeit am
Geldautomaten gehören für mich eindeutig dazu.

Behauptungen immer schön mit Quellen und nachvollziehbaren Beispielen belegen.

Wenn vor ein paar Wochen noch die 1000 Euro sichtbar zur Auswahl standen,
und jetzt auf einmal nicht mehr, dann ist das Zeichen genug.

Nicht für jeden hier im Forum. Ein Foto hätte überzeugt.

Die Bank wird
das nur zu gern damit begründen, dass sie angeblich das Kundenverhalten
analsyiert habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Auswahl "1000
Euro" nicht mehr benötigt werde.

"Wird" oder "hat"?

Nicht auf die Begründung kommt es an. Das sind Nebelkerzen. Das Ergebnis
als solches ist entscheidend: Man schränkt die Bargeld-Ausgabe ein, indem
man 500 Euro als scheinbaren Maximalbetag zur Auswahl stellt und den
tatsächlichen Maximalbetrag von 1000 Euro elegant verschweigt.

Bei uns noch nicht, aber danke für den Hinweis.

Von dort ist es nicht weit, bis 500 Euro (und später noch weniger) der
tatsächlich zugelassene Höchstbetrag pro Tag sind. Griechenland war
dafür ja das beste Beispiel.

Griechenland und die zeitnahen Berichte von @Gaby (vielen Dank dafür [[top]] ) sind wirklich stets beobachtungswürdig.

Richtig erwischt man die Leute aber wie @Zorro wieder einmal richtig schreibt nur mit der Einführung von Gebühren für Bargeldverkehr.

Liebe Grüße
Silke

mehr abheben

Köpi @, Berlin, Montag, 07.11.2016, 20:18 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3745 Views

Mal eine kleine Beobachtung am Rande, die ich schon länger hier notieren
wollte:

Bis vor kurzem gab es am EC-Automaten meiner Bank noch die Auswahl "1000
Euro". Jetzt ist sie verschwunden. 500 Euro ist jetzt die höchste Summe,
die zur Auswahl steht.

Hallo,

ich bin bei der Norisbank und habe von dort ein Limit von 500.
Telefonisch kann ich aber mehr freischalten und dann sofort abheben.
Der Geldautomat (in diesem Fall bei der Berliner Bank) war nicht auf 500 limitiert[[zwinker]]

Abendliche Grüße

Erklärungsversuch

Kaladhor @, Münsterland, Montag, 07.11.2016, 20:54 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3413 Views

In meiner Sparkasse stehen drei Automaten, wo man nur bei einem als "vorfedinierten Maximalbetrag" die genannten 1000 Euro auswählen kann, während bei den anderen beiden bei 500 Euro Schluss ist. Es ist aber auch genau der Automat, der keine 5-Euro-Scheine ausspuckt. Dafür bekomme ich bei den anderen beiden Automaten keine 100-Euro-Scheine. Ich denke mal, dass das der ursächliche Grund ist.

Grüße,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Deine Karte ist sowieso auf 1.000 pro Woche limitiert, wg. Sicherheit. (oT)

Orlando ⌂ @, Montag, 07.11.2016, 22:50 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 2700 Views

- kein Text -

Scherz, oder?

Zorro @, Dienstag, 08.11.2016, 03:26 vor 3457 Tagen @ Orlando 3154 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 08.11.2016, 13:26

Was soll das denn für eine Bank sein, die nur 1000,- € pro Woche auf Karte rausrückt?

Jede EC Karte einer normalen Sparkasse lässt 1000,- € täglich zu, sofern genug Deckung vorhanden ist.

Bei größeren Beträgen von 2000 bis 15.000,- € gehste zum Schalter und holst dir die Flocken. Meist reicht ein Telefonanruf vorab und das Geld wird aus dem Tresorraum gekramt.

So zumindest die Praxis bei den Hauptstellen.

Der Punkt, welcher empfindlich schmerzen dürfte, wäre auf Barabhebungen eine prozentuale Gebühr zu verlangen, ähnlich wie es Kreditkartenunternehmen tun.

Sollten sich Banken "im Hinterzimmer" auf 2 - 3 % einigen, würde der Bargeldgebrauch über Nacht um 50 % zurückgehen.

VG Zorro

--
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Die in diesem Posting enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageinstrumenten dar.

2*800 an einem Tag

Holger66 @, Nettetal, Dienstag, 08.11.2016, 06:30 vor 3457 Tagen @ Zorro 2955 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 08.11.2016, 13:27

Sollten sich Banken "im Hinterzimmer" auf 2 - 3% einigen, würde der
Bargeldgebrauch über Nacht um 50% zurückgehen.

Das wäre allerdings wirklich bösartig.

Ich habe dieser Tage bei der hiesigen Volksbank-Filiale problemlos 2*800 Euro nacheinander aus dem Automaten ziehen können. Mehr als 800 pro Transaktion lässt der Automat nicht zu.

H.

EC-Karten Limite

Orlando ⌂ @, Dienstag, 08.11.2016, 09:32 vor 3457 Tagen @ Zorro 2735 Views

Sorry, hatte ich nicht extra recherchiert, ich stand bloß schon mal am Ende der Welt, und der Kartenleser im Laden sagte nur noch "error". Da half dann nur, dass ich mich auf Reisen prinzipiell mindestens auf zwei Schuldner verlasse. D.h., die Kreditkarte darf natürlich nicht auch vom selben Institut, dass das Girokonto führt, stammen.

Eben mal abgefragt: aktuell ist meine Karte von Haus aus beschränkt auf im Inland 550 täglich und 1100 pro Woche. Im Ausland: 2000 täglich und 4000 pro Woche.

Diese Limite kann man aber erhöhen lassen, wie man will (und solvent ist [[zwinker]] ). Damit will einen die Bank bei Betrug schützen, damit ein Dieb bspw. nicht den ganzen Kreditrahmen abschöpfen kann.

Das legt aber jede Bank für sich selbst fest, in meinem Fall eine verträumte kleine Genossenschaft.

Lustig wird es, wenn man nicht vorher anruft

nesco, Dienstag, 08.11.2016, 15:50 vor 3457 Tagen @ Zorro 2434 Views

Hallo in die Runde,

ich wurde mal mit Fragen durchlöchert, als ich einen mittleren 4-stelligen Betrag am Schalter testweise ohne vorherigen Anruf abheben wollte.

- Wofür ich das Geld brauche
- Ob ich nicht ein paar Tage warten könnte
- Und ob es denn wirklich nötig sei

Sehr kuriose Situation, die mich doch etwas verwundert hat.
Dadurch, dass ich das Geld in 1. Linie wirklich nur haben wollte ohne bestimmten Verwendungszweck, musste ich mir kurzerhand Begründungen aus den Fingern saugen, was ziemlich unangenehm war, da man sich wie ein Bittsteller vorkam.
Die Bank war übrigens eine ganz normale Sparkasse.

Gibt es da eigentlich ein Gesetz, dass man wirklich vorher anrufen muss?
Oder eine übergeordnete Bankenrichtlinie?

Grüße, nesco

Begründung!

Zorro @, Dienstag, 08.11.2016, 17:15 vor 3457 Tagen @ nesco 2366 Views

Hallo in die Runde,

ich wurde mal mit Fragen durchlöchert, als ich einen mittleren
4-stelligen Betrag am Schalter testweise ohne vorherigen Anruf abheben
wollte.

- Wofür ich das Geld brauche
- Ob ich nicht ein paar Tage warten könnte
- Und ob es denn wirklich nötig sei

1. Spielcasino-Abend
2. Geh jetzt ein Porsche kaufen beim Türken
3. Puffbesuch mit Orgie


Sehr kuriose Situation, die mich doch etwas verwundert hat.

Hab alle 3 Varianten schon ausprobiert, seitdem fragt man mich nicht mehr [[freude]]

Dadurch, dass ich das Geld in 1. Linie wirklich nur haben wollte ohne
bestimmten Verwendungszweck, musste ich mir kurzerhand Begründungen aus
den Fingern saugen, was ziemlich unangenehm war, da man sich wie ein
Bittsteller vorkam.
Die Bank war übrigens eine ganz normale Sparkasse.

Bei mir auch die Sparkasse. Ist eine Anordnung mit Hintergedanken, ob man dir noch ein Zusatzgeschäft, Versicherung, Sparplan aufs Auge drücken kann.


Gibt es da eigentlich ein Gesetz, dass man wirklich vorher anrufen muss?
Oder eine übergeordnete Bankenrichtlinie?

Sagen wir Geschäftsbedingung, um die Kohle vorrätig zu haben, falls du Kunde bei einer "Pupsstelle" bist.

VG Zorro

--
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LOL, so kreativ war ich dann doch nicht...

nesco, Dienstag, 08.11.2016, 18:38 vor 3457 Tagen @ Zorro 2111 Views

Ich meine, dass ich dann etwas von einem Kauf einer Motorsäge im nächsten Baumarkt gefaselt habe.
(mit Blattgold und so [[zwinker]] )
Wie ich in dem Moment darauf gekommen bin? Kein Plan! [[freude]]

Ich glaube, die gute Dame kam sich dann auch ein wenig veräppelt vor.
Naja, nächstes mal bin ich dann besser vorbereitet mit deinen Ideen. [[top]]

Auf eine spannende Wahlnacht, nesco

Grundsätzlich sind es doch 'täglich fällige Sichteinlagen'?

QuerDenker @, Dienstag, 08.11.2016, 18:55 vor 3457 Tagen @ Zorro 2099 Views

Hallo Zorro,

Hab alle 3 Varianten schon ausprobiert, seitdem fragt man mich nicht mehr

[[smile]]

Gibt es da eigentlich ein Gesetz, dass man wirklich vorher anrufen

muss?

Oder eine übergeordnete Bankenrichtlinie?


Sagen wir Geschäftsbedingung, um die Kohle vorrätig zu haben, falls du
Kunde bei einer "Pupsstelle" bist.

Kann man mit 'Geschäftsbedingungen' wirklich das 'Sichteinlage sind täglich fällig' des KWG - Kreditwesengesetz - kippen?

Oder wurde hier das KWG schon durch irgendeine 'EU-Richtlinie' ausgehebelt?

Viele Grüße

QuerDenker

--
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Pulver her!

Zorro @, Dienstag, 08.11.2016, 19:16 vor 3457 Tagen @ QuerDenker 2197 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 08.11.2016, 20:05

Kann man mit 'Geschäftsbedingungen' wirklich das 'Sichteinlage sind
täglich fällig' des KWG - Kreditwesengesetz - kippen?

Oder wurde hier das KWG schon durch irgendeine 'EU-Richtlinie'
ausgehebelt?

Viele Grüße

QuerDenker

Du fragst Sachen...!

Ich kenne jetzt nur Sparkassen und Volksbanken. Bei uns vor Ort sind das Hauptfilialen.
Die zahlen einfach aus ohne rumzuzicken.

Bei größeren Beträgen bitten sie den Kunden lediglich, zwecks "Vorratshaltung" den Geldbetrag 1 Tag vorher anzumelden.

Hab mir da tatsächlich auch schon mal einen größeren 5-stelligen Betrag auszahlen lassen.

Man wird in einen Nebenraum gebeten, damit keiner glotzt.

Mir ist kein Gesetz oder eine Geschäftsbedingung bekannt, die die Bank berechtigt, Guthaben einzubehalten.

Zumal bei der "Hausbank" - seit Kindertagen Kunde - sicher ein anderes Verhältnis besteht. Jeder kennt hier jeden...!

Die Banken vor Ort möchten einen guten Namen behalten.

Soweit meine Praxiserfahrung

--
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Danke!

QuerDenker @, Dienstag, 08.11.2016, 22:53 vor 3457 Tagen @ Zorro 1941 Views

Hallo Zorro,

Du fragst Sachen...!

[[lach]]

Mir ist kein Gesetz oder eine Geschäftsbedingung bekannt, die die Bank
berechtigt, Guthaben einzubehalten.

Eben, darauf wollte ich ja heraus... [[zwinker]]

Aber es werden eben leider trotzdem immer wieder gegenüber 'bar-abheben-wollenden-Kunden' praktisch (Teil-)'Guthaben einbehalten' - über (im Sinne des Sichteinlagebegriffs des KWGs zumindestens 'illegitimer') 'Abhebelimits' und 'Voranmeldefristen' usw., denn vom Kunden 'fällig gestellte Sichteinlagen' wären eben am gleichen Tag auszubezahlen!

Irgendwann habe ich dazu einmal irgendwo gelesen, dass ein einmaliges 'Nichtauszahlenkönnen' seitens der Bank zwar 'bankenaufsichsrechtlich' noch nicht als 'Schwächeindikator' zu sehen sei, aber die Bank auf jeden Fall für die 'Verzögerung' aufkommen muss. [[zwinker]]


Beste Grüße

QuerDenker

--
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Urlaubstip für Kartenbenutzer im Ausland

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 07.11.2016, 23:11 vor 3458 Tagen @ Zooschauer 3570 Views

Hallo Zooschauer,

ich kann den Sinn der Automatendebatte nicht so ganz nachvollziehen. [[lach]]

Wenn Du im Urlaub nach Takkatukkaland reist, könnte der dortige Automat Dir die Zusammenarbeit verweigern.

Ich unterstelle mal, dass so ein Erlebnis schmerzhafter ist, als wenn Du in einer Woche nur noch €500,- anstatt €1.000,- im Inland am Automaten ziehen kannst.

Ich empfehle Dir, Deine Reisedaten Deinem Kundenbetreuer in der Bank rechtzeitig mitzuteilen und ihn freundlich aber bestimmt darauf hinzuweisen, dass Du Deine Karte am Urlaubsort nutzen willst.

Das Ganze solltest Du rechtzeitig vor Reiseantritt machen, damit der Bankmitarbeiter noch Zeit hat herauszukriegen, wem er die frohe Kunde Deines Urlaubs überbringen darf.

Andernfalls drohen Liquiditätsprobleme für Dich.

Gute Reise!
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Karteneinsatz und Limite

Leserzuschrift @, Dienstag, 08.11.2016, 13:58 vor 3457 Tagen @ Zooschauer 2507 Views

Sehr geehrte Foristen,

aus meiner Erfahrung heraus möchte ich einen verkürzten Überblick zu Bankkarteneinsätzen weitergeben.

Das Bargeldverfügen läuft aus Kostengründen immer mehr über die Kontokarten:
Bei den Direktbanken eh, da keine Kassen wegen des fehlenden Filialnetzes vorhanden sind und bei den Filialbanken, aus Kosten- und Sicherheitsgründen, in immer weniger Filialen. Wichtig: An der Kasse gibt es - noch - kein Limit.
Die häufigst verwendete EC- oder debitcard ist direkt am (Zahlungsverkehrs-)Konto ausgerichtet, d.h. hier kann auch ein von der Bank nach erfolgter Bonitätsprüfung, internes Limit, also der Dispositionskredit, zusätzlich zum Guthaben, für die Barverfügung am Geldautomaten oder im POS oder POZ-Bezahlverfahren bei den Händlern, genutzt werden.

Die debitcard-Einsätze sind immer limitiert: es gibt Standardlimite für den Tageseinsatz und ein Wochenlimit, die im In- und Ausland zur Verfügung stehen. Viele Banken schalten diese Limite jedoch nur für den nationalen Bereich aktiv, bei Auslandsaufenthalten ist daher explizit die Einstellung eines Auslandslimit für die Dauer des Aufenthaltes kundenseitig einzurichten oder zu beauftragen, sonst läuft auf der Reise gar nichts.

Der häufigst verwendete Kreditkartentyp funktioniert anders. Auch hier ist erst mal die Höhe des zur Verfügung gestellten Limits an die üblichen Kriterien zur Kreditvergabe gebunden. Dieses Limit ist für 4 Wochen auch international, sofort an den Geldautomaten oder bei den Händlern, nutzbar.
Alle Transaktionen werden im Gegensatz zu den EC-Karten nicht direkt dem Abrechnungskonto belastet, sondern in einer Autorisierungsphase intern für die Berechtigung zur späteren Verrechnung geprüft, gesammelt und dann zum Monatsende in toto dem Konto belastet. Nach der Abrechnung ist sofort wieder das volle Limit zur Verfügung.

Ein Grund, warum Kreditkarten beim Bezahlen u.a. im Internet beliebt sind, ist der Umstand, dass Kautionen in der Autorisierungsphase eingestellt (und damit bereits das Kartenlimit nutzen) und wieder gelöscht werden können. Außerdem wird der gesammelte Umsatz - im Gegensatz zur EC-Karte – nicht im Lastschrifteinzugsverfahren (und so grundsätzlich retournierfähig), abgebucht. Reklamationen bzgl. der Umsatzabrechnung z.B., werden i.d.R. nur schriftlich bearbeitet.

Alle Banken können per Knopfdruck die Karten in ihren Funktionen verwalten, sekundenschnell, sofort global wirksam. Und wen es interessiert: das Gold unter den Kundendaten liegt bei den Kreditkartenunternehmen. (@ Hopi: M.A.S.T.E.R. Card etc.)

Gruß,
HW

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