Du benennst den Zusammenhang sogar selbst in deinem Zitat
Hallo ELLI,
in Deinem Zitat findet sich der Schlüssel:
„Man erinnere sich an Ende der 70er Jahre, als Gold von 200 auf über
800 USD im Jahr 1980 den bis dato größten Bullenmarkt überhaupt erlebte.
Das Zinsniveau lag im zweistelligen Prozentbereich und die Inflation
galoppierte noch darüber.“
Und genau deshalb ist Ende der 70er (Kondratieff Sommer) der Goldpreis explodiert: Weil trotz nominaler Rekordzinsen der Realzins (Nominalzins - Inflation) negativ war!
Genau das passiert im aktuellen Umfeld doch auch, nur eben mit anderem nominalen Zinssatz und viel kleinerer Inflation. UST2Y liegt bei 0,8% und die Inflation auch irgendwo um den Dreh. Fallen jetzt die Yields noch weiter, dann ist der Realzins trotz bzw. wegen Deflation wieder negativ, wie Ende der 70er Jahre.
Kleines Rechenbeispiel:
Sagen wir 1977 gab es 20% p.a. Zinsen und die Inflation betrug 22% p.a.
---> Du verlierst inflationsbereinigt 2% p.a.
Sagen wir 2017 bekommst Du -2% p.a. Zinsen und die Inflation beträgt 0% p.a.
---> Du verlierst inflationsbereinigt 2% p.a.
Das soll nur veranschaulichen, dass man auch mit nominal anderen/kleineren Zahlen dasselbe - für Gold positive - Umfeld erzeugen kann, wie es damals vorherrschte.
Lies dir bitte mal das PDF durch.
Zwei Charts daraus:
![[image]](http://i.imgur.com/OchN4eA.jpg)
Wie du siehst, haben wir jetzt dasselbe Umfeld, wie Ende der 1970er Jahre: Real Rates are falling.
Selbst Massenpsychologisch kann man es erklären: Die Herde wird kein Risiko (Anleihen, Sparguthaben im Bankensystem) ohne entsprechende Entschädigung (positiver Realzins) auf sich nehmen. Daher wird Reichtum außerhalb des Finanzsystems aufbewahrt: Mit Edelmetallen.
Edit: Nochmal mit Annotation
![[image]](http://i.imgur.com/RL5t2TB.jpg)