Hallo CM!
Du schreibst: Die derzeit wahrscheinlichste Ursache ist der Meterstab, der bei den Ermittlungen sowohl im Wohnmobil der Uwes, wie am Fundort von Peggys Leiche bei der maßstäblichen Fotodokumentation verwendet wurde.
Das könnte hinkommen.
Ja, könnte .. es erscheint aber ziemlich abstrus, daher unterstelle ich das gezielte Legen einer Spur.
Unglücklich ist der (verfrühte) Zeitpunkt der Aufklärung.
Denn Beate Zschäpe ließ über ihren Strafverteidiger Borchert eine schriftliche Erklärung zu der Uwes möglicher Affinität zu pädophilen Neigungen ankündigen.
Ja, Beate Zschaepe, der Hort der ultimativen Wahrheit.
Die hat schon ihre Ex-Freunde der Morde beschuldigt, obwohl es keinerlei gerichtsfeste Beweise dafür gibt.
Diese wäre u.U. als eine Art weiteren Schuldanerkentnisses ausgefallen.
Ja, wie eben es eben immer bei politisch brisanten Prozessen INSZENIERT wird.
Die (insofern verfrühte) Erkenntnis, es könnte sich um ein Artefakt handeln, hat dieses "Geständnis" nun vermutlich verhindert.
Da wäre dann die Argumentation des Verteidigers interessant, der erst etwas angekündigt und es dann wieder bleiben läßt.
Als man die Spur fand, war der Uwe B. pädophil und als sich die Spur als Lüge entpuppte, fiel der Beate und ihrem Anwalt nichts mehr dazu ein.
Das nenne ich mal einen gelungenen Determinismus, denn der wirkt so in die Vergangenheit! ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Denn wäre ein weiteres Geständnis auf dem Fuße gefolgt, so wäre den kritischeren Zeitgenossen die Vermutung gekommen, auch das erste Geständnis könnte unter einem gewissen Druck oder durch Inaussichtstellen von Vergünstigungen entstanden sein.
Die Vermutung besteht seit Jahren, ganz ohne das neu inszenierte Peggy-Uwe-Theater.
Es wäre in der Geschichte kriminalistischer Ermittlungen nicht das erste Mal, daß falsche Selbstbelastungen oder Belastung von nicht mehr befragbaren Toten dazu dienen, Puzzleteile zu ergänzen, die an dieser Stelle sonst fehlen und die Anklage gefährden würden.
Es wird auch nicht das letzte Mal sein.
Und nun kehre ich zum Beginn zurück, dem verunreinigten Meßstab.
Die Wahrscheinlichkeit das diese Story stimmt, tendiert gegen Null.
Denn die falschen DNA-Spuren sind ein wesentliches Merkmal der NSU-Legende.
Dazu zitiere ich aus dem Arbeitskreis NSU, der großartige Arbeit bei Erhellung der Hintergründe leistet.
Die Uwe-DNA bei Peggy ist die 5. Falsch-DNA im Fall NSU
Falsche Spur Nr. 1
Die 1. falsche DNA ist das berühmte Heilbronner Wattestäbchen-Phantom. Es war nach Jahren der Schnitzeljagd durch DNA-Labore halb Europas 2009 gefunden, und angeblich eine polnische Rentnerin.
Quelle: http://arbeitskreis-n.su/blog/
Falsche Spur Nr. 2
Die 2. falsche DNA ist -laut BKA- die Bandidos-Munitionsspur von Berlin 2012, die auch in der Fruehlingsstrasse in Zwickau gefunden worden war. P12.
..
Doch keine Verbindung NSU-Rocker? BKA zweifelt an Spur
Die Probe hatte eine schlechte Qualität und als Beweis nicht verwendbar, siehe dazu n-tv Quelle.
Falsche Spur Nr. 3
Die 3. falsche DNA-Spur ist die zu einem Fahrzeugdiebstahl in Brandenburg.
..
Ministerium dementiert Brandenburger Spur.
Hier wurden sogar wieder die Wattestäbchen in Gespräch gebracht. Chaos zum Quadrat!
Sie vermuten, dass Mitarbeiter der Hersteller der zur Spurensicherung verwendeten Wattetupfer diese verunreinigten. Ein DNA-Abgleich mit den Beschäftigten verlief aber negativ.
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/spuren-ins-nichts
Falsche Spur Nr. 4
Eine DNA-Spur, die in der 2007 vom NSU-Trio bezogenen Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße gesichert werden konnte, stellt die Ermittler im NSU-Verfahren vor ein Rätsel. Sie führt zu Thomas S., der dem rechtsextremen Trio nach dessen Abtauchen die ersten Fluchtwohnungen in Chemnitz besorgt hatte.
..
Die Analyse erbrachte ein überraschendes Ergebnis: Mit 99,85 Prozent Wahrscheinlichkeit besteht demnach zwischen dem Spurenverursacher und dem heute 46-jährigen Thomas S. eine Vater-Kind-Beziehung.
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/nsu-morde-raetselhafte-spur-zum-v-mann-3752196
Also fast 100 %!
Und was kam dann?
Das Ergebnis der Probe war für die Ermittler ernüchternd: Die Söhne von S. kamen nicht als Spurenverursacher an der Überwachungskamera infrage. Noch ernüchternder war allerdings der Umstand, dass wie im Fall des NSU-Mordopfers Michèle Kiesewetter eine Ermittlungspanne unterlaufen war.
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-ermittler-folgten-falscher-dna-spur-a...
Der ganze NSU-Fall ist ernüchternd!
Er hätte längst zu einer Staatskrise auswachsen müssen.
Und nun haben wir die falsche Spur Nr.5!
Die NSU-Erfinder und ihre Marionetten in Politik, Justiz, Polizei und Medien halten die Bevölkerung seit 2011 zum Narren.
Das ist nun endlich mal keine falsche Spur!
mfG
nereus