OT: Rauschgifte, Drogenkartelle, die staatliche Förderung des Drogenhandels durch künstliche Verknappung und Dosissteigerung
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 28.10.2016, 17:14
Vermutlich lernte der Mensch den Rausch schon lange kennen, bevor er lernte, mit dem Feuer umzugehen. Na ja, halbwegs umzugehen.
Zum einen bildet sich Alkohol allein dadurch, daß z.B. Früchte in der Natur fermentieren, was selbst Tieren ab und zu einen Rausch verschafft. Zum anderen dürften die alten Schamanen und Kräuterkundler und Medizinmänner schon von Anbeginn an über bestimmte 'bewußtseinserweiternde' Pilze und Kakteen Bescheid gewußt haben, die es nahezu überall auf der Welt, mit Ausnahme vielleicht des Polarkreises, gibt.
Ob Drogen nicht gar notwendig sind fürs Zusammenleben größerer Gemeinschaften, wird u.a. hier diskutiert: "Perversionen, Rauschgifte und Homosexualität - 3 Wunder der Natur: Gäbe es keine Perversionen, Rauschgifte und homosexuellen Gefühle, so würden sich 90% aller normalen Männer gegenseitig umbringen".
(Nebenbei bemerkt: der Anteil unauffälliger Drogensüchtiger ist z.B. unter Ärzten und Apothekern beträchtlich, da diese sich über Eigenrezept bzw. direkt 'sauberen Stoff' beschaffen können. Und auch unter Gutbetuchten, z.B. auch und gerade Investmentbankern oder Schauspielern gibt es jede Menge unauffällige Dauerkonsumenten. Das Bild von mit Drogenkonsum einhergehendem Verfall und sozialem Abstieg ist i.W. ein Artefakt, wie man an den im Westen legalen Drogen Alkohol und Tabak deutlich sehen kann. Das Artefakt bei verbotenen Drogen rührt i.W. daher, daß deren Preise durch den Verfolgungsdruck künstlich hoch gehalten werden, daß Schmuggel dazu führt, daß man aufkonzentrieren muß, um die Transportmengen zu verkleinern und daß -aus den gleichen Gründen- mit 'Dreck' und 'Rattengift' gestreckt werden muß, so daß sich, anders als bei Alkohol und Tabak, sich der Süchtige mit durch Gewöhnung steigendem Bedarf sich seinen Konsum irgendwann nicht mehr leisten kann bzw. zu schlechten Qualitäten Zuflucht suchen muß. Kann er ihn sich aber dennoch leisten, wie die vorgenannten Gutverdiener, so fällt er lange, u.U. über Jahrzehnte, nicht auf, eben wie beim Alkoholismus auch. Der körperliche Verfall beim Unterschicht-'Drogi' rührt ja zum Gutteil auch daher, daß Geld für Nahrung stattdessen für Drogen aufgewendet werden muß und ein Großteil des Tages auf die Beschaffung draufgeht, während der Gutbetuchte im Restaurant Bio-Koteletten ißt und sich im Fitness-Studio und der Sauna regeneriert sowie Zugang zu verständnisvollen Ärzten, die wie er, siehe oben, z.T. ebenfalls dem gleichen Laster kultiviert frönen, hat. Natürlich gilt das nicht für ganz bestimmte Drogen und deren 'Cocktails', etwa das 'Crack' - aber auch hier handelt es sich um ein Artefakt: diese Cocktails und bestimmte schnell süchtig machende und persönlichkeitszerstörende Drogen würden nämlich von den Abhängigen gemieden, so, wie schlechter Schnaps mit Methylalkohol nur in Zeiten der Prohibition ein Problem darstellt, könnten sie sich ein normales Leben mit 'erschwinglichen' nicht so gefährlichen Drogen leisten. Das hat mit Befürwortung von Drogenkonsum nichts zu tun, es geht um reine Fakten, die aber die Politiker, die selbst in das System verstrickt sind, nicht hören wollen oder die manche sogar bewußt ignorieren, weil sie auf bestimmten 'Gehaltslisten' stehen.)
Für 'Einsteiger': "Wörterbücher zu Rauschgiftbegriffen und der Subkultur".
In Europa, USA und Kanada gibt es auch Kulte, denen es trotz allgemeinen staatlichen Verbotes erlaubt ist, bestimmte 'göttliche' Drogen im Rahmen ihrer Rituale einzunehmen (vgl. z.B. Ayahuasca/DMT in den Niederlanden). Religionsfreiheit ist als Grundrecht sogar stärker als allgemeine staatliche Drogenverbote, auch wenn es eng begrenzte Einzelfälle sind. Siehe auch Wikipedia "Religion and drugs" und "Top 10 Psychoactive Substances Used In Ceremonies".
Die Berührung mit Opiaten begann wohl spätestens mit der Landwirtschaft und Seßhaftigkeit: "Das Weizengluten und das Kasein der Milch enthalten Opiate, die vom Körper dreihundertmal schwieriger abzubauen sind als Heroin. Wir sind also bei Standardernährung anästhetisierte Junkies." Vgl. auch Frank Löhrer: "Biogene Suchtmittel".
Mittlerweile, nachdem die meisten Staaten seit Jahrzehnten unter enormen Kosten vergeblich versuchen, des Drogenschmuggels und -handels Herr zu werden, zeichnen sich erste der Einsicht und Vernunft in die Aussichtslosigkeit eines solchen Unterfangens geschuldete Gegenbewegungen ab.
So gibt es vereinzelte Länder und US-Bundesstaaten, in denen zumindest 'weiche' Drogen teilweise legalisiert werden oder zumindest der Besitz für Eigengebrauch straffrei gestellt wird. Und man läßt, nachdem Hanf aufgrund der Interessen der Chemie- und Pharmaindustrie Mitte des 20. Jahrhunderts verboten wurde, peu a peu auch wieder Eigenverbrauch und Eigenzucht von Cannabis für bestimmte Patienten zu. Die Psychologie nennt dies sekundären Krankheitsgewinn.
Auch Crystal Meth gehört inzwischen zu Deutschland, so, wie Kokain und Alkohol, das in Bundestagsarbeitsgruppen intensiv studiert wird. Drogen sind weiter verbreitet, als den meisten bewußt ist.
In der 'großen Politik' geht es vor allem um ... "Militärbasen, ... Rauschgift, ... Erdöl- und Erdgas-Reserven", weshalb der Drogen'krieg' auch nie gewonnen werden kann, weil Rauschgiftproduktion und -verteilung sehr stark bestimmten Geheimdiensten in die Hände spielt und auch das 'schwarze Budget' für bestimmte Aktionen, die von den betreffenden Parlamenten und ihren Haushaltsausschüssen niemals geduldet und finanziert würden, speist.
Vgl. "George Bush senior steht im dringenden Verdacht, im Drogengeschäft der CIA in Mittel- und Südamerika mitgemischt zu haben", siehe auch "Rauschgifte: Schmiermittel der Geopolitik" und z.B. "Wall Street, CIA and the Global Drug Trade" und Querverbindungen zu 9/11.
Allgemein zu Rauschdrogen:
- "Rauschdrogen und andere psychotrope Substanzen: Formen, Wirkungen, Wirkmechanismen"
- "Rauschgifte: Ein naturwissenschaftliches Handbuch"
- "Harte Drogen - weiche Drogen?: Alle wichtigen Suchtmittel und wie sie wirken. Wie Sie Signale für eine Abhängigkeit erkennen. Hilfreiche Informationen für Eltern, Freunde und Lehrer"
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