Bevölkerung
Du schreibst erst von Völkern, dann von der Bevölkerung, schließlich von Ländern.
1.) Wer in Afrika Macht über Ressourcen hat verteilt an die Familie, im Weiteren dann an seinen Stamm. Das "Land" bzw. die vor relativ kurzer Zeit eingeführten, nationalstaatlichen Modelle spielen eine untergeordnete Rolle: der Staat gibt nicht viel, er nimmt aber auch nicht viel. 90 % der Einwohner der fraglichen Gebiete arbeiten im informellen Sektor, haben mit dem Staat wenig zu tun, höchstens mit Blockposten wo sich die staatliche "Polizei" bereichert.
Auf beiden Seiten (alte Welt - neue Welt) verhandelt über die Ressourcen nicht "man" sondern konkrete Führer an welche die Macht delegiert wurde bzw. die die Fäden eben in der Hand halten.
2.) Es herrscht in Afrika kein Mangel an "jüngerer, arbeitsfähiger Bevölkerung". Es herrscht dort noch nicht mal ein Mangel an Akademikern. Solche finden dort - wenn überhaupt - nach einem mehrjährigen Hochschulstudium regelmäßig nur zu einfachen Verwaltungspositionen. Allgemein betrachtet herrscht heute fast nirgendwo ein Mangel an "arbeitsfähiger Bevölkerung". Mangel herrscht immer nur an Spezialisten welche an (teuren) Systemen ausgebildet wurden und unmittelbaren Kontakt dazu haben. Solche Systeme werden in von Stämmen dominierten Regionen selten installiert.
3.) Ein 20-jähriger Migrant verursacht durchschnittlich sehr geringe Kosten in Deutschland. Verpflegung, Kleidung, Unterkunft, Transport - nicht der Rede wert. Deutschland ist offensichtlich nicht ausgelastet. Andernfalls hätte der Migrantenstrom 2015/2016 gar nicht so reibungslos bewältigt werden können.
Die Sinnhaftigkeit der Aktion, also in Anbetracht der Vollautomatisierung, quasi als Überbrückung noch schnell Mio Menschen in die Solidargemeinschaft BRD zu locken ist fraglich. 80 % der Wähler unterstützen das Konzept jedenfalls. Vermutlich, weil das Hemd näher als die Hose ist, sprich die Masse eben doch eher einen Mohammedaner als eine Pflegeroboter wünscht und nicht in der Lage ist die Ware an der Supermarktkasse selbst zu scannen.