OT: Monsanto und Glyphosat sowie Neonicotinoide u.a. Herbizide, nur Unkrautkiller oder auch Bienengift und Menschengefährder?

Literaturhinweis @, Montag, 24.10.2016, 09:39 vor 3471 Tagen 5238 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 13:14

Spätestens seit der Monsanto-Übernahme durch die Bayer AG (wohl bekomm's) gehört ja nun auch noch Glyphosat zu Deutschland (wie auch die Gentechnik) -und zur EU-, quasi als Entschädigung für die nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches enteigneten Patente auf ähnliche chemische Kampfstoffe.

Die Übernahme erfolgte wohl gerade zum rechten Zeitpunkt: "Aufgrund von Überkapazitäten für die Glyphosatproduktion in China sieht der Konzern ein dauerhaftes Überangebot am Markt."

Mit der Unkrautbekämpfung hat ja selbst das deutsche Bundespräsidialamt Erfahrung, da liegt es nahe, den Absatz solcher Mittel durch Subventionen zu fördern.

Man muß nur von kleinauf damit umgehen lernen, dann kann man die Dosis langsam steigern, von der Wiege bis zur Bahre und auf dem Oktoberfest.

Nun will die Kritik an solchen Mitteln einfach nicht verstummen, während andere meinen, es ginge gleich ganz ohne. Da reden sie von "enkeltauglicher Landwirtschaft" dabei wissen wir längst: "Vor den Vätern sterben die Söhne"! Vgl. auch "Unkraut natürlich bekämpfen" und den Antipoden "Kraut unnatürlich erkämpfen".

Während es unzählige Studien zur Harmlosigkeit von Glyphosat gibt (sogar als Trinkwasserzusatz wird es gehandelt), leisten u.a. ein paar Gallier Widerstand.

Wirkungen von Glyphosat

Glysphosat legt Spurenelemente im Boden fest. Kann " ...in Kombination mit Nitraten im Boden Nitroglyphosat bilde[n, das] ... seit langem für die Auslösung von Leberkrebs bekannt ist."

"Glyphosat vernichte nicht nur Wild- und Schadkräuter, sondern auch die Fressfeinde der Stechmücke". Vgl. auch die Herbizid-Befürchtungen rund um Mikroenzephalie und Zika-Virus.

"Verbreitet sich die Resistenz weiter, wird Roundup wirkungslos und sein Einsatz nutzlos ...".

Verursacht Fehlgeburten bei Tieren und evtl. Krebs beim Menschen und evtl. Berufskrankheiten wie etwa Parkinson. Hat Giftspritze Hillary Clinton etwa Glyphosat eingesetzt?


Weiter mit "Literatur zu Glyphosat/Roundup/Monsanto, Bedenken, Kritik, Chemie/Analytik, Politik & Landwirtschaft, Gesundheit & Krankheit"

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Literatur zu Glyphosat/Roundup/Monsanto, Bedenken, Kritik, Chemie/Analytik, Politik & Landwirtschaft, Gesundheit & Krankheit

Literaturhinweis @, Montag, 24.10.2016, 09:40 vor 3471 Tagen @ Literaturhinweis 4438 Views

Siehe insbes. auch Kritik an Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln allgemein


Toxikologie, Chemie, Mikrobiologie und Analytik des Glyphosat

Chemie des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel    |    Chemie des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel

Analytik von Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel    |    Analytik des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel

Lebensmittelchemie bzgl. Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln    |    Glyphosat- und Pflanzenschutzmittel-Rückstände

Toxikologie und Umweltausbreitung von Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln    |    Toxikologie des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel

Mikrobiologie des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel


Monsanto und Glyphosat u.a. Pflanzen'schutz'mittel - Politik, Wirtschaft, Recht, Geschichte und Zukunft

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel: Politik    |    Politik zu Pflanzenschutzmittel und Glyphosat     |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - die Politik    |    Umweltpolitik zu Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln

Geschichte von Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln

Wirtschaft, Glyphosat und Pflanzenschutzmittel    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Zukunftsforschung

Glyphosat-Hersteller Monsanto allgemein    |    Glyphosat-Hersteller Monsanto - Sonstiges

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Wirtschaftliche Aspekte    |    Glyphosat, Pflanzenschutzmittel und Pharmaindustrie    |    Glyphosat und Politik

Recht des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel


Monsanto, Glyphosat und Gentechnik

Pflanzenschutzmittel und Gentechnik allgemein    |    Pflanzenschutzmittel und 'grüne' Gentechnik    |    Gentechnik, Glyphosat und Pflanzen    |    Politik der Gentechnik - Glyphosat und Pflanzenschutzmittel    |    Gentechnik, Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Sonstiges


Kritik an Monsanto, Glyphosat und Gentechnik

Kritik an Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln    |    Kritik an Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln u.a. in Lebensmitteln

Landwirtschaft, Glyphosat und Pflanzenschutzmittel    |    Gifte wie Glyphosat und Pflanzenschutzmittel in Lebensmitteln

Sicherheit von Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln


Andere Pflanzenschutzmittel (Malathion, Neonikotinoide u.a.)

Vgl. auch "Brasilien: Herbizid-Befürchtungen rund um Mikroenzephalie und Zika-Virus"

Pflanzenschutzmittel Malathion    |    Pflanzenschutzmittel Neonikotinoide allgemein    |    Pflanzenschutzmittel Neonikotinoide und Bienen(sterben)


Ökologie/Umweltverträglichkeit des Glyphosat/Roundup

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Schädlinge    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel in der Umwelt(politik)    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel im Weinbau

Öokologie von Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln allgemein    |    Ökologie von Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln und Bienenhaltung    |    Glyphosat, Pflanzenschutzmittel und Bienenschutz    |    Ökologie der Landwirtschaft bzgl. Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln    |    Ökologie des Glyphosat und der Pflanzenschutzmittel

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Gewässerschutz    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Grundwassereintrag

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel in Lebensmitteln


Anwendung von Glyphosat/Roundup

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel im Gartenbau    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Sachkundeprüfung    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel- Schutzmassnahmen

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel allgemein    |    Biologische Landwirtschaft, Glyphosat und Pflanzenschutzmittel

Anwendung von Glyphosat und sonstigen Pflanzenschutzmitteln    |    Pflanzenkrankheiten und -schädlinge und Glyphosat bzw. Pflanzenschutzmittel    |    Glyphosat und Pflanzenschutzmittel im Gartenbau    |    Jahresberichte zu Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel - Sonstiges    |    Glyphosat speziell und Pflanzenschutzmittel allgemein


Sonstiges: Belletristik, Homöopathie, Biologischer Pflanzenschutz, Alternativen

Alternative schadstoffarme Ernährung    |    Glyphosat, Pflanzenschutzmittel und ethische Fragen

Biologische Pflanzenschutzmittel

Glyphosat und Pflanzenschutzmittel in der Homöopathie    |    Literarische Befassung mit Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln


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Ich kann Dir von nahezu allen Themen ähnliches kritisches Material zur Verfügung stellen

J. v. Liebig @, Montag, 24.10.2016, 11:06 vor 3471 Tagen @ Literaturhinweis 4132 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 12:47

..von jedem erdenklichen Thema kann man ähnliches kritisches Material selektieren, was soll das?

Hast Du schon einmal etwas mit Boden und Pflanzen zu schaffen gehabt?

Ich möchte hier weder dieses noch jenes verteidigen und mich schon gar nicht vor irgendeinen Karren spannen lassen, aber dieses "Grünen Thema" bringt mich auf die Palme.

Habe übrigens bereits hunderte Liter Round Up eingesetzt, ganz niedrig dosiert, damit die Zielpflanzen das Mittel bis in die letzte Wurzelspitze hineinwachsen und nicht vorher die Assimilat-Verlagerung einstellen. Das führt dann später dazu, dass man weniger Ungrass und Unkrautdruck hat in der Kultur hat (spreche ganz bewusst nicht von Sikkation).

Diese und viele andere Maßnahmen in einer Kette führen dann letztlich dazu, das Getreide per Schiff besonders nach Afrika, in den nahen Osten und wo auch immer verschifft wird.
Deutsche Ware ist beliebt aus mehrerlei Gründen.., aber das würde zu weit führen.

..by the way, Europa sollte GMO-frei bleiben....

Das Verwerflichste sind meines Erachtens die Tierversuche zur Ermittlung der Toxität zum Nachweis der Unbedenklichkeit von Chemieprodukten.

Gruß v. L.

'Ich kann Dir von nahezu allen Themen ähnliches kritisches Material zur Verfügung stellen' Ehrlich? Das wäre nett!

Literaturhinweis @, Montag, 24.10.2016, 12:12 vor 3471 Tagen @ J. v. Liebig 4131 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 13:13

ich kann Dir von nahezu allen Themen ähnliches kritisches Material zur Verfügung stellen

Warum tust Du es dann nicht? Scheint ja, wenn man mich so sieht, ganz einfach zu sein.

..von jedem erdenklichen Thema kann man ähnliches kritisches Material selektieren, was soll das?

Ich habe eben gerade nicht selektiert. Was sollte das auch?

Sollte allerdings die objektive Literaturauswahl aus Amazon Dir unausgewogen scheinen, dann gibt es (mindestens) drei Möglichkeiten:

1) Du bist in einer bestimmten Richtung voreingenommen.

2) Das Angebot auf Amazon hat eine 'Kurtosis', d.h. Amazon wählt selektiv nur kritische Literatur aus und verzichtet auf den Verkauf der lobenden. Da würde ich als Amazon-Aktionär doch dem Bezos mal ganz kräftig in den Allerwertesten treten, da er dem Kunden Justus von Liebig nun verwehrt hat, das zu kaufen, was er hören bzw. lesen wollte.

3) Oder das (von Dir so empfundene) Übergewicht Glyphosat-kritischer Literatur hat den einfachen Grund, daß die Kritiker mehr Argumente haben, als die Befürworter.

Ich persönlich kann das nicht beurteilen, ich habe lediglich und ohne persönliche einschränkende Vorauswahl genau die Literatur hier verlinkt, die bei Amazon und im Wesentlichen auch beim Katalog der Deutschen Bibliothek zu Stichworten wie "Glyphosat" oder "Monsanto" als 'Treffer' angezeigt wird; nach Ausscheiden weniger offenbar unsinniger "Treffer", die einfach falsch einsortiert waren, als da wären:

- Pflanzenschutzmittel '95 (veraltet)

- Pflanzenschutzmittel im Feldbau 1982 (veraltet)

- Neil Young: Heart of Gold: Die Chronik in Bildern (da hat ein Amazon-Sachbearbeiter geträumt ...)

- DuMont Reiseabenteuer Unter dem Schutz des heiligen Gaucho: Siebentausend Kilometer durch Argentinien (mag schon sein, daß da irgendein Gaucho über Glyphosat oder Monsanto schimpft oder lobhudelt, aber der Titel erschien mir doch zu weit hergeholt)

- National Geographic Explorer. Lissabon. Öffnen, aufklappen, entdecken (bei aller Liebe zu Urban Gardening ...)

- [Perpetuating the Memory of a Sportscaster [ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER BY Monsanto Sr, Liston B. ( Author ) Feb-01-2006[ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER [ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER BY MONSANTO SR, LISTON B. ( AUTHOR ) FEB-01-2006 ] By Monsanto Sr, Liston B. ( Author )Feb-01-2006 Paperback (ohne Worte)

Dabei will ich es belassen. Die Verschlagwortung und Klassifikation von Amazon taugt halt nichts, Jeff Bezos war nie Buchhändler, der hat nur einen Versandbuchhandel aufgemacht, weil er zufällig eine CD mit dem US-Buchkatalog fand. Sonst hätte er mit Lingerie angefangen, vermute ich.

Hast Du schon einmal etwas mit Boden und Pflanzen zu schafffen gehabt?

Ja, vielleicht mehr als Du. Das geht aber, siehe oben, gänzlich am Thema vorbei. Ein Bibliograph muß auch nix mit BDSM am Hut haben, um Dir eine Dir vielleicht gefälligere Literaturliste zu erstellen.

Man muß sich vielmehr fragen, warum Landwirte im Studium einen Bibliothekar für ihre Magisterarbeit aufsuchen, wenn der doch so richtig keine Ahnung hat?!

Ich möchte hier weder dieses noch jenes verteidigen

Na also, genau meine Position. Aber erst mal 'dicke Arme machen', gelle???

und mich schon gar nicht vor irgendeinen Karren spannen lassen,

Klingt aber verdächtig anders.

aber dieses "Grünen Thema"

Glyphosat ist weiß Gott der Antipode zu "grün". Wo hast Du das jetzt wieder her???

bringt mich auf die Palme.

Palmöl - war da nicht auch was, was die Grünen auf die Bäume treibt? Et tu, Brute?

Habe übrigens bereits hunderte Liter Round Up eingesetzt,

Ich vermute, Du schreibst unter Pseudonym?

ganz niedrig dosiert,

Das ist sicher keine Wertung? Man kann das Zeug doch sogar pur trinken.

damit die Zielpflanzen das Mittel bis in die letzte Wurzelspitze hineinwachsen und nicht vorher die Assimilat-Verlagerung einstellen. Das führt dann später dazu, dass man weniger Ungrass und Unkrautdruck hat in der Kultur hat.

Fukuoka hatte hier andere Ansichten, würde aber den heutigen 'Grünen' mit dem Samurai-Schwert einen Scheitel ziehen.

Diese und viele andere Maßnahmen in einer Kette führen dann letztlich dazu, das Getreide per Schiff besonders nach Afrika, in den nahen Osten und wo auch immer verschifft wird.

Tja, das haben die dort auch schon gemerkelt. Drum flüchten die durch das hoch subventionierte EU-Getreide und -Fleisch und das hochsubventionierte US-Soja von der Scholle vertriebenen Bauern in Afrika in die Städte, um sich vom World Food Program alimentieren zu lassen.

Deutsche Ware ist beliebt aus mehrerlei Gründen.., aber das würde zu weit führen.

Ja, laß' besser. Die Herero haben ihre Liebe zu deutscher Wertarbeit bis heute nicht überwunden. Das EU-Getreide landet nur in Afrika, weil es dort zu einem geringeren Preis angelandet wird, als der dortige Bauer, der einen Dollar pro Tag verdient, selbst produzieren kann. Es sind die Überschüsse, die die EU mit ihrer Gemein(sam)en Agrarpolitik erzwingt und dann den Afrikanern ebenso aufzwingt, wie z.B. das hier eingesammelte Plastik des Dualen Systems ("Gruener" Punkt).

Das ist etwa so, wie wenn man den Chinesen den Transrapid schenkt und dann heult, daß er hier für teuer Geld nicht mal zwischen München Hauptbahnhof und Flughafen konkurrenzfähig ist.

..by the way, Europa sollte GMO frei bleiben....

Das würde sich regeln, wenn Monsanto, Syngenta und BASF haften müßten für Quer-Pollination zu benachbarten Äckern, die dabei z.B. ihre Bio-Zulassung verlieren und damit der Bauer seine Existenz. Stattdessen verklagt Monsanto Bauern, deren Pflanzen unfreiwillig durch Pollen- oder Samenflug Monsanto-Gene enthalten, auf Zahlung von Patentgebühren, weil sie "illegal" Monsanto-Patente nutzen. Ich würde vorschtig sein, solchen Mafia-Paten den Steigbügel zu halten, um nicht irgendwann an derselben Laterne zu hängen.

Das Verwerflichste sind meines Erachtens die Tierversuche zur Ermittlungder Toxität zum Nachweis der Unbedenklichkeit von Chemieprodukten.

Du bist also auch gegen den Einsatz von Herbiziden, denn dann gäbe es diese nach gängiger Zulassungspraxis gar nicht und das Problem, aber leider auch dieser Literaturhinweis, wäre vom Tisch?!

--
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Hast du Bienen, Hummeln und Wespen gesehn?

Reffke @, Montag, 24.10.2016, 12:19 vor 3471 Tagen @ J. v. Liebig 4255 Views

Hallo J. v. Liebig,
Mal im Ernst, rein aus Interesse:
Hier um Eindhoven/NL habe ich dieses Jahr weder Bienen noch Hummeln gesehen, nur eine Wespe... kaum Fliegen, aber viele Tigermücken!
Was ist da los!?
Offenbar stimmt Vieles in der Natur nicht mehr und die "Chemische Keule" steht unter Verdacht, ganz egal wie hoch man sie dosiert!

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Ich bin hier von Maisfeldern usw. umgeben....

ottoasta @, Montag, 24.10.2016, 14:37 vor 3471 Tagen @ Reffke 4313 Views

..........auch Gerste und Weizen.

Die Bauern spritzen wie verrückt!

Heuer: Hummel: keine; Wespen: sehr vereinzelt.

Ein mir sehr gut bekannter Hobbyimker (hat ca. 12 Völker) stöhnt unter der massiven Maiswirtschaft! Und unter der gleichzeitigen Mahd der Wiesen für Silage!

Mit riesen Mähmaschinen werden die Wiesen alle auf einmal gemäht.

Da gibt es sowieso schon sehr wenig Blütenpflanzen, sodass die Imker auch im Sommer Zucker zufüttern müssen.

Eine Sauerei der Bauern!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Bienen und Hummeln..

J. v. Liebig @, Montag, 24.10.2016, 14:44 vor 3471 Tagen @ Reffke 4296 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 16:07

Hallo Reffke,

der unspezifische Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hatte sicherlich seinen Höhepunkt in den 70ern und frühen 80ern.
Ein Indikator für die Umweltbelastung durch chemische Einträge ist das Aufkommen von Kröten und Fröschen.
Diese reagieren ganz empfindlich auf "Pestizide". Kröten und Frösche sind bei uns in Schleswig Holstein seit einigen (ca. 10) Jahren wieder zurück (so laut, dass man in einer lauen Sommernacht die Fenster schließen möchte). Die Frösche und Kröten "verschwanden" in den späten 60ern. Hatten als Kinder noch damit "gespielt", dann waren Sie weg (vermuteter Zusammenhang mit Pestiziden).

Wie es sich mit den Bienen und Hummeln verhält, kann ich nicht sagen.
Denke jedoch, dass die Belastung mit Pflz-Mittel seinen Höhepunkt seit Jahren überschritten hat. Vielleicht ist es in Holland anders, es würde mich aber wundern.
Seit einigen Jahren (4) sind nun auch die sogenannten Neonicotinoide nicht mehr zugelassen. Eine Veränderung in der Insektenpopulation hat sich bisher scheinbar nicht ergeben.

Es ist nicht meine Absicht, etwas zu rechtfertigen, sondern aufgeschlossen zu agieren... .

Gruß v. L.

Interessantes Interview dazu.

siggi, Montag, 24.10.2016, 14:58 vor 3471 Tagen @ J. v. Liebig 4021 Views

Hallo L.

Eine Veränderung in der Insektenpopulation hat sich
bisher scheinbar nicht ergeben.

Es ist nicht meine Absicht, etwas zu rechtfertigen, sondern aufgeschlossen
zu agieren... .

http://www.deutschlandfunk.de/musik-und-fragen-zur-person-der-ornithologe-peter-berthol...

Wenn du mal Zeit hast. Sehr aufschlussreich und erschreckend.

Auf dem Land bis zu 90% der Insektenbestände ausgerottet, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

LG

siggi

Bienen und Insekten

J. v. Liebig @, Montag, 24.10.2016, 15:56 vor 3471 Tagen @ J. v. Liebig 3985 Views

eine Änderung der Insektenpopulation in Zusammenhang mit dem Verbot der Neonicotinoide hatte ich vorhergend festgestellt, ist (mir) bisher nicht bekannt.

Keine Ahnung, worauf Du Dich beziehst, aber Insekten begegnen mir in Hülle und Fülle, allerdings nicht im Winter. - um einmal einen gemeinsamen "Nenner" zu definieren.

Gruß v.L.

Knifflig: Wem soll man "glauben"!? Studie zum Thema

Reffke @, Montag, 24.10.2016, 16:11 vor 3471 Tagen @ J. v. Liebig 3861 Views

Hallo Justus,

Erstmal Dank für die Antwort!
Habe inzwischen interessehalber im Netz gesucht, und dabei diese Studie gefunden:
"Roundup & Co – Unterschätzte Gefahren" Stand Dezember 2014
Populär gehalten, aber ziemlich akademisch: Starker Tobak!

Aus der "Graswurzelperspektive" liest sich das so:
Insektenpopulation in NRW um 75 Prozent gesunken

Also: was ist da los!?

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Wem soll man glauben?

J. v. Liebig @, Montag, 24.10.2016, 16:56 vor 3471 Tagen @ Reffke 3847 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 17:03

Hallo Refke,

wem soll man glauben?

mir brauchst Du nichts zu glauben, ich kann letztlich auch gar nicht über die Toxität eines Pflz-Mittels urteilen.


Ich habe lediglich meine Beobachtungen auf einem Zeitstrahl kundgetan.

Recht habe ich ebensowenig wie es eine objektive Beobachtung gibt.

Wie gesagt beabsichtige ich nicht, mich vor irgend einen Karren spannen zu lassen.
Vielleicht komme ich in der Glyphosat-Diskussion später zu einem ganz anderen Schluss.

Aber ich trage dazu bei, dass bsp. in Hamburg Schiffe Richtung 3.Welt den Hafen mit Brotgetreide verlassen.

Gruß v.L.

Nicht nur Pflanzenschutzmittel sind schuld.....

Fobi @, Oberbayern, Montag, 24.10.2016, 22:15 vor 3470 Tagen @ Literaturhinweis 3854 Views

Es gab auch schon öfter den Verdacht, dass auch die Strahlenbelastung durch Handy und Funk das Bienensterben fördert. Natürlich wurden solche Vermutungen von den Mobilfunkbetreibern und diversen Instituten sofort in Reich der Fabeln verwiesen. Dass aber ein "unabhängiges" Institut, welches dies erforschen soll, aber von einem Mobilfunkbetreiber bezahlt wird nichts negatives dazu erforschen wird ist auch klar.
Die Strahlung ist nicht schädlich....[[euklid]]

Aber beim vor kurzen endgültig eingeführten Tetrafunk sollen die Funkgeräte ohne Aussenantenne nicht im Fahrzeug eingeschaltet und verwendet werden, da anscheinend doch eine Gesundheitsgefährdung davon ausgehen kann[[freude]]

Wen es schon für den Menschen schädlich sein kann, wie soll es dann nur den Bienen und Hummeln ergehen?[[sauer]]

Diesen Imkern sollte man den Führerschein entziehen!!!

Literaturhinweis @, Montag, 24.10.2016, 22:43 vor 3470 Tagen @ Fobi 4280 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 22:46

Aber beim vor kurzen endgültig eingeführten Tetrafunk sollen die Funkgeräte ohne Aussenantenne nicht im Fahrzeug eingeschaltet und verwendet werden, da anscheinend doch eine Gesundheitsgefährdung davon ausgehen kann[[freude]]
Wenn es schon für den Menschen schädlich sein kann, wie soll es dann nur den Bienen und Hummeln ergehen?[[sauer]]

Also, wer bei eingeschaltetem Tetrafunk seine Bienen im Innenraum des Autos spazierenfährt, dem gehört der Führerschein entzogen!

Ich bin allerdings nach längerem Lesen hier im Forum zum Schluß gekommen, daß nicht Glyphosat oder Neonicotinoide die Ursache für das Bienensterben sein können.

Bienensterben ist viel zu komplex, als daß es determiniert sein könnte!

Und Menschen sind bekanntlich noch chaotischer als Hummeln.

Schon bei den neurologisch einfacher gestrickten Hühnern konnte hier keine Einigkeit erzielt werden.

---

In freier Natur könnte es helfen, den Bienen und Hummeln beizubringen, sich von Sendern äquidistant zu halten.

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Wichtiger Hinweis für alle Bienenfreunde

Leserzuschrift @, Dienstag, 25.10.2016, 12:51 vor 3470 Tagen @ Literaturhinweis 3551 Views

Sehr geehrtes Forum,

es sei mir erlaubt auf folgende Ausarbeitung zum Thema Bienensterben hinzuweisen: Neonikotinoid-Insektizide als Verursacher des Bienensterbens
Ein Addendum zum Beitrag von Hans-Joachim Flügel in der Märzausgabe der EZ (Hymenoptera: Apidae), lässt sich schnell googeln, als PDF herunterladen und stammt von Prof.Dr.med. Klaus-Werner Wenzel aus dem Jahr 2015.

Aus der Zusammenfassung:

Die Analyse des
Bienensterbens aus biologischer Sicht
von H.-J. Flügel (EZ 1/2015) wird mit
dem aktuellen Wissenstand auf umwelt-
toxikologischer Basis abgerundet. Es
finden sich überzeugende Hinweise,
dass systemische Insektizide, insbeson-
dere Neonikotinoide (NN), für die Ver-
luste von Honigbienen und Wildbienen
verantwortlich sind. Die NN verursa-
chen in kleinsten Dosen (Nano-/Piko-
gramm) subletale Toxizität durch Blo-
ckade von stimulatorischen Rezeptoren
in den Synapsen, was zu Fehlfunktionen
des Bienengehirns mit Ausfällen lebens-
wichtiger Fähigkeiten und Funktionen
führt. Deletär ist vor allem die direkte
NN-Wirkung im Genom auf immun­
suppressive Funktionen, wodurch die
endogene Abwehr gegen Parasiten und
Pathogene aufgehoben wird. Die Erfor-
schung der verheerenden Wirkung der
NN stammt im Wesentlichen aus dem
europäischen Ausland, während deut-
sche Bienenexperten ihre Kapazitäten
vor allem auf dem „Nebenkriegsschau-
platz“ der Varroa-Milbe einsetzen. Ak-
tuelle Publikationen, so auch die Exper-
tise der Dachorganisation europäischer
Wissenschaftsorganisation (EASAC),
belegen die negative Bedeutung der NN
auf Bienen und die gesamte Biodiversi-
tät. Es wird die Herausnahme der NN
aus der Natur, oder zumindest ein Ver-
bot als prophylaktische Pestizide ge­fordert.

Die Erfahrung zeigt mir, dass bereits beim Einbringen des mit NN gebeizten Saatguts in den Ackerboden, durch damit einhergehende Verwehungen der Bodenstäube, Bienen schwerste Schäden erleiden können: Die folgende Orientierungslosigkeit führt zum Tod.
In diesem Zusammenhang habe ich meinen Kindern erklärt, dass bei der Einsaat offen liegen gebliebenes, nicht mit Erdreich abgedecktes und schön "bunt" daherkommendes Saatgut, auf keinen Fall in ihre Hände zu nehmen ist.

Mit besten imkerlichen Grüßen,
HaWe

Bitte schauen Sie hier:

Waldläufer @, Dienstag, 25.10.2016, 17:09 vor 3470 Tagen @ J. v. Liebig 3347 Views

http://www.mdr.de/fakt/glyphosat-teratogene-wirkung-100.html

Mit inzwischen ca. 30 000 Ferkeln sind Petersens Beobachtungen schon recht aussagekräftig.

Wenn Sie unter dem Stichwort Petersen + Missbildungen bei Ferkeln suchen, finden Sie noch deutlich mehr. Oder suchen Sie unter den Stichworten Argentinien, Paraguay + Missbildungen, Zunahme Krankheiten usw. (Mir blutet das Herz, wenn gerade den Landarbeitern ihre paar qm für ihre eigene Essensversorgung vergiftete werden. Sie wohnen häufig dicht bei den großen Feldern, die regelmäßig gespritzt werden. Der Dreck fliegt häufig auch auf die Wohnhäuser, wenn der Wind ungünstig weht.)

..von jedem erdenklichen Thema kann man ähnliches kritisches Material
selektieren, was soll das?


Zum Beispiel?

Hast Du schon einmal etwas mit Boden und Pflanzen zu schaffen gehabt?

im Sommer täglich

Ich möchte hier weder dieses noch jenes verteidigen und mich schon gar
nicht vor irgendeinen Karren spannen lassen, aber dieses "Grünen Thema"
bringt mich auf die Palme.


mich auch

> Das Verwerflichste sind meines Erachtens die Tierversuche zur Ermittlung

der Toxität zum Nachweis der Unbedenklichkeit von Chemieprodukten.

Gut, vielleicht haben Sie recht. Denn es gibt genug Menschenversuche aus 3. Welt-Ländern.


mfg

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

OK, jetzt eskaliert es...

J. v. Liebig @, Dienstag, 25.10.2016, 19:41 vor 3469 Tagen @ Waldläufer 3422 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 25.10.2016, 19:47

Hallo Waldläufer, weiß jetzt gar nicht, was Teratogen heißt oder bedeutet.
Irgendwas mit Erde?

Petersen heißen die bei mir in der Nachbarschaft alle.
Von dem Petersen aus Dänemark habe ich gehört, und der Fall ist etwas anders gelagert:

In Dänemark beginnt die Getreideernte sehr spät, das Getreide ist nur knapp reif. Um den Abreifvorgang zu beschleuningen, wurde das Getreide etwa 14 Tage vor der Ernte totgespritzt mit Glyphosat, als quasi auf die Körner. Das nennt man dann Sikkation, Abreifebeschleunigung. Dieses Verfahren gibt es schon 20 Jahre, die Geschichte mit dem Bier war auch so eine Sache. Der Petersen hat einen Zusammenhang mit dem Glyphosat aus der Sikkation und Problemen in der Ferkelerzeugung hergestellt. Wenn man sich etwas mit der Ferkelerzeugung auskennt, weiß man um die Vielzahl von Faktoren, die einem richtig Probleme bereiten. So habe z.B. Mykotoxine (Pilzgifte) eine hormonelle Wirkung. Schlechtes, verpilztes Futter ist die Hölle für Sauen und die Föten. 30.000 Ferkel p.a. sind übrigens 1200 Ferkel alle 14 Tage, nur um die Größenordnung zu beschreiben. Dänemark ist bei mir um die Ecke, daher beliefere ich auch dortige Ferkelerzeuger mit Getreide via Großhandel. Eine Zeit lang kauften die Dänen (für Ferkel)nur Getreide, dass nicht mit Glyphosat dem Prozess der Abreifebeschleuningung unterzogen wurde, gerne in Deutschland.
Sikkaton ist seit einigen Jahren nicht mehr zulässig, was ich auch sehr begrüße.
(Ästhetischer Aspekt).

Roundup in der ursprünglichen Anwendung ist gedacht für den Einsatz auf dem Acker(auf die wachsenden Unkräuter und Ungräßer), bevor dort überhaupt eine Kulturpflanze wächst, bzw, sie darf schon gesät sein, muss aber noch im Boden stecken und darf keinen direkten Kontakt mit dem Mittel haben. Wenn die Kulturpflanze kurz nach der Applikation den Kopf heraus streckt, dann ist es kein Problem.

Ob die in Südamerika fahrlässig damit umgehen, kann ich nicht sagen, es scheint so zu sein. Wenn es so ist, dann ist es eine Frage des Systems und nicht von Glyphosat. Wie gut, dass wir unsere gesamten Proteine bei denen kaufen. Sojaschrot gibt es seit 1985 nur noch als GMO (aus Nord und Südamerika)

Proteine = Sojaschrot (fast 100%) und Rapsschrot
Stärke = Getreide (Europa), Mais (gerne Nord und Südamerika)
Pflanzenöle = Rapsöl (Europa), Sojaöl, Palmöl,

Ich beziehe mich mit meinen Aussagen auf unseren Naturraum.

Gruß v.L

-Textende-

Nein, nicht eskalieren....eher diskutieren

Waldläufer @, Mittwoch, 26.10.2016, 11:31 vor 3469 Tagen @ J. v. Liebig 3198 Views

Hallo Waldläufer, weiß jetzt gar nicht, was Teratogen heißt oder
bedeutet.
Irgendwas mit Erde?

nein....fruchtschädigend

Petersen heißen die bei mir in der Nachbarschaft alle.
Von dem Petersen aus Dänemark habe ich gehört, und der Fall ist etwas
anders gelagert:

In Dänemark beginnt die Getreideernte sehr spät, das Getreide ist nur
knapp reif. Um den Abreifvorgang zu beschleuningen, wurde das Getreide etwa
14 Tage vor der Ernte totgespritzt mit Glyphosat, als quasi auf die
Körner. Das nennt man dann Sikkation, Abreifebeschleunigung. Dieses
Verfahren gibt es schon 20 Jahre, die Geschichte mit dem Bier war auch so
eine Sache. Der Petersen hat einen Zusammenhang mit dem Glyphosat aus der
Sikkation und Problemen in der Ferkelerzeugung hergestellt. Wenn man sich
etwas mit der Ferkelerzeugung auskennt, weiß man um die Vielzahl von
Faktoren, die einem richtig Probleme bereiten. So habe z.B. Mykotoxine
(Pilzgifte) eine hormonelle Wirkung. Schlechtes, verpilztes Futter ist die
Hölle für Sauen und die Föten. 30.000 Ferkel p.a. sind übrigens 1200
Ferkel alle 14 Tage, nur um die Größenordnung zu beschreiben. Dänemark
ist bei mir um die Ecke, daher beliefere ich auch dortige Ferkelerzeuger
mit Getreide via Großhandel. Eine Zeit lang kauften die Dänen (für
Ferkel)nur Getreide, dass nicht mit Glyphosat dem Prozess der
Abreifebeschleuningung unterzogen wurde, gerne in Deutschland.

Ja, ist alles richtig. Ich sehe das auch völlig realistisch! Ein gewisser Anteil an Missbildungen kommt immer vor, manchmal ahnt man, was die Ursache sein könnte, manchmal rätselt man. Glauben Sie, ich habe auch etliche Varianten life gesehen. Es gibt, neben den genannten Mykotoxinen, noch Pflanzengifte, Medikamente, Strahlung usw. als Auslöser.

Das markante an Petersens Aussagen ist, dass er einen linearen Zusammenhang herstellt zwischen viel Gly. -> viele Missbildungen...weniger Gly. -> weniger Missbildungen. Dass ist der Punkt, der zu denken gibt.

Es sind auch nicht die angeblichen 100 Liter Bier, die man trinken müsste, damit ein gesundheitlicher Schaden entstehen kann. Ich hatte das gelesen. Dass sich das Gift kumuliert im Körper, ist in meinen Augen das Problem. Und dass Gly. mittlerweile in wirklich soooo viele Produkten nachgewiesen werden konnte.

In meinem Bekanntenkreis sind in den letzten 3 oder 4 Jahren mehrere Personen gestorben, die Altersklasse 55 - 65 waren. 2 x Leberkrebs (waren keine Alkis!) 2 x Bauchspeicheldrüsenkrebs (davon einer gestorben, einer lebt noch), einmal Lungenkrebs (war Nichtraucher). Außerdem gab es 2 Frauen, die eine Totgeburt hatten (Kinder waren vor der Geburt schon tot)...ganz schrecklich, glauben Sie mir. Das eine Kind war nicht missgebildet, bei dem anderen weiß ich es nicht.
Natürlich kann niemand sagen, was die Ursache dafür ist. Ich behaupte auch nicht, dass Gly. zwingend etwas damit zu tun hat! Nur, ich kann es auch nicht ausschließen.
Das einzige was man aktiv tun kann, ist die Vermeidung aller Dinge, die evtl. in Betracht kommen könnte. (Also ein Stochern im Nebel.)

Und, irgendwo kann eine Missbildung bei einem Ferkel sehr wohl die gleichen Ursachen haben, wie Krebs beim Menschen (Störung der Zellteilung). Oder irre ich da?

Sikkaton ist seit einigen Jahren nicht mehr zulässig, was ich auch sehr
begrüße.
(Ästhetischer Aspekt).

Ich würde sagen, kumulativer Aspekt!

Ob die in Südamerika fahrlässig damit umgehen, kann ich nicht sagen, es
scheint so zu sein.

Es treten Resistenzen auf, deshalb wird die Konzentration erhöht.

Wenn es so ist, dann ist es eine Frage des Systems und
nicht von Glyphosat. Wie gut, dass wir unsere gesamten Proteine bei denen
kaufen. Sojaschrot gibt es seit 1985 nur noch als GMO (aus Nord und
Südamerika)
Proteine = Sojaschrot (fast 100%) und Rapsschrot

Verwende ich nicht.
Es gibt verschiedene Bemühungen, Eiweißpflanzen, die das mitteleuropäische Klima vertragen und hinreichend ertragreich sind, zu fördern. Wenn, verfüttere ich eine Mischung aus Lupine/ Erbse/ Saubohne (etwa 80/ 10/ 10 Prozent).
Ist nicht schlecht! Ich kann aber nichts zu den Erträgen sagen.

Stärke = Getreide (Europa), Mais (gerne Nord und Südamerika)
Pflanzenöle = Rapsöl (Europa), Sojaöl, Palmöl,

Wandert halt viel in die Biogasanlagen und die Tanks....ob das der richtige Weg ist, frage ich mich auch.


viele Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Vielleicht sind die Zusammenhänge ja so gewesen..

J. v. Liebig @, Mittwoch, 26.10.2016, 13:31 vor 3469 Tagen @ Waldläufer 3096 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 26.10.2016, 14:16

der Zusammenhang bei Petersen kann ebensogut sein:

Späte Ernte, weil viel Regen, Sikkation, Pilzbefall an Getreide wegen Regen, hohe Don Werte am Getreide (Don Werte sind ein Parameter für den Pilzbefall). Wenn die Werte zu hoch sind, ist ein Inverkehrbringen nicht mehr möglich, da extrem endokrine (hormonelle) Wirkung. Wird bei jeder Ladung analysiert. Bei Petersen auch?

In der Humanernährung der vergangenen Jahrhunderte war es ähnlich, Mutterkorn und andere Pilzgifte haben Halluzinationen hervorgerufen, zum Tode geführt, das volle Spektrum, Fehlgeburten ausgelöst... .
Und wenn dann einmal ein nasser Sommer kam, dann wurde es ganz eng mit dem Überleben bis zur nächsten Ernte. Von der Lagerung und Schimmelpilzen einmal abgesehen.

Glyhposat steht in der Kritik, weil es auf dem Acker optisch einfach verheerend aussieht, wenn man eine behandelte Fläche längere Zeit liegen lässt.

Eine metabolische Resistenz (höheren Aufwandmengen) mag es geben. In unserem Naturraum nicht.
Spezifische Resistenzen gibt es. Habe davon gehört, dass Australien damit Probleme hat.

Europa kann sich gegenwärtig mit Proteinen ohne Importe nicht ernähren, was ganz schön schwach ist.

Gruß v.L.

PS: Habe jetzt keine Lust mehr, mich vor den Karren von Monsato spannen zu lassen.

Das wäre doch gerade andersrum richtig...

Waldläufer @, Mittwoch, 26.10.2016, 14:23 vor 3469 Tagen @ J. v. Liebig 3155 Views

Späte Ernte weil viel Regen, Sikkation, Pilzbefall an Getreide wegen
Regen, hohe Don Werte am Geteide (Don Werte sind ein Parameter für den
Pilzbefall). Wenn die Werte zu hoch sind, ist einn Inverkehrbringen nicht
mehr möglich, da extrem endokrine (hormonelle) Wirkung. Wird bei jeder
Ladung analysiert. Bei Petersen auch?

Wenn ich merke, Wetter ist schlecht, Pilzbefall nimmt zu und ich spritze, um eher ernten zu können...da dürfte doch in dieser Partie im Vergleich zu einer ungespritzten Partie mehr Gly. und weniger Pilzgifte sein? (viel Gly. -> weniger Mykotoxine.....wenig bis kein Gly.-> viele Pilzgifte)

In der Humanernährung der vergangenen Jahrhunderte war es ähnlich,
Mutterkorn und andere Pilzgifte haben Hallozinationen hervorgerufen, zum
Tode geführt, das volle Spektrum, Fehlgeburten ausgelöst... .

Ich habe übrigens in den letzten Jahren an vielen Gräsern (Knaulgras, W.-Lieschgras, usw.) starken Befall an Mutterkorn gehabt.

Glyhposat steht in der Kritik, weil es auf dem Acker optisch einfach
verheerend aussieht, wenn man eine behandelte Fläche längere Zeit liegen
lässt.

Na ja, weiß nicht, wir haben früher Kartoffelkraut abgefackelt...das sieht auch nicht besser aus.
Das kennt heute kaum noch jemand.

Europa kann sich gegenwärtig mit Proteinen ohne Importe nicht ernähren,
was ganz schön schwach ist.

Dafür gibt es Mais für Biogasanlagen. [[freude]]


mfg

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Nicht unbedingt

J. v. Liebig @, Mittwoch, 26.10.2016, 19:22 vor 3468 Tagen @ Waldläufer 3122 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 26.10.2016, 19:33

Hallo Waldläufer,

vielen Dank für sachliche Diskussion.

Zur Abreife unter unterschiedlichen Bedingungen:

Wenn eine Pflanze biologisch anhand von Temperatursummen ausreift, dann steckt immer noch ein Rest Leben in ihr, bis zur absoluten Totreife.
Getreide wird in der Regel vor der absoluten Totreife geerntet, es ist dann noch biologisch aktiv.
Bei Sikkation ist das anders, da sind die Pflanzen kurzfristig in der Totreife.
In der Totreife haben alle möglichen Erreger leichtes Spiel (ein toter Körper verwest ja auch sofort), so auch Schwärzepilze und eben besonders auch die gefährlichen Fusarien (Mykotoxine, wie gesagt, die wirken hormonell, also schon in kleinsten Dosen). Diese können bei hoher Konzentration sogar dazu führen, das sich bei Mastschweinen der Enddarm löst(nennt man Mastdarmvorfall).
Geht also gar nicht. Es hat einige Jahre gedauert, bis wir es mit den Mykos begriffen und umgesetzt haben, also in Dtl. und Dänemark. Die kauften dann nämlich bei uns.

Mutterkorn ist gefährlich, es ist cancerogen, also krebserregend mindestens beim Verzehr. Wirkt ebenfalls endokrin. Ich glaube, es entsteht ähnlich wie Fusarien in unbefruchteten Blütenanlagen, wenn in der Zeit der Blüte das Wetter warm und feucht ist, also schwül.

Für Biogas hat man sich seinerzeit entschieden, da der Umweg über Mais nicht so auffällt als wenn Getreide zu Ethanol verarbeitet wird. Außerdem sind die Investitionen viel größer und die Banken konnten ihr Kreditportfolio kräftig erweitern.
Rapsöl kann ohne großen Umweg direkt in den Tank gegeben werden, so ca. 2000 l Dieseläqualent je ha.

Aber wirkliche Verdrängung von Erdöl war ja nie ernsthaft angestrebt. Gibt keine Steuern, und wie will man das kontrollieren, der Staat braucht Geld!

Gruß v.L.

Pünktlich nach der Übernahme von Monsanto durch die BAYER AG gibt es neue schlechte Resultate zu Glyphosat: Leberschäden u.a.

Literaturhinweis @, Donnerstag, 19.01.2017, 13:05 vor 3384 Tagen @ Literaturhinweis 2757 Views

Die Monsanto-Glyphosat-Saga geht in die nächste Runde:

Die Anresco-Lebensmittellaboratorien haben, wie erst jetzt breiter bekannt wird, Glyphosat-Rückstande in allen möglichen Lebensmitteln gefunden (PDF-Analysezertifikate), z.B. Kartoffel- und Getreideprodukten.

Hier kann man sie beim Detoxproject auch in einer Art Datenbank durchsuchen.

Siehe auch das 29-seitige PDF "GLYPHOSATE: UNSAFE ON ANY PLATE", dessen Titel Ralph Naders spektakulärem Buch "Unsafe at any Speed" nachempfunden ist. Darin geht es u.a. um neue Erkenntnisse zu Leber- und Nierenschäden im Zusammenhang mit Glyphosat-Konsum (wie auch Imidacloprid), siehe auch "Roundup (Glyphosate) is Making You Sicker than You Think".

Glyphosat also wieder in aller Munde!

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Allerdings sind die meisten Patente auf Glyphosat bereits abgelaufen (oT)

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 19.01.2017, 13:14 vor 3384 Tagen @ Literaturhinweis 2635 Views

- kein Text -

Neuer Zoff für Monsanto-Übernehmer Bayer AG? Kaliforniens OEHHA stuft Glyphosat als krebsverdächtig ein, anders als EU-ECHA

Literaturhinweis @, Dienstag, 27.06.2017, 17:43 vor 3225 Tagen @ Literaturhinweis 1673 Views

Um das Thema Monsanto und Glyphosat sowie Neonicotinoide will es nicht ruhiger werden.

Steven R. Gundry führt in seinem Plant Paradox Studien an, wonach Glyphosat die Darmwand und das Mikrobiom schädigen und "leaky gut" verursachen kann, gefolgt von verschiedenen (scheinbar 'Auto'-) Immunreaktionen, nun hat das kalifornische Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) entschieden, Glyphosat als potentiell krebserregend einzustufen, nachdem die EU-Behörde ECHA das zuvor ausgeschlossen hatten.

Also quasi für Raucher unschädlich, weil die eh Lungenkrebs kriegen.

Nach der letzten Literaturliste vom Oktober 2016 hier zwei Neuerscheinungen:

- Die Akte Glyphosat: Wie Konzerne die Schwächen des Systems nutzen und damit unsere Gesundheit gefährden

und

- Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür

Dazu passend:

Blick der Biologin auf die Natur:

"Wir sehen bei der Zahl der Insekten einen Rückgang um 80 Prozent in den vergangenen 50 Jahren. Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass wir Menschen übereifrig einfach alles rausreißen, was von der Natur kommt. ... ausmalen, was passiert, wenn es überhaupt keine blütenbestäubenden Insekten mehr gibt.
... Wenn man sich vorstellt, dass in jedem Garten Inseln mit Wildpflanzen sein könnten, die Insekten und Vögeln Nahrung bieten, bekommt es eine andere Dimension."
(siehe auch Vogelschwund)

Siehe ihr Buch "Wird das was oder kann das weg?" von Bärbel Oftring

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

Naja, ist doch klar

Balu @, Dienstag, 27.06.2017, 18:26 vor 3224 Tagen @ Literaturhinweis 1562 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.06.2017, 19:56

Jetzt, nachdem der Glyphosathersteller einem deutschen Unternehmen gehört, kann man ja fleißig draufhauen und doppelt abkassieren. Erst Blackrock und dann Amiland.

Luck ät fauwä!

Gruß
Balu

--
Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Thema aus ganz anderem Blickwinkel betrachtet:

Blum @, D, Dienstag, 27.06.2017, 18:49 vor 3224 Tagen @ Literaturhinweis 1574 Views

Bayers neuer Chef musste ja zeigen, dass er sich was traut:

http://analitik.de/2017/06/03/bayer-uebernahme-von-monsanto/

Es geht um Juristerei, und das rechtzeitige Abstoßen einer faulen Kartoffel.

--
It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)

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