Interessantes Arbeitsgerichtsurteil

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 24.10.2016, 06:56 vor 3426 Tagen 5407 Views

Die Fakten:
Da gibts einen türkischstämmigen Krankenwagen-Fahrer. Wie das Unternehmen selbst heißt, hab ich auf die Schnelle nicht rausgekriegt.

Dieser Fahrer gerät in den Clinch mit dem Betriebsratsvorsitzenden dieses Unternehmens. Es kommt mit dem Mann zum Streit. Im Verlaufe dieses Streits hebt der Türke den Arm zum Hitlergruß und sagt:"«Du bist ein heil, du Nazi!».

Darauf folgte die fristlose Kündigung, was durch das Arbeitsgericht Hamburg bestätigt wurde. (Az.: 12 Ca 348/15).

Das Interessante dabei ist die Begründung:

Das Zeigen des Hitlergrusses stellt einen wichtigen Kündigungsgrund dar.
Ums gleich klarzustellen: Mir geht es hier nicht darum, diesen Gruß in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, dazu kann es auch kein Thema mit Schwierigkeiten für das Gelbe sein, weil es von mehreren Net-Seiten, unter anderem auch von yahoo, verbreitet wurde.

Mir gehts um die Absonderlichkeit dieser Entscheidung. Hätte ich mir bei einem Glatzkopf mit Springerstiefeln wahrscheinlich gar keine Gedanken über dieses Urteil gemacht, so klingt das schon komisch, wenn ein Türke wg. des Verwendens eines Hitlergrusses, das ja üblicherweise als Nazi-Symbolik verstanden wird, rechtskräftig gekündigt wird. Ich frage mich, wie ein Türke als Nazi bezeichnet werden kann.

Eine Auszug aus dem Urteil (von yahoo):

Der Hitlergruß durch Erheben des ausgestreckten Arms war aus Sicht des Gerichts ein wichtiger Kündigungsgrund. Diese Geste stelle ein nationalsozialistisches Kennzeichen dar, das in einem Arbeitsverhältnis nicht hingenommen werden müsse, begründete die Kammer. Dies gelte umso mehr, wenn man noch die Aussage hinzuziehe. Hierdurch werde der Adressat grob beleidigt. Den Einwand des Klägers, dass er wegen seiner türkischen Abstammung kein deutsch-nationalsozialistisches Gedankengut aufweisen könne und seine Handlung nur als beleidigend und nicht als rechtsradikal einzustufen sei, wies das Gericht zurück. Die Frage der Abstammung beinhalte keine Antwort auf die Frage der inneren Haltung.

Was mich dabei zum Nachdenken bringt, ist folgendes:

- Der Betriebsratsvorsitzende ist ja im Unternehmen genauso ein Lohnempfänger, also ein Kollege des Türken. Der Mann hat also nicht seinen Chef beleidigt, sondern einen Kollegen. Früher hat man das so geregelt, das man dem Beleidiger auferlegt hat, sich beim Beleidigten zu entschuldigen, und nur - in Ausnahmefällen - wenn hier keine Einigung erzielt werden konnte, es aufgrund der Erhaltung des Betriebsfriedens zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses gekommen ist.

- Wenn diesem Urteil die Überlegung zugrundeliegt, dass man endlich gegen diese verbreitete Untugend von anderen Kulturen (vowiegend Moslems) angehen will, die bei jeder verbalen Auseinandersetzung mit Einheimischen den Deutschen als Nazi bezeichnen, dann muss ich das ausdrücklich begrüßen. Aber genau das wage ich zu bezweifeln, was da wirklich der Vater des Gedankens bei Gericht war.

- Das Zeigen des Hitlergrusses ist in Deutschland strafbar. Es handelt sich dadurch um einen Straftatbestand. Stellt sich die Frage, ob man das so interpretieren kann, dass generell das Vorhandensein eines Straftatbestandes als Kündigungsgrund verwendet werden kann?

- Jetzt kommt natürlich mein Hang zur Provokation durch. Meines Wissens stellt sich der Hitlergruß durch das Heben des rechten Armes im 45° Winkel (Adolf machte das im 90° Winkel) und dem gleichzeitigen Ausspruch "Heil Hitler" dar. Nicht einmal das hat der Türke komplett gemacht. Dadurch stelle ich mir die Frage, was strafrechtlich passiert, wenn ich einmal mit und einmal ohne ausgestrecktem Arm meinem Gegenüber "Heil und Segen" wünsche. Derlei Grußformulierungen waren schon zur Zeit des Turnvaters Jahn aktuell, und der ist bekanntlich 1852 verstorben. Genauso kann man hinterfragen, ob man in der heutigen Zeit noch den in den Bergen üblichen Gruß der Schifahrer "Schi-Heil" rechtlich gefahrlos verwenden kann.

Vielleicht gibts da Juristen unter uns, die auf solche Spitzfindigkeiten eine Antwort haben.

Sollte mich jemand aufgrund dieses Kommentars in die rechtsextreme Ecke verfrachten wollen, ich hab nichts dagegen, - ich steh da drüber. Im Andenken an meinen Großvater, der im Widerstand sein Leben gelassen hat, werde ich - so wie er damals - immer ausloten, wie es aktuell mit dem freien Wort steht.

Rassismus und die eventuell kommenden Rassenkriege

Sundevil @, Montag, 24.10.2016, 11:47 vor 3426 Tagen @ helmut-1 4874 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 11:52

Wir Deutschen denken immer, dass wir den Rassismus, also die Schmach Rassist zu sein, für uns alleine gepachtet haben! Wir denken immer, alle anderen seien besser und dieses Bild wird uns durch die Medien verstärkt vermittelt. Für mich ist dies der pervertierte Ausdruck einer nationalsozialistischen Gesinnung, die sich hinter Gutmenschentum versteckt. Denn Unterschiede zwischen Menschen zu machen ist genau das, nämlich rassistisch.
Es vergeht kein Tag an dem nicht Rassismus in den Medien diskutiert wird, wobei die Täter fast ausschließlich Deutsche sind und die Opfer fast ausschließlich andere Nationalitäten oder einen Migrationshintergrund haben. Zunehmend prägt das Motto "Weiß gegen Schwarz" das Bild der Medien. Aber ist das die Realität? Gibt es nur weiße, deutsche Rassisten, oder gibt es auch andere? Wir sollten uns klar machen, dass weiße Menschen eine Minderheit auf diesem Planeten darstellen! Es ist kaum vorstellbar, dass eine Minderheit für all den Rassismus in der Welt verantwortlich ist, oder etwa doch?

Der Arbeiter hatte hier mal ein Video mit interessanten Denkanstößen zu diesem Thema eingestellt. Leider ist es verschwunden. Falls jemand den Link noch hat, wäre ich dankbar.

Was also ist die Situation?
Wir machen uns immer vor, dass alle Welt genauso denkt, wie wir. In dem wir das machen legen wir bereits den Grundstein für Rassismus, denn dieses Toleranzdenken ist bereits rassistisch in sich
Dabei ist es durchaus so, dass es weltweit einen zunehmend ausgelebten Rassismus gegen die Weiße Minderheit gibt. Nur, wenn man das akzeptiert, kann man Rassismus bekämpfen, und zwar von allen Seiten. Nur wenn man konsequent Rassismus bekämpft hat man eine reale Chance. Die momentane Einseitigkeit der medialen Sichtweise ist daher dem Erstarken des Rassismus auf allen Seiten förderlich.
Die Gewaltbereitschaft durch Rassismus wird nur durch die Ungleichheit im Fortschritt wettgemacht, das heißt die Länder mit einem hohen Anteil an europäischer Kultur stehen zumeist an der Spitze der technologischen Entwicklung. Diese scheint das Überleben dieser Minderheit bisher zu sichern, denn die Frage ist: Da, wo die Minderheit nicht mehr kontrolliert und regiert, wird ihr da das Überleben schwer gemacht? Paradebeispiele sind zunehmende Rassenunruhen in den USA und die Situation in Südafrika oder anderen afrikanischen Ländern. Auch die Chinesen halten uns oftmals für Barbaren und fühlen sich uns überlegen. Sie sind technologisch am aufholen, was mit Sicherheit in einer militärischen Konfrontation endet. Falls ich falsch liegen sollte, bitte ich um Gegenbeweise.
Um ehrlich zu sein, auch mich hat dieser Denkanstoß hart getroffen, denn ich musste mein Weltbild revidieren. Die Frage ist, gibt einen zunehmend offenen, weit-verbreiteten Rassismus gegen alles Weiße, also alles Europäische? - Und wären wir, die weiße Bevölkerung, die armen Hilfesuchenden, wie würde das ausgehen?
Natürlich rechtfertigt man diesen Rassismus mit den unsäglichen Gräueltaten der Weißen (Europäer) gegen alle anderen. Aber es geht hier um ein Denkmodell und das heißt Rassismus, nicht um die Ursache. Ich würde sogar behaupten, dass gerade die europäischen Staaten inzwischen strenge Maßstäbe für Rassismus haben, die viele andere Länder vermissen lassen. Zudem gibt es nicht nur den durch die Hautfarbe vorgetragenen Rassismus, sondern Rassismus richtet sich gegen alles, was anders ist.
Daher kann auch ein Türke, ein Nazi sein. Mach Dich frei von dem Gedanken, dass nicht-Weiße oder nicht-Deutsche, die besseren Menschen sind. Deutschland ist das einzige Land, das je seine Geschichte des Völkermordes aufgearbeitet hat. Es ist das einzige Land, das hart gegen Rassismus nach Außen vorgeht, aber eine zumeist einseitige Rassismustoleranz aufweist, weil man uns indoktriniert, dass man als Weißer, oder als Deutscher, automatisch Rassist ist. Deutschland ist das einzige Land ohne jegliches Nationalbewusstsein. Deswegen habe ich bis vor kurzem die Gefahr von Rechts, eher im Ausland befürchtet.
Das Gericht hat also richtig entschieden. Es darf keinen Unterschied machen, ob jemand ein Weißer, Schwarzer oder Gelber Rassist ist, wobei es wie gesagt auch Rassismus gibt, der nicht auf die Hautfarbe beschränkt ist.
Das Problem daran ist, dass sich Mehrheiten ändern können, und dann wird es spannend in Europa. Ich wüsste dann keinen Ort der Welt, auf der man als Weißer nicht mehr die Minderheit darstellt, zudem wird man auf Grund der Hautfarbe sofort erkannt.
Das Problem ist also nicht, dass das Gericht so entschieden hat, sondern dass Du es als ungerecht wahrnimmst.
Allein diese Diskussion lässt bei mir die Haare hochstehen, mag ich doch nicht glauben, dass die Welt voller Rassisten ist und dass es außer uns Weißen noch andere Rassisten gibt. Allein bei dem Aussprechen des Wortes "Weiß" fühle ich ein enormes Unbehagen, obwohl es, wenn man wertfrei denkt, nur die Hautfarbe beschreibt, mehr nicht.

Sehe ich mir die Situation an, höre ich was mir die Menschen erzählen, dann ist eines klar. Es wird in naher Zukunft wieder rassistisch motivierte Kriege, also Rassenkriege, geben, wobei die Hautfarbe vielleicht als erstes politisches Unterscheidungsmerkmal dienen wird. Wir Deutschen werden dabei wahrscheinlich eines der ersten Opfer sein, denn wir wollen es einfach nicht wahrhaben, dass andere Völker einen rassistisch motivierten Hass gegen "uns Weiße" pflegen könnten. Und hätte ich diesen Hass nicht durch persönliche Gespräche mit Menschen aus Afrika bestätigt bekommen, dann würde ich es auch heute noch nicht glauben wollen.
Ich würde gerne glauben, alle Menschen wären keine Rassisten, doch sie sind es leider nicht.

Videos: Nazi-Taxifahrer fährt mit Hakenkreuz-Binde und Nazi-Pfarrer-Predigt pro Hitler (mit Bonus)

burakumin @, Montag, 24.10.2016, 12:56 vor 3426 Tagen @ Sundevil 3254 Views

Hallo Sundevil,

diese beiden Neo-Nazis haben erkannt, wer die wahren Rassisten auf diesem Planeten sind:

Dieser New-Yorker Taxifahrer ist stolzer National-Sozialist: https://www.youtube.com/watch?v=-dbfXp8_qjo

Dieser US-Nazi-Pfarrer relativiert Hitler:
https://www.youtube.com/watch?v=0YG7SaFk33w

Bonus: Ein Pointe. Die Videos sind zwar auf englisch, aber die Pointe versteht man auch so.

Beste Grüße

burakumin


p.s. Auch Donald Trump kennt die wahren Rassisten: https://www.youtube.com/watch?v=Fo47hHrhhik
p.p.s Apropos "Bonus", was ist eigentlich mit Azur? [[freude]] Der hat lange nichts mehr geschrieben. Ist er gesperrt?

--
Ein bisschen Spaß muß sein! Dann kommt das Glück von ganz allein! Drum singen wir tagaus und tagein - ein bisschen Spaß muss sein!

In China kein Problem: https://youtu.be/oiqU2b3AFp8 (oT)

ebbes @, Montag, 24.10.2016, 11:59 vor 3426 Tagen @ helmut-1 2561 Views

- kein Text -

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Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

"Sieg heil" - Böse Folgen einer solchen Formulierung

dottore @, Montag, 24.10.2016, 17:14 vor 3425 Tagen @ helmut-1 3588 Views

Hi Freunde /innen,

Genauso
kann man hinterfragen, ob man in der heutigen Zeit noch den in den Bergen
üblichen Gruß der Schifahrer "Schi-Heil" rechtlich gefahrlos verwenden
kann.

Ich bin mal hochkant und fristlos aus einer journalistischen Top-Position geflogen, nachdem ich in einem Vorspann zu einem Artikel über den Aufstieg Deutschlands und Japans nach WK II im Vorspann geschrieben bzw. gefragt hatte:

"Ist dieser Sieg heil oder hohl?"

Gemeint war der "Sieg" der beiden Nationen D und J auf der ökonomischen Ebene gegenüber den WK-II-Siegern USA, UdSSR, GB und Frankreich. Der Artikel untersuchte das dann kritisch.

Jo mei + Gruß - d.

Hallo dottore, machen Sie noch in Aktien?

stokk, Montag, 24.10.2016, 20:32 vor 3425 Tagen @ dottore 2262 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 25.10.2016, 15:43

Leider habe ich nichts mehr dazu von Ihnen gelesen.

BG
stokk

Habe ich delegiert

dottore @, Dienstag, 25.10.2016, 12:58 vor 3425 Tagen @ stokk 2093 Views

Leider habe ich nichts mehr dazu von Ihnen gelesen.

Hallo stokk,

ich "lasse" machen, d.h. mein Portefeuille betreut jetzt Herr Erik Wraage von der Schroederbank in Hamburg. Das macht er, soweit ich sehe, sehr erfolgreich, sitzt schließlich den ganzen Tag vor den Kurs-Computern.

Gruß - d.

Bei der Gelegenheit

Rybezahl, Dienstag, 25.10.2016, 13:10 vor 3425 Tagen @ dottore 1868 Views

Hallo,

habe irgendwo im Forum gelesen, dass ein Buch in Arbeit ist (Machttheorie?). War vielleicht sogar im Vorgänger-Forum.

Hoffentlich ist das jetzt nicht unangenehm. [[zwinker]]

Grüße
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Nein, kein Buch in Arbeit (oT)

dottore @, Dienstag, 25.10.2016, 18:27 vor 3424 Tagen @ Rybezahl 1386 Views

- kein Text -

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