Derivate: Sehr komplexes Problem

twc-online, Samstag, 22.10.2016, 21:17 (vor 3472 Tagen) @ Lechbrucknersepp2448 Views

I) Ich habe ihn in Relation zum deutschen BIP gesehen und entsprechende
apokalyptische Schlussfolgerungen von "Experten" gelesen.
...

Das Derivate-Problem ist sehr komplex, ich will es hier unter verschiedenen Blickwinkeln mit meinem begrenzten Wissen betrachten:

* Buffett hat sich nach der Übernahme von General Re die Derivate-Positionen genauer angesehen. Die waren so komplex, dass es ihm nicht möglich war, sich in halbwegs sinnvoller Zeit einen richtigen Überblick zu verschaffen. Deshalb gibt es wahrscheinlich keinen einzigen Menschen auf der Welt, der einen genauen Überblick über die Gesamtposition der Derivate der Deutschen Bank hat und das Risiko relativ genau abschätzen kann.
https://www.welt.de/print-welt/article441629/Warren-Buffet-Derivate-sind-Zeitbomben.html

* Die Gesamtposition an Derivaten ist riesig, hat aber kaum eine Bedeutung, weil sich die allermeisten Positionen zumindest zum Teil miteinander verrechnen lassen

* Die Deutsche Bank ist in ihrer heutigen Aufstellung meiner Meinung nach durchaus systemrelevant. Deshalb würde sie im Falle von Schwierigkeiten mit einer Wahrscheinlichkeit, die sehr nahe bei 100% liegt, unterstützt werden. Die Frage ist nur, von wem und zu welchen Konditionen (Bankenrettungsfonds? Staat? EZB? Sonstige Möglichkeit?). Die EZB kann in Euro (zumindest kurzfristig) ein Problem beliebiger Größe ausgleichen.

* Von der zeitlichen Einschätzung vermute ich, dass es erst wirklich problematisch wird, wenn wir in der nächsten großen Abwärtswelle sind (also nach dem Ende der großen 5 in vielen Monaten, vergleiche die Zählung von Elli):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=415378


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.