Die fortgesetzte Kolonialisierung und die Immigranten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 21.10.2016, 11:06 vor 3426 Tagen 6631 Views

Da hat jemand in einem anderen Forum einen Gedanken formuliert, wonach der geförderte Zuzug der Immigranten in die Alte Welt, also das Ausdünnen der arbeitsfähigen Bevölkerung in der 3. Welt, als aktualisierte Form der Kolonialisierung betrachtet werden kann. Hab darüber eine Zeitlang nachgedacht und hab mit dem nachstehenden Text geantwortet, den ich auch hier wiedergeben will:

Diese Überlegung kommt aus der richtigen Ecke. Von dieser Seite sehen es wahrscheinlich die Wenigsten. Ich möchte diesen Gedankengang noch verfeinern, leider Gottes wird er dadurch wieder zum XXL- Kommentar, weil ich auch prinzipiell immer Nachweise (links) anfüge:

1. Schritt:
Man nannte es damals "Entdeckungsreisen". Dieses Wort tarnte lediglich den wahren Sachverhalt. Hier waren ganz andere Interessen im Spiel.

http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/01/Christoph-Kolumbus

Ein zentraler Satz daraus:
"Er (Kolumbus) hat hoch gepokert, hat seinen Auftraggebern Gold und Gewürze versprochen und sogar in Aussicht gestellt, mit seinen Gewinnen die Rückeroberung Jerusalems zu finanzieren."

2. Schritt:
Man begann, die dort lebenden Völker in den "neu entdeckten Gebieten" zu unterwerfen, damit sie den Entsenderstaaten der Entdecker hohe Tribute entrichten. Dazu verwendete man als Legitimation das Christentum, weil dann alles mit Segnung Gottes funktionierte und man selbst wie Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld waschen konnte. Daneben war die Christianisierung die beste Methode, der dort lebenden einheimischen Bevölkerung das notwendige Obrigkeitsdenken einzubläuen, was in den meisten Naturreligionen dieser Völker nicht vorhanden war.

http://www.christoph-kolumbus.com/der-entdecker/christoph-kolumbus.htm

Nur ein Satz daraus:
"Papst Alexander VI. bestätigt das Anrecht Spaniens auf entdeckte und zu entdeckende Gebiete ......"

3. Schritt:
Ergibt sich folgerichtig aus den ersten beiden Schritten. Man verwendet die vorhandenen und vorgefundenen Ressourcen für die Interessen des Entsendestaates, - ohne Gegenleistung. Man stiehlt einfach, mit profaner und säkularer Segnung.

Das bezieht sich bekanntlich nicht nur auf die Bodenschätze und landwirtschaftlichen Produkte, sondern auch auf das Humanpotenzial. Man versklavt und verkauft die dort lebende Bevölkerung, verwendet sie auch öfters gegen ihren Willen für weitere Kriegszüge.

4. Schritt: (da liegen meist einige Jahrhunderte dazwischen)
Die unterjochte und ausgebeutete Bevölkerung beginnt, sich gegen die Unterdrücker zu wehren, - die Unabhängigkeitskämpfe beginnen. Anfangs mit Grausamkeit unterdrückt, wird später doch (mittlerweile hat ja das Zeitalter des Humanismus eingesetzt) dem Umstand Rechnung getragen, dass die dort lebende Bevölkerung über sich selbst bestimmen will.

Natürlich macht man das dann geschickt, indem man eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mutterland konstruiert. In weiterer Form und Verfeinerung nennt man das "Entwicklungshilfe".

5. Schritt: (wir befinden uns bereits am Ende des 2. Jahrtausends)
Die wirtschaftliche Entwicklung in den ehemaligen Kolonien, insbesonders in Afrika und Asien, wird in einer raffinierten Form "vergewaltigt":
Man dirigiert die Weltmarktpreise für Bodenschätze und landwirtschaftliche Produkte auf den Börsen der Welt. Dadurch sind diese Länder gezwungen, ihre Produkte zu völlig illusorischen Preisen anzubieten, die die Armut zementieren.

Zusätzlich verwendet man diese Länder als "Industriemüllplatz". Man versaut ganze Gegenden, insbesonders die Strände, mit giftigem Abfall, indem man in diese Länder Elektro- und Plastikschrott exportiert.

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/160141/index.html

Natürlich ist das für einen vernünftigen wirtschaftlichen Aufstieg sowie die Entwicklung eines Landes nicht förderlich. So gesehen waren die erfolgreichen Bemühungen eines Karl-Heinz Böhm mit seiner Stiftung "Menschen für Menschen" in Äthiopien für die Interessen so manches Staates irgendwie kontraproduktiv. Aber Böhm war zu bekannt, und auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weswegen man ihn ignorierte.

Parallel dazu haben sich große Konzerne das Wohlwollen von korrupten Politikern der jeweiligen Länder gesichert. Unter diesem Schutz hat man sich dann dort eingenistet wie die Made im Speck. Das geht von den Mineralölkonzernen (bekanntestes Beispiel: Shell in Nigeria) bis zu den Pharmakonzernen und den Pflanzenschutzkonzernen (Monsanto)

Man kann das auch bei den Linken nachlesen, - die Angaben stimmen:

https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/raubzuege-der-industrielaender-u...

6.Schritt:
Man verfolgt eine Doppelstrategie, nein, sogar eine Dreifach-Strategie:
Einerseits läßt man in vielen Entwicklungsländern die Leute (vor allem Frauen) für einen Hungerlohn arbeiten (z.B. Textilbranche in Pakistan), mit entsprechenden Folgen:

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-09/pakistan-fabrikbrand-kik

Andererseits lockt man insbesonders die jüngere, arbeitsfähige Bevölkerung aus diesen Ländern ins gelobte Europa, indem man ihnen ein viel höheres Einkommen als in ihrem Heimatland verspricht, und das ohne Arbeit. Dieses "Locken" ging übrigens ganz offiziell, vom deutschen Bundesministerium aus, mit Steuergeldern finanziert und in allen wichtigen arabischen und afrikanischen Sprachen:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article145792553/Der-Werbefilm-fuer-das-gelobte...

Der "Erfolg" läßt natürlich nicht lange auf sich warten:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wissenschaftler-warnt-vor-flue...

Da es sich hauptsächlich um junge Männer handelt, die in Deutschland, Österreich und überhaupt in Europa angesiedelt werden sollen, ist natürlich eine bestimmte Vermischung der Bevölkerung einkalkuliert. So utopisch der Hooton-Plan auch klingen mag,- aber genau in diese Richtung geht es.

http://www.globalecho.org/augenoffnende-abhandlungen/der-hooton-plan-wie-lasse-ich-ein-...

Nun zur vorhin genannten Dreifach-Strategie:

Ziel 1):
In den Entwicklungsländern kann sich keine Volkswirtschaft entwickeln, die zur Konkurrenz der Alten Welt werden kann. Man zieht die Intelligenz und die jüngere arbeitsfähige Bevölkerung von dort ab, und läßt nur mehr die völlig unterbezahlten Frauen im Land, für Billiglohnarbeiten und zum Kinder kriegen. Es bleibt ein willkommener Nährboden für die westlichen Konzerne, die sich mit den dort regierenden korrupten Politikern immer einigen. Sollte das mal nicht funktionieren, dann „befreit“ man das Land unter dem Vorwand der Menschenrechte (Irak, Libyen, etc.), und bereitet danach den Konzernen den Weg.

Beispiel:
http://www.iraq-businessnews.com/tag/chevron/

Ziel 2):
Man senkt durch die überdimensionalen Ausgaben im Immigrationsprozess den allgemeinen Lebensstandard in den westlichen Ländern. Da können die Politiker uns vorlügen, was sie wollen,- 2 + 2 ist immer noch 4 und nicht 6,5. Irgendjemand muss die Zeche bezahlen, die uns seit 2015 aufgetischt wird. Das geht am Besten über das Zurückschrauben der Sozialleistungen für die europäische Bevölkerung, - in weiterer Folge der Rückgang der Bildungsstandards. Ist ja klar, denn die Leute, die weder die Sprache verstehen noch westlichen Bildungsstandard aufweisen, die müssen ja auch in den Schulen mitkommen. Deshalb sucht man den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Der Effekt in den Großstädten: Derjenige, der noch klar denken und sich das erlauben kann, wandert aus.

Beispiel:
http://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/abschiedsbrief-einer-verzweifelten...

Ziel 3):
Man vermischt die Bevölkerung in einer Form, wo sich keine natürliche Abwehrkraft mehr gegen jedwelche Regierung bilden kann. Man produziert gewissermaßen die Ja-Sager, zu denen ich auch diejenigen zähle, die von Politik gar nichts verstehen oder verstehen wollen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass man für alle Ziele in der Welt (letztlich auch NWO) freie Hand - ohne nennenswerten Widerstand - hat.

Klar werden von dieser neu entstandenen Bevökerungsschicht nur ein geringerTeil als verwendbare Arbeitskräfte einzustufen sein, - deshalb ist es gut, bereits die Werbe- und Angsttrommel zu rühren, was den Zustand der Landesverteidigung angeht. Da die NATO schon lange kein Verteidigungsbündnis mehr ist, sondern zum Angriffsklub wurde, braucht man da auch genügend Kanonenfutter.

Wie das letztendlich aussehen kann, läßt sich vortrefflich in den USA beobachten. Die letzten Heuler, vortrefflich Farbige, die man in der freien Wirtschaft beim besten Willen nicht unterbringen kann, die bekommen dann einen Job beim Berufsheer. Ich hab das mal hautnah mitgekriegt, welches "Klientel" bei der US-Army so herumläuft, insbesonders in den unteren Chargen.

Auf diese Art schlägt man also mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Stringenter Gedankengang

Falkenauge @, Freitag, 21.10.2016, 11:33 vor 3426 Tagen @ helmut-1 4721 Views

... gut nachvollziehbar. Da wirkt einiges zusammen. Die durchgehende egoistische Gier ist die nach Reichtum und Macht, die sich durch hierarchische Strukturen so ausleben kann.

Man spricht ja auch zutreffend von postkolonialen Verhältnissen in Afrika. Die dortigen Länder werden in den letzten Jahren gerade auch durch die EU durch aufgezwungene "Freihandelsabkommen" ausgebeutet. Darauf habe ich kürzlich schon mal hingewiesen. Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die EU, wie Thomasz Konicz auf Telepolis berichtet, „mit möglichst vielen afrikanischen Ländern langfristige Freihandelsabkommen (EPA – Economic Partnership Agreement) abzuschließen, um diese in ein möglichst enges ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis zu manövrieren. Diese neoimperiale EU-Strategie zielt vor allem auf die Sicherung des Zugangs zu den Rohstoffen dieser peripheren Region ab, in der auch China und die USA verstärkt aktiv sind.“

Nach den EPA soll Afrika seine Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Waren öffnen, während Schätzungen zufolge nur zehn Prozent der in Afrika hergestellten Waren tatsächlich international wettbewerbsfähig sind. Unter anderem geht es auch um Agrarprodukte wie Federvieh, de facto aber meist um Schlachtabfälle aus Deutschlands subventionierten Hähnchenfabriken, die zu Dumpingpreisen auf den Märkten Afrikas feilgeboten werden und die dortige Landwirtschaft ruinieren.

Viel raffinierter und fatal: Man hat die Eliten Afrikas korrumpiert

Reffke @, Freitag, 21.10.2016, 15:02 vor 3426 Tagen @ helmut-1 5645 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 21.10.2016, 15:10

Hallo Helmut,

Solche Betrachtungen lassen leider außer Betracht, daß die Eliten Afrikas nahtlos dem Lebensstil der Globalisten nacheifern, selbst oft nicht einmal mehr dort wohnen! Früher nannte man das Sujet "Jet-Set" [[zwinker]]
Der "Missionseifer" - egal wie man ihn interpretiert - hat leider dazu geführt, daß die Bevölkerung von Afrika sich exponentiell vermehrt:
Was Nonnen und Mönche einst als Missionare brachten, war auch immer die jeweilige dominierende komplexe "Modernität", die die Eingeborenen zwang, sich bis zur Lächerlichkeit anzupassen, jedenfalls die jeweiligen Eliten:
zum Schluß kamen die "Roten Missionare aus West und Ost" [[sauer]]
Der moralische "Klassenkampfspuk" geistert leider noch rudimentär um die Welt und verursacht quasi Gewissensbisse: Schuld sind aber inzwischen die Eliten in Afrika selbst!
Geblieben sind z.B. die lukrative "Institutionalisierte Menschenhaltung" WHO und die "Säkularisierte Nächstenliebe" Rotes Kreuz: ein Milliardengeschäft! [[zigarre]]
Schau dir die Zahlen an:
[image]
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrika
Aussichten:
[image]

"Es" fängt gerade erst an...
Die Jugendwelle kommt als eine Art Tsunami!

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Avigail Abarbanel über die Migrationsfrage

Monterone @, Sonntag, 23.10.2016, 15:11 vor 3424 Tagen @ helmut-1 3510 Views

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Folgende Zitate seien allen verkrampften politisch-korrekten Hinterbacken wärmstens zur aufmerksamen Lektüre empfohlen:

*The problem is never with the response; it is always with the occupation. Colonisers and occupiers are not benign. They are cruel and exploitative, and there is nothing the colonised and occupied can do that will ever be right.

No occupier ever tolerates any resistance, peaceful or violent. They crush them both because they interrupt and threaten the agenda of the occupier. Occupied people can do nothing right when dealing with a force bent on taking what they have and destroying them if they get in the way of it.*

http://mondoweiss.net/2012/12/happy-...ut-not-for-me/

Natürlich meint Avigail Abarbanel - was für ein Name! - die Situation der Palästinenser, aber ihre Sätze passen mindestens genauso gut auf die OMF-BRD.

In einem anderen Beitrag bezeichnet sie die zwangsweise Ansiedlung unerwünschter Neusiedler als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

*Settler-colonialism is immoral and it is a crime against humanity.*

http://mondoweiss.net/2016/10/why-i-left-the-cult/

Beim IMT gab's dafür die bekannten Strafen.

Monterone

Bevölkerung

Anrainer @, Dienstag, 25.10.2016, 22:35 vor 3422 Tagen @ helmut-1 3023 Views

Du schreibst erst von Völkern, dann von der Bevölkerung, schließlich von Ländern.
1.) Wer in Afrika Macht über Ressourcen hat verteilt an die Familie, im Weiteren dann an seinen Stamm. Das "Land" bzw. die vor relativ kurzer Zeit eingeführten, nationalstaatlichen Modelle spielen eine untergeordnete Rolle: der Staat gibt nicht viel, er nimmt aber auch nicht viel. 90 % der Einwohner der fraglichen Gebiete arbeiten im informellen Sektor, haben mit dem Staat wenig zu tun, höchstens mit Blockposten wo sich die staatliche "Polizei" bereichert.
Auf beiden Seiten (alte Welt - neue Welt) verhandelt über die Ressourcen nicht "man" sondern konkrete Führer an welche die Macht delegiert wurde bzw. die die Fäden eben in der Hand halten.
2.) Es herrscht in Afrika kein Mangel an "jüngerer, arbeitsfähiger Bevölkerung". Es herrscht dort noch nicht mal ein Mangel an Akademikern. Solche finden dort - wenn überhaupt - nach einem mehrjährigen Hochschulstudium regelmäßig nur zu einfachen Verwaltungspositionen. Allgemein betrachtet herrscht heute fast nirgendwo ein Mangel an "arbeitsfähiger Bevölkerung". Mangel herrscht immer nur an Spezialisten welche an (teuren) Systemen ausgebildet wurden und unmittelbaren Kontakt dazu haben. Solche Systeme werden in von Stämmen dominierten Regionen selten installiert.
3.) Ein 20-jähriger Migrant verursacht durchschnittlich sehr geringe Kosten in Deutschland. Verpflegung, Kleidung, Unterkunft, Transport - nicht der Rede wert. Deutschland ist offensichtlich nicht ausgelastet. Andernfalls hätte der Migrantenstrom 2015/2016 gar nicht so reibungslos bewältigt werden können.
Die Sinnhaftigkeit der Aktion, also in Anbetracht der Vollautomatisierung, quasi als Überbrückung noch schnell Mio Menschen in die Solidargemeinschaft BRD zu locken ist fraglich. 80 % der Wähler unterstützen das Konzept jedenfalls. Vermutlich, weil das Hemd näher als die Hose ist, sprich die Masse eben doch eher einen Mohammedaner als eine Pflegeroboter wünscht und nicht in der Lage ist die Ware an der Supermarktkasse selbst zu scannen.

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