Kein Land in Sicht, um den leckenden Tanker zu verlassen

mh-ing, Mittwoch, 19.10.2016, 16:09 (vor 3426 Tagen) @ nereus4795 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 19.10.2016, 16:40

Die Debatte um die Zukunft von Euro/Dollar usw. ist nicht mit sachlichen Argumenten und Sichtweisen zu verstehen. Egal, wie schlecht Prognosen und Systemen auch erscheinen, was wäre, wenn es ihn nicht gäbe?
Es ist die Situation so wie ein leckgeschlagenes Boot. Es wird irgendwann absaufen, klar und logisch begründet und zutreffend. Doch keiner wird das Boot verlassen, wenn er keine Insel/kein Land in Sicht hat. Daher wird auch das Allerunmöglichste getan, damit es nicht sinkt.

Die Frage ist nur, was das feste Land sein wird. Diese Frage ist zentral. Was wird nach diesem Geldsystem kommen bzw. in was wird es transformiert? Diesen Punkt muss man intensiv beachten, um sich richtig vorzubereiten.

Meine Prognose ist: Das Geldsystem leidet daran, dass die Schulden zu hoch sind, die Zinsen zentralistisch auf absurde, nicht den Risiken entsprechende Niveaus abgesenkt wurden. Kein Staat kann die Zinsen anheben, ohne sich letztlich dann zu ruinieren. Praktisch sind aber alle mehr oder weniger pleite, haben viel zu hohe Zukunftsversprechen (LV, Renten/Pensionen ...). Daher kann man nicht anders, als irgendwann diese Schulden und Versprechen zu streichen. Z.B. könnte man einfach mal die 3 letzten Nuller streichen bei Vermögen/Schulden und Guthaben. Die aktiven Gehälter und Zahlungen werden ca. 1 zu 1 beibehalten. Damit ist der Normalbürger und der Umlagerentner wenig betroffen, private Rücklagen usw. trifft es stärker, die haben aber nur die oberen Einkommen.
Der wichtige Punkt ist, dass diese Umstellung in USA, Euroland und Japan gleichzeitig erfolgt, so dass relational diese 3 Währungen analog sich verhalten. Auslöser kann eine fulminate Bankenkrise usw. sein. Die Aktion erfolgt sofort und umgehend, so dass es kaum Zeit zum Reagieren gibt. Die Banken/Versicherungen/Fonds stellt man dann unter Aufsicht für einige Zeit.
Man hätte das wohl schon längst machen können, nur sind die USA nicht bereit, den Machtverlust, der mit dieser Maßnahme verbunden ist, zu akzeptieren.

Daher, das System hat Möglichkeiten zu überleben und weiter sich durchzuwusteln. Mit der Macht im Rücken und einer gezielten Auswahl an Maßnahmen kann man das sogar mit Zustimmung der Mehrheiten machen. Es ist daher dieser Systemcrash eher unwahrscheinlich.


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