Wie die EU Afrika ausmergelt und Merkel nach Afrikas Wohl sucht

Falkenauge @, Dienstag, 18.10.2016, 09:46 vor 3427 Tagen 3750 Views

Gegen das Zulassen der Massenmigration formiert sich wachsende Kritik, und die Bundestagswahl kommt näher. Da musste Angela Merkel doch etwas zu unternehmen, um eine Initiative gegen die Migrationsursachen in Afrika unter Beweis zu stellen. „Ich glaube, dass wir sehr viel stärker noch uns für die Geschicke Afrikas interessieren müssen", sagte sie Anfang Oktober, „das Wohl Afrikas liegt im deutschen Interesse." Und flugs reiste sie drei Tage durch Afrika, um nach dem Wohl Afrikas zu suchen.

Das Merkel-geführte Deutschland ist führendes Mitglied der EU. Was betreibt aber die EU hinter dieser ablenkenden Kulisse? „Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die EU“, wie Thomasz Konicz auf Telepolis berichtet, „mit möglichst vielen afrikanischen Ländern langfristige Freihandelsabkommen (EPA - Economic Partnership Agreement) abzuschließen, um diese in ein möglichst enges ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis zu manövrieren. Diese neoimperiale EU-Strategie zielt vor allem auf die Sicherung des Zugangs zu den Rohstoffen dieser peripheren Region ab, in der auch China und die USA verstärkt aktiv sind.“

Nach den EPA soll Afrika seine Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Waren öffnen, während Schätzungen zufolge nur zehn Prozent der in Afrika hergestellten Waren tatsächlich international wettbewerbsfähig sind. Unter anderem geht es auch um Agrarprodukte wie Federvieh, de facto aber meist um Schlachtabfälle aus Deutschlands subventionierten Hähnchenfabriken, die zu Dumpingpreisen auf den Märkten Afrikas feilgeboten werden und die dortige Landwirtschaft ruinieren.

Francisco Marí, Handelsexperte von „Brot für die Welt“, meinte, selbst in der Kleinindustrie oder in der Weiterverarbeitung agrarischer Produkte oder Rohstoffe würden langfristig jegliche nennenswerten Entwicklungschancen zerstört. Es sei "frustrierend", mit Spenden in Afrika Agrarentwicklungsprogramme zu realisieren, die dann letztlich vergebens seien, weil die hochsubventionierten EU-Agrarprodukte den afrikanischen Agrarsektor zerstörten.

„Selbst der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Günter Nooke, der ein Auskommen als Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin Angela Merkel gefunden hat, kam nicht umhin, die von der Bundesregierung unterstützten EPA mit Afrika zu kritisieren. ´Man sollte mit Wirtschaftsverhandlungen nicht kaputt machen, was man auf der anderen Seite als Entwicklungsministerium versucht aufzubauen´, warnte der Afrikabeauftragte im Interview mit der ARD. Auch Francisco Marí verwies darauf, dass die im Oktober 2014 gegen Kenia erhobenen Strafzölle die an das Land im gleichen Zeitraum gezahlte Entwicklungshilfe "wahrscheinlich übersteigen" würden.“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kennt dieses hintergründige Wirken der neoliberalen EU, deren entschiedene Fürsprecherin sie ist. Es ist nicht bekannt, dass sie innerhalb der EU dagegen vorgehen und dieses verbrecherische Handeln notfalls öffentlich machen würde. Und aller Welt spielt sie vor, die Ursachen der Massenmigration in Afrika bekämpfen zu wollen.

Wie die EU Afrika ausmergelt

In Addis Abeba lässt Deutschland EIN Haus für 30 Millionen bauen und bezahlt es auch noch

BestAger1966 @, Dienstag, 18.10.2016, 11:57 vor 3427 Tagen @ Falkenauge 3549 Views

Ein neues Gebäude der Afrikanischen Union für 30 Millionen Euro, von Deutschland finanziert. Und Äthiopien bekommt von Deutschland rund 130 Millionen Euro Entwicklungshilfe im Jahr. Und das bei über 2 Billionen Schulden. Was bekommen wohl die weiteren, mehr als 50 afrikanischen Staaten?

Kein Wunder, dass vom "Aufschwung" im Land der Exportweltmeister bei mir nix ankommt. Seit 2005 (!!!) keine Gehaltserhöhung mehr [[sauer]]
Das Finanzamt muss doch langsam annehmen, es handele sich bei meinem Brutto-Jahresgehalt um eine Computerpanne.

Frank

--
-----------------------------------------------
(: Immer schön locker bleiben :)
-----------------------------------------------

4.782.700.000 €

Ikonoklast @, Dienstag, 18.10.2016, 12:58 vor 3427 Tagen @ BestAger1966 3475 Views

Hallo Frank,

aufgeschlüsselt nach Ländern habe ich nichts gefunden.
Aber 2016 dürfte o. g. Summe zusammenkommen (Summe Punkte 1 - 3).

Und das bei
über 2 Billionen Schulden. Was bekommen wohl die weiteren, mehr als 50
afrikanischen Staaten?

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Beispiel Äthiopien

Taucher @, Dienstag, 18.10.2016, 18:01 vor 3427 Tagen @ Ikonoklast 2672 Views

Hallo Frank,

aufgeschlüsselt nach Ländern habe ich nichts gefunden.
Aber
2016 dürfte o. g. Summe zusammenkommen
(Summe Punkte 1 - 3).

Und das bei
über 2 Billionen Schulden. Was bekommen wohl die weiteren, mehr als 50
afrikanischen Staaten?

Äthiopien ist es dank unserer Hilfe gelungen, die jährliche Lebensmittelproduktion von 450 Kilo auf 140 Kilo pro Kopf zu drücken.
Da ist noch Luft nach unten. Bis zur Null-Produktion fehlen gerade mal minus 140.
Wir schaffen das.


SPIEGEL, Wie die Hungerhilfe ein Land in der Armut hält
http://www.spiegel.de/panorama/aethiopien-wie-die-hungerhilfe-ein-land-in-der-armut-haelt-a-386561.html

Eine Verwechslung ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 18.10.2016, 19:11 vor 3427 Tagen @ BestAger1966 2309 Views

Kein Wunder, dass vom "Aufschwung" im Land der Exportweltmeister bei mir nix ankommt. Seit 2005 (!!!) keine Gehaltserhöhung mehr [[sauer]]

Hier liegt eine Verwechslung vor .. Deine ausgebliebenen Gehaltserhöhungen haben äußerst wenig mit den deutschen Exporten oder der Entwicklungshilfe zu tun, sondern: Dein Arbeit"geber" steckte sie einfach in die eigene Tasche. Wer hätte das gedacht?! Er war einfach der Meinung, dass er die Knete eher verdient als Du.

Gruß, Beo2

Hühner

Anrainer @, Dienstag, 18.10.2016, 23:32 vor 3426 Tagen @ Falkenauge 2236 Views

Unter anderem geht es auch um Agrarprodukte wie Federvieh, de facto aber
meist um Schlachtabfälle aus Deutschlands subventionierten
Hähnchenfabriken, die zu Dumpingpreisen auf den Märkten Afrikas
feilgeboten werden und die dortige Landwirtschaft ruinieren.


Der gemeine Neger nimmt regelmäßig lieber Ugali zu sich als aufgetaute Schlachtabfälle. Mangels funktionierender Kühlketten ist es auch gar nicht so einfach europäische Lebensmittel im relativ warmen Afrika zu vertreiben. H-Milch ist dort das große Geschäft – wird natürlich dominiert von einer einheimischen Familie, inzwischen in Kooperation mit Danone.

Halb Afrika ist an den Euro gebunden, was soviel heisst,

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Sonntag, 23.10.2016, 11:21 vor 3422 Tagen @ Falkenauge 1337 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 23.10.2016, 16:28

Ein Aufschrei, den niemand zur Kenntnis nimmt!
Mali, Niger und Kamerun sind Gründungsmitglieder der Euro-Zone. Senegal, Tschad, Togo, Kongo-Brazzaville sind vollwertige Mitglieder.

14 westafrikanische ehemalige Kolonien Frankreichs sind seit je an den franz. Franc gebunden und damit 1999 auch von in den Euro eingetreten. Die Währungen dieser Länder können zu festen Kursen in Euro umgetauscht werden.

Notabene ein gefundenes Fressen für die korrupten Eliten, welche ihre Gelder in Frankreich und im Westen anlegen und so Sicherheit und Erträge einheimsen, während die 14 Staaten seit 1999 nicht mehr abwerten können.

D.h. holländischer Hähnchen-Export feiert Urständ und deutsche Rüstungsgüter werden in Hartwährung verrechnet und mit Hermes-Garantien bezahlt.

Gleichzeitig verarmen die Menschen in diesen Ländern, eine Flucht nach Europa ist der einzige Ausweg um dem sicheren Untergang/Tod zu entfliehen. Merkel spricht von Migrations-Politik in Afrika, was einem Hohn gleichkommt!

Der Kontrast zum Armenhaus der Welt, zu Westafrika, könnte nicht grösser sein. Von dort flieht das Geld, und ihm nach flohen 1,5 Mio. von 20 Mio. Einwohnern aus Cote d'Ivoire, 3 von 14 Mio. aus Mali und Hundertausende aus Senegal.
Niemand in Europa, vor allem nicht in Frankreich, will diese Wahrheiten sehen. Merkel auch nicht. Sie hat vorletetzte Woche Niger und Mali besucht und spendete "Trost". Ein Marshallplan sei nicht zu haben!

Apo'

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.