OT: Elektroautos - Mobilität der Zukunft oder nur Ersatz von Diesel und Benzin aus Tankstelle durch Strom aus Erdölkraftwerk?

Literaturhinweis @, Dienstag, 18.10.2016, 03:24 vor 3428 Tagen 8710 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 19:54

Mittlerweile gibt es einige Elektrofahrzeuge in Serienproduktion (wenn man mal von Flurförderzeugen, sprich z.B. batteriebetriebenen Gabelstaplern, absieht, die schon seit Jahrzehnten erfolgreich um ihre Steckdose herumkurven).

Man versucht zwar, der Stolpergefahr durch hinter sich hergezogene Kabel ("Technik einfach noch nicht alltagsfähig") mehr und mehr zu entgehen, aber noch scheitert der Marktdurchbruch offenbar an mehreren Hindernissen:

- unzweifelhaft gibt es Vorbehalte, so wie im Ersten Weltkrieg von Kavalleriegenerälen gegen Panzer.

- Dann schreckt viele die Reichweite ab (das ewige Energiedichteproblem), sowie

- die Frage, wo man kostengünstig und ohne lange Warteschlange sein Fahrzeug unterwegs aufladen kann (und wie lange das dauert - da friert der Kunde im Winter an der Zapfsäule fest).

- Die Wartezeit beim Aufladen ist also selbst dann noch ein Hindernis, wenn die Reichweite der konventionell angetriebener Fahrzeuge im Alltagsbetrieb bereits -ehrlich gemessen- entspräche, nicht jeder will gezwungenermaßen unterwegs immer noch einen Kaffe trinken, sondern viele wollen gleich weiterbrettern.

- Dann gibt es Leute, die machen sich Gedanken über die Heizung ihres Fahrzeuges im Winter, denn die Diesel-, Benzin- oder auch Flüssiggasfahrzeuge machen sich dort die Abwärme der Verbrennungsmotoren zunutze,

- die bei Elektroautos nutzlos im Elektrizitätskraftwerk verpufft, bzw. Fische im Sommer an Sauerstoffmangel sterben läßt ("Das erste, was in China bei schmutziger Luft passieren müsste, wäre ein Fahrverbot für Elektroautos", vgl. "Die dazu erforderliche Elektrizität muß aus einem Kraftwerk ohne CO2 Ausstoß stammen und vor allem billig sein, soll die Umweltbilanz nicht an einer anderen Stelle wieder negativ beeinflußt werden und das Elektroauto eine bezahlbare Alternative werden." oder "Elektroautos können den CO2-Ausstoß erhöhen").

- Und den Effizienzfanatiker stört der geringe Wirkungsgrad von ca. 35% (siehe "Selbst bei der Eisenbahn brachte die Abschaffung der alten Kohleloks keine Verbesserung im Wirkungsgrad" - "Ein E-Auto ergibt nur Sinn, wenn die Stromproduktion NICHT mittels herkoemmlicher Kraftwerkstechnologie aus dem Netz entnommen werden muss! ... Strom ist die 'schmutzigste' aller Energiequellen, aber weil der Dreck nicht am Ort des Verbrauchs entsteht merkt man davon nichts!" - "Auto nur voll besetzt so CO2-sauber wie Regionalzug" - "Sparsame Verbrennungsmotoren würden benachteiligt.").

- Und den (echten) Umweltschützer stört Umweltfrevel sowieso, noch dazu, wenn er kontraproduktiv ist.

Dafür kann man im Tesla ungestraft frei mobiltelefonieren.

(Wer sich übrigens fragt, warum ausgerechnet die Hersteller von Elektroautos Pioniere beim fahrerlosen Fahren sind - das hat damit zu tun, daß eine automatische Steuerung gut und gerne 20% sparsamer fährt, weil sie optimaler 'schaltet', 'Gas gibt' und bremst - so kaschiert man elegant einen Teil des o.g. Reichweitenproblems und gibt dem Käufer auch noch das stolze Gefühl, zur Avantgarde des Automobilismus zu gehören. Dabei sagt man ihm eigentlich nur durch die Blume 'Du bist zu doof zum energiesparenden Fahren' (aber "... über 100% können sie nicht kommen"). Und natürlich ist Teslas schräge Argumentation, bei automatischem Fahren sei es bisher nur bei ca. 134 Millionen Meilen zu einem tödlichen Unfall gekommen, während es bei menschlichen Fahrern bereits nach zwei Drittel der Kilometerleistung zu einem Todesfall kommt, grandioser Quatsch: erstens fahren menschliche Fahrer auch im Gewühl von Paris und bei holprigen Landstraßen usw. usf., wo sie ihrem Fahr-Roboter nicht über den Weg trauen, so daß man diese Todesfälle herausrechnen müßte - das Argument bläht sich aber gar auf zu 'unendlich', wenn man berücksichtigt, daß ja gerade NICHT ohne aktiven Fahrer gefahren werden darf - d.h. die wenigen schweren Unfälle bei 'automatischem' Fahren gehen jeweils nur auf wenige Kilometer echtes -und verbotenes- 'autonomes' Fahren zurück, dieses ist also immer noch womöglich extrem tödlich, wenn man nicht Herrn Musks statistischen Taschenspielertricks folgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt. Vermutlich werden die Entwickler künstlicher Intelligenz genau dann soweit sein, ein fehlerfrei fahrendes Auto konstruiert zu haben, wenn Ray Kurzweills 'Singularity' zuschlägt und Roboter den Menschen erklären, daß es gar keinen Grund mehr für sie gibt, auf Straßen herumzufahren und den Güterverkehr zu behindern.)

Tja, und die Zulassungszahlen ruckeln und regen sich nicht, denn die meisten Elektrofahrzeuge, die im öffentlichen Verkehr zugelassen sind, entfallen immer noch auf Organisationen, die entweder selbst in irgendeiner Weise staatlich sind, oder sich beim Staat beliebt machen oder halten wollen ("Für die überwiegende Mehrheit von 81 Prozent kämen Elektroautos als Firmenfahrzeuge ... auch weiterhin nicht in Frage, ...").

CO2 wurde daher auch bisher keines eingespart, nur die Abgase wurden auf's Land verlagert, was immerhin die von vielen Umweltschützern befürwortete Zusammenpferchung von Menschen in Städten begünstigt ('verdichtetes Wohnen' gegen 'Zersiedlung').

Da auch die Zuschüsse zum Kauf von Elektroautos noch nichts in Bewegung zu bringen scheinen, ist man nun auf eine ganz geniale Idee verfallen: das Verbot von Benzin- und Dieselautos (der "Extinction Event" für die gesamte mobile Wirtschaft).

Ist zwar lange her, aber ich erinnere mich noch deutlich, daß auch die Automobile erst so richtig gekauft wurden, als Regierungen weltweit das Fahren mit Pferdekutschen verboten.

Von allein setzt sich am Markt bekanntlich nie was durch, außer vielleicht Tamagotchis. Aber nützliche Geräte? Niemals nicht - nicht die Spur.

Ohne Nudging kein Budging, wie weitgereiste Minister zu wissen pflegen.

Zeit also, die Literatur zu studieren, denn bei den steigenden Strompreisen werden viele nach dem Verbot von Verbrennungsmotoren im öffentlichen Raum auch die Elektromobilität vielleicht nur aus der Literatur kennenlernen. Und wenn der Strom fürs Fahren subventioniert werden sollte, wird vielleicht das Lithium für Batterien der Engpaß. Zu Fuß gehen ist eh viel gesünder.

Viele trauen Elon Musk ja zu, daß er zuerst auf dem Mars landet, bevor auf Erden sich die Elektromobilität durchsetzt. Andere bewundern ihn für sein Geschick beim Einsammeln von Subventionen und nennen Tesla schon 'Solyndra on Wheels' ("Tesla-Bude ... nächste Cargolifter-Story" - vgl. auch das Fisker-Abenteuer).

Sicher ist es zu früh, ein endgültiges Urteil zu fällen und zudem ist beim Verbot der Verbrennungsfahrzeuge mit einem Mobilitätsboom in Afrika zu rechnen, denn irgendwo müssen die Gebraucht-Maybach ja hin. Einheimische Schrottplätze dürften dafür nicht ausreichen.

Auch werden sich einige Banken, die sich bei Automobilkrediten und im Leasinggeschäft stark engagiert haben, wegen der gegen Null gehenden Restwerte der fossilen Gebrauchtwagen unter staatliche Rettungsschirme begeben müssen, wie schon damals, als irgendwelche Hauspreise unter die Einstandswerte sanken.

Wenn ich mich recht erinnere, zog das die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft, und es gab dann eine Abwrackprämie für ausgesuchte KFZ. Diesmal wird man sie dann wohl auf alle KFZ ausdehnen müssen. Und: der öffentliche Nah- und Fernverkehr wird eine ungeahnte Renaissance erleben, vielleicht muß man sogar wegen Abteilmangels wieder auf Vieh- und Güterwaggons zurückgreifen, wer weiß. Hauptsache elektrisch, bis zur allseitigen Verstaatlichung.

Wer nun meint, ich sei Elektro-Auto-Kritiker, der irrt. Wie auch der Transrapid würde sich die Elektromobilität durchsetzen, sollte sie einen marktwirtschaftlich greifbaren Vorteil bieten. Einige meinen den zwar errechnet zu haben, aber das ist normalerweise nicht der Maßstab. Der Maßstab ist 'was kauft der Kunde'.

Es rechnet ja auch niemand einem Mercedes-Käufer vor, er solle lieber Fiat oder SEAT kaufen, weil a) sparsamer, b) billiger. Warum der Staat dann aber dem Käufer eines, sagen wir, Lada mit Benzinmotor, vorschreiben muß, er solle, sagen wir, stattdessen einen Tesla mit Elektromotor kaufen, das dürfte wirtschaftspolitisch schwer begründbar sein. Und wie alles, was derart krass gegen wirtschaftliche Naturgesetze verstößt, wird es daher wohl grandios scheitern. Ob die inzwischen aber eingetretene Deindustrialisierung dann noch einmal rückgängig gemacht werden kann, das steht in den Sternen.

Aber vielleicht löst sich das ganze ja auch auf ganz andere Weise.


Weiter mit "Elektroautos - wie geht es weiter? Läßt sich der Wirkungsgrad den sparsamen Dieseln und Benzinern annähern? Lithiumknappheit?"

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Elektroautos - wie geht es weiter? Läßt sich der Wirkungsgrad den sparsamen Dieseln und Benzinern annähern? Lithiumknappheit?

Literaturhinweis @, Dienstag, 18.10.2016, 03:25 vor 3428 Tagen @ Literaturhinweis 6545 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 19:55

Es ist ja nicht so, daß man einfach einen neuen Industriezweig, der auf völlig neuen Voraussetzungen fußt, über Nacht aus dem Boden stampfen kann.

Wer nur das Endprodukt sieht, das fahrende Elektroauto, macht den Fehler, den man zu Bertha Benz' Zeiten auch machen hätte können: Benzin gab's damals in jeder Apotheke ... aber es fehlten Tankstellen.

Die ersten Automobilfabriken (von denen es hunderte 'große', tausende kleine gab) entstanden aus ... Nähmaschinenherstellern oder Fahrradwerkstätten - dem "naheliegendsten" halt, was damals technologisch am Markt war.

Es gibt z.B. Zweifel, "dass sich nicht genügend hochreines Lithium in den nächsten 5 - 10 Jahren gewinnen lässt um dem Elektroauto als Massenware genügend Akkus zu verpassen".

Die Elektro-Zukunft könnte zur nächsten halsbrecherischen Drehung der Komplexitätsspirale werden, vgl. Tainters Studien.

Tja, was im Sommer schon ineffizient war, wird im Winter richtig kuschelig. Potz- ähm, Hotzenblitz.

Toyota, bekanntlich im Automobilmarkt wesentlich unerfahrener als Moschus-Tesla, beerdigt Verkaufspläne für Elektroauto.

Elektroautos erreichen nach viermal umsteigen schon Werte wie Diesel-Autos.

"E-Autos sind ineffizient und umweltschädlicher als z.B. ein 3 Liter Auto."

"Teslamotors ist aus meiner Sicht ein Zockerpapier"?

Das "Elektroauto wird das physikalisch bedingte GO der Menschheit nur um einige Jahre nach hinten verschieben".

Der Ladestrom "geht schon an die Grenzen des Hausanschlusses ... [oder] Spannung in der Größenordnung der deutschen Eisenbahnoberleitung".

"Wir sind mindestens eine Zehnerpotenz weit weg von den Verbrennungskraftstoffen".

"Die angebliche Reichweite von 500 km wurde von Anfang an nicht erreicht und die Qualität der Batterie ließ sehr schnell noch weiter nach." (Wieso eigentlich? Der ICE hat doch auch ganz ohne Batterie 500 km Reichweite und mehr - jedenfalls, wenn nicht grade mal wieder die Toilette streikt?)

"Die größte Illusion ist der Glaube, dass die Fahrerei mit Elektroautos langfristig billiger werden würde".

"... ohne ein ordentliches Anreizsystem seitens der EU und den Ländern wird das schwierig ...". Zweifelsfrei, auch Bordelle gäbe es ohne ein 'ordentliches Anreizsystem' bestimmt nicht. Manche Männer sollen den Sensor dafür bereits eingebaut haben.

Immerhin 2013: "Elektromobilität kommt schneller als gedacht! Tipping Point bereits 2016 möglich!" Wo hab' ich bloß meinen Kalender verlegt ...

"Ohne Subventionen macht Tesla Verlust".

Der Tesla Powerwall stammt vom selben Autisten, der es auch schafft, teure Autos durch Mehrfachnutzung billig zu rechnen. Für den Preis dieses Ungetüms kann man jahrelang kostenlos Strom aus der Steckdose ziehen ... wenn man es nicht kauft. Aber Rechnenkönnen hat ja bekanntlich was mit Bildung zu tun; Bildung, von der Elon mehr hat, als seine Jünger. Da kommen die E-Autos dann ja wie gerufen, um den überschüssigen Sonnenstrom zwischenzuspeichern:
"Die Rettung des Kurzzeit-Speicherproblems durch Elektroautos ist (für die E-Auto-Besitzer) so teuer, dass es sich nicht rechnet. Ein wesentlicher Grund: Der gravierende Verschleiß der Akkus."

Akkumulatoren-/Batterie-Verschleiß dürfte auch bei den Hybrid-Konzepten eine Rolle spielen. Bei diesen ist neben dem/den Elektromotoren noch ein konventioneller Verbrennungsmotor eingebaut, der jedoch, statt auf den Antriebsstrang einzuwirken, einen Stromgenerator antreibt, der bei Bedarf die Batterien des elektrischen Antriebsstranges wieder auflädt/puffert. Hier geht man also den umgekehrten Weg: während man beim reinen Elektrofahrzeug zu dessen Gunsten anführen kann, daß es technisch wesentlich 'einfacher' aufgebaut ist, als ein Fahrzeug mit kompliziertem Verbrennungsmotor und zusätzlich einem komplizierten (Automatik-) Getriebe, ist ein Hybridfahrzeug noch komplexer, aus noch mehr Teilen, aufgebaut, denn es ist ein 'echtes' Elektrofahrzeug mit zusätzlicher fossiler Ladestation. Dennoch erfreuen sich diese Konzepte derzeit, was die Zulassungszahlen angeht, noch höherer Beliebtheit als reine Elektrofahrzeuge, wohl vor allem darum, weil das 'Nachladen' genau so schnell wie bei Benzin- und Dieselfahrzeugen erfolgen kann - nämlich an den herkömmlichen Tankstellen für Diesel und Benzin.

Ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle dagegen ist ebenfalls eine Art Hybridfahrzeug, nur erfolgt die Stromerzeugung ebenfalls 'an Bord', allerdings ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor, sondern mittels chemischer Umwandlung der z.B. in Wasserstoff oder Methangas enthaltenen Verbrennungsenergie direkt in Elektrizität, die dann den elektrisch motorisierten Antriebsstrang des Fahrzeugs antreibt, der i.W. wie beim reinen Elektrofahrzeug aufgebaut ist. Von den derzeit noch nicht vollständig gelösten Problemen bei der Wasserstoffspeicherung und -betankung abgesehen, ist diese Technologie nicht nur fast schadstoff-los gegenüber der Diesel- und Benzin-Verbrennung, sie hat auch nicht das Problem, das batteriebetriebene Elektrofahrzeuge derzeit und noch auf Jahre hinaus plagt: die mitgeführte Energiedichte kann mit der fossiler Brennstoffe mithalten und die immer noch langwierige Aufladung der Batterien entfällt ähnlich wie beim Hybridantriebs-Konzept.

"... bei einer Zunahme von Elektroautos so gut wie kein Benzin und fast nur noch Diesel/Heizöl brauchen. Das geben die Raffinerien so nicht her." Tja, da hilft natürlich nur noch ein Verbot.

Frei nach George Orwell: "Mobilität ist Stillstand!"

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Was hier verschwiegen wird

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 18.10.2016, 08:39 vor 3427 Tagen @ BennyF 6467 Views

[image]
Quelle und mehr Infos:
http://tesla3.de/20160418_Tesla_Model_3_Mythen_der_Elektromobilitaet_Teil_2_Wie_umweltf...

CO2 ist Pflanzendüngemittel. Daraus produzieren die Pflanzen Nahrung.
Weniger Düngung ==> weniger Nahrung.
Als der CO2 Gehalt der Atmospäre noch niedriger war, in den Jahrhunderten vor der Industriaisierung, wurden weltweit wesentlich weniger Nahrungsmittel produziert wie heute, wo der CO2-Gehalt bereits wesentlich angestiegen ist.

Wie viele Milliarden Menschen sollen denn verhungern, um das Klima zu retten?


Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

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Literaturhinweis @, Dienstag, 18.10.2016, 03:25 vor 3428 Tagen @ Literaturhinweis 6401 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 19:55

Siehe auch

- "ELEKTROMOBILITÄT IN HAUSHALTEN UND FLOTTEN: WAS BEEINFLUSST DIE KAUF UND NUTZUNGSBEREITSCHAFT?" (Bundesverkehrsministerium, PDF, 60 Seiten)

- "Das Automobil im Jahr 2025: Vielfalt der Antriebstechnik"

- "Gegenüberstellung von Fahrzeugkonzepten: Bewertung von Energieeffizienz und Treibhausgasemissionen: Bilanzierung - Wirkungsabschätzung - Prognose"

- "Alternative automobile Antriebe und alternative Kraftstoffe"

- "Antriebskonzepte für Fahrzeuge. Ein Vergleich von Verbrennungs- und Elektromotor"


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Es geht um Neuzulassungen. Die Autokredite sind nicht gefährdet. (oT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 18.10.2016, 07:13 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 5358 Views

- kein Text -

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[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Viele haben immer noch nicht kapiert, dass Deutschland den Trend längst verschlafen hat

BennyF @, Dienstag, 18.10.2016, 07:57 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 6146 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 12:28

Ich habe nicht alles im Detail gelesen, das du geschrieben hast. Trotzdem möchte ich auf ein paar Punkte eingehen:

Schaut mal in die USA. Dort sind E-Autos im täglichen Straßenverkehr schon die Norm, man sieht sie überall herumfahren. In LA siehst du mehr Teslas, als in ganz Deutschland. Die Tatsache, dass man über Gesetze versucht, die E-Mobilität zu fördern, ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass es der Politik langsam (viel zu spät) dämmert, dass ihre Vorzeige-Autoindustrie von der innovativen Konkurrenz praktisch schon abgehängt wurde. Ich bin mir sicher, dass sich in den nächsten 10-20 Jahren die E-Autos durchsetzen werden. Die Frage ist nur: mit oder ohne die großen deutschen Konzerne? Was bleibt noch von der deutschen Industrie, wenn die Autoindustrie wegbricht? Nicht viel.

Diese lächerliche Diskussion über Teslas "Autopiloten" ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch der deutschen Autoindustrie (indirekt, vertreten durch die Politik, die bekanntlich nach der Pfeife ihrer Lobby tanzt), den Vorsprung der Konkurrenz zu bremsen. Und unsere (Lügen-)Presse spielt das schmutzige Spiel wie üblich mit fliegenden Fahnen mit. Denn was die deutschen Autohersteller jahrelang verschlafen haben, lässt sich mit normalen Mitteln nicht mehr aufholen, wenn man sich zu lange faul auf den Lorbeeren einer hoffnungslos veralteten, energetisch ineffizienten und rückständigen Verbrennungstechnologie ausgeruht hat.

Denn wenn man ehrlich ist, wird einem klar, dass angesichts der kriminellen Fahrweise vieler Autofahrer, die das Fahrzeug ja bewusst lenken, ein "Autopilot" für die Menschen sogar ein Segen sein könnte. Ich würde mich auf den Straßen jedenfalls sicherer fühlen, wenn ich wüsste, dass die Autos von Computern gesteuert werden, die nach bestimmten Regeln funktionieren, als von Menschen, die in vielen Fällen unkontrolliert, irrational, psychopathisch, aggressiv oder unzurechnungsfähig handeln.

Das ganze Gejammer über Reichweiten kommt von Menschen, die sich mit Teslas Technologien überhaupt nicht beschäftigt haben, sie nie ausprobiert haben und generell Vorurteile pflegen. Denn mit 400 km Reichweite und einer Ladezeit von 30 Minuten kommt man überall hin.

E-Autos als umweltfreundlich zu verkaufen, halte ich für kritisch. Zwar ist der Wirkungsgrad um Welten höher als bei Verbrennungsmotoren, deshalb sind sie zumindest wesentlich weniger umweltfeindlich als herkömmliche Autos. Und die Menschen atmen weniger Abgase ein, was die Lebensqualität besonders in den Städten deutlich erhöht. Aber irgendwoher muss der Strom kommen, und bekanntlich ist Stromerzeugung selten umweltfreundlich, von der Akkuproduktion ganz zu schweigen. Die Hoffnung ist, dass die Stromerzeugung zunehmend mit regenerativen Methoden erfolgt anstatt mit Kohle- und Kernkraftwerken. Auf dem Weg befinden wir uns ja bereits seit vielen Jahren.

Ich würde mir heute kein E-Auto kaufen

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Dienstag, 18.10.2016, 08:22 vor 3427 Tagen @ BennyF 6159 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 12:46

Schaut mal in die USA. Dort sind E-Autos im täglichen Straßenverkehr
schon die Norm, man sieht sie überall herumfahren. In LA siehst du mehr
Teslas, als in ganz Deutschland.

Mag sein, aber ein Auto für rund 100.000,- Euro können sich nur extrem wenige Menschen leisten. Und "die Norm" sind E-Autos auch in den USA ganz sicher bei weitem nicht, dort kauft man dicke Pick-Ups und SUV mit Kraftstoffverbräuchen weit über 12 l/100 km. Ford F150, Dodge RAM und Chevrolet Silverado stehen auf den ersten 3 Plätzen der Verkaufs-Hitliste.

Denn wenn man ehrlich ist, wird einem klar, dass angesichts der
kriminellen Fahrweise vieler Autofahrer, die das Fahrzeug ja bewusst lenken
ein "Autopilot" für die Menschen sogar ein Segen sein könnte. Ich würde
mich auf den Straßen jedenfalls sicherer fühlen, wenn ich wüsste, dass
die Autos von Computern gesteuert werden, die nach bestimmten Regeln
funktionieren, als von Menschen, die in vielen Fällen unkontrolliert,
irrational, psychopathisch, aggressiv oder unzurechnungsfähig handeln.

Dazu gehört schon eine Menge Technikgläubigkeit. Eine "kriminelle" Fahrweise kann ich auf deutschen Straßen absolut nicht beobachten. Natürlich findet man immer den einen oder anderen, der entweder nicht ganz dicht ist oder seine psychischen Befindlichkeiten ausleben möchte. Die Anzahl der daraus entstehenden Unfälle ist aber extrem gering.

Das ganze Gejammer über Reichweiten kommt von Menschen, die sich mit
Teslas Technologien überhaupt nicht beschäftigt haben, sie nie
ausprobiert haben und generell Vorurteile pflegen. Denn mit 400 km
Reichweite und einer Ladezeit von 30 Minuten kommt man überall hin.

Diese Reichweite ist für die allermeisten heute fahrenden E-Autos nicht erreichbar, 150 und mit viel Glück und ausgeschalteten Verbrauchern 200 km sind die Norm. Das Wiederaufladen dauert viele Stunden. Auch der von Dir gepriesene Tesla kommt bei normaler Nutzung nicht so weit. Und wie lange die Akkus diese Schnellladung mitmachen, wird sich zeigen. Hier liegt aktuell auch ein weiteres, riesiges Problem: Wie lange die Akkus halten werden, weiß niemand, und da sie extrem teuer sind, könnte das E-Auto schon nach wenigen Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden sein.

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Faktencheck zum Thema Akkus!

BennyF @, Dienstag, 18.10.2016, 09:53 vor 3427 Tagen @ Otto Lidenbrock 5939 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 12:43

Diese Reichweite ist für die allermeisten E-Autos heute fahrenden E-Autos
nicht erreichbar, 150 und mit viel Glück und ausgeschalteten Verbrauchern
200 km sind die Norm. Das Wiederaufladen dauert viele Stunden. Auch der von
Dir gepriesene Tesla kommt bei normaler Nutzung nicht so weit. Und wie
lange die Akkus diese Schnellladung mitmachen, wird sich zeigen. Hier liegt
aktuell auch ein weiteres, riesiges Problem: Wie lange die Akkus halten
werden, weiß niemand, und da sie extrem teuer sind, könnte das E-Auto
schon nach wenigen Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden sein.

Das Model S gibt es seit Ende August mit 100-kWh Akku mit einer Reichweite von über 600 km.
Das Model 3 hat ein Reichweite von mindestens knapp 350 km, beim Topmodell mit großem Akku noch einiges mehr.
Und bevor man unterstellt, das wären alles geschönte Marketingzahlen, denkt daran, dass das Model S seit längerer Zeit verkauft und gefahren wird und sich die Reichweitenangaben als zutreffend erwiesen haben. D.h. es gibt genug Erfahrungswerte damit.

Tesla gibt auf den Akkupack der Fahrzeuge 8 Jahre Garantie ohne Kilometerbeschränkung. Ausgiebige Tests und Erfahrungen über die letzten Jahre haben ergeben, dass bei einem Akku, der 50.000 km genutzt wurde, ein Kapazitätsverlust von gerade mal 0,5% gemessen werden konnte.

Leute, bevor ihr hier auf den typischen Medien-Zug aufspringt und Halbwahrheiten verbreitet, befasst euch erst einmal mit den Fakten!

Over and out.

Generelle Frage zum Tesla

Ikonoklast @, Dienstag, 18.10.2016, 10:11 vor 3427 Tagen @ BennyF 5642 Views

Hallo BennyF,

Du scheinst dich etwas bei den Tesla auszukennen.
Inwieweit kann man dort als Laie noch selbst Hand anlegen?

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Prima Wie viele Kurier-, Paket-, Liefer- und Personenbeförderungsdienste fahren mit Tesla?

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 18.10.2016, 10:48 vor 3427 Tagen @ BennyF 5631 Views

Das Model S gibt es seit Ende August mit 100-kWh Akku mit einer Reichweite
von über 600 km.
Das Model 3 hat ein Reichweite von mindestens knapp 350 km, beim
Topmodell mit großem Akku noch einiges mehr.
Und bevor man unterstellt, das wären alles geschönte Marketingzahlen,
denkt daran, dass das Model S seit längerer Zeit verkauft und gefahren
wird und die sich Reichweitenangaben als zutreffend erwiesen haben. D.h. es
gibt genug Erfahrungswerte damit.

Die wissen ganz genau, wie viele km ihre Fahrzeuge täglich unterwegs sind und wann der Akku aufgeladen werden muss.
Die können auch leicht die Rentabilität ausrechnen im Vergeich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen.

Also?

Wie viele Flotten wurden bereits umgestellt auf Elektrofahrzeuge?
Wie viele gewerblich genutzes Fahrzeuge fahren mit Tesla?

Tesla gibt auf den Akkupack der Fahrzeuge 8 Jahre Garantie ohne
Kilometerbeschränkung. Ausgiebige Tests und Erfahrungen über die letzten
Jahre haben ergeben, dass bei einem Akku, der 50.000 km genutzt wurde, ein
Kapazitätsverlust von gerade mal 0,5% gemessen werden konnte.

Leute, bevor ihr hier auf den typischen Medien-Zug aufspringt und
Halbwahrheiten verbreitet, befasst euch erst einmal mit den Fakten!

Over and out.

Alles blabla in Relation zu einer Betriebskostengesamtrechnung.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Von dir kommt nichts als bla bla...

smiths74 @, Dienstag, 18.10.2016, 12:03 vor 3427 Tagen @ Mephistopheles 5657 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 12:31

Hallo Meph,

Das Tesla Model S wird sehr wohl schon erfolgreich als Taxi eingesetzt.
Tesla Taxis...

Und was Lieferfahrzeuge angeht, so stellt z.B. die deutsche Post immer mehr auf Elektrofahrzeuge um. Da die großen deutschen Hersteller aber nichts Passendes im Programm hatten und auch nicht bereit waren, etwas Passendes zu entwickeln, hat die Post mit einem kleinen Aachener Start-up namens Street-Scooter ein eigenes Fahrzeug entwickelt. Ein Umstand, den zumindest VW heute sehr bereut.

Gerade in diesem Segment, bei dem es NUR um Kosten geht, setzen sich die E-Autos als erstes durch!

Also bitte erst mal informieren, bevor man solchen Unsinn schreibt!

Beste Grüße

smiths74

Mit den Petromobilen ist es wie mit der Berliner Mauer

Zarathustra, Dienstag, 18.10.2016, 13:09 vor 3427 Tagen @ smiths74 5428 Views

Sie hielt länger als gedacht, aber als sie zu bröckeln begann, ging alles viel schneller als gedacht. Hochmut kommt vor dem Fall.

Mit den Birnen ist es wie mit den Äpfeln

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 18.10.2016, 16:43 vor 3427 Tagen @ Zarathustra 5115 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 17:14

Der Fall der Mauer brachte den Menschen auf beiden Seiten Vorteile. Der Umstieg auf Elektromobilität bringt keine solchen - nur der Dreck entsteht an anderer Stelle. Energetisch gibt es keine Effizienzgewinne, das Handling ist umständlicher und außerdem ist das ganze Paket auch noch teurer. Fortschritt sieht IMHO anders aus.

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[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Keine Effizienzgewinne?? Aber Hallo!

YooBee, Dienstag, 18.10.2016, 20:53 vor 3427 Tagen @ FOX-NEWS 4954 Views

Bitte mal alle Aspekte bedenken!

Benzin: Öl fördern, transportieren, Benzin herstellen, transportieren, tanken. Dreck ohne Ende.

Strom: Solar- oder Windpark bauen. Transportieren. Hinfahren. Laden. Dreck nur bei der Produktion.

Letzteres kann sehr dezentral passieren, am einfachsten mit Solarzellen auf dem Dach. Die Leute werden “tanken“, wenn der Strom am billigsten ist, also bei viel Wind oder viel Sonne.

Die Kombination Elektroautos und Kohlekraftwerke ist natürlich Schwachsinn, aber eh ein Auslaufmodell.

Mythen und Legenden

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 19.10.2016, 16:28 vor 3426 Tagen @ YooBee 4630 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 19.10.2016, 16:42

Bitte mal alle Aspekte bedenken!

Das sollte man allerdings tun.

Benzin: Öl fördern, transportieren, Benzin herstellen, transportieren,
tanken. Dreck ohne Ende.

Strom: Solar- oder Windpark bauen. Transportieren. Hinfahren. Laden. Dreck
nur bei der Produktion.

Es werden 2090 Petajoule an fossilen Brennstoffen für den Verkehr benötigt (http://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/kraftstoffverbrauch-nach-energietraegern)

Ein 1200 MW Kohle- oder Kernkraftwerk gibt 37,84 Petajoule pro Jahr ab. Es werden also 55,2 solcher Kraftwerke zusätzlich benötigt, um den Energiebedarf des Verkehrs zu decken, vorausgesetzt, es wird für E-Auto und Verbrenner ein gleicher Wirkungsgrad von „Quelle zu Rad“ angenommen (das kommt auch ungefähr hin, da z.B. im Winter im E-Auto mit Strom aus der Batterie geheizt werden muss, Leitungsverluste, Lade-Entladeverluste).

Letzteres kann sehr dezentral passieren, am einfachsten mit Solarzellen
auf dem Dach. Die Leute werden “tanken“, wenn der Strom am billigsten
ist, also bei viel Wind oder viel Sonne.

Ich will aber tanken, wann es mir gefällt. So wie heute auch. Außerdem wohne ich zur Miete.

Die Kombination Elektroautos und Kohlekraftwerke ist natürlich
Schwachsinn, aber eh ein Auslaufmodell.

Ich würde eher sagen, dass die Gründenke ein Auslaufmodell ist!

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Man wird sehen

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Dienstag, 18.10.2016, 11:23 vor 3427 Tagen @ BennyF 5533 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 18.10.2016, 12:36

Tesla gibt auf den Akkupack der Fahrzeuge 8 Jahre Garantie ohne
Kilometerbeschränkung. Ausgiebige Tests und Erfahrungen über die letzten
Jahre haben ergeben, dass bei einem Akku, der 50.000 km genutzt wurde, ein
Kapazitätsverlust von gerade mal 0,5% gemessen werden konnte.

Und was passiert nach Ablauf der Garantiezeit? Wie viel kostet ein neuer Akku? Was passiert, falls es die Firma Tesla in 8 Jahren nicht mehr gibt? Wer repariert so ein Fahrzeug, wenn dann etwas kaputt geht? Wie viele Werkstätten, die einen Tesla reparieren können, gibt es in Europa? Wie viele Strom-Tankstellen gibt es, die einen solchen Wagen in 30 Minuten aufladen können?

Leute, bevor ihr hier auf den typischen Medien-Zug aufspringt und
Halbwahrheiten verbreitet, befasst euch erst einmal mit den Fakten!

Fakt ist aber auch, dass ein Tesla Model S mit Grundausstattung an die 80.000,- Euro kostet. Dieses Fahrzeug ist also überhaupt kein Maßstab.

Interessant könnte es werden, wenn das Model 3 mit ähnlichen Werten auftrumpft und für 30.000,- Euro zu haben ist. Es wird sich zeigen, ob Tesla das tatsächlich hinbekommt.

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Man sah es.

YooBee, Dienstag, 18.10.2016, 14:46 vor 3427 Tagen @ Otto Lidenbrock 5236 Views

Wie war das vor über 100 Jahren??

Und was passiert nach Ablauf der Garantiezeit?

Gab es die überhaupt?

Wie viel kostet ein neuer Motor?

Was passiert, falls es die Firma Daimler in 8 Jahren nicht mehr gibt?

Wer repariert so ein Fahrzeug, wenn dann etwas kaputt geht?

Wie viele Werkstätten, die einen Daimler reparieren können, gibt es in Europa?

Wie viele Tankstellen gibt es, wo kommt das ganze Benzin her?

Fakt ist aber auch, dass ein Wagn an die ... Reichsmark kostet. Dieses Fahrzeug ist also überhaupt kein Maßstab.

Wer konnte sich damals ein Auto leisten?


Also, locker bleiben, wird schon [[top]]

Volle Zustimmung, hier noch ein paar Fakten:

zip @, Dienstag, 18.10.2016, 14:10 vor 3427 Tagen @ BennyF 5491 Views

Hier mal ein paar Zahlen zur Info:

Tesla hatte 2011:
1.417 Vollzeitmitarbeiter
149 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen
7 Stores weltweit
0 Supercharger

Tesla hatte 2015:
13.058 Vollzeitmitarbeiter
4.046 Mio Dollar Umsatz aus Autoverkäufen
208 Stores weltweit
3.300 Supercharger

Tesla hat in diesen 4 Jahren folgendes gemacht:
• Das Model S entwickelt.
• Das SUV Model X entwickelt.
• Die mit weitem Abstand gigantischste Batteriefabrik geplant, finanziert und in Auftrag gegeben, die die Menschheit jemals sah. Der Produktionsstart erfolgte dort vor wenigen Wochen.
• Weltweit mehr als 3.000 Schnellladesäulen (so genannte „Super Charger“) installiert, ohne dafür einen Cent Fördermittel zu erhalten. Bis zum Jahr 2018 wird diese Zahl verdoppelt.
• Ein weltweites Netz von Ladepunkten (so genannte „Destination Charger“) an touristisch attraktiven Standorten installiert und den Betreibern die Hardware (jeweils im Wert von rund 2.000 €) kostenlos überlassen.
• In den wichtigsten Absatzländern dieser Erde eine Vertriebs- und Servicestruktur aufgebaut.
• Das Model 3 weitgehend fertig entwickelt und bis heute dafür mehr als 450.000 Reservierungen erhalten.
• Ein sehr fortschrittliches Fahrassistenzsystem entwickelt und in mehr als 100.000 Fahrzeugen auf die Straße gebracht.

VW, Audi, Porsche, Mercedes und BMW haben in diesen 4 Jahren folgendes gemacht:
• Umsatz und manchmal auch Gewinn minimal gesteigert.
• Millionen Fahrzeuge wissentlich ohne funktionierende Abgasreinigung verkauft und damit das Leben Tausender verkürzt.
• Zig Ankündigungen von Elektroautos veröffentlicht aber nie umgesetzt.
• Nicht unerhebliche Fördermittel für Elektroautos vom deutschen Staat oder den Fördertöpfen der EU erhalten und Fahrzeuge gebaut, die sie selbst aktiv nicht verkaufen wollen und die nur rund 200 km Reichweite haben.
• Plugin-Hybride entwickelt und in EU wie bei der Bundesregierung Stimmen gekauft, um absurde Verbrauchsmessungen für diese Hybride durchzusetzen.
• Außer „Wir wollen größter Autohersteller der Welt werden“ keinerlei nennenswerte Konzepte für die Zukunft vorgestellt.
• Die einzige Batteriefertigungsfabrik in Deutschland geschlossen.
• In keinem Land der Welt ein zuverlässiges Schnellladenetz aufgebaut und keine einzige Ladestation verschenkt.

--
.zip

Auch hier Zustimmung...mit einer Ergänzung

Broesler, Dienstag, 18.10.2016, 14:23 vor 3427 Tagen @ zip 5323 Views

Tesla hat in diesen 4 Jahren folgendes gemacht:

• Noch nie Gewinn erwirtschaftet (auf GAAP-Basis)

Was nicht unbedingt etwas heißen muss, die Entwicklung von Tesla ist jedenfalls zweifelsfrei erstaunlich
und gebührt Respekt. Hoffentlich bringt das SpaceX-Solarcity-Tesla-Konstrukt neue, innovative Produkte
auf den Markt, mit denen auch Geld verdient wird. Ansonsten konnte die Geschichte ENRONden.

Ahoi

--
* #PopcornLong
* Let's Chart
* "You can ignore reality, but you can't ignore the consequences of ignoring reality." Ayn Rand

Was ist eigentlich, wenn der Akku in einem E-Auto abraucht? Gibt es da Überlebenschancen? (oT)

BestAger1966 @, Dienstag, 18.10.2016, 08:52 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 5373 Views

- kein Text -

--
-----------------------------------------------
(: Immer schön locker bleiben :)
-----------------------------------------------

Tesla Model S: 250.000 km in drei Jahren - mit einem Akku!

smiths74 @, Dienstag, 18.10.2016, 09:56 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 6207 Views

Von wegen nicht haltbar - ein deutscher Model S Fahrer hat 250.000 km in drei Jahren gefahren. Hier die Diskussion im Tesla-Forum:

250.000 km done!

VG

smiths74

Qui bono? Welchem Hintertanen nutzt diese Umstellung? (oT)

Arbeiter @, Dienstag, 18.10.2016, 10:03 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 5368 Views

- kein Text -

Verbrennungsmotoren eignen sich fürs Militär

LLF @, Dienstag, 18.10.2016, 10:46 vor 3427 Tagen @ Arbeiter 5775 Views

1914 hatten die meisten Autos einen Elektroantrieb, damals gab es weder Startbatterie noch Getriebe. Dann kam der erste Weltkrieg und das Militär konnte ausschließlich die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor an der Front einsetzen. Deshalb wurden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gefördert, obwohl die Risiken (mehr Abgase, mehr Unfälle) damals schon bekannt waren.

Elektrofahrzeuge können die Luftverschmutzung (besonders in chinesischen Großstädten) senken, die Importabhängigkeit verringern, weniger Wrtungsaufwand verursachen, und wenn die Entwicklung so weitergeht, dann könnten Elektrofahrzeuge in einigen Jahren billiger sein und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor vom Markt verdrängen. Bei den Motorrädern gibt es bereits einen solchen Verdrängungswettbewerb (Elektrofahrrad statt Mofa).

Wieso möchte man die Flexibiliät einschränken? (oT)

Arbeiter @, Dienstag, 18.10.2016, 12:16 vor 3427 Tagen @ LLF 5125 Views

- kein Text -

1914 hatten die meisten Autos auch nur Schrittgeschwindigkeit und sahen aus wie frisierte Kutschen (oT)

SchlauFuchs ⌂ @, Neuseeland, Dienstag, 18.10.2016, 20:36 vor 3427 Tagen @ LLF 4835 Views

Meine Auto-Strategie: Den alten Verbrenner liebevoll pflegen...

Hasso, Dienstag, 18.10.2016, 20:58 vor 3427 Tagen @ Literaturhinweis 5363 Views

bearbeitet von Hasso, Dienstag, 18.10.2016, 21:07

An sich ist doch alles ganz einfach.

Ich pflege meinen alten BMW-Verbrenner (130.000 km auf der Uhr... aber noch topfit) sehr liebevoll und habe ihm fest versprochen, dass ich mit ihm niemals "Schluss machen werde"[[herz]]
Wir fahren auch immer defensiv und vorausschauend.

Das "E-Problem" werden wir beide erstmal langfristig aussitzen... ganz im Sinne unserer Politik[[freude]]

Und in 10 Jahren gucke ich mir alles noch mal in Ruhe an...
Wie heißt doch der besinnliche Autoaufkleber-Spruch?
"Der letzte Wagen ist ein Kombi"[[sauer]]
Gute Nacht
Hasso

Hoffentlich kommt der Kombi nicht zu früh

Langmut @, Dienstag, 18.10.2016, 21:41 vor 3427 Tagen @ Hasso 5227 Views

Hallo in die Runde, hallo Hasso,

Und in 10 Jahren gucke ich mir alles noch mal in Ruhe an...

... wenn dir nicht bis dahin ein Kfz mit Autopilot einen gewaltigen Strich durch den 10-Jahres-Plan gemacht hat. Immerhin würden dann deine Restangehörigen - vermutlich ohne Echse - eine fette Entschädigung von Tesla und Co. bzgl. des Kollateralschadens einstreichen.

So bekommt unser altes aber feines Leben noch einmal eine ganz andere Gewichtung. Vielleicht werden wir so unseren Nachkommen anstatt eines sozialverträglichen Frühablebens doch noch zu zärtlicher Fürsorge anhalten können.

Übrigens - wer es noch nicht weiß:
Es soll vorkommen, dass die Nachkommen durch ein Abkommen mit dem Einkommen nicht mehr auskommen und dabei umkommen.

Glück auf!
Langmut

--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

Wovor ich aktuell am meisten Angst habe...

Hasso, Dienstag, 18.10.2016, 21:59 vor 3427 Tagen @ Langmut 5518 Views

bearbeitet von Hasso, Dienstag, 18.10.2016, 22:13

... wenn dir nicht bis dahin ein Kfz mit Autopilot einen gewaltigen Strich
durch den 10-Jahres-Plan gemacht hat. Immerhin würden dann deine
Restangehörigen - vermutlich ohne Echse - eine fette Entschädigung von
Tesla und Co. bzgl. des Kollateralschadens einstreichen.

Hallo Langmut,
jetzt will ich mich mal richtig hemmungslos "outen"... angstmäßig[[zwinker]]

Raten wir doch mal.
Sind es die Russen, Krieg, Krankheit, Teslas, Einbrecher, Flüchtilunken, BND, MAD, BRD, AKW, MfG, die Echsen oder etwa der CO2-Spökes?

Alles ganz falsch geraten[[zwinker]]

Richtig Angst habe ich auf der ganz normalen Landstraße (eine Spur links und rechts)... wenn mir junge Mädels (oder auch Jungs) entgegenkommen... die nicht auf die Fahrbahn gucken, sondern mit intensivem "Whatsen" beschäftigt sind.
Da habe ich als Vielfahrer schon diverse "Erlebnisse" gehabt... bis dato ging alles knapp gut aus[[top]]
Glückauf... dass es so bleibt!
Hasso

SPIEGEL: Elektrobusse in Deutschland - Zu teuer, zu unzuverlässig, zu aufwendig ... aber nur wegen fehlender Förderung ...

Literaturhinweis @, Sonntag, 12.03.2017, 16:59 vor 3282 Tagen @ Literaturhinweis 4117 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 12.03.2017, 17:04

(Hieß das nicht mal 'aufwändig'? Dem Spügel fählt die Rächtschraibkorräktur.)

Elektromobilität macht wieder von sich reden, getreu der Enzyklika 'In brennender Sorge': "Reine E-Busse gibt es in Stuttgart nicht. Dafür aber in mehr als 15 anderen deutschen Städten, .... Die stärkste Elektrobuslinie stellt aktuell Köln: Hier sind acht reine E-Busse auf den Straßen. ... Von 78.345 zugelassenen Bussen in Deutschland werden nur 458 ganz oder teilweise mit Strom betrieben. (1430 mit Gas und 76.334 mit Diesel) ... Im internationalen Vergleich war Deutschland ... lange Zeit führend und sei es technisch immer noch. ... Seit Kurzem gibt es in London mit 51 Fahrzeugen die größte Flotte rein elektrisch betriebener Busse Europas."
[Nicht, daß man London in einen Größenvergleich einbeziehen müßte, nein, nein: die größte Bevölkerung gibt es in China, während Luxemburg weit abgeschlagen ist. So wird Qualitätsjournalismus gemacht.]
"Eindhoven setzt im öffentlichen Nahverkehr mittlerweile ausschließlich auf 43 rein batteriebetriebene Busse."
[Was zehnmal (oder noch mehr) soviele wie in London wären - jetzt wäre nur noch zu untersuchen, was die dort genau anders machen:]

Nämlich: "This approach is complemented by “extra” reserve buses — which can be used to cycle in for buses with low batteries."
Erinnert an den Schildbürgerstreich hier: "Kalkuliert waren die Batterien für eine Reichweite von 80km. Im Praxisbetrieb waren es nur 40km. Das brachte den Linienbetrieb gehörig durcheinander."

"Tesla mal nach einer Grafik ... fragen, die die Kapazität der Batterie in Abhängigkeit von ganzen Lade/Entladezyklen darstellt." Ja, ja, diese Ladezicken.

Die Busse stammen wohl von der VDL Groep, einem Familienunternehmen. Interessant wäre zu erfahren, ob sie dafür ähnlich stolz subventioniert wurden wie das Familienunternehmen Tesla. Während Waldbrände für gewöhnlich an Küsten haltmachen, gilt das für das Freudenfeuer der Eitelkeiten nicht.

Spiegel: "Genau wie beim Elektroauto ist auch die Reichweite von E-Bussen geringer als bei Bussen mit Verbrennungsmotor. Elektrobusse sind ... in der Anschaffung (rund 750.000 Euro für einen rein elektrisch angetriebenen Gelenkbus) mehr als doppelt so teuer wie entsprechende Dieselfahrzeuge mit neuesten Euro-VI-Motor (etwa 350.000 Euro). ... Die Busse sind noch nicht verlässlich genug: ... etwa einer von fünf E-Bussen in den Testprojekten wegen technischer Probleme seine Fahrt nicht antreten oder zu Ende bringen. ... Ausfälle bei den Türen oder beim Kompressor. ... Fahrgäste unzufrieden ... man mehr Busse vorhalten muss ... Zum Vergleich: Bei den Diesel-Bussen klappen etwa 9,5 von 10 Fahrten. ... Der Energieverbrauch für die Klimatisierung im Bus sei ganz erheblich."

Es lebe daher die Marktwirtschaft: "Es gebe zwar Förderprogramme, aber noch nicht genug ..." Kann mal einer meinem Gedächtnis aufhelfen: gab's jemals genug Förderprogramme??? Und warum sind die Förderprogramme immer beim hochtechnisierten Schrottspielzeug nötig, das hinterher nicht funktioniert?

"... hebt vor allem Verkehrsminister Alexander Dobrindt gerne hervor, wie wichtig die Elektrifizierung von Bussen sei, um die Luftverschmutzung in den Städten zu bekämpfen. ... [weil] Es gibt keine belastbaren Zahlen über den generellen Anteil von Bussen an der Luftbelastung aus dem Straßenverkehr." Nicht auszudenken, wenn Minister auch noch was von ihrem Ressort verstünden!

"Wenn alle Busse von Diesel auf Elektro umgestellt würden, gäbe es keinen Rieseneffekt ..." Ja, warum, um Himmels willen, macht man es dann??? Nur drei kleine Maßnahmen jedes Jahr umgesetzt, die durch Verminderung der Stadtflucht dazu führen würden, daß der in die Städte einfahrende Individualverkehr geringer wird, hätten den tausendfachen Effekt!

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Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

aufwendig / aufwändig

Nordlicht @, Sonntag, 12.03.2017, 23:04 vor 3282 Tagen @ Literaturhinweis 3850 Views

Hallo LH [[zwinker]]

Hieß das nicht mal 'aufwändig'?

Der Duden empfiehlt 'aufwendig', lässt 'aufwändig' aber als alternative Schreibung gelten.

Bei wissen.de wird ebenfalls 'aufwendig' der Vorzug gegeben, während 'aufwändig' nur die zweite Geige spielt. Und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache sieht die Sache ganz ähnlich.

Aus linguistischer Sicht finde ich die semantische Differenzierung am interessantesten, die bei canoo.net vorgenommen wird. Während dort im Rechtschreibwörterbuch beide orthographischen Formen als gleichwertig angesehen werden, ordnet das Bedeutungswörterbuch der (alten) Schreibweise 'aufwendig' zwei Bedeutungen zu: 'aufwendig' im Sinne von 'teuer' (Ursprungswort 'Aufwand', daher durch das Synonym 'aufwändig' ersetzbar) und 'aufwendig' im Sinne von 'schwer', da arbeitsreich oder zeitintensiv (Ursprungswort 'aufwenden').

Fazit: Wie man's schreibt, schreibt man's richtig - es sei denn, man nimmt es semantisch extrem genau.

Beste Grüße,

Nordlicht

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30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Danke der Aufklärung

Literaturhinweis @, Sonntag, 12.03.2017, 23:26 vor 3282 Tagen @ Nordlicht 3854 Views

Danke der recht peniblen Aufklärung, so tief bin ich seit Jahren nicht mehr eingestiegen, da mich diese Rechtschreibreform von Halbgebildeten nur noch [[motz]] ank[[kotz]] ...

Wenn ich mich aber recht erinnere, war anfänglich, vor der Reform der Reform der Rechtschreibung 'aufwändig', ebenso wie Quäntchen 'verbindlich' (für Lehrer, Schüler und Beamte - sonst niemanden, mich eingeschlossen). Leider hatte die Rechtschreibkommission nicht das Geld, sich ein Handbuch der deutschen Etymologie anzuschaffen.

So schrieb auch der Spiegel irgendwann mit 'ä' für dämlich, meiner Erinnerung nach, statt mit 'e', nachdem die deutschen 'Qualitätsmedien' mit scheinheiligster Begründung irgendwann klein beigegeben hatten.

Wenn man dann aber beim Spiegel nun die von mir verlinkte Google-Suche durchführt, sieht man, daß sie es selbst nicht hinkriegen, ja, die meisten heutigen Journalisten sind gar nicht und kaum ein Lehrer ist noch in der Lage, ohne Rechtschreibprogramm fehlerfrei zu kommunizieren.

Er gaukelt seiner Schülerschaft, statt Vorbild zu sein, nur noch eine Komptenz vor, die er nicht hat, aber über Notengebung von diesen einfordert! Kein Wunder, gibt es keine Staatsbürger mit Rückgrat mehr.

Das hätte es in meiner Generation mal geben sollen - hochkant rausgeflogen wäre man!

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Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

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