Neonazibrief an Mutter von Peggy K. - es wird immer unterirdischer

nereus @, Montag, 17.10.2016, 17:37 vor 3428 Tagen 3898 Views

Sie habe ein so arisches Kind wie Peggy nicht verdient.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Bericht-Neonazis-schrieben-Peggys-Mutter-article18868696.html

Diesen Schwachsinn sollen Neonazis im Jahr 2001 an Susanne Knobloch, die Mutter der verschwundenen Peggy, geschrieben haben.

Im Fall der getöteten Peggy gibt es eine neue Verbindung in die rechtsextremistische Szene. Peggys Mutter erhielt offenbar wenige Tage nach dem Verschwinden ihrer damals neunjährigen Tochter einen von Neonazis verfassten Hassbrief.
"Der Brief ist beleidigenden Inhalts. In schlimmster Weise geschrieben. Offensichtlich von einem äußerst rechts orientierten Menschen. Der Brief löst bei Frau Susanne Knobloch einen Weinanfall aus. Sie kann sich kaum beruhigen." Mit diesen Worten beschreibt die "Soko Peggy" nach Angaben der "Bild"-Zeitung einen Hassbrief, der an ihre Mutter adressiert war.
Der Brief stammt dem Bericht zufolge aus Peggys Ermittlungsakten. Die Ermittler hätten ihn abgefangen und elf Tage nach dem Verschwinden der damals Neunjährigen an die Mutter des Mädchens übergeben, schreibt die "Bild". Er sei maschinengeschrieben auf pergamentartigem Papier.
Der Inhalt des Briefes soll auf den Übertritt der Mutter zum Islam anspielen und darauf, dass sie mit einem Türken zusammenlebte und manchmal ein Kopftuch trug.

Das Problem ist hierbei nur, daß seit 15 Jahren dieser Brief nie thematisiert wurde.
Weder Frau Knobloch noch die Ermittler hatten einen solchen Brief je erwähnt, um ggf. Hinweise aus der Bevölkerung zu erlangen, obwohl sonst jedes Gerücht in die Runde geschmissen wurde.
Hätte dann nicht auch Ulvi K., der scheinbare Mörder, damals etwas zum Thema sagen müssen?
Auch die rührigen Hobby-Ermittler, die nahezu jeden Stein in Lichtenberg und Umgebung umdrehten, wußten bislang von diesem Brief nichts.
Immerhin hatte der anfangs damit beschäftigte Ermittler die Willigen (wie Frau Rödel, Ina Jung u.a.) mit allen wichtigen Infos versorgt, weil sich die eigentlich Verantwortlichen sehr unwillig an der Aufklärung zeigten.

Und so manipulierte man damals die Zeugen.

Der Zeuge Werner wurde 4 1/2 Stunden befragt und regelrecht “fertig gemacht” mit dem Ziel einer anderslautenden Aussage, nämlich, dass er Peggy nicht gesehen hat. Er weiss aber ganz genau, dass es Peggy war, die er nachmittags am Rathaus gesehen hatte; auch konnte eine Verwechslung ausgeschlossen werden.

Der Zeuge König hatte ebenfalls am Nachmittag Peggy gesehen, als er zu seinem Opa gelaufen war; er hatte dies immer wieder bekundet, weil er genau weiss, dass sie es war. Nicht schlecht erstaunt war er über ein Vernehmungsprotokoll, in dem plötzlich der Inhalt seiner Aussage eine andere war!!!!!!

Nicht unerheblich das Vernehmungsprotokoll des Zeugen Markert, der am Ende des Protokolls vermerkte, dass diese Aussage “nicht beeiden” würde!!!!
Auch ist immer wieder aus den Protokollen ersichtlich, dass der Begriff “Roller” und “Ranzen” mehrfach passend verwendet wurde. So hatte die Zeugin Friedrich Peggy mit dem Ranzen gesehen, im Protokoll stand aber Roller; diesem Tausch sollte möglicherweise gezeigt werden, dass es Peggy nicht gewesen sein kann.

Wanderer haben laut Protokoll Peggy nachmittags gegen 16 Uhr an der Mordlau mit dem Ranzen auf dem Rücken gesehen; tatsächlich konnten sie auf dem Rücken des Anoraks das Emblem des TSV Lichtenberg erkennen, was möglich gewesen wäre, wenn sie auf dem Rücken einen Ranzen gehabt hätte.

Auch wissen Zeugen ganz genau, dass sie Peggy abends gegen 19 Uhr noch in Lichtenberg mit ihrem Roller gesehen haben. Laut Presseerklärung von SokoChef
Geier hätten sich die Zeugen getäuscht, es sei das Nachbarsmädchen gewesen, was tatsächlich gar nicht stimmte.
Der Vater dieses Mädchens wandte sich daraufhin voller Empörung an das Gericht mit dem Hinweis, dass es keinesfalls seine Tochter gewesen konnte.

Quelle: http://www.ulvi-kulac.de/prozess.html

Es wimmelt geradezu an Zeugen, die das Mädchen Tage, Wochen und gar Jahre später gesehen haben wollen, aber alle haben sich getäuscht.
Und wenn sich Zeugen etwas hartnäckiger zeigten, wurden sie bedroht.

Eine Hamburgerin, die ebenfalls der festen Überzeugung ist, dass es Peggy war, die sie 2003 in Manavgat in der Türkei gesehen hat, wurde nicht in der Hauptverhandlung gehört; lediglich ihre Freundin. Angeblich habe sich die Malerin geirrt; es sei ein deutscher Mann mit seiner Tochter gewesen.
Eine Gegenüberstellung mit diesem Mann und seiner Tochter erfolgte nie.
Nach dem Bekanntwerden des Urteils gegen Ulvi wandte sich diese Frau an Peggys Großmutter (väterlicherseits) und berichtete von vielen Details, dass es tatsächlich Peggy war, die sie gesehen hatte.
In einem Telefonat mit 6 Zeugen erklärte diese Dame wenige Tage später, dass sie nichts mehr sagen werde,
sie habe Angst, sie werde von der Polizei bedroht!!!

Wie paßt das alles aber nun mit den Spuren von Uwe Bönhardt zusammen?

mfG
nereus

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