Stiftung

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 16.10.2016, 09:18 (vor 3429 Tagen) @ DT2850 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 16.10.2016, 14:32

Wenn man es gut durchdenkt, dann spricht auch nichts gegen die Gemeinheit einer nützigen Stiftung.

Wenn möglich, sollte man es auch vermeiden, als Stifter aufzutreten.
Die optimale Lösung wäre, wenn das Stiftungsgeschäft direkt von der Lottogesellschaft ausgeführt wird, so dass das Stiftungsvermögen nicht einer Person zuzuordnen ist.
Ich weiß aber nicht, ob das geht. Anwaltliche Beratung ist auf jeden Fall erforderlich.

Das ist zumindest die Lehre, die man aus den historischen Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts ziehen sollte.

Die Kirchen (Stiftungen) haben ihr Vermögen wieder, die Junker (Privatpersonen), die enteignet wurden, die blieben enteignet.
Die orthodoxe Kirche in Russland hat heute denselben Status (und sicher auch das Vermögen) wie vor der Revolution; wer jedoch von den Nachfahren der russischen Adligen erhielt sein Vermögen zurück?
Die orthodoxe Kirche in Griechenland scheint sogar die 400 Jahre Türkenherrschaft unbeschadet ihres Vermögens überstanden zu haben.
Auch die Juden haben alle ihre Synagogen wieder.

Die katholische Kirche in Italien verfügt noch heute über große Teile ihres Vermögens, das sie unter der Römerherrschaft erworben hatte, obwohl das Imperium Romanum vor 1 1/2 Jahrtausenden endete.

Aus dem allen kann man nur den Schluss ziehen: Alles, was einer Person oder einer Familie zuordenbar ist, weckt irgendwann die Begehrlichkeit des Staates und der reißt es sich unter den Nagel.
Wenn man Vermögen über Jahrtausende erhalten will, dann muss man es einer Organisation zuordnen.


Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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