Papier - Gold statt US Dollar

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Donnerstag, 13.10.2016, 09:54 vor 3431 Tagen 3557 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.10.2016, 13:00

Beitrag aus : Neue Zürcher Zeitung vom 13. Oktober 2016 :
Reservewährungen
Papiergold statt Dollar
von Justin Yifu Lin / 13.10.2016, 07:43 Uhr

Die Welt braucht eine neue supranationale Reservewährung, nämlich sogenanntes Papiergold. Diese Meinung vertritt der frühere Chefökonom der Weltbank, Justin Yifu Lin. Was ist golden an dieser Idee?

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Vollzitat gelöscht vom Moderator, hier der Link:
http://www.nzz.ch/wirtschaft/reservewaehrungen-papiergold-statt-dollar-ld.121783

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"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Fragen: (mT)

DT @, Donnerstag, 13.10.2016, 11:24 vor 3431 Tagen @ Apostroph 2471 Views

- Was ist anders an dem Vorschlag als eine "Rückkehr zu Bretton-Woods"?
- Was ist P-Gold anderes als SZR (Sonderziehungsrechte) des IWF?

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderziehungsrecht

Eigentlich ist das doch die selbe Idee wir auf EU Ebene der Euro und früher das EWS, als dann Soros gegen das Pfund spekuliert hat und es eben doch abwerten mußte.

Meine Meinung: ein vorgebliches Pegging gegen etwas reales, knappes, wie Gold, ohne Möglichkeit zur Wechselkursanpassung, wird auf Dauer nicht funktionieren.

Fleißige Länder wie Japan, Korea, China und D zahlen ein, und die Besatzer und Prasser wie die Amis oder auch die Faulen wie GR und Italien lassen sich bedienen.

Der Trend geht weg von der Weltwährung, zu überschaubaren, lokalen Strukturen. Das Pendel schlägt in die andere Richtung.

Es sei denn, man würde WIRKLICH Gold einführen und eine echte, tägliche Anpassung der Währungen zulassen, ohne das, was jetzt abgeht.

DT

PS: Meiner Meinung nach ist dieser Satz hier ein Oxymoron:

Richtig ausgestaltet, kann eine internationale Reservewährung die inhärenten Konflikte von international als Reservewährungen genutzten Nationalwährungen vermeiden und gleichzeitig gewisse Vorteile von Edelmetallen nutzen, ohne deren Nachteile (limitierter Nachschub) in Kauf nehmen zu müssen.

Wie kann man die Vorteile von Gold nutzen, ohne deren Nachteile (???) eines limitierten Nachschubs in Kauf zu nehmen? Gold hat Vorteile, WEIL es knapp und begrenzt ist. So funktioniert Gold. Alles andere davon sind abgeleitete Zettel. Also Bretton-Woods.

Es wird nicht funktionieren, zumindest nicht auf lange Sicht

nereus @, Donnerstag, 13.10.2016, 13:03 vor 3431 Tagen @ Apostroph 2530 Views

Hallo Apostroph!

Den Artikel kann man ganz normal verlinken. Wo war da das Problem?

ABER, das Entscheidende fehlt im Artikel.
Ich sehe zwar gerade, daß @DT den wunden Punkt schon herausarbeitete, aber geschrieben ist geschrieben. [[zwinker]]

Stabilität könnte wiederhergestellt und der Konflikt zwischen widerstreitenden nationalen und globalen Interessen gelöst werden, wenn alle Länder eine einzige supranationale Reservewährung schaffen würden. Ich schlage daher vor, das existierende System nationaler Reservewährungen durch eine globale Reservewährung, genannt Papiergold (P-Gold), zu ersetzen.
Richtig ausgestaltet ..

Quelle: http://www.nzz.ch/wirtschaft/reservewaehrungen-papiergold-statt-dollar-ld.121783

Ja, da liegt wohl der Hase im Pfeffer. Wie soll denn das „gestalten“ vor sich gehen?

.. kann eine internationale Reservewährung die inhärenten Konflikte von international als Reservewährungen genutzten Nationalwährungen vermeiden .. und gleichzeitig gewisse Vorteile von Edelmetallen nutzen, ohne deren Nachteile (limitierter Nachschub) in Kauf nehmen zu müssen.

Das habe ich mir gedacht.
Den Vorteil des Goldes will man haben (allgemeine Akzeptanz) aber die Bedingungen, die GENAU DAS sichern, die will man natürlich nicht.
Ich kapiere nicht, warum die das nicht kapieren.
Aber ich ahne wohl, warum das so ist.

Das P-Gold ist eine verbesserte Version jenes Vorschlags von John Maynard Keynes, mit dem er Ende des Zweiten Weltkriegs eine internationale Währung namens Bancor etablieren wollte. Der Vorschlag wurde nie umgesetzt, weil die Welt Vertrauen hatte in den Dollar.

NEIN, nicht weil der Dollar so hoch geschätzt wurde, sondern weil der Dollar an das Gold gebunden war und eine Einlösepflicht bestand. Wenn man US-Dollar hatte, hatte man das Äquivalent zum Edelmetall, das nicht BELIEBIEG vermehrt werden kann.
Als man diesen Vertrag 1971 aufkündigte, ging es dahin mit dem Greenback.

Da hat Daniel Stelter viel bessere Ideen, denn der will den Goldpreis massiv anheben.
Das fiel @dottore schon 1986 ein und ist nach wie vor die beste aller Ideen.
Die ZB-Bilanzen verlängern sich automatische um Dimensionen, die Schulden dampfen ein, was allerdings auch die anderen Preise nach oben zieht.
Aber nur das ist die Lösung, wenn die Welt nicht in Krieg und Chaos vollständig versinken will.
Sie ist schmerzhaft, aber lange nicht so verheerend wie das aktuelle Gestöpsel.

mfG
nereus

Genauso ist es. Weltschulden durch Goldbestände (mT)

DT @, Donnerstag, 13.10.2016, 13:13 vor 3431 Tagen @ nereus 2562 Views

modulo zB einen Faktor 10:1 für das backing, und fertig ist der "wahre" Goldpreis.

Amis 18 Billionen Schulden, EU auch 10, macht 28 Billionen, cum grano salis mit
dem Rest der Welt 30 Billionen.

30000 Tonnen Goldbestände.

Macht 30E12/30000E3 * 0.1 USD/kg= 1E5 USD/kg macht also 100000 USD pro kg Gold.
Wir sind bei ca 50000 USD pro kg Gold, nicht so weit weg.

DT

Rechnung

Sorrento @, Donnerstag, 13.10.2016, 17:02 vor 3431 Tagen @ DT 1997 Views

Hallo DT,

Amis 18 Billionen Schulden, EU auch 10, macht 28 Billionen, cum grano
salis mit
dem Rest der Welt 30 Billionen.

30000 Tonnen Goldbestände.

deine Annahmen lasse ich mal so stehen (die 30.000 beziehen sich vermutlich auf das ZB-Gold?)


3,0* 10e13 USD/3,0*10e7kg = 1,0*10e6 USD/kg, also 1000 USD das Gramm...bzw 200 USD das Gramm wenn man alles verfügbare Gold (circa 150.000 t) beschlagnahmen und monetarisieren würde.

Ciao,
Sorrento

Für die Deutschen wäre das ein ganz übler Deal

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 13.10.2016, 19:01 vor 3431 Tagen @ DT 2167 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.10.2016, 19:09

Sobald die EU abgewickelt ist und alle Schulden auf dem Konto der BRD gelandet sind, dann werden diese Schulden in Goldschulden umgewandelt. Das nennt sich dann Versailles 3.0 ...

[image]

Wenn ich mich recht entsinne, hat doch schon mal auf dem Höhepunkt der €-Krise so ein Geisteskranker goldgedeckte Anleihen ins Spiel gebracht! [[sauer]]

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Was für ein teuflischer Plan der Hintertanen! (mT)

DT @, Donnerstag, 13.10.2016, 19:38 vor 3431 Tagen @ FOX-NEWS 1990 Views

Im Mai 2007 habe ich den damaligen Bundesbankchef Axel Weber wortwörtlich gefragt: "Herr Weber, wie viel deutsches Gold ist verliehen? Denn wenn der Neustart nach der großen Krise kommt, dann brauchen wir unser Gold, damit die neue Währung dann goldgedeckt sein kann." Seine Antwort: "Nichts ist verliehen."
Hab ich am nächsten Tag hier eingestellt.

Das Ganze ist ja wie die economic hitmen der Amis und des IWF, nachzulesen im Buch von John Perkins. Mach ein Land von Schulden abhängig, gib Kredite, und hol Dir die Assets. Jakob Fugger Strategie. Geld leihen gegen die Schürfrechte. Haben die Amis dutzendfach in Mittel-/Südamerika und in Afrika gemacht.

Jetzt seit 1990 bei uns. Und wir natürlich nicht bei den ganzen anderen um uns rum. Wir waren und sind nur die Knechte im Rad. Der ganz vorne mit den Muskeln, das könnte ich sein. Besonders stark ziehend, besonders tief gebückt unterm Joch. FUCK YOU, BESATZER!

Daß die Hintertanen mit diesem teuflischen Plan sich unsere über 3000 Tonnen Gold sichern und ganz legal übereignen würden, hätte ich niemals gedacht. Dann müssen sie noch nicht mal bei Niedrigpreisen dafür zahlen, wie sie das damals Anfang der 2000er Jahre bei der Schweiz und UK gemacht haben, sondern kriegen's noch ganz umsonst! Und wer hat "uns" die Schulden reingedrückt?

Die SCHULDIGEN, die VERANTWORTLICHEN, ich hab die Namen neulich hier genannt, die Landesbanker, Erika und Schäuble, der "Feuerwehrmann" Jörg Asmussen, ESM, ESFS, Target II.

Zeit, die Hände in den Schoß zu legen. Bin grade schon auf dem Weg in die Schweiz.

DT

Dauerhaft in die Schweiz? (leicht OT)

Brauer @, Donnerstag, 13.10.2016, 22:57 vor 3431 Tagen @ DT 1616 Views

Zeit, die Hände in den Schoß zu legen. Bin grade schon auf dem Weg in
die Schweiz.

Ich bin mitsamt Familie auf dem Weg in die andere Richtung.
Hände in den Schoß gibt es aber bei mir nicht. [[zwinker]]
Ist nicht meine Art und vermutlich deine auch nicht, nach den Beiträgen zu urteilen.

Zwar kommen mit der Auswanderung die von dir beschriebenen Anstrengungen ihrem Ziel wieder ein Stück näher, aber "Deutschland" ist für mich kein Selbstzweck.
Sollen sie doch ein totes Pferd reiten.

An Brauer (mT)

DT @, Donnerstag, 13.10.2016, 23:15 vor 3431 Tagen @ Brauer 1677 Views

Nur bis Sa. Mußte mal die Schienen und Bahnen testen, sowie die Sauberkeit der Bahnhöfe. Nach Grenzübertritt wurds gleich mal weniger ruckelig. Sauberkeit der Waggons: 1a. Sauberkeit der Bahnhöfe: ebenfalls, noch nicht mal Kippen auf den Gleisen, keine Ratten, die Krumen fressen, keine Graffitti, überall ordentliche Instanthaltung, ordentliche Anzeigen.

Mein Umsteigezug hatte genau 4 min Verspätung, was stand da: 4 min Verspätung. Was sagte die Dame am Lautsprecher: 4 min Verspätung. Der Grube zählt alles was binnen 5 min kommt noch als "pünktlich". Pünktlich ist für mich auf die Minute, die hat 60 sek., das ist der Puffer. Wie in China, Singapore, in der Schweiz eben. Wenn der Zug bis 11.30:59 abfährt, ist es 11:30, ansonsten 11:31 und verspätet.

Und wer hat die Bahn privatisieren wollen und zwingt sie, jedes Jahr Milliarden an den Bund als "Gewinne" abzuführen? Und wer hat Grube, Kefer und Pofalla Millionenboni proportional zu den "Gewinnen" zugesichert?
Und wer spart daher an Wartung, Instanthaltung, Saubermachen, Pünktlichkeit?

Die Selbstbereicherer von Gnaden der Besatzerpolitik. FUCK THEM!

Das Geld ist heute nicht mehr in erster Linie...

Woolloomooloo @, Donnerstag, 13.10.2016, 17:01 vor 3431 Tagen @ Apostroph 2128 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.10.2016, 17:06

Zahlungsmittel und Wertspeicher. Es dient der (Export)Wirtschaft und wird als Standortfaktor eingesetzt.

Kein Mensch hat mehr Interesse an einer stabilen starken Währung. Das ist gewissermaßen unsexy in den postmodernen Zeiten.

Der Euro ist ein schönes Beispiel. Die für deutsche Verhältnisse Weichwährung ist für die Leichtgewichte in den Olivenländern schon fast ein Goldstandard.

Die Lire hat gegenüber der Mark 80% und der Franc 60% abgewertet. Und nun sitzen sie in der Falle. Die Franzosen haben sich ins Knie geschossen, Mitterands Coup geht nach hinten los.

Das hat mich mächtig geärgert. Aber dann ein Blick nach Japan und siehe da. Sie bescheißen die eigenen Leute genauso, wie hier. Sie lassen wegen der Exportlobby den Yen fallen.

Und die Schweizer wollten mit Fixkursen ihre Exportwirtschaft retten. Das hat mir ein paar Euros in die Tasche gespült. Denn wenn der Grieche via Euro quasi Schweizer Franken drucken kann, dann wird er es machen. Draghi druckt und Hildebrandt/Jordan kaufen. Grotesk.

Man muss versuchen, den Wahnsinn zu traden und den Verstand ausschalten....

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